August 8, 2023

Anna Selbdritt, Deutschland ca. 1520 (Quelle: Wikipedia)

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa zwei Drittel der Frauen im Alter von 60 Plus Großmütter sind. Das ist eine Dimension, die früher bei weitem nicht erreicht wurde, obwohl die Geburtenrate pro Frau viel höher lag. Gleichwohl war die Großmutter auch damals eine sehr wichtige Person in den Großfamilien, womit der evolutionäre Vorsprung der Gattung homo sapiens im Vergleich mit anderen Primaten zusammenhängt. Die Tatsache, dass Frauen noch Jahrzehnte nach ihrer Fruchtbarkeit weiterleben können, ist an ihre wichtige Funktion als Vermittlerinnen von Wissen und Helferinnen bei der Pflege der Enkelkinder gekoppelt. Es hat sich sowohl bei Stammeskulturen als auch bei modernen Gesellschaften gezeigt, dass Familien, die auf die Hilfe von Großmüttern in der weiblichen Linie zählen können, mehr und gesündere Kinder haben.

Die Stammutter der Sippe
Daher verehrte man in alten Ritualen die Ahnfrau des Familienclans als „spirituelle“ Großmutter, die ein Geistwesen gebiert, den „Menschenkeim“, der dann in einer Frau seine fleischliche Verkörperung als Fötus sucht. Im antiken Italien stellte man sich entsprechend eine Großmutter der Geister vor, der symbolische Opfer dargebracht wurden. Die frühen Bauernvölker kannten nicht nur die „Kornmutter“, deren Bewegung man erahnen kann, wenn der Wind das Getreide streichelt, sondern auch die „Korn-Großmutter“- so nannte man die letzte Garbe. In germanischer Tradition stand die Großmutter in einem besonders innigen Verhältnis zu ihren Enkeln. Sie war deren Hüterin und schlief nach der Geburt acht Nächte vor deren Bett. Starb ein Enkel, so wurde er auf dem Grab der bereits verstorbenen Großmutter beerdigt, das mit Knoblauch vor Dämonen geschützt wurde. Eine noch junge Großmutter wurde gerne als Patin ihrer Enkel auserkoren. Vom Großvater, dem Ahnen, leitet sich das Wort Enkel ab, das „Ähnchen“. In sehr früher Zeit spielten hier Vorstellungen von einem Stammesahnen oder einer Urmutter hinein, die in der Traumzeit Geistkinder hinterlassen hatten, die sich fortan immer wieder reinkarnieren wollten (Quelle: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens). Entsprechend ihrem milden Wesen hatte die Großmutter im Mythos meist eine beschwichtigende Funktion inne. So steckt in unseren Kindermärchen eine uralte Erzähltradition, dass nämlich in der Höhle des Teufels seine Großmutter sitzt, die den eintretenden Helden oft mitleidig und schonend vor dem Scheusal in Schutz nimmt. „meistentheils langen die menschen an, wenn der teufel ausgegangen ist, sie werden dann von ihr versteckt, und von ihrem sohn, bei der rückkunft, gewittert.“ (Quelle: Jacob Grimm, Deutsche Mythologie)

