»Pudding«, sprach er, »ist mein Bestes!«
Drum zum Schluß des kleinen Festes
Steht der wohlgeformte große
Pudding mit der roten Soße
Braun und lieblich duftend da,
Was der Freund mit Wonne sah.
(Zeichnung und Text: Wilhelm Busch, Fips der Affe, 4. Kapitel)

So unbefangen und naiv wie in Wilhelm Buschs Zeiten können wir uns heutzutage nicht mehr den süßen Dessertträumen hingeben. Überhaupt ist vieles anders: Statt Wein gibt’s Lindenblütentee, Sellerieschnitzel anstelle von Krustenbraten, und Zucker kommt schon gar nicht mehr auf den Tisch. Man schaue sich nur die beiden Schlemmer an, die schreien geradezu nach zuckerfreier Diät. Können Sie sich daran erinnern, dass in den sechziger Jahren so viele Menschen an Diabetes litten wie heute, wo man geradezu von einer Volkskrankheit spricht? Nicht zuletzt die Generation 60 Plus ist unter den Patienten stark vertreten, denn unter jüngeren Leuten ist der Typ des Diabetes 2 eher selten. Für die Tatsache, dass wir in unserer Jugend diese Krankheit „übersahen“, gibt es wahrscheinlich drei Gründe: Die Menschen wurden nicht so alt wie in unseren Tagen, wobei Diabetes 2 oft schon in den mittleren Lebensjahren auftritt. Zweitens: auch die Vollschlanken bewegten sich den lieben langen Tag viel mehr als heute, da man eher körperlich arbeitete und nicht mit dem Sessel vorm PC verwachsen war. Auch konnten viele Tätigkeiten im Haus nicht Maschinen überlassen werden, sondern waren echte Knochenarbeit („das bisschen Haushalt“). Drittens ist der Diabetes Typ 2 offenbar weniger verbreitet als die Medien nahelegen.

Beeinflusst der Zuckerkonsum die Bildung von Diabetes ?

Soweit man in umfangreichen Untersuchungen festgestellt hat, ist die weitaus häufigste Form der „Zuckerkrankheit“, wie sie der Volksmund nennt, oder der Erwachsenen- bzw. Altersdiabetes (Diabetes Typ 2), gerade nicht auf den übermäßigen Konsum von Zucker zurückzuführen. So deuten prospektive Studien kaum auf die verrufenen Kohlenhydrate als Ursache hin. Vielmehr fanden drei von sechs Untersuchungen, je eine den USA, Israel und Holland, überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Nahrungsfaktoren und dem Auftreten der Zuckerkrankheit. In keiner einzigen gelang es, den lange vermuteten Einfluss des Konsums von zu viel Zucker, gesättigten Fetten oder Mangel an Ballaststoffen als Risikofaktor statistisch dingfest zu machen. Weder Zucker, Weißmehl, Pommes, Wurst oder Cola lösen Diabetes aus oder fördern sie. Auch der Eindruck, die Zahl der Diabeteskranken steige beständig, täuscht offenbar. So berichtet das Robert-Koch-Institut in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24: „Auf der Grundlage der bevölkerungsbezogenen MONICA-Surveys seit 1984 fand sich in den letzten 15 Jahren auch in der Augsburger Allgemeinbevölkerung keine Zunahme der alters-standardisierten Prävalenz des bekannten Diabetes. Daten aus Nordeuropa (Schweden, Norwegen) zeigen ebenfalls eine relativ konstante Erkrankungshäufigkeit des bekannten Diabetes in der erwachsenen Bevölkerung in den letzten 15 Jahren [30]. Diese Ergebnisse sind als positiv zu sehen, auch wenn die Ursachen dieser Entwicklung bisher unklar sind (z. B. Veränderung von Ernährungsgewohnheiten und körperlicher Aktivität)“.
(Robert-Koch-Institut Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 24)

Hängt die Zuckerkrankheit mit Übergewicht zusammen?

