Kindergeburtstag 1962

Versuch eines Rückblicks

Diese Woche ist Vatertag. Wer erinnert sich noch an die Horden der Väter und Junggesellen, die in den 60er Jahren am Himmelfahrtstag mit Bierkästen auf den Leiterwagen in den Wald zogen? So manches hat sich seitdem verändert, ob zum Guten oder Schlechten, soll nicht das Thema sein. Wenn man die Betulichkeit betrachtet, mit der Kinder heute rund um die Uhr betuttelt und in Watte gepackt werden, muss man sich wundern, dass wir alle damals im Kampf ums Dasein auf freier Wildbahn überlebten. So ähnlich ist es in einem witzigen Traktat An alle vor 1978 Geborenen zu lesen, das schon seit Jahren durchs Netz geistert.
Die Gedanken darin laden geradezu ein, sie weiterzuspinnen. Dabei geht es nicht um wohlfeile Nostalgie oder Aufwallungen eines tränenerstickten Früher-war-alles-besser-Gefühls. In den Fünfzigern und Sechzigern war eben nicht alles besser: viele Altnazis saßen wieder fest im Sattel, verklemmte Prüderie und reaktionärer Mief erfüllte die Nierentischwohnzimmer des Gelsenkirchener Barocks. Gleichwohl gab es Grenzen und überschritt man sie, gab’s auf die Löffel. Die Kindheit der Generation 60 Plus war von klaren Regeln bestimmt, weil nicht herumgeeiert wurde aus Angst, an einem klaren Nein könne das zarte Kinderselchen zerbrechen.

Tücken der Technik
Unsere Spielsachen waren noch aus heimischer Produktion mit leuchtenden Bleifarben. In den Steckdosen gab es noch keine Kindersicherung, wovon wir uns selbst überzeugten, indem wir Nägel hineinsteckten. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm, denn selbst die Motorradfahrer fuhren ohne. Die Autos hatten noch keine Sicherheitsgurte, Airbags, Einparkhilfen und elektronischen Schnickschnack, der in allen Tonlagen piepte und rasselte. Aber unsere Väter konnten ihren Käfer noch selbst reparieren. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen oder rührten Brausepulver hinein. Danach bretterten wir in selbstgebauten Seifenkisten den Hang hinunter und nervten die Nachbarn mit Klappern an den Fahrradspeichen, die richtig Krach machten. Keiner kam zu Schaden. In den Ferien verließen wir morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag draußen und kamen nur zum Mittag- und Abendessen wieder. Niemand wusste, wo wir steckten, denn die Dauerüberwachung per Handy war noch nicht erfunden. Trotzdem ging keiner von uns verloren. Natürlich spielten wir Cowboy und Indianer, weil es noch nicht als rassistisch verboten war. Die Hartgesottenen waren Soldaten und hatten selbstgebaute Knarren. Auf unsere großen Brüder und Cousins waren wir neidisch und stolz, weil die beim „Bund“ richtig ballern durften. Kein Gutmensch redete uns mit bebender Unterlippe ins Gewissen, wir sollten Frieden ohne Waffen schaffen.

Das Leben ist kein Ponyhof
Unfälle waren an der Tagesordnung, und wir waren meistens selbst schuld daran. Warum mussten wir auch freihändig Fahrrad fahren oder auf Baustellen spielen? An anderen „Unfällen“ waren oft noch Dritte beteiligt, denn wir rauften gerne und schlugen uns wie die Kesselflicker, ohne dass die Polizei oder die Kinderpsychologin gerufen wurde. Unsere Eltern hatten andere Sorgen und mischten sich nicht in unsere Streitigkeiten ein. Bei kleinen Wunden kam nicht der Notarzt mit Blaulicht. Sie wurden von der Mutter mit Schnaps desinfiziert und verbunden, Wespenstiche mit einer Zwiebel abgerieben. An Blutvergiftung oder Schockstarre ist keiner gestorben.
Als wir in die Schule kamen, sagten unsere Mütter: „Lasst euch nichts gefallen, schlagt drauf, wenn euch einer dumm kommt!“ Das taten wir auch kräftig. Kamen wir mit einem Veilchen nach Hause, waren wir stolz wie auf einen Schmiss. Denn ein blaues Auge zeugte von Tapferkeit vor dem Feind, und die Eltern riefen nicht die Polizei – wie auch, ohne Telefon! – sondern: „Hast du ihn auch vermöbelt?“ Narben waren Verwundetenabzeichen und an den aufgeschlagenen Knie konnte man ablesen, dass Sommer war. Dann trugen wir trugen kurze Lederhosen (auch die Mädchen), die vollkommen unkaputtbar waren. Bekamen sie einen speckigen Glanz, war das die erwünschte Patina.

