Wie es scheint, so lebt Herr Mücke
Mit Frau Mücke sehr im Glücke. (Wilhelm Busch, Die Knopp-Trilogie)

Herr Mücke, den Tobias Knopp auf seiner Brautschau besucht, ist aber ein echter Schwerenöter, der eine äußerlich makellose Ehe führt, aber gerne vergnügliche Stunden in schummrigen Lokalen mit ihren leichtgeschürzten Kellnerinnen erlebt. Frau Mücke walkt ihn (vielmehr den unschuldigen Knopp, den Mücke listig vorschiebt) bei der Heimkehr zwar mit dem Besen kräftig durch, doch hat sie sich mit ihrem Schicksal offenbar abgefunden. Wer zur Generation 60 Plus gehört, kann sich mit Sicherheit an Zeiten erinnern, da die Scheidungsraten gering und die Partnerschaften von Dauer waren. Das muss nicht bedeuten, dass die Welt damals in Ordnung war. Zumindest im ländlichen und kleinstädtischen Bereich kam die Stigmatisierung für Geschiedene einer sozialen Ächtung gleich, egal wie die „Schuldfrage“ aussah. Dazu kam eine klare wirtschaftliche Schieflage, denn für Frauen war der Wieder- oder gar Ersteinstieg ins Berufsleben mit enormen Hürden verstellt. So wird es auch bei Frau Mücke gewesen sein. Wenn die Paare also zusammenblieben, hieß das nicht, dass sie im häuslichen Glück ihre Erfüllung fanden.

Ursprünge der Paarbindung
Über den Beginn fester Partnerschaften bei unseren Ahnen kann man nur spekulieren. Eine Tatsache ist, dass es in keiner Stammeskultur beliebigen Partnerwechsel oder freie Liebe gibt. Im Gegensatz zu unserer permissiv-urbanen Gesellschaft sind moralische Schranken und Tabus ausgeprägt und Übertretungen mit strengen Strafen belegt. Als einen der Gründe für eine Paarbindung kann man das „extrauterine Frühjahr“ annehmen: menschliche Säuglinge bedürfen sehr lange der völligen Aufmerksamkeit der Mutter, die großes Interesse daran hat, dass ihr ein „Beschützer“ zur Seite steht, der sie versorgt, solange die Kinder klein und völlig hilflos sind. Der Mann, der sich um die junge Familie kümmert, möchte kein Kuckucksei aufziehen und daher sicher sein, dass der Nachwuchs den eigenen Lenden entspringt. Folglich wird Ehebruch in frühen Kulturen als Kapitalverbrechen geahndet. Bei Tacitus heißt es von den Germanen, Fälle von Ehebruch seien bei dem doch zahlreichen Volk eine große Seltenheit. Seine Bestrafung erfolge umgehend und liege in der Hand des Gatten („paucissima in tam numerosa gente adulteria, quorum poena praesens et maritis permissa“- Tacitus, Germania, 19,2).
Dazu kommt eine Arbeitsteilung, von der beide Partner profitieren. Die Paarbindung in früheren Zeiten war daher vor allem eine Wirtschafts- und Schicksalsgemeinschaft, in der große Gefühle allenfalls in der Zeit der Brautwerbung ihren Platz hatten und schnell den Sachzwängen des Alltags weichen mussten.