Obwohl das Thema Diabetes ein Dauerbrenner in den Gesundheitsseiten aller Medien ist, mag also der Eindruck einer „Volkskrankheit“ etwas übertrieben sein. So pendelt der Anteil der Zuckerkranken seit 25 Jahren konstant um die 7 % (Männer) bzw. 6 % (Frauen) der Gesamtbevölkerung.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233462/umfrage/praevalenz-von-diabetes-mellitus-in-deutschland-nach-geschlecht/

Wie so oft ist die Wahrnehmung teilweise von der Realität abgekoppelt. Obwohl der Anteil der übergewichtigen Männer auf stolze zwei Drittel und die der Frauen auf etwa die Hälfte gestiegen ist, ist der der Anteil der Diabetiker also relativ stabil geblieben. Bei einer weiterhin expandierenden Weltbevölkerung bleibt es nicht aus, dass sich der Diabetes rasant ausbreitet, zumal die Zahl der Übergewichtigen vor allem in der dritten Welt stark anwächst. Prozentual gesehen scheint auch die Anzahl der Diabetiker stetig zu steigen, nicht aber proportional mit dem steilen Anstieg der Zahl Übergewichtiger. Legt man die Weltbevölkerung von knapp 8 Milliarden Menschen für 2021 zugrunde, so liegt auch hier der Anteil der geschätzten 540 Millionen Diabetiker bei knapp 7 Prozent, was sich mit der Statistik für Deutschland etwa deckt. Dazu kommt, dass auch in diesem Fall Korrelation mit Kausalität verwechselt wird: Übergewicht ist nicht die Ursache der Zuckerkrankheit, sondern geht damit einher, vor allem dann, wenn sie wie in vielen Fällen mit ausgeprägtem Bewegungsmangel verbunden ist. Daher scheint nicht der Zucker der eigentliche Übeltäter zu sein, sondern die Trägheit und Bequemlichkeit, denen sich Übergewichtige oft allzu gerne hingeben.
Auch Professor Andreas Pfeiffer, Leiter der medizinischen Klinik für Endokrinologie an der Berliner Charité sieht im Zuckerkonsum allein nicht das eigentliche Problem. „‘Der Zucker an sich macht nicht den Diabetes‘, erklärte der Experte in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa“. Der Zuckerkonsum sei zwar in Bezug auf die Entstehung von Übergewicht und Adipositas – was wiederum Diabetes begünstige – zweifellos ein Problem, doch einen direkten ursächlichen Zusammenhang von Zuckerkonsum und Diabetes gebe es laut dem Mediziner nicht.

https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/diabetes-bekommt-man-von-viel-zucker-die-zuckerkrankheit-2016062369643/

Entscheidend ist die körperliche Aktivität

Die Frage der Bewegung hingegen ist von größter Wichtigkeit, denn inzwischen herrscht bei der Suche nach der Ursache zumindest in einem Punkt weitgehend Übereinstimmung: Nicht die Ernährung ist schuld am Diabetes, sondern der Bewegungsmangel, vor allem tägliches, mehrstündiges Fernsehen. Vielleicht erinnern Sie sich an den Fall eines Richters namens Brinkmann, der vor fast 20 Jahren durch die Presse ging: „Brinkmann macht Masterfoods und Coca-Cola mitverantwortlich für seine Diabetes-Erkrankung. Vor Gericht hatte der Jurist angegeben, dass er täglich rund einen Liter Coca-Cola getrunken und ein bis zwei Riegel Mars oder Snickers gegessen habe. Diese Ernährungsgewohnheiten seien wesentliche Ursache für seine Diabetes-Erkrankung. Dagegen sah das OLG keine Anhaltspunkte, dass Brinkmanns Erkrankung vorrangig auf den Konsum von Zucker zurückzuführen sei. Zudem handele es sich bei Schokoriegelzutaten wie raffiniertem Zucker und Kakao „unstreitig um lebensmittelrechtlich nicht zu beanstandende Stoffe“. Masterfoods habe die Riegel auch nicht mit Warnhinweisen versehen müssen. Wenn eine Gesundheitsgefahr bestehe, dann ausschließlich durch den „übermäßigen Genuss zuckerhaltiger Lebensmittel“. Die individuelle Nahrungszusammenstellung sei aber „grundsätzlich der Eigenverantwortung des Konsumenten überlassen“. (Die Welt 21.12.2002) Der bedauernswerte Jurist, der wohl viel Geld als Schadensersatz gewittert hatte, ging also leer aus, denn so wie er leben Millionen in diesem Lande. Die Ursachen seines Diabetes- wenn keine genetische Neigung vorlag- könnte vielmehr an seiner sonstigen Lebensführung gelegen haben, denn man kann sich vorstellen, dass jemand, der den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzt und Akten bearbeitet, kein sonderlich aktives Leben führt, was Bewegung betrifft.

