Die Autorin
Die Chilenin Isabel Allende, die schon seit langem auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, gehört ohne Frage zu den bekanntesten Frauen Lateinamerikas. 1942 wurde sie in Peru geboren. Ihr Vater war dort im diplomatischen Dienst tätig, verließ aber Frau und Kinder, als die kleine Isabel gerade einmal drei Jahre alt war. Einige Jahre später heiratete ihre Mutter Francisca Llona wiederum einen Diplomaten, so dass sich Isabels Leben deutlich von dem ihrer Altersgenossen in Chile unterschied: sie wuchs in verschiedenen Ländern der Welt und in feinsten Kreisen auf und hatte die Möglichkeit, Privatschulen höchsten Niveaus zu besuchen. Sie erhielt also eine umfassende Bildung. Nach ihrer Rückkehr nach Chile Mitte der 1960er Jahre gründete sie dort die erste feministische Zeitschrift des Landes. Nachdem Salvador Allende, ein Cousin ihres Vaters, dort an die Macht kam, wurde sie eine Institution der Linken in ganz Lateinamerika. Zwei Jahre dem Sturz Allendes (1973) verließ sie Chile und zog nach Venezuela, dann in die USA. Einen kometenhaften Aufstieg erlangte sie als Autorin des Bestsellers „Das Geisterhaus“ (1982), im, Original „La Casa de los Espíritus“. Darin verbindet sie die jüngste Geschichte Chiles mit einer Erzählung im Stil des magischen Realismus mit Rückgriffen auf Übersinnliches. Gleichwohl spielt die untergeordnete Rolle der Frau in der lateinamerikanischen Welt auch in diesem Buch schon eine wichtige Rolle.
Das Buch
Ihr neuestes Buch, im Herbst 2020 erschienen, heißt in der deutschen Übersetzung „Was wir Frauen wollen: Über ungeduldige Liebe, das lange Leben und gute Hexen“. Im spanischen Original: „Mujeres del alma mía; Sobre el amor impaciente, la vida larga y las brujas buenas“. Ein Buch, das man mit 78 Jahren veröffentlicht, ist in seiner Konzeption sicherlich anders als ein Erfolgsroman, der 40 Jahre zurückliegt. Es ist in kurze Kapitel gegliedert und lässt sich leicht lesen, da die Themen nicht aufeinander aufbauen, sondern munter wechseln: von Gedanken über Frauenrechte über Mode, Liebesbeziehungen, Kinder und die Weiblichkeit im Alter bietet sie einen großen Kessel Buntes an Motiven. Allende schöpft dabei aus ihren Lebenserfahrungen, indem sie unkompliziert und sehr kurzweilig, dabei stilistisch gekonnt plaudert: über ihre Familie, ihre Ehen und Scheidungen, die Kinderjahre – und das Ganze stets mit einer Hymne an den Feminismus unterlegt.
Sie bietet also einen sehr ehrlichen Einblick in ihr Leben, in ungeschönter Leichtigkeit steht sie zu eigenen Fehlern und geht unverkrampft mit den Themen Sexualität, Mutterschaft und Alter um.

Frauenfragen
Da sie sich selbst stets im Dienste des Feminismus sah, wie sie nicht müde wird zu betonen, spielt dieses Thema eine zentrale Rolle in diesem Buch. Anders als in ihren vorherigen Romane und Erzählungen liegt hier keine fiktive Handlung vor, sondern ein autobiographisch gefärbter Lebensrückblick, worin die Geschichte all jener Frauen verwoben ist, die sie in ihrem Leben beeindruckt, geprägt und beeinflusst haben. Dieses Buch ist also in verschiedener Hinsicht interessant.
In Mujeres del alma mía gibt sie uns Einblicke in ihr Leben, in ihre frühe und sich entwickelnde Persönlichkeit, in ihre Gedanken. Ihre Karriere als Schriftstellerin wurde in ihrem Land anfangs nicht ernst genommen, aber mit Hilfe eines wagemutigen Verlegers stellte sich der Erfolg schließlich ein- Beweis genug dafür, dass auch damals schon die weibliche Perspektive zunehmend Beachtung fand.
Ein „weibliches Bewusstsein“ bildete sich im Leben der Autorin schon früh heraus, wie sie zu Beginn ihres Buches ausführt, nämlich zu der Zeit, als ihre Mutter mit drei kleinen Kindern von ihrem Mann verlassen wurde. Schon im Kindergarten behauptet sie, Feministin gewesen zu sein, bevor man diesen Begriff in ihrer Familie überhaupt kannte. Auslöser war ebendie Familientragödie, die für sie mit der Trennung der Eltern verbunden war („No exagero al decir que fui feminista desde el kindergarten, antes de que el concepto se conociera en mi familia…Creo que mi rebeldía e originó en la situación de Panchita, mi madre, a quien su marido abandonó en el Perú con dos niños …“). Als sie verstand, wie schwer es ihre Mutter hatte, wieder auf die Beine zu kommen, fasste sie schon als Kind den Entschluss, niemals die totale Kontrolle über ihr Leben an einen Mann abzugeben. Dies wog umso schwerer, als der Feminismus im damaligen Lateinamerika einen überaus schweren Stand hatte und ein weiblicher Staatspräsident etwa völlig außerhalb jeder Vorstellung lag. Eine Michelle Bachelet, die im 21.Jahrhundert acht Jahre lang die Geschicke Chiles bestimmte, hätte zu jener Zeit niemand für möglich gehalten.