Eheliche Gemeinschaften in früheren Zeiten
Während seit dem 20. Jahrhundert Ehen zumeist unter mehr oder weniger gleichaltrigen Partnern geschlossen werden, sah das Bild in früheren Zeiten oft ganz anders aus. Die kirchliche Formel „Bis dass der Tod euch scheidet“ hatte damals noch einen anderen Hintergrund. Während heute zumindest statistisch die Ehepartner gemeinsam alt werden (können), war die geringere Lebenserwartung maßgeblich dafür, dass Paare oft schon in jungen Jahren durch den frühzeitigen Tod eines Partners getrennt wurden.
Daher waren große Altersunterschiede bei Ehepaaren in der Vormoderne, also vor dem 19. Jahrhundert, durchaus normal. Oft gehörten die Partner verschiedenen Generationen an. Die junge Dienstmagd heiratete den älteren Bauern, nach dem Tod des Meisters ehelichte der Geselle die Witwe, um den Betrieb zu übernehmen und selbst Meister werden zu können. Der Großknecht des Hofes vermählte sich mit der reichen Bauernwitwe, deren vorheriger Ehe der Kindersegen versagt geblieben oder deren Nachkommen schon in jungen Jahren verstorben waren, wie es überaus oft vorkam. Unfälle und Kriege rafften die jungen Männer dahin, das Kindbett die Frauen und gemeinsam fielen sie Seuchen und Krankheiten zum Opfer. Der Witwer mit Kindern suchte eine junge Frau, um seine Kinder versorgt zu wissen. Die böse Stiefmutter unserer Märchen ist daher nicht nur ein literarischer Topos, sondern durchaus Spiegel einer gesellschaftlichen Realität. Das althochdeutsche „stiofkind“ kann neben dem Ausdruck für „Hinterbliebenes“ auch die Bedeutung „zu Unrecht Vernachlässigtes“ tragen.

Kritik an ungleichen Paaren
In seinem Ehebüchlein: Ob einem manne sey zunemen eyn eelichs weyb oder nicht gibt der Domherr Albrecht von Eyb Ende des 15. Jahrhunderts treuherzige und praktische Ratschläge für das eheliche Leben, getreu dem Motto: „So ist auch die Ee ein frölichs, lustpers vnd suoß ding“, also eine fröhliche, lustvolle und süße Angelegenheit. Altersunterschiede sind hier kein großes Thema. Gleichwohl blieben Spötteleien über ungleiche Paare nicht aus. So war vor allem der verliebte Alte schon in der Antike eine willkommene Zielscheibe. Noch im Mittelalter erzählt man die Geschichte von Aristoteles, dem Lehrer Alexanders des Großen, der seinem Schüler die Affäre mit der schönen Phyllis gründlich verleidet. Doch die sinnt auf Rache und bezirzt den alten Aristoteles. Er fällt auf ihre Künste herein und muss ihr seine Liebe beweisen, indem er ihr als Reitpferd dient und sie zum Gaudium des Hofstaats, der sie heimlich beobachtet, durch den Garten ziehen. Dieses Motiv steht hinter Nietzsches Ausspruch: „Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!“ Der Schenkelklopfer am Stammtisch hat also rein gar nichts mit SM-Praktiken zu tun, sondern dient als Warnung! Auch Sebastian Brant gießt in seinem Narrenschiff, einer Schmähschrift über die Laster der Zeit, seinen Spott über Ehen, die nur des Geldes wegen unter ungleichen Partnern geschlossen werden.
Ein guter Tag nur ist dem bestimmt,
Wer ein alt Weib zur Ehe nimmt,
Er wird auch wenig Freude sehn,
Weil keine Kinder ihm erstehn…“
Gleichzeitig beklagt Brant, es gebe keinen gütigen, alttestamentarischen Boas mehr, der ein einfaches, ehrliches Mädchen unter seinem Stand heiratet.
Die Patchworkfamilie, die wir als eine revolutionäre Neuerung unserer Tage empfinden, ist also überhaupt nichts Neues, nur in den letzten Jahrhunderten ein wenig außer Gebrauch und damit in Vergessenheit geraten. In früheren Zeiten war die Stieffamilie, bei der ein Elternteil mindestens ein Kind aus einer früheren Ehe mitbrachte, oder das kinderlose Paar, bei dem ein großer Altersunterschied herrschte, eine alltäglich Erscheinung.

