Friedrich Torberg bei einer Signierstunde (Quelle)

Was dereinst auf seinem Grabstein stehen sollte, wusste Friedrich Torberg schon zu Lebzeiten: „Essen war seine Lieblingsspeise.“ Das Kaffeehaus war mehr als nur sein Zuhause, es war sein Musentempel, und darüber schrieb er immer wieder, vor allem in seinem bekanntesten Buch. Entsprechend unglücklich war der jüdische Österreicher im Exil in Hollywood, auch weil sich beruflich alles schwieriger gestaltete als erhofft. Er war Wiener mit Leib und Seele, hier wurde er am 16. September 1908 geboren, hier machte er als 22-Jähriger Furore mit seinem Erstlingsroman „Der Schüler Gerber“. Wieder zurück in Europa arbeitete er als Schriftsteller, Briefeschreiber und Übersetzer von Ephraim Kishons Erzählungen. Als er 1979 in Wien starb, hielt Bundeskanzler Kreisky die Rede an seinem Grab. Torberg war übrigens sein Künstlername, gebildet aus dem Namen seines Vaters – Kantor- und dem seiner Mutter – Berg.

Der geschichtliche Hintergrund
Der Titel bezieht sich in ironischer Weise auf Oswald Spenglers kulturpessimistisches Werk Der Untergang des Abendlandes. Anders als Spenglers Unkenrufe, die sich bislang nicht bewahrheitet haben, ist „Die Tante Jolesch“ (1975 erschienen) ein Nachruf auf das in den Verbrennungsöfen vernichtete Judentum und seine Kultur in Europa. Das Buch ist eine Sammlung von eigenen Erlebnissen, Hörensagen und über die Jahre gesammelten Anekdoten aus dem jüdischen Leben der Zwischenkriegszeit in Wien, Prag und anderen Schauplätzen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie. Bekannte Persönlichkeiten geben sich ein Stelldichein, wie Ferenc Molnár, Anton Kuh, Egon Erwin Kisch, Leo Perutz, Alfred Polgar und Otto Soyka, die sich allesamt ins Exil retten konnten. Der Kulturhistoriker Egon Friedell stürzte sich aus dem Fenster, als SA-Schergen sein Haus betraten, der skurrile Rechtsanwalt Hugo Sperber wurde im KZ totgeschlagen („Hier werden Menschen von Tieren bewacht“). Mit von der Partie sind aber auch Wirtsleute, Friseure, Kellner und Garderobiere, die Redakteure des Prager Tagblatts und eine Reihe Verwandter und Bekannter des Autors – darunter vor allem die namensgebende Tante.

Die Tante Jolesch
Robert Musil hat bekanntlich den Ausdruck „Kakanien“ für die k u. k. Monarchie geprägt. Die Tante Jolesch ist eine mythische Gestalt des postkakanischen Judentums. Friedrich Torberg hat sie – mit ihrem Witz und ihrer Weisheit – unsterblich gemacht. Zum Beispiel unschlagbaren Ausspruch: „Was ein Mann schöner is wie ein Aff, is ein Luxus.“ Über sie schrieb der Autor 1975 in einem Brief, „daß die Tante Jolesch kein Abbild der wirklichen ist, sondern eine symbolische Figur“. Torberg sammelte im Freundes- und Bekanntenkreis Anekdoten und Aussprüche, die er in seinem Buch der Tante Jolesch und anderen Personen in den Mund legte. Wie Torberg im Geleitwort schreibt, ist dies „ein Buch der Wehmut. Der Brunnen, aus dem ich schöpfe, ist unwiederbringlich versiegt. Bald wird niemand mehr da sein, der ihn noch aufzufinden wüßte“. Bei aller Wehmut beschwört es die untergegangene Welt des jüdischen Bürgertums in sehr humorvoller Weise und mit viel Sprachwitz. Die Geschichten und Anekdoten überraschen oft mit einer Pointe, manchmal charakterisieren sie auch bloß die Handelnden anhand von Aphorismen und Lebensweisheiten.