Fitness senkt das Risiko für Diabetes

Das Risiko, Diabetes zu bekommen, konnte nämlich in vielen Studien durch regelmäßiges Training merklich gesenkt werden. Welche Mechanismen dabei im Hintergrund wirken, ist bislang nicht bis ins kleinste geklärt. Es kommt weniger darauf an, sich mit dubiosen Diäten schlanker zu hungern (und sich dabei vom Sessel zum Sofa zu schleppen, weil jegliche Energie fehlt), sondern sich mit dosierter Bewegung -aber täglich! – fitzuhalten. Ein durchtrainierter Dicker hat allemal weniger Risiko, Diabetes zu entwickeln, als ein dürrer, bewegungsfauler Hungerhaken. Dabei ist ein strammer Spaziergang von einer halben bis einer Stunde am Tag oder Fahrradfahren/Schwimmen vollkommen ausreichend, vorausgesetzt, man sitzt nicht die restliche Zeit regungslos im Sessel.
So unterstreicht auch das amerikanische Diabetes Journals die Rolle der körperlichen Bewegung für die Gesundheitsförderung im Allgemeinen und der Diabetesprophylaxe im Besonderen. Dabei liegt das Ausmaß der empfohlenen Aktivität überraschend niedrig: 30 Minuten moderate Bewegung an möglichst allen Tagen der Woche. („The recent Surgeon General’s Report on Physical Activity and Health underscores the pivotal role physical activity plays in health promotion and disease prevention. It recommends that individuals accumulate 30 min of moderate physical activity on most days of the week. “)
Auch Diabetes Journals betont den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Diabetes 2, wobei nicht das Übergewicht an sich der auslösende Faktor ist, sondern viel mehr der Bewegungsmangel. Dabei sollte auf körperliche Fitness möglichst frühzeitig geachtet werden, da beginnende Stoffwechselstörungen so schon im Ansatz gebremst werden kann.

https://diabetesjournals.org/care/article/27/suppl_1/s58/24729/Physical-Activity-Exercise-and-Diabetes

Sport wirkt oft wie ein Medikament
Der Grund dafür, dass körperliche Aktivität präventiv gegen Diabetes wirkt, die Krankheit herauszögern und sogar verhindern hilft, liegt womöglich an einer Kettenreaktion: Muskelarbeit aktiviert offenbar einen insulinunabhängigen Mechanismus, der den Körperzellen dazu verhilft, Glukose besser aus dem Blut aufnehmen können. Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Insulinsensitivität steigt. Dies findet man in zahlreichen Studien bestätigt: Schon 2,5 Stunden aktives Spazierengehen pro Woche senkt bei Gesunden das Diabetesrisiko um 30 % und hilft Menschen, die bereits an Diabetes leiden, ihren Langzeitzucker (HbA1c-Wert) um 0,5–0,7 % zu senken. Zwei Drittel der Diabetiker können auf diese Weise ihre Medikation sogar reduzieren. Dabei können auch diejenigen, die aufgrund anderer Einschränkungen keinen Ausdauersport treiben können, mit reinem Muskeltraining gute Erfolge erzielen. Neu aufgebautes Muskelgewebe versetzt den Körper in die Lage, Glukose besser zu speichern und den Langzeit-Zuckerwert noch deutlicher zu senken. Schon nach einer Woche lässt sich dieser positive Effekt im Blut nachweisen. Man muss aber am Ball bleiben: „Doch genauso schnell können sie auch wieder verblassen: Um die Wirkung aufrechtzuerhalten, sollten Trainingspausen nicht länger als 2 Tage andauern.“
https://www.aerzteblatt.de/archiv/209444/Sport-als-Praevention-Fakten-und-Zahlen-fuer-das-individuelle-Mass-an-Bewegung

