Mihi crede, verum gaudium res severa est. Seneca, Epistulae Morales (23)
(Glaube mir, das wahre Vergnügen ist eine anstrengende Sache.)

Der Katalane Eduardo Mendoza Garriga (geboren 1943 in Barcelona) ist einer der bekanntesten und erfolgreichen Schriftsteller Spaniens. 2016 erhielt er den Premio Cervantes, die höchste Auszeichnung für Literatur im hispanoamerikanischen Kulturraum. Charakteristisch für ihn ist ein einfacher und direkter Erzählstil, wobei er niemals einfältig und flach wird. Vielmehr greift er gerne in die Fülle des Bildungswortschatzes und verwendet mit Vorliebe altertümliche Wendungen und eine volkstümliche Sprache. Er zeichnet oft schillernde Randfiguren, die die Gesellschaft aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel betrachten. Dazu bedient er sich eines skurrilen und humorvollen Stils, ohne jedoch als humoristischer Autor zu gelten. Eines seiner zentralen Themen ist seine Heimatstadt Barcelona in der Zeit vor dem Bürgerkrieg bis heute. Aus diesem Grund fällt sein Roman Die erstaunliche Reise des Pomponius Flatus („El asombroso viaje de Pomponio Flato“) etwas aus der Reihe. Nicht nur die historische Distanz, auch die Parodie auf das Genre des Sensationsromans sind außergewöhnlich. Er erzählt von den Abenteuern des römischen Philosophen Pomponius Flatus in Nazareth, wo er von einem kleinen Jungen namens Jesus gebeten wird, seinen Vater Joseph vor der Todesstrafe zu retten. 2008 erschienen, ist dieses Buch von 200 Seiten als Mischung aus Detektiv- und Historienroman eine Parodie auf „Enthüllungsbücher“ wie Dan Browns Da Vinci Code.

Eine Reise nach Palästina
Pomponius Flatus, ein römischer Patrizier, beschließt in die römische Provinz Palästina zu reisen, um eine geheimnisvolle Quelle zu suchen. Das wundersame Wasser soll die Farbe der Kühe verändern, wenn sie davon trinken. Seine Nachforschungen indes bringen ihm nur hartnäckige und lästige Verdauungsprobleme ein. Unterwegs bekommt er immer wieder Durchfall und wird krank von dem Wasser, das er trinkt. Nomen est omen, ist man fast versucht zu sagen, bedeutet sein Name Flatus doch Wind oder Blähung…In ausführlichen Briefen berichtet er seinem Freund Fabius von seinen Erlebnissen: Beduinen lesen ihn am Wegesrand auf und überlegen, ob sie ihn als echte Banditen ausrauben und umbringen oder ihn versorgen, auf ein Kamel packen und zu einem Arzt bringen sollen („que le demos agua y alimentos , lo subamos a un camello y lo llevamos con nosotros hasta encontrar que pueda curarle y hacerse cargo de él“). Seine Reise führt ihn im 1. Jahrhundert nach Christus durch karge Landschaften, die von bizarren Gestalten bevölkert sind. Neben Juden begegnet er Arabern, die zu einem Allah beten, von dem der Römer noch nie gehört hat. Sie lachen gern und erzählen Geschichten, kümmern sich aber weder um die Vergangenheit noch die Zukunft, essen kein Schweinefleisch und wann immer möglich, waschen sie sich, aber ein Rasiermesser rühren sie nicht an.