Jüdisches Leben in Prag und Wien
Diese einzigartige Welt verschwand mit ihren Darstellern, den bürgerlich-jüdischen Intellektuellen, die, wenn sie dem NS-Rassenwahn nicht zum Opfer fielen, so doch Vertreibung und Not erdulden mussten. Und viele sind nicht mehr zurückgekehrt, sind dort geblieben, wo sie die erzwungene Emigration sie an Land spülte.
Schon lange vor dem „Anschluss“ an Nazideutschland fand der Antisemitismus in Österreich eine Zielscheibe im „Roten Wien“, wo soziale Programme von jüdischen Lokalpolitikern vorangetrieben wurden, die zu antisemitischen Feindfiguren schlechthin mutierten. In diesem Zusammenhang kann die ideologische und soziale Diversität der Wiener Juden nicht deutlich genug hervorgehoben werden. Massen von bitterarmen, zugwanderten Juden aus dem Osten standen einer vergleichsweise schmalen, ebenso kunstsinnigen wie wohlhabenden Oberschicht gegenüber. Die starke Fraktion orthodoxer galizischer Juden hatte mehr mit den „einheimischen“ Proletariern gemein als mit ihren „Glaubensbrüdern“, den skeptischen, linksliberalen Kaffeehausintellektuellen. Dies ist der Hintergrund, vor dem sich die Anekdoten der untergegangen Welt abspielen, wobei die Religion für die assimilierten Juden kaum noch eine Rolle spielte.

Tante Joleschs Küchengeheimnisse
Gleich allen wahren Köchinnen, die ihre Kunst im häuslichen Gemäuer ausübten, war auch die Tante Jolesch ausschließlich auf den Genuss und das Wohlbehagen derer bedacht, denen sie ihre himmlischen Gerichte kredenzte. Es sollte den Gästen munden, nicht ihr. Wäre es nach den Verehrern ihrer Kochkunst gegangen, dann hätte sie sich als Abschiedsmahl ihre eigenen „Krautfleckerln“ zubereiten müssen, jene köstliche, aus fein geschnittenen Bandnudeln und gehacktem Weißkraut zurechtgebackene „Mehlspeis“, die je nach Geschmack ins Süßliche oder ins Pikante hin ausgerichtet werden kann. In Ungarn bestreut man sie mit Staubzucker, in österreichischen Landen mit Pfeffer und Salz. Wenn jemand Wind davon bekam, dass die Tante Jolesch für nächsten Sonntag Krautfleckerln plante – und es ging schnell wie ein Lauffeuer in der ganzen Verwandtschaft herum- dann setzte aus allen Himmelsrichtungen ein Pilgerstrom von Krautfleckerl-Adepten ein, die unterwegs weder Speise noch Trank zu sich nahmen, um ja den richtigen Appetit mitzubringen. (Rezept Krautfleckerl) Niemandem wollte sie ihr sie ihr Rezept verraten. Auf dem Totenbett nahm ihre Lieblingsnichte Louise allen Mut zusammen: „Tante – ins Grab kannst du das Rezept ja doch nicht mitnehmen. Willst du es uns nicht hinterlassen? Willst du uns nicht endlich sagen, wieso deine Krautfleckerln immer so gut waren?“ Die Tante Jolesch richtete sich mit letzter Kraft ein wenig auf: „Weil ich nie genug gemacht hab…“

Wiener Käuze
Bekannte und Unbekannte: Es wimmelt nur so vor menschlichen Originalen, schrägen Vögeln und unerreichten Geistesgrößen in der Atmosphäre des ehemaligen habsburgischen Kulturkreises, der Welt der Bohème in Wien, Prag und Budapest. Alle erwachen sie wieder zum Leben und kommen zu Wort. Sie ließen es sich auch zeitlebens nie verbieten. Etwa der geistreiche Rechtsanwalt Dr. Sperber, der einst während einer Gerichtsverhandlung verzweifelt über seinen begriffsstutzigen Mandanten ausrief: “Herr Rat, mein Klient verblödet mir unter den Händen.“ Egon Erwin Kisch, der rasende Reporter, besetzte in den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg mit einer Truppe der Roten Garde die Redaktion der Neuen Freien Presse in Wien besetzen, wo sein Bruder Paul tätig war. Verbürgt ist Pauls Drohung: „Das schreibe ich der Mama nach Prag!“ Und in der Tat trat Egon den Rückzug an. So viel zu Rolle und Status der Mutter in der jüdischen Familie…
Ganz am Rande tritt auch Torbergs literarische Entdeckung in Erscheinung, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, der mit Sicherheit zu den skurrilsten Schriftstellern Österreichs zählt, und heute zu den bedeutendsten. (siehe Artikel zum Thema)