Gesundheit ist ein hohes Gut
Wir aßen Bratkartoffeln mit Rührei und Speck, Schmalzbrote und Nutella, tranken literweise Limo und Ahoi-Brause, aber kaum einer war dick, denn wir rannten, radelten und sprangen den ganzen Tag durch die Gegend. Kalorienzählen gab es nur bei der Schickeria. Naschwerk für Kinder war oft kakelbunter, reiner Zucker, die Liste mit den Zusatzstoffen, wenn es sie denn gab, interessierte niemanden. Als Pausenbrot verschlangen wir dicke Butterstullen, weil es noch keine Diätberaterinnen gab, die uns mit der reinen Lehre von der gesunden Ernährung missionierten. Wir tranken mit unseren Freunden reihum aus derselben Flasche, und niemand bekam Herpes. Die wenigen Mitschüler, die mit roten Augen über Heuschnupfen klagten, verlachten wir als zugezogene Großstadtpflanzen. Wenn uns damals tatsächlich einer mit Laktoseintoleranz oder Weizenallergie gekommen wäre, hätten wir seine Portion gierig und mitleidlos untereinander aufgeteilt. Unsere Eltern hatten die Hungerjahre mitgemacht, und Brot wegzuwerfen war eine größere Sünde als Gott zu lästern. In den meisten Familien gab es schon kein Tischgebet mehr, doch die gemeinsame Mahlzeit in der ganzen Familie war immer noch eine sakrale Handlung.
Geraucht wurde nicht nur in Kneipen und Restaurants, die damals noch „Wirtschaft“ hießen. Im Bus wurde uns regelmäßig speiübel von der schlechten Federung und dem Zigarettenqualm. Wir selbst rauchten heimlich, meine erste hieß Astor, eine Marke, die es heute nicht mehr gibt. Die ganz Abgebrühten rauchten trockene Blätter in Zeitungspapier, bis die Augen tränten und die Lungen brannten. Die Autos stießen dunkle Auspuffwolken aus, die Laster schwarzen Qualm, wenn sie eine Handbreit an uns auf unseren Fahrrädern vorbeibrausten. Radwege gab es nicht. Das war im dunklen Winter Russisch Roulette an jedem Morgen. Alle haben wir überlebt.

Fernsehen
Wir kannten noch keinen PC, Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 24-Stunden-Fernsehen auf 50 Kanälen, Streaming-Dienste, Internet-Chatrooms oder Smartphones, auf denen heute schon Kleinkinder herumwischen. Das Fernsehprogramm auf zwei Kanälen und schwarz-weiß begann erst nach 16.00 Uhr nachmittags. Vorher lief stundenlang ein Testbild, das wie ein Bauplan eines UFOs aussah. Wir mussten uns also vorher etwas einfallen lassen und die Glotze blieb aus. Wenn das Fernsehprogramm gegen Mitternacht zu Ende ging, breitete sich eine rauschende Schneelandschaft aus. Aber wir lagen ja schon um acht Uhr schachmatt im Bett.
Zu unserer Unterhaltung hatten wir Freunde. Unsere Eltern brauchten keine Terminkalender, in die Besuche bei ihnen eingetragen wurden. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße zum Fußballspielen. Da die wenigsten ein Telefon hatten (und ein Ortsgespräch kostete 20 Pfennige!) liefen wir hin und klingelten sie raus. Auch die Kleinsten mussten nicht abgeholt werden, weil sie mit den großen Geschwistern nach Hause kamen. Wir spielten im Dreck und wurden am Waschzuber abgeschrubbt, denn gebadet wurde nur einmal in der Woche am Samstag. Trotzdem hatten wir keine Ekzeme und trotz fehlendem Kinder-Deo auch nicht gestunken. Oder vielleicht gerade deshalb.