Die Großmutter in Mittelalter und Reformationszeit
Im Mittelalter erlebten viele Kinder ihre Großeltern nicht mehr. Als Vorbild großmütterlicher Zuwendung galt daher die Heilige Familie, wobei die heilige Anna, die Mutter Marias und Großmutter Jesu, eine besondere Verehrung erfuhr. Anders als Maria war Anna deutlich diesseitiger und bodenständiger, eine »normale« Mutter und Großmutter, mit der sich Frauen überall identifizieren konnten. Als Großmutter wurde Anna sehr häufig in ihrer im wahrsten Sinne des Wortes „tragenden Rolle“ dargestellt: als »Anna Selbdritt« (siehe Titelbild), die ihre Tochter Maria und das Jesuskind auf dem Arm trägt. Besonders im 16. Jahrhundert, also bereits in der frühen Neuzeit, findet man diese Darstellungen häufig in der sakralen Kunst. Auch der spätere Reformator Martin Luther soll die heilige Anna als Schutzpatronin angerufen haben: Vor Erfurt geriet er in ein schweres Gewitter. In seiner Nähe schlug ein Blitz ein und er wurde zu Boden geschleudert. In diesem Augenblick gelobte er: „Hilf du, Heilige Anna, ich will ein Mönch werden.“ Mit der Reformation verstärkten sich Tendenzen der Individualisierung und Privatisierung. Ausgehend von den Niederlanden begannen Familie und Erwerbsleben sich voneinander zu lösen und die Familie wurde mehr und mehr als eigener Lebensteil verstanden, als privater Raum. Im Mittelalter war das „große Haus“ ein öffentlicher Raum mit Werkstatt, Verwandten, Gesinde und Gesellen und umfasste bis zu 25 Personen. Das „kleine Haus“ war nun reserviert für das abgeschirmte, ruhige Familienleben, das in hohem Maße von Frauen und ihren Müttern geprägt wurde, also den Großmüttern. Gleichwohl sorgten Epidemien und Kriege dafür, dass nur wenige Kinder aus dem einfachen Volk ihre Großeltern kennenlernten, in der Oberschicht dürfte die Zahl der Familien, die aus drei Generationen bestand, deutlich höher gelegen haben.

Das bürgerliche Zeitalter
Im 18. und 19. Jahrhundert konnten Großmütter ihre Enkelkinder häufiger erleben, vor allem deshalb, weil bürgerliche Frauen früher heirateten. So war Goethes Mutter, „Frau Aja“, bei seiner Geburt 1749 gerade einmal 18 Jahre alt und seine Großmutter Anna Margaretha so alt wie Goethes Vater, nämlich 38. Noch bedeutender für die Rollenvorstellung der »Oma« aber war, dass sich das Bild der Familie wandelte. Das Individuum rückte in Mittelpunkt des Interesses. Was in den Niederlanden bereits in der Barockzeit begann, prägte im 18.Jahrhundert auch in Deutschland das bürgerliche Leben: Das „Privatleben“ wurde immer stärker vom öffentlichen Bereich abgetrennt. Staats- und Wirtschaftsangelegenheiten waren fortan den Männern vorbehalten, das Privatleben und Haus gehörten zur weiblichen Domäne. Bei den bäuerlichen Familien kam den Großmüttern auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Erwirtschaftung des Familienunterhalts zu. Dabei ist auffällig, dass es für das Überleben der Enkel sehr viel günstiger war, wenn die Großmutter mütterlicherseits im Hause oder in der Nähe lebte und so die Familie unterstützen konnte. Gerade im 19.Jahrhundert erfuhr das Bild und die Rolle der Großmutter eine Ausprägung, die noch heute teilweise Gültigkeit besitzt. Nach den enttäuschten Hoffnungen auf politische Freiheit zog man sich in die bürgerliche, biedermeierliche Wohnkultur mit ihrem Hang zum Behaglichen und der Geborgenheit des kleinen Nestglücks zurück. Damit ging eine weitere Verfestigung der schon im 18.Jahrhundert angelegten Aufteilung der Welt in eine männliche (öffentliche) und eine weibliche (private und familiäre) Sphäre einher.

