November 19, 2023

Wilhelm Busch, Tobias Knopp (Quelle: https://www.projekt-gutenberg.org)

Abnehmen in jedem Alter?
Da gibt es doch gar keine Diskussion, das möchte jeder und vor allem jede von uns, egal, ob es nötig ist oder nicht. Vor allem die höheren Semester sollen doch unbedingt abspecken, wird uns von allen Seiten (vor allem denen der bunten Blätter) nahegelegt. Leichter gesagt als getan, denn der Metabolismus, also der Stoffwechsel, verlangsamt sich bekanntlich in späteren Lebensphasen leicht bis deutlich. Gleichwohl liegt in der Gewichtsreduktion angeblich der Schlüssel zur Gesundheit. Daher wird vor allem die Generation 60 Plus, wo sich besonders viele Kilosünder tummeln, ständig vor den Gefahren, die in den viszeralen Fettpolstern lauern, gewarnt. Da gerade diese Altersgruppe durch die besagten natürlichen Prozesse ihr Hüftgold trotz Fastenkuren mit bangem Blick langsam, aber stetig wachsen sieht, sind heutzutage auch in der Generation 60 Plus Magerkost und Diäten ein unerschöpfliches Thema. In früheren Zeiten war das noch anders. Ich zumindest kann mich nicht erinnern, dass in meinen Jugendjahren in den Siebzigern das Thema „Schlankheitskur“ bei den Älteren je auf der Agenda stand, sehr wohl indes bei den Jüngeren, vor allem bei Frauen.

Veränderte Maßstäbe
Für Männer hingegen war das Thema „Gewicht“ Nebensache. Mein Vater mit (nach heutigen Maßstäben) kräftiger Normalfigur wurde in den späten Sechzigern in eine Kur geschickt, wo man ihn auf doppelte Ration setzte, da bei ihm auch noch Untergewicht festgestellt wurde- bei der vorzüglichen, deftigen Küche meiner Mutter eigentlich unvorstellbar. Es haben sich anscheinend nicht nur unsere Schönheitsideale, sondern auch die Maßzahlen deutlich verschoben. Doch was den Erfolg von Diäten betrifft, war schon der große Humorist Wilhelm Busch realistisch und beschreibt in einer Bildergeschichte ein Phänomen, dass wir alle kennen. Der wohlbeleibte Tobias Knopp unterzieht sich einer Diät, weil er sich rank und schlank höhere Chancen bei seiner Brautschau ausrechnet. Nach zwei Wochen Heilfasten hat er ein stolzes Ergebnis erreicht, 10 Kilo weniger, das soll erst einmal einer nachmachen! Dann aber kommt es so, wie bei fast allen Hungerkuren:
Wieder schwinden vierzehn Tage,
Wieder sitzt er auf der Waage,
Autsch, nun ist ja offenbar
Alles wieder, wie es war.
Ach, so denkt er, diese Welt
Hat doch viel, was nicht gefällt.

(aus Wilhelm Busch, Tobias Knopp)

Warum ein Ideal für alle?
Der Jo-Jo-Effekt von Fastenkuren war also schon Wilhelm Busch und Zeitgenossen wohlbekannt. Warum um Himmels Willen wollen so viele Menschen einem Schlankheitsideal nacheifern, das sie aufgrund ihres Körperbaus niemals langfristig halten können- wenn, dann nur bei einer kompletten und dauerhaften Umstellung der Ernährung, was oft auf Kosten des Lebensgenusses geht. Natürlich gibt es die leptosomen Typen, die von Natur aus gertenschlank sind und meist erst im mittleren Alter etwas zusetzen. Von der Evolution werden diese indes als Ausschussware betrachtet, denn bis vor wenigen Generationen und wieder nach den Weltkriegen herrschten Hungerzeiten auch in Mitteleuropa. Diejenigen, die über wenig Reserven verfügten, hatten dann schlechte Karten. Die Fixierung auf das Körpergewicht allein ist eben genau deshalb problematisch, weil dadurch der Konstitutionstyp ausgeblendet wird: ein rappeliger Spargeltarzan wird niemals zum Fettsack mutieren, und aus einem drallen „Wonneproppen“ wird durch keine Wunderdiät eine gertenschlanke Barbie; jedenfalls nicht auf Dauer. Der BMI als Maßstab für Gesundheit allein ist daher nur bedingt aussagekräftig. In einem sehr lesenswerten Artikel der New York Times vom 1.Januar 2013 wird „The Journal of the American Medical Association“ (JAMA) mit einer Studie zitiert, wonach der BMI sogar ein unzureichender Indikator für die Mortalität sei. Selbst Fettleibigkeit Grad 1 scheint nicht mit einer höheren Sterblichkeit einherzugehen, und einfaches Übergewicht wird sogar mit einer signifikant niedrigeren Gesamtmortalität in Verbindung gebracht („Grade 1 obesity overall was not associated with higher mortality, and overweight was associated with significantly lower all-cause mortality“). (Quelle: PubMed (englischsprachig)