Eine abgelegene römische Provinz
Wie ist das biblische Palästina beschaffen? Ganz im Stil von Julius Caesar in seinem De Bello Gallico beschreibt dessen Landesteile: Idumäa, Judäa, Samaria und Galiläa. Anderes als den drei ersten Provinzen ist Galiläa ein lieblicheres Klima beschieden („No así la Galilea, donde la naturaleza se muestra más amable“). Obwohl sie ein Teil des römischen Imperiums sind, genießen die Juden Palästinas große Autonomie. Sie haben ihre eigene Rechtsprechung und können sogar die Todesstrafe verhängen. Deren Ausführung darf aber allein der Statthalter Roms anordnen, so das Dekret des Kaisers Augustus. Galiläa wird von Herodes regiert. Doch der ist nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten und benötigt die Hilfe des Römischen Reiches. Als Pomponius sich in der Nähe der Stadt Nazareth etwas ausruht, fordert seine innere Stimme ihn auf, sich zu erheben, so meint er. Doch nein, es ist die leise Stimme eines blonden Knaben, der ihn um Hilfe bittet. Sein Name sei Jesus („Me llamo Jesús, hijo de José“), er sei der Sohn des Joseph, der unschuldig zum Tode verurteilt worden sei und am Kreuz sterben solle. Sehr ungewöhnlich, denn diese Strafe wird nur bei Hochverrätern und Sklaven angewandt, warum sollte ein Gericht einen bis dato unbescholtenen Zimmermann zu so einem schändlichen Tod verurteilen? Der Römer ist perplex. Was er denn tun könne, fragt er. Er solle den wahrhaft Schuldigen finden, sagt Jesus und spricht ihn mit dem Ehrentitel Raboni an. Keine leichte Aufgabe. Pomponius kennt weder die Stadt noch deren Einwohner und ihre Absonderlichkeiten.

Eine fiktive Geschichte aus der Kindheit Jesu
In dieser nun beginnenden Detektivgeschichte geht es dem Autor nicht darum, die historische Christusfigur zu entzaubern, sondern das Kind Jesus in seinen menschlichen Sorgen und Nöten darzustellen. In einer Verschiebung der Handlung des Evangeliums ist es hier Joseph, der unschuldig den Tod erleiden soll. Ein wenig fühlt man sich an José Saramagos Version der Geschichte Jesu erinnert. Auch in seinem Roman „Das Evangelium nach Jesus Christus“ begegnet uns eine Jesusfigur, die durch und durch menschliche Züge aufweist: Leutselig und lebenshungrig, aber auch verstört und voller Zweifel geht sie durch die Welt. Doch hier steht ein Kind im Vordergrund, das noch nichts von seiner späteren Berufung zum Prediger, Propheten oder gar zum Messias ahnt. Jesus wird in seiner rein menschlichen Natur dargestellt, mit Gedanken, wie sie einem Kind in den Sinn kommen könnten. Der Junge wünscht sich aber nichts anderes, als seinen Vater Joseph zu retten. Dem wird vorgeworfen, er habe den reichen Epulon in dessen Haus ermordet. Als einzigen, aber entscheidenden Beweis legt die Anklage den Schlüssel zum Haus Epulons vor, den der Zimmermann Joseph aber nur deshalb besitzt, weil er auch für ihn gearbeitet hat („Por ser carpintero y trabajar para Epulón“).

Auf der Suche nach Anhaltspunkten
Der kleine Jesus verwandelt in Mendozas parodistischem Roman in einen Begleiter, der den Leser auf eine spannende Reise durch die Welt des Neuen Testaments mitnimmt. Gleichwohl ist der religiöse Hintergrund Staffage, hier geht es nicht um eine Annäherung an die historische Figur des Jesus Christus. Es ist dies ein Kriminalroman auf geschichtlichen Spuren, der auf humorvolle Weise dem kleinen Jesus eine erdachte Rolle zueignet, in der er sich mal wie ein freches und verspieltes Kind, mal wie ein aufgeweckter und für sein Alter sehr reifer Junge verhält. Aber dieser Roman ist nicht nur das, er gewährt auch Einblicke in des tägliche Leben und das Denken der Menschen jener Zeit. Dazu wendet Mendoza den Kunstgriff an, Personen aus dem Neuen Testament in ungewohnten Rollen auftreten zu lassen. So ist der Barabbas, dessen Freilassung der Pöbel in allen Evangelien brüllend verlangt, zum berüchtigten Raubmörder Teo Balas geworden. Wie Odysseus auf seinen Irrfahrten wandert auch Pomponius herum, um die Hintergründe des Verbrechens an Epulon aufzuklären und den wahren Mörder zu entlarven. Im übrigen bedeutet der Name „Epulon“ nichts anderes als der reiche Prasser und steht für Völlerei und Luxus. Wo Epulon, da kann auch sein Gegenstück nicht weit sein. Jesus und Pomponius sind ein paar Meilen weitergezogen, als sie einer ausgemergelten, abgerissenen und sehr schmutzigen Gestalt begegnen.