Unser Klischee von der Großmutter
Das Familienleben wird nun als Idylle gestaltet und als Rückzugsort von der Welt »draußen« idealisiert. Das bekannte Bild der bürgerlichen Großmutter nimmt Kontur an: Die weißhaarige Oma, mit geklöppelter Haube oder einem Kopftuch, mit Lorgnon oder Brille auf der Nase, um ihren Enkelkindern vorzulesen oder die Mädchen in Handarbeiten zu unterrichten. Die Oma war überdies bekannt für ihre Milde und Frömmigkeit: Kirchenbesuche, Gebete und geistliche Lieder wurden von den Enkeln immer eher mit der Großmutter als mit der eigenen Mutter verbunden. Ihre übergroße Liebe führte auch leisen Vorwurf, dass sie die Enkel „verziehe“. Die Großmutter wird mithin zur idealen Mutter, zum Inbegriff der mütterlichen Liebe, die der Schweizer Schriftsteller Carl Spitteler, der 1919 den Nobelpreis für Literatur erhielt, so beschreibt: „Eine ruhige, stetige Liebe ohne Trübung, glücklich lachend, herzjauchzend“. Eine besonders innige Beziehung zwischen Großmutter und Enkelin herrscht in einem der bekanntesten Kindermärchen vom Rotkäppchen und dem Wolf. Bereits im 17. Jahrhundert nahm Charles Perrault die Geschichte in seiner Märchensammlung auf, und in Deutschland wurde sie durch die Brüder Grimm weiterverbreitet. Die Hilfe und Fürsorge zwischen den Generationen ist stärker als das Böse, das sie zu verschlingen droht. In der „großen Literatur“ zeichnet sich die Beziehung zwischen Marcel Proust und seiner Großmutter in ähnlicher Weise durch die Zuneigung aus, mit der sie ihren Enkel bedenkt- So in seinem autobiographischen Romanwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (À la recherche du temps perdu). Dezent, wie in der Oberschicht üblich, versteht sich…

Wechselnde Bilder der Großmutter
Fraglos ist die Oberschicht, der Prousts Familie entstammt, nicht repräsentativ für die Wirklichkeit im 19./20. Jahrhundert. Aber auch in der bäuerlichen Bevölkerung knüpfte die Großmutter ein besonderes Band zu ihren Enkeln, etwa durch die Zubereitung von leckeren Speisen. Das allerdings blieb eine Spezialität der Großmutter quer durch alle Schichten. Zwar nicht Großmutter, sondern Großtante war die Tante Jolesch, der Friedrich Torberg in seinen Erinnerungen aus den Zwanzigerjahren ein Denkmal gesetzt hat. Die jüdische Großfamilie wird wie von einem Lauffeuer zusammengerufen, wenn sie ihre unnachahmlichen Krautfleckerln zubereitet, deren Wohlgeschmack sprichwörtlich ist. Tante Jolesch war genauso unkonventionell wie die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm (1831-1919), die eine Kurzhaarfrisur statt eines Dutts trug und politisch bis ins hohe Alter aktiv war. Sie war die Großmutter von Katia Pringsheim, der Frau von Thomas Mann, der seine „Schwiegeroma“ durchaus kritisch sah, weil sie eben nicht ins gängige Muster der Großmutter passte. Doch zwischen Großmutter, Mutter und Tochter, also Katja Mann, bestand ein untrennbares Band der Generationen, wie es bei bürgerlichen Frauen in der mütterlichen Linie typisch war. Es gab übrigens auch im Bürgertum einzelne Großmütter, die ihre Familien ernährten: bekanntes Beispiel dafür ist die »Witwe Clicquot« unter eigenem Namen die Champagnerproduktion verstorbenen Mannes zu Weltruhm führte: „Veuve Clicquot“. Auf dem Land war die Versorgung unehelicher Kinder durch die Großmutter üblich, besonders in Österreich, wo strenge Gesetze Ehen im Kreis des besitzlosen Dienstpersonals verboten. Entsprechend hoch war die Zahl lediger Mütter, die auf die Hilfe der Großmütter angewiesen waren. Diese werden daher weiterhin als Hüterinnen von Tradition und Familie dargestellt. Dabei sind Kinderbücher wie Johanna Spyris »Heidi« (1880) bestimmend für das Bild der Großmutter: Sie bringt der Enkelin immer noch in geduldiger Zuwendung das Stricken bei und erzählt dabei¬ Märchen. Deutliche Kritik an der „Selbstlosigkeit“, die von Großmüttern erwartet wurde, übte Bertolt Brecht. Menschlich ein Scheusal, doch literarisch hochbegabt, erschien 1939 im Exil seine Kurzgeschichte „Die unwürdige Greisin“, in der eine Großmutter sich in den Augen ihrer Familie im Alter selbstsüchtig benimmt, weil sie nach dem Tod ihres Mannes erstmals im Leben auch an sich selbst denkt statt sich weiter aufzuopfern.