Auf freier Wildbahn
Aus Ästen bauten wir Bogen und aus Schilfrohr Pfeile. Schwerter schnitzen wir aus Stöcken. Jeder Junge war stolz auf seine Waffen, aber ernsthaft verletzt wurde nie jemand. Wir gingen im Winter aufs erste Eis der Teiche, der Mutigste war Steine drauf, um die Dicke zu prüfen. Manchmal brach einer ein, aber keiner soff ab. Wir zogen ihn mit einem langen Stock wieder raus und dachten uns gemeinsam eine gute Ausrede für ihn aus.
Die Straße war ein öffentlicher Kinderraum, wo gespielt und gestritten wurde. Niemand wurde in der Wohnung gefangen gehalten, weil der Kinderschänder umgehen könnte. Fakt ist, dass die Missbrauchsfälle 1950 in Westdeutschland allein deutlich über den Zahlen nach der Wiedervereinigung liegen, obwohl heute das Bewusstsein dafür wesentlich wacher ist. Dafür gibt es in den Neubausiedlungen keine Kinder mehr, aber es ist viel Schotter vorhanden ist, auch in den Gärten. Dort hätten damals Blumen und Radieschen gestanden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_von_Kindern


Jungen und Mädchen

Jungen und Mädchen waren Wesen von verschiedenen Sternen. Wir waren ineinander verliebt, aber allein ein Kuss war unvorstellbar. Was sich zwischen den Geschlechtern so abspielt, sickerte erst nach der Grundschule durch. Kamasutra-Studien, wie sie heute im Kindergarten stattfinden, waren jenseits unserer Vorstellungswelt und auch der unserer Eltern. Wir waren nämlich Kinder und keine kleinen Erwachsenen. Mädchen waren fleißig und hatten eine schöne Handschrift, trugen Kleidchen und sangen in den Pausen von ihrem heimlichen Klassenschwarm. Wir gossen unseren Spott darüber, waren aber im höchsten Maße gebauchpinselt, wenn unser Name im Lied fiel. Mädchen spielten Gummitwist und Hickelhäuschen. Als Mutprobe galt, den Gummi mit dem Nagelknipser unbemerkt durchzuzwicken. Die Strafarbeit folgte unweigerlich, doch man sonnte sich im Ruhm, Held des Tages zu sein. Eingebildeten Zicken und Petzen klatschten wir Brennnesseln an die Waden, das besserte ihr Verhalten meist einige Tage. Die vier Seiten Strafarbeit schrieben wir ohne zu murren und erzählten den Eltern, das sei eine Fleißaufgabe. Jungen kletterten unter den wohlwollenden Blicken der Erwachsenen auf Bäume. Niemandem wäre eingefallen, das als lebensgefährlich zu verbieten. Klar fielen wir runter und humpelten beschämt von dannen, von den anderen ausgelacht. Kein Krankenwagen kam deswegen. Unser Grundschulrektor sagte an einem Elternabend, in die Hosentasche eines echten Buben gehöre ein Taschenmesser, Streichhölzer und ein Stück Kordel. Keiner rief die Polizei oder ging zur Schulaufsicht.
An Sonntagen war das Szenario geändert. Die Mädchen trugen Plisseeröckchen mit weißen Söckchen, die Jungen schwarze Hosen mit Bügelfalte und Lackschuhe. Prügeleien waren dann streng verboten, damit das gute Textil noch dem kleinen Bruder vermacht werden konnte. Als Ersatzbefriedigung dienten die Kloppereien in „Bonanza“, denen wir den ganzen langweiligen Sonntag hindurch entgegenfieberten.