Bei Würsteln und Heurigem
Wenige Länder können mit den zahlreichen kulinarischen Meisterwerken Österreichs mithalten: „Die Wirtshäuser sind das Rückgrat der Nation“, so Heimito von Doderer über seine österreichische Heimat. „Woher kommen wir? Wer sind wir? Was gibt es zum Mittagessen?“ bringt der Kabarettist Josef Hader die drei lebensphilosophischen Fragen des Wieners auf den Punkt. All die Backhendlstuben, die Weinschenken, die Kaffeehäuser sind nicht nur gastrosophisches Erbgut, sondern Ausdruck der lebensfrohen Neigungen der Hauptstadt.
Nicht nur in einfachen Gasthäusern aß und isst man ganz vorzüglich, auch Imbissbuden fand man an allen Ecken Wiens. „Zum Ritual dieses Heimwegs gehörte es, dass wir an einem der vielen „Würstelstände“ Station machten, die damals in weit größerer Zahl als heute das nächtliche Straßenbild Wiens beherrschten.“ Berühmtheit erlangten die Lokale von Neugröschl und seinem Konkurrenten Biel, die beide gleichermaßen mürrisch und unwirsch waren. Immerhin zeigte Biel eine gewisse Bildungsbeflissenheit mit seinem Werbespruch: „Schon Hamlet fragte einst, so geht die Sage: To Biel or not to Biel, das ist die Frage.“ Neugröschl war da eher vom hemdsärmeligen Schlag und scheute sich nicht, unangenehme Gäste an die Luft zu setzen, etwa wenn es einer zu behaupten wagte, Zwetschgenröster zum Kaiserschmarrn seien kein Kompott: „Herr Neugröschl, der Hitze wegen in Hemdsärmeln, krempelt dieselben hoch, packt ihn mit der einen Hand am Genick, mit der anderen um die Taille und befördert ihn mit dem Ruf ‚Zahlen brauchen Sie nicht, Sie sind mein Gast!‘ zur Türe hinaus.“ (Rezept Zwetschkenröster) In den Kaffee- und Gasthäusern kümmerte sich eine Schar von Bediensteten um die Kleidung der Gäste. Ein Phänomen war der alte Hahn, der keine Garderobenzettel vergab, sondern die Hüte und Mäntel seiner Gäste blind unterscheiden konnte und selbst deren Telefonnummern auswendig wusste.

Das Kaffeehaus als Lebensart
Vor allem ist dieses Buch eine Hommage an die vergangene große Tradition des Kaffeehauses und die ganz speziellen Atmosphäre, die diese Begegnungs-, Debattier- und erweiterten Wohnstuben ausstrahlten. Stefan Zweig bemerkt äußerst treffend, das Wiener Kaffeehaus stelle eine Institution besonderer Art dar, mit keiner ähnlichen der Welt zu vergleichen. Es sei eigentlich eine Art demokratischer, jedem für eine billige Schale Kaffee zugänglicher Klub, wo jeder Gast für diesen kleinen Obolus stundenlang sitzen, diskutieren, schreiben, Karten spielen, seine Post empfangen und vor allem eine unbegrenzte Zahl von Zeitungen und Zeitschriften konsumieren könne. Herrenhof, Conti, Café Central oder der Demel waren Häuser, in denen manche literarische Großtat ihre ersten unsicheren Schritte tat. Kaum eine der in diesem Buch auftretenden Personen wäre ohne das Kaffeehaus denkbar. Kaum eine der von ihnen handelnden Geschichten, auch wenn sie anderswo spielen, wäre ohne das Kaffeehaus entstanden. Kaum einer der niedergeschriebenen Aussprüche wäre getan worden, wenn es das Kaffeehaus nicht gegeben hätte. Für die Gäste war es der Nährboden, aus dem sie ihre geheimen Lebenssäfte sogen. Ernst Polak, eine der Säulen des Café Herrenhof, gebürtiger Prager, profunder Literaturkenner und weithin als kritische Instanz anerkannt, versäumte sie es nie, sein nachmittägliches Erscheinen am Stammtisch mit der Bemerkung einzuleiten, dass er nur ausnahmsweise gekommen sei und gleich wieder gehen müsse, weil er seine Zeit nicht mit unnützem Herumsitzen und Sprücheklopfen vergeuden wolle. Er blieb dann meistens bis zur Sperrstunde, deren Ankündigung durch den Oberkellner Albert ihm ein entsetztes „Was – schon?!“ entlockte. Berichten seiner Haushälterin zufolge erwachte er für gewöhnlich mit dem Seufzer: „Großer Gott – schon wieder ein Tag vorbei …“ Eine Anleihe bei einem verwandten Ausspruch Friedrich Karinthys, des einzigen ungarischen Schriftstellers, der als würdiger Zeit- und Artgenosse Franz Molnárs anzusehen ist: „Was kann schon aus einem Tag werden, der damit beginnt, dass man aufstehen muss!“