Fettreserven – früher und heute
In unserer Entwicklung als Spezies war die Fähigkeit, Fettreserven für schlechte Zeiten anzulegen, eine Überlebensstrategie. Daher haben Frauen im Allgemeinen weniger Muskeln, dafür aber mehr Fettzellen unter der Haut und bilden die bei Männern so geschätzten weiblichen Rundungen aus. Breite Hüften, praller Po und volle Brüste signalisieren Reserven für Mutter und Kind auch in Zeiten der Not, also eine interessante Partnerin. Muskulöse, kräftige Männer hingegen bieten sich als Beschützer und potentiell erfolgreiche Jäger und Ernährer an. So funktionierte das über die Jahrzehntausende, seitdem man vom Homo Sapiens sprechen kann. Auch bei unseren Vettern, den Neandertalern, verhielt es sich ähnlich. Seit etwa zwei Generationen hat sich die Lebensweise in der westlichen Welt so grundlegend geändert, dass sich unser biologisches Erbe und unser ästhetisches Empfinden einander gehörig ins Gehege kommen. Wir möchten unsere jugendlich-schlanke Figur, die es ja auch in früheren Zeiten in dieser Form gab, sich aber mit dem Hineinwachsen in die Elternrolle schnell veränderte, nicht nur bis 20, sondern wenn möglich bis über die dritten Zähnen hinaus beibehalten. Ein Grund mag sein, dass wir uns heute im Westen nicht nur über Beruf und Karriere, sondern auch über unsere erotische Anziehungskraft definieren. Dies gilt auch, wenn wir in festen Beziehungen leben und in die Jahre kommen: wir möchten attraktiv auf andere wirken und dazu gehört in unserer Zeit nun einmal der tannenschlanke Wuchs.

Wer ist in welchem Alter übergewichtig?
Der Weg dahin scheint denkbar einfach- in der Theorie zumindest. Mit Entschlossenheit und eisernem Willen, heißt es, nehmen wir wie von selbst ab. Stimmt das denn alles so? Und die Frage, die kaum gestellt wird: ist es überhaupt sinnvoll, sich schlank zu hungern? Um es gleich vorwegzunehmen: Wir reden hier nicht über die unbestreitbaren Gesundheitsrisiken wirklich adipöser Menschen, sondern über Leute, deren BMI etwas über dem Wert von 25 liegt, also zwischen 25 und 28, was gemeinhin als Übergewicht Grad I eingestuft wird. Beispiel: mit meinen 96 kg Gewicht und 1,89 cm Körpergröße komme ich auf einen BMI von 26,8 (Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße), wobei mein Lebensalter überhaupt nicht berücksichtigt wird. Dem amerikanischen National Research Center zufolge, der das Alter einbezieht, liegt der ideale BMI im Alter zwischen 55 und 65 Jahren bei 23- 28 – et voilà: plötzlich befinde ich mich wieder im grünen Bereich! Eine andere Frage ist, warum wir überhaupt abnehmen und einem Normgewicht entsprechen sollen, wenn wir uns sportlich betätigen und unser BMI selbst ohne Berücksichtigung des Lebensalters nur im „Übergewicht Grad I“ liegt? In einer schon Jahrzehnte zurückliegenden Analyse aller bis dato vorliegenden Studien mit Hunderttausenden von Teilnehmern urteilt der Ökotrophologe Dr. Nicolai Worm, es gebe keinen einzigen Beleg dafür, dass Abnehmen mit verminderter Sterblichkeit einhergehe- also im Ergebnis ähnlich wie die obengenannte Studie im amerikanischen JAMA. Worms zentraler Kritikpunkt richtet sich gegen eine der unumstößlichen Dogmen der Ernährungspäpste: Die Lehre vom alleinigen Krankmacher Übergewicht und den fatalen Folgen von zuviel Fett im Essen. Seiner Meinung nach machen hingegen oft erst Diätwahn und zwanghaftes Abnehmen wirklich dick und krank. (Quelle: wissenschaft.de)