Schattenseiten der Beziehungskiste
Nachteile werden in einer dauerhaften Paarbindung erst im Laufe der Neuzeit gesehen: das gegenseitige Abarbeiten der Eheleute aneinander führe zu Entfremdung und Langeweile durch fehlende Abwechslung. Da das moderne Leben für die meisten nicht mehr dem Kampf ums reine Überleben gleicht, sondern Freiräume schafft, keimt bei vielen die Sorge auf, man könne im Leben etwas verpassen oder man sei noch nicht zu alt für „etwas Neues“. Schon Ovid prägte im 1.Jahrhundert v.Chr. in seiner Liebeskunst („ars amatoria“) die Vorstellung, dass die Ernte auf dem Feld eines anderen immer reicher ist als die eigene, d.h. man schielt beständig nach dem, was man nicht hat und wo das Leben scheinbar üppiger ist. Dieses Gefühl, es stehe uns eigentlich etwas Besseres zu, ist heute ins Unermessliche gesteigert, befeuert durch die Medien und die Luftschlösser, die in der virtuellen Welt gebaut werden. Anstelle des alten Zieles einer erfolgreichen Wirtschaftsgemeinschaft ist das „persönliche Glück“ getreten, das für viele in einem erfüllten Liebesleben liegt.

Die romantische Liebe Gleichaltriger
Die erotische Anziehungskraft als Motor der Partnerschaft wird zwar schon in der Antike besungen (denken wir an Odysseus und Penelope oder an die zärtlichen Liebeshymnen im Hohelied Salomos), ist aber kaum ein Abbild der sozialen Realität. Vielmehr wird ein Traumbild beschworen, das in mythische Sphären verlegt wird. In dieser Tradition wurde auch die unsterbliche Liebe von Tristan und Isolde im 13.Jahrhundert durch Gottfried von Straßburg meisterlich in Verse gefasst. In einer idyllisch überhöhten Minnegrotte geben sich die Liebenden ganz ihrer Leidenschaft hin. Gleichwohl ist ein mysteriöser „Minnetrank“ und nicht die freie Partnerwahl der Auslöser dieser überirdischen Verbundenheit. Erst im 18./19.Jahrhundert tritt die Liebe Gleichaltriger deutlich in den Vordergrund, etwa in Goethes „Werther“, der die Gefühle seines Lesepublikums mit der Beschreibung unerfüllter Sehnsüchte gehörig durcheinanderrüttelt. Bis in unsere Tage hat sich kaum etwas am Thema Nr.1 für Romane und Filme geändert. Während in der Oberschicht und auf dem Land bis in die jüngste Vergangenheit Ehen arrangiert wurden (und teilweise noch werden), hat sich im Mittelstand die freie Partnerwahl weitgehend durchgesetzt.

Ist Treue genetisch bedingt?
Egal, wie Beziehungen beschaffen sind, ob ein Leben lang oder ob im Bäumchen-wechsel-dich-Reigen: Für die allermeisten von uns ist das Alleinsein ein schwer erträglicher Zustand und wir suchen Partner, von denen wir Verlässlichkeit und Treue erwarten. Nachdem man lange darüber gerätselt hatte, ob Treueverhalten in einer Paarbindung sozial erlernt oder angeboren sei, ist mit dem Hormon und Neurotransmitter Oxytocin anscheinend der chemische Botenstoff entdeckt worden, den man schon lange als sogenanntes “Kuschelhormon” vermutet hatte. Es wird bei allen Formen angenehmen Hautkontaktes freigesetzt. Größere Ausschüttungen finden sich insbesondere beim Liebesspiel und beim Stillen statt. Bei Frauen löst Oxytocin Kontraktionen des Uterus aus und wird bei der Geburt ausgeschüttet. Daher findet es auch als wehenauslösendes Medikament Verwendung. Darüber hinaus wirkt Oxytocin bei beiden Geschlechtern ganz deutlich auf das psychische Verhalten. Es beruhigt und man vermutet überdies, dass es die Partnerschaft und die Eltern-Kind-Bindung stark festigt. Auch wirkt es positiv auf die Herausbildung sozialer Kompetenzen wie Nestschutzverhalten, Kooperation und Friedfertigkeit. Als sogenanntes „Treuehormon“ verstärkt es Liebe, Vertrauen und Ruhe. Testosteron hingegen fördert dominantes, aggressives Verhalten und die Paarungsbereitschaft. Denkbar ist, dass es Männern mit einem etwas niedrigeren Hormonspiegel leichter fällt, treu zu sein als ihren Geschlechtsgenossen mit erhöhten Testosteronwerten. Offenbar haben sich beide Varianten in unserer Evolution als sinnvoll herausgestellt.

