Eben geht mit einem Teller
Witwe Bolte in den Keller,
Daß sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt.


(Auszug aus: Wilhelm Busch, Max und Moritz: Zweiter Streich)

Witwe Bolte ahnte vermutlich noch nichts von der Bedeutung der Vitamine für unsere Gesundheit. Das Sauerkraut, das sie im Keller für den Winter eingelegt hat, ist genauso wie der koreanische Kimchi ein wahrer Gesundbrunnen und versorgte die Menschen früher über den Winter mit Vitamin C- da waren all unsere Zusatzpräparate noch unbekannt. Wen dann doch die Zipperlein plagten, der ging verzagten Schritts zum Pillendreher oder zum Onkel Doktor mit der bitteren Arznei. Eine riesige Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, völlig unvorstellbar in Wilhelm Buschs Tagen.

Doch die meisten Vitaminpräparate sind überflüssig

Wie haben sich da die Zeiten geändert: Wer kennt sie nicht, die Regale in den Drogeriemärkten, die von Tinkturen, Pülverchen und Dragées nur so überquellen. Man könnte glauben, in unserem Lande des Überflusses sei eine Mangelernährung wie in den Hungerjahren der Nachkriegszeit zu beklagen, die die meisten der heutigen Generation 60 Plus zum Glück nur noch aus den Erzählungen der eigenen Eltern kennen. Wenn man schon meint, die Vitaminversorgung unserer täglichen Nahrung reiche nicht aus, dann soll man doch zumindest in die Apotheke gehen, wo man fachkundig beraten wird und wo die Vitaminprodukte stets geprüften Standards entsprechen – alles andere sind erlaubte Nahrungsergänzungsmittel, die aber keiner eingehenden Prüfung und Zulassung unterliegen. Bei all unserem überquellenden Nahrungsangebot können einem mit Recht gewisse Zweifel an der Notwendigkeit von Vitaminpräparaten kommen. Denn die voreilige Einnahme von Mineral-, Eisen- und Vitaminpräparaten kann nicht nur wenig förderlich sein, sondern sogar gesundheitsschädliche Nebenwirkungen haben: So kann Vitamin E in Kapselform auf lange Sicht der Entstehung von Lungenkrebs Vorschub leisten. Antioxidantien wie Vitamin C und E können Sport weniger effektiv machen. Auch die hochdosierte Einnahme von Vitamin B6, vor allem wenn sie sich über Jahre hinzieht, kann das Lungenkrebsrisiko bei Männern ansteigen lassen.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Nahrungsergaenzungsmittel-Wann-sind-sie-sinnvoll,nahrungsergaenzung6.html

Allerdings gibt es hierbei eine wichtige Ausnahme: Vitamin D scheint bei älteren Menschen tatsächlich besonders häufig zu fehlen.
Zusatzgaben von Vitamin D sind bei Älteren oft angebracht
In einer Studie wurden über 100 Senioren im Alter von 65 bis 93 Jahren auf mögliche Vitamindefizite hin untersucht, wobei sich herausstellte, dass bei mehr als der Hälfte der Probanden ein Mangel an Vitamin D nachgewiesen werden konnte. Da viele aus der Generation 60 Plus nicht mehr so oft nach draußen gehen wie die Jüngeren und ihnen somit das Sonnenlicht, das unsere Haut zur Produktion von Vitamin D anregt, fehlt, ist nach medizinischer Untersuchung eine zusätzliche Gabe von Vitamin D in vielen Fällen anzuraten. Vor allem bei Rauchern heißt es genau hinschauen, wenn es um das Thema „Vitaminmangel“ geht, denn der Tabakkonsum scheint dazu beizutragen, dass die Vitamine C, D und einige der B-Gruppe dem Körper in niedrigerer Konzentration zur Verfügung gestellt werden können als bei Nichtrauchern – und nicht nur im Alter 60 Plus!. Nicht sinnvoll hingegen ist es, nach dem Gießkannenprinzip mal eben seine Vitaminpillen aus dem Drogeriemarkt einzuwerfen, nur weil man vor kurzem 65 geworden ist- von den meisten Menschen aber für wesentlich jünger gehalten wird, weil man rundum aktiv und geistig wie körperlich beweglich ist. Um es noch einmal zu betonen: nur weil man ein bestimmtes Lebensalter erreicht hat, ist eine eigenmächtige Versorgung mit Vitaminen, auch Vitamin D, nur nach ärztlicher Rücksprache angebracht. Denn wie die Deutsche Gesell-schaft für Endokrinologie mitteilt, kann man von der positiven Wirkung einer zusätzlichen Vitamin-D-Gabe nur für einen bestimmten Personenkreis ausgehen: Zur Vorbeugung von Rachitis bei Säuglingen, für Patienten mit Osteomalazie (Knochenerweichung), chronischer Niereninsuffizienz und bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Daneben ist sie bei Senioren sinnvoll, um Osteoporose und Stürzen vorzubeugen. Offenbar liegt auch kein Beweis für ein vermindertes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes durch Zusatzgaben von Vitamin D vor. Gleichfalls ergab eine Metaanalyse (Auswertung aller Studien zum Thema) keine eindeutigen und belastbaren Daten für eine vor Krebs schützenden Wirkung von Vitamin D.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/121884/Vitamin-D-Substitution-Bewusster-Umgang-gefordert