Oft wären mehr Zwischentöne hilfreich
Diesen wenigen Worten nur lässt sich entnehmen, dass das Buch eine Reflexion über die Welt der Frauen ist, darüber, was es bedeutet, eine Frau zu sein, und über die Schwierigkeiten, denen sie in einer von Männern bestimmten Welt ausgesetzt waren. Wenn man allerdings wie Isabel Allende in der Welt der Schönen und Reichen aufgewachsen ist, dann kennt man womöglich die Nöte derjenigen, die zu deren Anwältin man sich berufen fühlt, oft nur mittelbar. Isabel Allende ist eben keine Frau aus dem Volk und daher wirken ihre Verdikte oft ein wenig holzschnitthaft und unbeholfen, und auch die ständige Versicherung, der Feminismus sei nicht männerfeindlich, ist nicht eben dazu angetan, Vertrauen zu schaffen, wenn im selben Atemzug behauptet wird, das Weibliche sei das Gute, die Liebe und die Versöhnung und das Männliche das Böse, der Hass und die Entzweiung. Freundlicherweise räumt sie ein, dass nicht alle Männer potentielle Straftäter und Vergewaltiger sind, doch macht sie sich oft erschreckend wenig Mühe zu differenzieren. Hilfreich wäre es etwa, den Ursachen der Misogynie in verschiedenen Kulturen auf den Grund zu gehen, um Lösungen zu erarbeiten und Fortschritte zu würdigen. Stattdessen wartet sie mit den üblichen Klagen auf. Ohne Frage ist das Problem der häuslichen Gewalt und die Frauen, die ihr zum Opfer fallen, in vielen lateinamerikanischen Ländern erschreckend. Gleichwohl sollte sie anerkennen, dass sich auch dort enorm viel neues Bewusstsein gebildet und eine Öffentlichkeit gefunden hat. Wenig hilfreich sind daher Schlagworte wie Gewalt gegen Frauen sei die größte Krise der Menschheit („la mayor crisis que confronta la humanidad“). Problematisch ist auch ihre allgemeine Behauptung, Frauen werde im Namen der Religion und Tradition das Recht auf sexuelle Erfüllung vorenthalten. Das trifft mit Sicherheit auf eine ganze Reihe von Kulturen zu, aber zu den Opfern einer psychischen Verkrüppelung und Bevormundung auf dem Gebiet der Erotik im Namen der Religion gehören auch Männer. Hingegen macht sie zu Recht auf die Notlage der Frauen in den Ländern der Dritten Welt aufmerksam und auf das Schicksal, das sie in einer Welt erleiden, wo Krieg, Menschhandel und Zwangsprostitution an der Tagesordnung sind, von den traumatischen Erfahrungen der Genitalverstümmelung gar nicht erst zu reden.

Die Stiftung
Zwar blickt sie auf vielerlei eigene Erlebnisse und Erfahrungen zurück, doch ist „Mujeres del alma mía“ in erster Linie Persönlichkeiten wie ihrer Mutter und ihren Freunden gewidmet, nicht zu vergessen ihren Leser(innen) und den Frauen, die sich um die Erziehung ihrer Kinder gekümmert haben. Einen gewissen Raum nimmt auch die tragische Geschichte ihrer Tochter Paula ein, die nach unglücklicher medizinischer Behandlung in einem Madrider Krankenhaus im Alter von nur 29 Jahren verstarb. In der Stiftung, die sie nach dem Tod ihrer Tochter gegründete, finden sich außergewöhnliche und entschlossene Frauen zusammen, die es geschafft haben, sich von eigenen Traumata und Verlusten zu erholen und bereit sind, ihre Erfahrungen weiterzugehen. Immerhin ist sie so ehrlich zu schreiben, dass Paula wie viele junge, selbstbewusste und gebildete Frauen der zweiten und dritten Generation in den westlich geprägten Ländern einige Positionen des Feminismus zumindest dort für übertrieben hielt.