Respektspersonen
Wer eine Strafarbeit vom Lehrer bekam, kriegte obendrein noch ein paar hinter die Löffel, wenn der Vater heimkam. Was das Frollein Lehrer sagte, hatte dasselbe Gewicht wie das Elternwort. Vor der Polizei hatten wir genauso viel Respekt wie unsere Eltern. Auch der Pfarrer war eine Autorität. Nichts soll beschönigt werden, es gab sicherlich auch Missbrauchsfälle, aber es wurde kein Berufsstand unter Generalverdacht gestellt. Sex war noch nicht Fetisch und einziger Zweck des Daseins.
Jeder musste lernen, Enttäuschungen wegzustecken. Wer als Junge heulte, wurde ausgelacht, außer bei ernsten Verletzungen. Auf dem Sportplatz ging es aber meist unblutig ab. Fußball hatte Kultstatus und die Bundesligaspieler stammten fast alle aus den Städten, für die sie antraten. Wir Jungen konnten alle Nationalspieler aufsagen. Wembley 1966 hat in meiner Seele eine der tiefsten Wunden bis heute hinterlassen.Wer beim Fußball eine Niete war, wurde nicht zum Psychologen geschickt, sondern suchte sich ein anderes Feld, auf dem er glänzen konnte. Manche Schüler waren nicht so gescheit wie andere. Sie schrieben Sechser und blieben sitzen. Das führte nicht zu tränenerstickten Auftritten bei Elternabenden oder gar zur Notenänderung von Amts wegen, weil damals noch nicht jeder studieren musste. Man konnte auch mit der Volksschule ein trefflicher Handwerker werden. Arbeiter konnten damals noch für ihre Familie ein Häuschen bauen.

Unsere Eltern
Die Erwachsenen sahen viel älter aus als heute. Fast alle hatten schon mit 40 dritte Zähne, waren viel ernster und benahmen sich nicht so kindisch wie ihre Altersgenossen heute, die sich wie Teenies kleiden, geben und sprechen. Verglichen mit dem albernen Benehmen, das manche Erwachsene heute an den Tag legen, wirkte unser Hase Cäsar wie ein biederer Fernsehpfarrer. Verheiratete Frauen hatten fast immer eine Dauerwelle und Kinder. Sie waren mollig als Zeichen des Wohlstands. Meinen Vater sah ich nur im Blaumann und wenn am Wochenende Besuch kam, legte meine Mutter ihm zurecht, was er anziehen sollte.
Die meisten Mütter waren zu Hause oder in Teilzeit. Gut war, dass es ein anständiges Mittagessen und keinen Kantinenfraß gab. Mikrowelle war noch Zukunftsmusik und Tiefkühlkost viel zu teuer. Schlecht war, dass man unter ständiger Überwachung stand und die Aufgaben sauber schreiben musste und das Einmaleins abgefragt wurde. Deshalb hieß es, möglichst schnell fertig werden und dann abhauen, um zu sehen, wer sonst noch draußen war. Unsere Mütter waren so beschäftigt, dass sie keine Zeit hatten, als betuliche Glucken ständig hinter uns zu stehen. Deshalb konnten wir viel Unsinn anstellen und böse Nachbarn ärgern. An Sylvester durften wir nach Herzenslust ballern und keine Grün*innen bekamen Schnappatmung beim Anblick des Feinstaubs.
Trieben wir es zu bunt, hatten unsere Taten auch Konsequenzen. Und keiner konnte sich rausreden. Wenn einer von uns „aus Versehen“ eine Wiese abfackelte, war klar, dass man sich nicht hinter den Eltern verstecken konnte. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei und das richtige Donnerwetter folgte erst im trauten Heim! Das muss man sich einmal vorstellen! Aber das Leben war real und nicht digital. Es soll hier nichts verklärt oder schöngeredet werden. Die Zeiten waren nicht besser, sie waren rauher, wilder, anders. Seien wir froh, dass wir dabeigewesen sind!

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