Einflüsse von Lebensalter und Kultur
Ein ganz wesentlicher Aspekt, den man jahrelang völlig unbeachtet ließ, ist eben dieses Verhältnis von Körpergewicht und Lebensalter. Fast alle von uns setzen im Laufe des Lebens zu und brechen in Weinkrämpfe bzw. Lachsalven aus, wenn sie Jugendbilder von sich betrachten. Wie viele von uns schaffen es, ihren Abituranzug oder ihr erstes Ballkleid auch nach 40 Jahren noch tragen zu können? Die Tatsache, dass wir gerade mit den Jahren an Gewicht zulegen, hat indes ihren tieferen Sinn: da mit dem Lebensalter auch die Gefahr von schweren Erkrankungen steigt, ist es für den Köper lebenswichtig, Reserven zu bilden: Bei Männern der Waschbärbauch und bei den Damen die Hüftpölsterchen. Bei Frauen kommt dann noch hinzu, dass mit der Menopause und Ende des monatlichen Aderlasses weniger Substanz verloren geht, die nun als Reserve gebunkert werden kann. Biologisch vollkommen einleuchtend und klug eingerichtet.
Auch der kulturelle Aspekt wird gerne übersehen. Wer sich Bilder aus der Barockzeit anschaut, etwa die drallen Schönen, wie sie Rubens auf die Leinwand bannte, erkennt sehr schnell, dass sich solche Ideale auch ändern können. Damals war reichhaltige Ernährung und in der Folge die dralle Figur ein Zeichen von Luxus und Wohlstand- Schlankheit hingegen verband man mit Hunger und Entbehrungen. Auch in anderen Kulturkreisen sieht man das heute noch so, obwohl unter westlichen Einfluss sich auch dort die Schönheitsideale ändern. In Studienzeiten versuchte eine chinesische Kommilitonin mit Hilfe von Malzbier zuzunehmen, um ihrem Freund besser zu gefallen- und war glücklich über den Erfolg. Rubens wäre begeistert gewesen.