Feminismus und Eitelkeit schließen einander nicht aus
Wie in den romanischen Ländern Europas sehen emanzipierte Frauen in Lateinamerika keinen Widerspruch zwischen ihrem Bewusstsein und ihrem weiblichen Erscheinungsbild, denn das eine ergänzt das andere („La emancipacion de la mujer no es imcompatible con su feminidad, mas bien creo que son complementarias“). Isabel Allende, eine stets attraktive Erscheinung, gibt freimütig zu, dass sie es einfach schön findet, sich jeden Morgen zu schminken und hübsch zu machen, auch wenn sie die meiste Zeit des Tages in ihrem Arbeitszimmer verbringt („Me gustan…el maquillaje y la rutina de arreglarme cada mañana, aunque paso la mayor parte del tiempo enccerada en el ático escriebiendo“). Isabel räumt zudem offenherzig ein, dass ihr Feminismus keineswegs ein Hindernis in ihrem leidenschaftlichen Liebesleben mit mehreren Partnern gewesen ist. Das gilt nicht nur in jungen Jahren. Auch noch 30 Jahre nach ihrer Menopause legt sie großen Wert darauf, dass sie in ihrem privaten Leben durchaus sexy sein kann, freilich mit gewissen kleinen Hilfsmittelchen („Superé la menopausia hace tres décadas y todavía puedo ser sexy en privado,mediante ciertas estratégias, claro está“). In diesem Kontext weist sie darauf hin, dass sich die Altersgrenzen deutlich verschoben haben. In früheren Generationen rechnete man das Erwachsenenalter ab dem 20.Lebensjahr, die Reifejahre begannen mit 40 und das Alter mit 50 („Antes se alcanzaba la edad adulta a los veinte, la madurez a los cuarenta y la vejez empezaba a los cinquenta“). Heute hingegen ziehe sich die Adoleszenz teilweise bis zum 30. oder 40.Lebensjahr, Reife beginne mit 60 und das Alter mit 80. Das führe einerseits zu Problemen, die man früher kaum gekannt habe- Demenz und Hinfälligkeit- andererseits biete diese Verschiebung ganz neue Chancen, das Alter selbstbestimmt und in jeder Hinsicht erfüllt zu genießen. Gewagt scheint indes die Parallele, die sie bei Männern zur weiblichen Eitelkeit (ein Mythos ihrer Meinung nach) sieht: Man schaue nur auf das Gehabe von männlichen Uniformträgern oder Autofahrern, um Frauen zu beeindrucken und Neid bei anderen Männern hervorzurufen („los extremos a que llegan para impresionar a las mujeres y provocar envidia en los otros varones“). Doch Männer wollen mit martialischem Gehampel und aufgeblasenen Backen weniger Frauen betören als vielmehr ihren Status anderen Männern gegenüber klarstellen.

Der moderne Fitnesswahn ist nichts für sie
Mit viel Humor erzählt sie von ihrer Einstellung zum heutigen Körperkult, dem Frauen sich in viel höherem Maße ausgesetzt sehen als Männer. Sie hält ihren Bewegungsdrang für ausreichend gestillt, wenn sie ihre Hündchen zur nächsten Cafeteria ausführt, um einen leckeren Cappuccino zu trinken („Me mantengo en forma paseando a las perras hasta la cafetería más cercana para tomar mi capuchino“). Ganz nostalgisch ums Herz wird ihr, denkt sie an ihre Eltern, die fast 100 wurden, ohne dass sie in Krafträumen schwitzten und sich Diäten auferlegten. („Mis padres vivieron un siglo sanos y nunca los vi sudar en un gimasio o restringirse en la comida“). Sie genossen ihren Wein am Mittag und den Cocktail am Abend. Sie verzehrten Sahne, Butter, rotes Fleisch, Eier, Desserts und alle Arten der heute verbotenen Kohlehydrate, aber alles in Maßen. Stets hielten sie ihr Gewicht und nie in ihrem Leben hatten sie das Wort „Cholesterin“ gehört („no engordaban y no habían oído hablar del colesterol“).