Ein Übermaß an Zusatzstoffen kann schädlich sein
In der Tat kann die Überdosierung von Vitaminpräparaten fatale Folgen zeitigen, im Extremfall kann man seine Gesundheit ernsthaft aufs Spiel setzen. Nicht nur Vitaminpräparate, auch Mineralien wie Magnesium oder Zink werden oft in krass überdosierter Form verkauft. Das Harmloseste, was dann passieren kann, sind Verdauungsstörungen und Durchfall. Auch Leber und Nieren müssen Sonderschichten fahren, um die überzähligen Reste zu entsorgen, was bis zu Stoffwechselstörungen durch die ständigen Überdosierungen führen kann.
https://www.rtl.de/cms/nahrungsergaenzungsmittel-im-test-so-schaedlich-koennen-vitamintabletten-magnesium-co-sein-4070099.html
Daher ist es nicht weiter verwunderlich, wenn die angeblichen Wunderpillen reihenweise durchfallen, wenn sie getestet werden, wobei die Präparate, die für eine „Rundumversorgung“ angepriesen wurden, besonders schlecht abschneiden. Insgesamt wurden 17 Produkte getestet. 15 der Präparate stufte Öko-Test als „ungenügend“ ein, zwei bekamen „mangelhaft“- kein einziges Mittel war demnach auch nur ausreichend! „Das liegt zum einen daran, dass die Vitamine und Mineralstoffe in den Pillen oft überdosiert sind – und das kann schädlich sein: Zu viel Vitamin E kann beispielsweise das Risiko für Prostatakrebs erhöhen, und zu viel Eisen fördert das Risiko für Blutgefäß- und Krebserkrankungen. Zum anderen wird bei fast allen Mitteln von einer Langzeitwirkung und einem Depoteffekt gesprochen, doch eine solche Wirkung kann nicht ausreichend belegt werden.“
https://www.rtl.de/cms/nahrungsergaenzungsmittel-im-test-so-schaedlich-koennen-vitamintabletten-magnesium-co-sein-4070099.html
Turbodosierte Vitaminpillen können sogar Krankheiten fördern
Geradezu makaber wird die Sache also, wenn man im guten Glauben Vitamine zu sich nimmt, die in ihrer Dosierung gar das Risiko von Tumorerkrankungen erhöhen. Das oben erwähnte Vitamin B6 ist ein Beispiel für üble Folgen, die gutgläubige Einnahmen von Vitamingaben zeitigen. Das eigentliche Problem sind nicht die Vitamine an sich, sondern die völlig überhöhte Dosierung. Für Vitamin B12 hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Tagesgabe von 4 Mikrogramm für angemessen. „Doch die im Handel angebotenen Nahrungsergänzungsmittel übersteigen diese Werte um ein Vielfaches. Und das ist nicht unproblematisch, denn laut aktueller Studien könnte ein zu hoher Vitamin-B12-Spiegel im Blut mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko verbunden sein. B12 ist für alle Zellen ein wichtiger Wachstumsfaktor – und das gilt auch für Krebszellen. Das Vitamin löst dabei nicht direkt Krebs aus, beschleunigt aber die Entwicklung unerkannter Krebsvorstufen im Körper.“
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Nahrungsergaenzungsmittel-Wann-sind-sie-sinnvoll,nahrungsergaenzung6.html
An den Wirbel um die Produkte von Dr. Matthias Rath, der vor 20 Jahren mit seiner Geschäftsidee, mit hochdosierten Vitaminen ließen sich schwere Krankheiten, inklusive Krebs, auf „natürliche“ Weise heilen, können sich viele wohl noch erinnern. Doch Raths Powerpillen wurden in Deutschland die Zulassung versagt: „Die Vitaminprodukte sind zum Teil so hoch dosiert, dass sie in Deutschland als Arzneimittel zugelassen werden müssten. Eine Zulassung wurde bis jetzt allerdings nicht beantragt. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) befasste sich bereits im vergangenen Jahr mit Dr. Raths Vitaminprogramm und beurteilte beispielsweise den Vitamin-Zell-Komplex in weiten Teilen als gesundheitlich bedenklich…“
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2000/daz-31-2000/uid-7039
Mit seinen einfachen Lösungen für die Probleme einer immer komplexeren Welt kam er sicherlich dem Bedürfnis vieler Kranker entgegen, die in ihm einen Heilsbringer sahen, der sich gegen das „Pharmakartell“ auflehnte. Zu Verschwörungstheorien ist es nur ein kleiner Schritt, hat man sich diese Position erst einmal zu eigen gemacht. Daher sollte man sich auf jeden Fall in seiner Apotheke und beim Hausarzt kundigen Rat einholen, bevor man wahllos Vitaminpräparate schluckt, nur weil man nun im „richtigen Alter“ dafür ist – schließlich könnte es zu Wechselwirkungen mit anderen Präparaten kommen! Wer mit 60 Plus noch fit genug für tägliche Spaziergänge, Radfahren etc. und auch mental gut in Schuss ist, braucht kaum mehr Vitamine als ein junger Erwachsener.