Bewegung ist wichtiger als Abspecken
Der Grundfehler, der gewissen Vereinfachungen („Abnehmen führt zu vermindertem Herzinfarktrisiko“) zugrunde liegt, ist der, dass Korrelation mit Ursache verwechselt wird. Der vermeintlich logische Schluss lautet: wenn Übergewichtige vermehrt zum Herzinfarkt neigen, Schlanke aber weniger, dann müssen die Dicken einfach nur abspecken. Eines wird aber übersehen: Leute mit Übergewicht bewegen sich oft nur sehr ungern, schon allein deswegen, weil es ihnen physisch mehr Mühe oder sogar Schmerzen bereitet als den Schlanken. Sinnvoll wäre daher, auf Sport und Fitness zu setzen, denn der Bewegungsmangel begünstigt Herzinfarkte in höherem Maße als einfach nur Übergewicht. Sie sollten sich daher sportlich betätigen und damit ihre Kondition zu verbessern, mit dem Ziel am Ende „fat but fit“ („dick, aber fit“) zu sein. Trainierte und gesunde Körper gibt es in allen erdenklichen Formen, und nicht nur gemäß dem athletischen Schönheitsideal, das wir aus der Antike übernommen haben. Tatsächlich legen zahlreiche Studien nahe, dass viele Gesundheitsprobleme, die vorschnell auf Übergewicht zurückgeführt werden, mit Bewegungsarmut und Erschlaffung zusammenhängen. Außerdem stützen einige epidemiologische Studien die Annahme, dass verstärkte körperliche Aktivitäten und Fitness ein erhöhtes Sterberisiko abschwächen oder sogar eliminieren können. Bewegung wirkt offenbar stärker als Gewichtsabnahme. Also Wandern statt Hunger schieben! Ein trainierter Dicker, der dreimal die Woche intensiv läuft, Rad fährt und tanzt, ist allemal fitter als ein abgehungerter Schlanker, der zwar Gewicht verloren hat, aber sich nach wie vor vom Sessel zum Sofa schleppt. Aber verkürzt Übergewicht denn nicht ganz allgemein das Leben? Dagegen sprechen Studien. Männer, die nach gültiger Sichtweise bereits leicht übergewichtig sind, weisen die absolut niedrigste Sterblichkeit auf, sowohl niedriger als die der Adipösen als die der Untergewichtigen, die eigentlich besonders „gesund“ sein müssten! Die leicht Übergewichtigen des Grades I leben rein statistisch gesehen länger als Hungerhaken und Speckmöpse.

Moderate Bewegung- aber täglich!
Wer wenig Sinn darin sieht, von einer Diät zur anderen, von einem Frust in den nächsten zu fallen, hat zwei Möglichkeiten, die man auch kombinieren kann: Einmal die Ernährung komplett und langfristig so umzustellen, dass das erwünschte Ergebnis auch von Dauer ist. Das erfordert viel Disziplin und Verzicht auf liebgewonnene Essgewohnheiten, und die Rückfallquote ist hoch. Die zweite Möglichkeit ist, sich mit den paar Pfunden zu arrangieren, dafür aber für ein umfangreiches, tägliches Bewegungsprogramm zu sorgen. Empfehlenswert ist eine Kombination aus Gymnastik und Ausdauertraining. Sportarten wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren regen den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem. Wer sich überdies auf das Tanzen verlegt, erreicht nicht nur eine blendende Kondition, sondern kann auch einer Altersdemenz entgegenwirken. (Quelle: Bundesgesundheitsministerium)
Wer Sport nicht ausüben kann, dem können regelmäßige Spaziergänge helfen. Angepasste Bewegung in jedem Alter ist ein Schlüssel zu gesundem Leben. Man braucht nicht im Fitnesscenter Gewichte zu stemmen oder sich auf dem Laufband bis zur Erschöpfung abzustrampeln. Schon moderate Bewegung in Form eines strammen Spaziergangs – aber täglich, bei Wind und Wetter! – scheint wahre Wunder zu wirken. Dabei muss keineswegs gegen Uhren und Messgeräte anrennen. Eine halbe bis eine Stunde pro Tag ist vollkommen ausreichend. Und eines dürfen wir nicht vergessen: der Spaziergang draußen, durch Park, Feld und Wiesen in den Wald hinein, ist von einer ganz anderen Qualität als das verkrampfte Abhecheln im klinisch-weißen Fitnessraum. Wir nehmen unsere Seele mit und hängen Gedanken nach, wie Christian Friedrich Hebbel (1813-63) am Anfang seines Gedichtes „Spaziergang am Herbstabend“ schreibt:

Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe,
Finsternisse niederwallen,
Ferne, fromme Glocken hallen:
Ach, wie viele sanfte Bilder,
Immer inniger und milder,
Schatten längst vergangner Zeiten,
Seh ich dann vorübergleiten.
Was ich in den fernsten Stunden,
Oft nur halb bewusst, empfunden,
Dämmert auf in Seel‘ und Sinnen,
Mich noch einmal zu umspinnen.

Bitte beachten
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Empfehlenswert:

Weitere Artikel

Bleib fit im Alter, Falter!