Ein fragwürdiger Zeuge
Er erzählt ihnen, er sei der arme Lazarus, der sich noch zwei Tage zuvor von den Brotkrumen nährte, die vom Tisch des Reichen zu Boden fielen („Hace dos días me alimentaba de las migajas que caían de la mesa del rico Epulón“). Jetzt, wo dieser tot sei, wisse er nicht, ob dessen Erben diese angenehme Sitte weiterführten. Seine Auskünfte indes lässt sich der arme Lazarus in klingender Münze bezahlen, nur für Gotteslohn oder um des Seelenheils des Toten willen ist er nicht bereit, mit der Sprache herauszurücken. Viel weiß er ohnehin nicht, doch immerhin gibt er ihnen den Rat, sich auf die Straße nach Jericho zu begeben, dort fänden sie vor der Stadt das Haus einer Sünderin, die wisse mehr. Der kleine Jesus fragt unterwegs, was denn eine Hure sei und Pomponius erklärt es ihm kurz („Jesús me preguntó qué cosa es una puta y se lo cuento de un modo somero“), denn es sei besser, die Kinder erführen solche Dinge im gebotenen Ernst statt aus dem Mund von Sklaven, Söldnern oder groben Gesellen. So gelangen sie an das Haus, in dem sich die Samariterin Zara prostituiert. Was bleibt einer jungen Witwe auch sonst, um sich über Wasser zu halten? Eine zarte Stimme fragt, was ihr Begehr sei. Es ist die kleine Tochter der samaritanischen Frau, die sie einlädt zu bleiben, bis die Mutter aus der Stadt zurück sei. Doch Jesus hat es eilig, wenn Josef gerettet werden soll.

Neue Erkenntnisse
Pomponius Flatus hat also keine leichte Aufgabe, doch er traut sich einiges zu, stammt er doch aus gutem Hause und Philosoph ist er noch obendrein. Zumindest weist er immer wieder darauf hin, dass ein stoischer Gelehrter sich nicht von seinen Gefühlen mitreißen lassen dürfe („No conviene a un filósofo dejarse dominar por las pasiones“). Ein weiser Mann also, der einem Kind sehr wichtige Lebenslehren erteilt, die ihm später, in seiner Zeit als Wanderprediger, wieder zugutekommen. Aber weder so wichtige Personen wie der Hohepriester Ananus (wahrscheinlich der biblische Hannas) noch Apius Pulcher, ein römischer Tribun, womöglich aus der patrizischen Familie der Claudier, können entscheidende Hinweise beisteuern. Denn dieses Land hart und verschlossen, so erzählt ihm der Grieche Philippus, der sich gleich als doppelt Fremder fühlt, denn als Zugereistem ist ihm jede Teilhabe am kulturellen Leben dieses Volkes verschlossen, das sich von Gott auserwählt glaubt („Yo soy un pobre forastero, Pomponio, y en estas tierras, donde todos creen pertenecer al pueblo elegido por Dios, soy doblemente forastero“). Juden, Araber, Römer, Griechen: die Welt des Neuen Testaments ist nicht nur ein Tummelplatz von Stämmen und Völkern, sondern auch von Göttern und ihren Kulten. Diese Welt ist nicht schwarz-weiß, sondern äußerst farbenfroh.