Das Treuehormon als Angstlöser
Das „Bindungshormon“ Oxytocin hat aber noch andere Vorteile in seiner Funktion als Auslöser seelischer Ausgeglichenheit. Offenbar hemmt es das Angstzentrum im Gehirn und käme dadurch für die Behandlung von Phobien und anderen Angststörungen in Frage. Zumindest deuten neuere Erkenntnisse darauf hin. In Studien kam es durch Gaben des Hormons zu einer beschleunigten Auflösung von Ängsten, was man auf eine hemmende Wirkung von Oxytocin auf die Angstzentren im Gehirn zurückführt. Daher wird der Einsatz des Hormons in der Therapie von Angststörungen ernsthaft diskutiert. Die herkömmliche Therapie, etwa von Spinnenphobien, ist sehr langwierig. Mit Hilfe von Oxytocin könnte die Therapiedauer möglicherweise verkürzt werden.
(Quelle: Ärzteblatt)

Leben wir in Partnerschaft gesünder?
Als der Epidemiologe William Farr 1858 französische Sterberegister durchforstete, machte er eine überraschende Entdeckung: Verheiratete lebten im Schnitt länger als Partnerlose. Das trifft auch heute noch zu und nicht nur auf Frankreich. Eine Metastudie (Zusammenfassung früherer Untersuchungen) aus dem Jahr 2011 wertete Daten von mehr als 500 Millionen Menschen aus, die überwiegend aus Industrieländern stammten. Demnach haben Verheiratete im Vergleich zu dauerhaft Alleinstehenden ein knapp ein Viertel niedrigeres Sterberisiko. Mit anderen Worten: sterben etwa innerhalb eines Jahres 100 Singles, werden im selben Zeitraum nur 76 Verheiratete gleichen Alters dahingerafft. Ein Grund für die niedrigere Sterblichkeit von Verheirateten bzw. in Partnerschaft Lebenden könnte im Gesundheitsverhalten liegen. Offenbar wirkt eine Partnerschaft hemmend auf schädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder starken Alkoholkonsum. Dazu kommt, dass zusammenlebende Paare gemeinschaftlich wirtschaften, wodurch sie sich häufig einfach mehr leisten können. So kaufen sie etwa gesündere Nahrungsmittel und fahren sicherere Autos. Auch Alltagsprobleme lassen sich gemeinsam leichter bewältigen als allein als Einzelkämpfer.

Es gibt auch Nachteile, aber…
Doch eine Partnerschaft zieht zuweilen auch negative Veränderungen nach sich: Gemeinsames Kochen und opulentes Essen lässt das Körpergewicht oft ansteigen – und die sportliche Aktivität nimmt ab. Je stabiler die Beziehung, desto öfter wird die tägliche Bewegung vernachlässigt und desto mehr leidet die Fitness. Dieses Ergebnis kann man offensichtlich nicht dadurch erklären, dass Menschen in Beziehungen weniger Zeit für Sport hätten. Womöglich rechnen sich Frauen wie Männer auf Partnersuche mit einer schlankeren Figur einfach mehr Chancen aus. Bestes Beispiel ist Tobias Knopp, der sich vor seiner Brautschau schlankzuhungern versucht. Doch mit steigendem Alter zeigt sich ein überraschende Trendwende: dann treiben nämlich vor allem Männer mit Partnerin, nicht aber Single-Männer wieder vermehrt Sport – vermutlich, weil ihre besorgten Frauen sie verstärkt zu Bewegung im Alter anhalten. Auch wenn es also auch Faktoren gibt, die die der Gesundheit weniger zuträglich sind, überwiegen die Vorteile der Partnerschaft eindeutig, wie von der Statistik untermauert.
(Quelle: Spektrum)

Oder trifft bei der höheren Lebenserwartung in Partnerschaften doch eher der alte Spontispruch zu: Verheiratete Männer leben länger als Junggesellen. Das stimmt aber nicht. Es kommt ihnen nur länger vor…

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Über den Autor ANAKREON

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