Was bedeutet Frausein im Alter? Diese Frage, die entsprechend auch für Männer gilt, nimmt einen nicht unbedeutenden Platz in Isabels Reflexionen ein. Eine Feministin aus Lateinamerika ist anders sozialisiert als hierzulande. Isabel Allende hat das Gefühl, dass während ihr Körper abbaut, sich ihr Geist verjüngt und sie milder geworden ist in ihrem Urteil und nicht mehr so temperamentvoll. Ihre Schwächen werden deutlicher, aber auch ihre Stärken („Mientras el cuerpo se me deteriora, mi alma se rejuvenece. Supongo que mis defectos y virtudes son más visibles“). Auf keinen Fall möchte sie resignieren, weil die Zipperlein der späten Jahre langsam hier und dort unangenehm zwicken und zwacken. Während Julia Child, die erste große Fernsehköchin in den USA, ihr langes Leben auf Steaks und Gin zurückführt, sind Isabels „Exzesse“ von anderer Qualität, und genauso wenig wie Julia möchte sie diese einschränken. Dabei hilft ihr eine Maxime ihrer Mutter, die da lautet, das einzige, was man im Alter bereue, seien die Sünden, die man nicht begangen und die Dinge, die man nicht gekauft habe („Mi madre decía que de lo único que uno se arrepiente en la vejez es de los pecados que no cometió y las cosas que no compró“).
Dem ist nichts hinzuzufügen…

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca.

Buchtipp: Helga Schubert, Vom Aufstehen

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

Buchtipp: Romain Gary, Frühes Versprechen. La promesse de l’aube.

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

Buchtipp: Margaret Mazzantini,Geh nicht fort

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía

Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

Teile deine Gedanken

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. erforderliche Felder sind markiert

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Gavino Ledda kann auf eine wahrlich außergewöhnlichen Lebensgeschichte zurückblicken. Als Analphabet völlig bildungsfern als Hirte in den Bergen Sardiniens aufgewachsen, lernte er erst während seiner Militärzeit korrekt Italienisch sowie Lesen und Schreiben. Es war ein Glücksfall, das einer seiner Kameraden der spätere Schriftsteller Franco Manescalchi war, der ihn nach Kräften unterstützte, so dass er an

Weiterlesen

Irgard Keun in den 1920er Jahren Das kunstseidene Mädchen spielt in den letzten Jahren der Weimarer Republik und erfreut sich heute als Schlüsselroman jener Zeit besonderer Wertschätzung. Die 1905 geborene Irmgard Keun verbrachte ihre Kindheit zunächst in Berlin. Innerhalb der Stadt zog die Familie mehrfach um, bis sie 1913 nach Köln übersiedelte. Keun besuchte zunächst

Weiterlesen

Elizabeth von Arnim (31. August 1866 – 9. Februar 1941), wurde als Mary Annette Beauchamp in Australien in sehr wohlhabenden Verhältnissen geboren und heiratete einen deutschen Aristokraten, und ihre frühesten Werke spielen in Deutschland. Das Paar lebte zunächst in Berlin, dann auf dem pommerschen Landsitz Nassenheide, dem alten Rittergut der Familie von Arnim. Ihre erste

Weiterlesen

Hans Henny Jahnn (Quelle: wikipedia) Am 2. Dezember 1959 wurde der Schriftsteller Hans Henny Jahnn zu Grabe getragen, und fast klang das Poltern seines überschweren Sarges wie in einer seiner nie ganz geheuren Geschichten. Als jüngster Sohn eines Schiffszimmermanns wurde er am 17. Dezember 1894 in Stellingen bei Hamburg geboren. Als Jahnn das Abitur ablegt,

Weiterlesen

Italo Svevo (1861-1928. Bildquelle: Wikipedia) Zu den Schlüsselromanen der Moderne gehört der hierzulande eher wenig bekannte Titel „Das Gewissen des Zeno“ des Italieners Italo Svevo. Der Name ist ein Pseudonym, das sich Aron Hector Schmitz, genannt Ettore Schmitz, zugelegt hat, um die vielfältigen Wurzeln seiner Herkunft zu betonen, denn er vereinte in sich die italienische,

Weiterlesen

Ramón J. Sender (Quelle: Wikipedia) Ramón J. Sender (1901-1982) war und ist in der spanischsprachigen Welt eine Instanz. Er gehört auch heute noch zu den meistgelesenen Autoren, der ein umfangreiches erzählerisches Werk schuf und gilt als der bedeutendste Vertreter des spanischen Nachkriegszeit. Aus wohlhabender Familie stammend, sympathisierte er schon früh mit anarchistischen Ideen, die in

Weiterlesen