Die ehrenwerte Zunft der Zeitungsschreiber
Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem legendären „Prager Tagblatt“, wo Torberg Redakteur war, und seiner illustren Journalistenschar, die überall zu finden war, nur in der Redaktion nicht. „Dieses ‚Blattl‘ wurde noch von meinem seligen Großvater abonniert, weil er sie für die beste deutschsprachige Tageszeitung seiner Zeit hielt. Ich selbst kam mit dem ‚Prager Tageblatt‘ Ende der zwanziger Jahre in Berührung, beinahe von der Schulbank weg, einige Jahre nachdem ich mit meiner Familie aus Wien nach Prag übergesiedelt war und knapp nach meinem Durchfall bei der Matura.“ Tatsächlich galt das Prager Tageblatt bis zur blutigen Tyrannei der braunen Horden als eine der besten Zeitungen deutscher Sprache. Die Bedeutung Prags für die deutsche Kultur kann ohnehin nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schließlich war der Prager Kanzleistil maßgebend für die Herausbildung der deutschen Schriftsprache. Der weltweite Männerbund Schlaraffia, der sich der Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor verschrieben hat, wurde 1859 von Prager Künstlern als Persiflage auf Ordensseligkeit und Ruhmsucht gegründet. Dieses spontane Spiel wird auch heute noch mit Hingabe betrieben. (Seite der Schlaraffia) Bis zum Zweiten Weltkrieg war Prag ein quirliges Gemisch der deutschen, tschechischen und jüdischen Kultur, auch in kulinarischer Hinsicht: „Wie unter den Essgewohnheiten des Pragers das Geselchte (in jeder Form), nahm unter seinen Trinkgewohnheiten das Bier einen hervorragenden Platz ein. Das damit verbunden Ritual entsprach ungefähr dem des „Heurigen“ in Wien: ein Prager Biertrinker, sofern er diesen Titel verdiente, war nicht bloß auf eine bestimmte Sorte eingeschworen, sondern auf ein bestimmtes der zahlreichen Bierlokale (deren manche ihr eigenes Bier brauten).“
Torberg besticht durch eine unvergleichliche Leichtigkeit in der Sprache, die uns mitnimmt und an immer neuen Ufern absetzt. Stilistisch von außerordentlicher Virtuosität lässt er die untergegangene Welt des jüdischen Bildungsbürgertums noch einmal erstehen, humorvoll und doch voller Wehmut, aber ohne den moralisch erhobenen Zeigefinger unserer Tage.

Quellen:
Die Tante Jolesch
Mein ist die Rache
Torberg, Biographie

Empfehlenswert:

Peter Peter, Kulturgeschichte der österreichischen Küche

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben (De ridder is gestorven)

Buchtipp: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen

Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Buchtipp: Colette, Claudines Mädchenjahre. La Maison de Claudine

Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca.

Buchtipp: Helga Schubert, Vom Aufstehen

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

Buchtipp: Romain Gary, Frühes Versprechen. La promesse de l’aube.

Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

Buchtipp: Margaret Mazzantini,Geh nicht fort

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen


https://begeistert60plus.de/der-gaulschreck-im-rosennetz/

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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