Kinder in den sechziger Jahren

Jetzt geht es um die Wurst

Gefahr und Tod im täglich Brot

Fertigfraß bringt wenig Spaß

Soja auf dem ersten Platz als beliebter Fleischersatz

Maienkäfer, sanft gebraten, dazu kann man dringend raten

Allzeit bereit zur Fastenzeit

Gesundes Essen- eine neue Religion ?

Superfood tut selten gut


https://begeistert60plus.de/voll-fett-was-wir-zum-leben-brauchen/

Ohne Pilz kein Pils

Jetzt ist Schluss mit dem Genuss!

Sprachen lernen ein Leben lang

Stimuli dank Globuli

Schwere Zeiten für Warmduscher

Willst du nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich dir den Schädel ein.

Es dringt der Lärm tief ins Gedärm

Lesen ist Leben

Auf Entlastung hoffen mit Ballaststoffen

Geiz ist geil, so heißt’s wohlfeil

Ja, mir san mit’m Radl da

Digital: Oft eine Qual

Dem Schlemmen und Zechen folgen Gebrechen!

Wie fremde Sprachen Freude machen

Im März der Schwur: Entschlackungskur!

Dank Hungerkur zur Traumfigur?

Mit Vitaminen Geld verdienen

Kein Bioboom beim Fleischkonsum

Festtagsbraten- Satansbraten

Wenn das Gebälk rumort, hilft täglich Sport

Früher war die Zukunft besser

Gesundheit dank Olivenöl

Labend ist ein Wein am Abend

Chillen beim Grillen

Fünf am Tag- alles Quark?

Diäten bis zum Abwinken

Getrennt schlafen nicht nur die Braven


https://begeistert60plus.de/leben-im-kontrollwahn/
https://begeistert60plus.de/wasser-trinken-als-zeitvertreib/
https://begeistert60plus.de/mediterrane-diaet-ein-mythos/

Ein Wiener Mokka in der Tasse und der Tag gewinnt an Klasse

Mit Sport fit im Alter

Leib und Seel‘ hält Tanzen fidel !

Die Last mit der Lust

Beziehungskiste: mal froh, mal triste

Wie viel Schlaf ist nötig?

Jeder Tag gerät zur Fiesta, hält man des Mittags eine Siesta

Mit dem harten Spaten geht’s jetzt in den Garten

Wanderlust hält uns robust

Bewegung lässt die Pfunde schmelzen

Die Tortur mit der Figur

Fünf am Tag- alles Quark?

Bekommen wir von Kandis Zucker ?

Voll schlank in den Frühling

Jedem Narren seinen Sparren

Wenn jemand eine Reise tut

Die Alten im Altertum


Über den Autor ANAKREON

Teile deine Gedanken

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. erforderliche Felder sind markiert

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Und hustet, bis ihm der Salat Aus beiden Ohren fliegen tat. (Wilhelm Busch, Die fromme Helene, 13. Kapitel) Ja, so schnell kann es gehen, essen war schon immer eine gefährliche Sache. Während in früheren Zeiten aber eher Tabuvorschriften für das Seelenheil den Alltag reglementierten, sind es heute Ernährungsgebote im Dienste der neuen Religion „Gesundheit“. Der

Weiterlesen

Steinpilzfund Herbst 2022 Trotz eines überaus trockenen Sommers gibt es dieses Jahr wieder eine wahre Pilzschwemme in unseren Wäldern. Jetzt sind selbsternannte Online-Experten dabei, uns das geheime Leben der Pilze zu erklären und Anleitungen zum Sammeln zu verteilen, denn bis weit in den November wird man noch fündig. Zur Not tun es ja Apps, die

Weiterlesen

Der Dicke aber –„Autsch, mein Bein!“- Hat wieder heut das Zipperlein. (Wilhelm Busch, Der neidische Handwerksbursch) Welche Therapie Wilhelm Busch zur Behandlung dieses gichtkranken Dicken empfehlen würde, verrät er uns nicht. Wenn uns mit 60 Plus die ersten Zipperlein zwacken, lauschen wir mit roten Ohren Berichten, die alternative Heilmethoden anpreisen, schnell und sicher in der

Weiterlesen