Von 1933 bis in die Siebziger Jahre
In der Nazizeit wurde das Bild der Großmutter vom allgemeinen Mutterkult vereinnahmt. Die Realität sah bald anders aus. Je weiter der Krieg fortschritt, desto mehr musste die Großmutter die abwesenden Eltern- die für die Rüstungsindustrie tätige Mutter und den Vater an der Front- ersetzen und die Enkel versorgen. Für die ausgebombten Kinder aus den Städten konnte die Großmutter dem Land mit ihrer kleinen Landwirtschaft zur lebensrettenden Versorgerin werden. In ihrer sozialen Rolle waren Großmütter für die Familie auch nach dem Krieg oft weiterhin von enormer Bedeutung. Allerdings lebten in den 50er und 6oer Jahren viele ältere Frauen, vor allem die Kriegerwitwen, in Armut. Auch viele junge Familien fanden sich in den Nachkriegsjahren in prekären Verhältnissen wieder. Oft fehlte der Vater und die Kinder mussten von der Mutter mit Unterstützung der Großeltern ernährt und großgezogen werden. Hauptsächlich wurde die Sozialhilfe in Westdeutschland in erster Linie für mittellose ältere Frauen Anfang der 1960er Jahre eingeführt. Auch im realexistierenden Sozialismus der DDR hing die Hausarbeit immer noch an den Frauen oder Großmüttern. Das Bild der Großmutter war in beiden Systemen unverändert: eine milde, ältere Frau, die sich mit Hingabe um die Enkel kümmert.

Eine neues Bild der Großmutter
In der Spaßgesellschaft der 1980er Jahre hingegen wurde das Alter zunehmend zum Tabu. Schlankheitskult und Diätindustrie versprachen makellose Schönheit bis zum letzten Atemzug. Weiße Haare waren unerwünscht, Falten wurden weggecremt und Schminke aufgetragen, denn besonders Frauen mussten ihr Alter verstecken. Nur jung galt als schön und attraktiv. Eine traditionelle Oma zu sein, bedeutete daher, an äußerem Reiz zu verlieren, denn plötzlich definierten sich auch reifere Frauen über ihr Aussehen und ihre Anziehung. Tatsächlich wirken Frauen um die 60 heutzutage deutlich jünger als ihre eigenen Großmütter im selben Alter, sind sportlich und gesund. Viele Frauen weigern sich deshalb seit den 1980er Jahren, eine „traditionelle Oma“ zu werden. In der Weihnachtskomödie „Single Bells“ (1997) sind beide Großmuttertypen unnachahmlich verkörpert: die altbackene, aufopferungsvolle Omama durch Inge Konradi mit österreichischem Akzent und die „moderne“, Hochdeutsch sprechende Lillibet mit Johanna von Koczian in einer Glanzrolle. Besser als in dieser Filmkomödie kann man heutige Großmüttertypen kaum darstellen, deren unterschiedliches Lebensgefühl nicht zuletzt in der sozialen Herkunft liegt. Sicherlich freuen beide sich sehr über die Enkel, während die eine aber voll in der neuen Rolle aufgeht, möchte die andere ihren Ruhestand so verbringen, wie sie es sich selbst aussucht. Denn ganz anders als die Großmüttergenerationen vor ihnen verfügen fast alle im Alter über eigenes Geld, was vielen Frauen erlaubt, zu reisen, sich weiterzubilden und Freundschaften außerhalb der Familienbande zu pflegen. Aber das gleicht oft einer Gratwanderung, denn Kinder schätzen es bei ihren Eltern nicht, wenn sie sich so „peinlich“ jung geben- und bei den Großmüttern schon gar nicht… (Quelle: Juliane Haubold-Stolle, Oma ist die Beste)

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