Wundermittel werden in vielerlei Form angeboten

Auch den Verheißungen anderer Anbieter sollte man nicht blind vertrauen, denn für die Wirkung von Pflanzenextrakten, etwa aus Ginkgo, Knoblauch oder Traubenkernöl, wie sie in Form von Kapseln im Supermarktregal angeboten werden, fehlt der wissenschaftliche Nachweis. Deshalb haben sie ja auch keine Zulassung und sind keine Medikamente, sondern Nahrungsergänzungsmittel.
So ist bei Knoblauch die günstige Wirkung auf Herz und Kreislauf bekannt- wenn man ihn isst. Pillen hingegen sind weitaus unsicherere Kandidaten.
https://www.aerzteblatt.de/blog/43556/Knoblauch-Dufte-fuer-den-Blutdruck
Anzuraten sind hingegen Präparate, die pharmazeutisch zugelassen und auf ärztlichen Rat hin eingenommen werden. Ginkgo etwa zeigt durchaus positiven Einfluss bei nachlassenden Gedächtnisleistungen. Solche Mittel haben freilich ihren Preis. Wer hingegen nach der Devise „Geiz ist geil“ lebt und beim Discounter einkauft, zahlt am Ende drauf.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/4508/EEG-belegt-zerebrale-Wirkung-von-Ginkgo-biloba-Extrakt

„Für die Gruppe der Senioren gibt es eine Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln. Durch die zunehmenden kleinen und großen Beschwerden im Alter wird wohl jeder empfänglich für verlockende Werbeaussagen. Und wer möchte nicht gerne vital, schön und gesund altern. Produkte gegen die Vergesslichkeit im Alter, für eine glatte, junge Haut oder für den aktiven Alltag kommen da gerade Recht. Doch nicht all diese Werbeaussagen sind auch wissenschaftlich belegt. Beispielsweise gibt es keinen guten Beweis (Evidenz) dafür, dass die Einnahme von Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten oder bestimmten Fettsäuren bei älteren Menschen die geistige Frische (kognitive Funktionen) erhält oder Demenz vorbeugen kann. Das gilt auch für Vitamin B12. Sinnvoll erscheinen Beta-Carotin und Vitamin C aus natürlichen Lebensmitteln (vor allem Gemüse).
Gesunde Senioren, die abwechslungsreich essen, benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzung. Generell werden die gleichen Nährstoffmengen bei Vitaminen und Mineralstoffen empfohlen wie für jüngere Erwachsene.“

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/ernaehrung-fuer-senioren/fit-im-alter-brauche-ich-eine-nahrungsergaenzung-17725

Die Ernährung ist entscheidend für das Wohlbefinden

Viel wichtiger als Vitaminpillen ist demnach eine ausgewogene Ernährung. Teure Präparate mit ihren Heilsversprechen kann man sich sparen, wenn man z.B. wöchentlich Seefisch isst, statt auf Omega-3- Produkte zu schlucken. Ohnehin steht die Hype um diese Wunderfette, etwa das Lachsöl, auf recht tönernen Füßen. Medizinische Studien belegen, dass diese Omega-3-Fettsäuren weder hinreichend vor Krebs noch vor Herzinfarkt schützen und ihre Einnahme nicht mit einer geringeren Sterblichkeit unter den Probandengruppen einhergeht.
Auch die präventive Wirkung gegen Depressionen, die den Omega-3-Kapseln nachgesagt wird, scheint einer klinischen Überprüfung nicht standzuhalten. Wenn man zu solchen Präparaten greift, dann sollte man sich auf verschreibungspflichtige Medikamente verlassen, deren Wirkung in Studien nachgewiesen worden ist.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130331/Fischoelkapseln-koennen-Depressionen-in-Studie-nicht-vorbeugen

Andererseits können Vitaminpräparate auch von Nutzen sein: Senioren im höheren Alter haben zuweilen Probleme mit den Zähnen und können daher oft nicht mehr richtig kauen und vor allem bereitet ihnen ein immer empfindlicher werdender Magen Verdruss, so dass sie Speisen, die sie früher heiß und innig liebten, nicht mehr gut vertragen. Das führt zu einseitiger Kost, die oft viel zu weich ist und dann zu weiteren Verdauungsbeschwerden führt. In solchen Fällen ist es ratsam, nach ärztlicher Untersuchung und Beratung eventuell eine Unterstützung der täglichen Ernährung mit Vitaminpräparaten in Erwägung zu ziehen.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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Über den Autor ANAKREON

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