Langsam wird eine Spur erkennbar
Genauso verwirrend wie die jüdischen Riten und Gebote gestaltet sich die Suche nach dem Täter. Die samaritanische Frau ist noch immer verschwunden, und es stellt sich heraus, dass sie die Geliebte von Epulons Sohn ist. Einer Heirat mit einer öffentlichen Sünderin, wie der Sohn sie beabsichtigte, hätte der Vater nie zugestimmt („nunca habría aprobado una relación legítima con una pecadora pública“). Niemand weiß von dieser unmoralischen Liaison, außer seiner Schwester Berenice. Diese ist Priesterin der Ishtar, auch Astarte genannt, einer alten Göttin der Liebe und des Krieges, der Fruchtbarkeit und des Todes. Erstaunt fragt Pomponius, ob sie denn nicht in der mosaischen Tradition aufgewachsen sei. Ihre Mutter, eigentlich eine Jüdin, habe sich vom Glauben an Jahwe losgesagt und den babylonischen Gottheiten zugewandt („renegó a Yahvé y adoraba a los ídolos babilonios“). Dieses Verhalten sei typisch für ihr Volk, trotz der düsteren Drohungen seiner Propheten vor den Folgen des Abfalls vom Glauben. Es scheint also Leute zu geben, die ein Motiv hatten, den reichen Epulon zu beseitigen. Der Zimmermann Josef gehört nicht dazu.

Und zum Schluss: Eine schlechte und eine gute Nachricht
Joseph wird freigesprochen. Die schlechte Nachricht bedeutet, dass das Buch in deutscher Übersetzung nicht (oder nicht mehr) erhältlich ist. Was sagt uns das über den geistigen Zustand in unserem Land, wäre man fast versucht zu fragen. Immerhin findet sich eine französische Version. Wer dennoch etwas von Mendoza lesen möchte, ohne ständig im Wörterbuch zu blättern, dem sei in einem Zeitsprung von 2000 Jahren in aller Kürze noch ein anderes Buch empfohlen:
Mit Der Friseur und die Kanzlerin (El enredo de la bolsa y la vida , 2013) gelang Eduardo Mendoza eine großartige Satire auf die Schulden- und Europakrise. In diesem schrägen Roman ist ein heruntergekommener Damenfriseur aus Barcelona die Hauptfigur. Als kleiner Ganove teilte er sich vor etlichen Jahren zusammen mit »Romulus dem Schönen« eine Zelle: Der Beginn einer langen Freundschaft- und nun wird dem Friseur zugetragen, dass sein alter Kumpel Teil eines wahnwitzigen Komplotts gegen die deutsche Kanzlerin sein soll. Dabei kann der Figaro nicht tatenlos zusehen.
Auf dem Flughafen in Barcelona wird Frau Merkel mit Spannung erwartet. Auch der Friseur und seine Spießgesellen sind bereit, um sie zu entführen und durch eine Doppelgängerin zu ersetzen. Das klappt wie am Schnürchen, denn Angela Merkel glaubt, in dem erschlafften Katalanen einen früheren Geliebten zu erkennen und folgt ihren Entführern in gespannter Erwartung. In der Tat wird die Kanzlerin durch diesen clownesken Auftritt aber vor weit Schlimmeren bewahrt, denn ein Terroranschlag auf sie läuft nun ins Leere, weil sie in einer Bar sitzt und mit ihrem alten Liebhaber turtelt. Das Ganze klingt schräg und grotesk, liest sich aber über die Maßen unterhaltsam, sozusagen als Lehrstück für Nordländer zum Verständnis für die Nöte Südeuropas während der Banken- und Eurokrise.

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben (De ridder is gestorven)

Buchtipp: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen

Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Buchtipp: Colette, Claudines Mädchenjahre. La Maison de Claudine

Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca.

Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

Buchtipp: Margaret Mazzantini,Geh nicht fort

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau


https://begeistert60plus.de/elena-ferrante-die-geniale-freundin/

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen


https://begeistert60plus.de/der-gaulschreck-im-rosennetz/

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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