Auch andere Faktoren können eine Rolle spielen

Gleichwohl ist aber auch eine genetische Disposition nicht von der Hand zu weisen, denn bei eineiigen Zwillingen erkranken fast immer beide an Altersdiabetes. In diesem Zusammenhang war die Entdeckung eines „Futterverwertungsgens“ wichtig, das vor allem in solchen Gesellschaften häufig ist, die bis vor kurzem noch Hunger litten. Menschen mit diesem Gen können Nahrungsenergie besser verwerten als andere, erkranken dafür aber umso leichter an Diabetes. „Die Einwohner der Samoa-Inseln im südlichen Pazifik sind die dicksten Menschen der Erde. Bei der letzten Untersuchung waren 80 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen übergewichtig oder adipös. Dies war nicht immer so. Die Prävalenz der Adipositas ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen, was Ernährungswissenschaftler wie in anderen Ländern auch auf die Verbreitung von Nahrungsmitteln mit einer hohen Kaloriendichte zurückführen…[die Folge ist], dass neben der Adipositas auch der Typ 2-Diabetes auf Samoa sehr häufig ist.“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/69733/Samoa-Sparsame-Genvariante-macht-Einwohner-der-Suedsee-dick

Auch der Einfluss der Psyche wird oft unterschätzt. Wer längere Zeit starken seelischen Belastungen ausgesetzt ist, dessen Risiko für Diabetes steigt. Der Grund liegt in der Wirkungsweise des Stresshormons Cortisol, das auf die Dauer viel stärker auf die Pankreasdrüse wirkt als etwa der Zucker. Diabetiker wissen, dass sie unter starkem psychischem Druck ihren Blutzuckerspiegel nur schwer unter Kontrolle bekommen.
Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Menschen, die sich Diäten unterziehen, häufiger an Diabetes erkranken als andere, denn schließlich fördern Diäten durch den hinlänglich bekannten Jo-Jo-Effekt Übergewicht, es sei denn, man schafft es wirklich, seine Ernährung auf Dauer komplett umzustellen.
Überraschend ist der Schutzfaktor von Alkohol und Koffein gegen Diabetes 2. Politisch ganz und gar unkorrekt und wider die allgemein verordnete Abstinenz wird die Insulinsensitivität durch moderaten Alkoholkonsum offenbar gestärkt. Kaffee wirkt noch intensiver, und hier gilt sogar: viel hilft viel.
Bei beiden Diabetes-Typen spielen die Erbanlagen eine beachtliche Rolle, Zuckergehalt der Nahrung dagegen hat mit der Entstehung dieser Stoffwechselstörung eher selten zu tun. Wenn sie erst einmal eingetreten ist, sollten Betroffene allerdings auf ihren Konsum von Kohlenhydraten stets ein waches Auge halten.
(Udo Pollmer/Susanne Warmuth, Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. München 2009. Artikel: Zuckerkrankheit)
https://www.medimops.de/udo-pollmer-lexikon-der-populaeren-ernaehrungsirrtuemer-missverstaendnisse-fehlinterpretationen-und-halbwahrheiten-von-alkohol-bis-zucker-br-aktualisierte-neuausgabe-taschenbuch-M03492253350.html

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch keinesfalls ersetzen.

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