Domenico Starnones Ehe- und Familienroman „Auf immer verbunden“ aus dem Jahr 2014 trägt in der italienischen Ausgabe den knappen
Titel Lacci (Schnürsenkel) und nimmt damit schon im Titel das Leitmotivs dieses kurzen Romans (132 Seiten im Original) auf.
Domenico Starnone zählt nicht nur zu den italienischen Erfolgsautoren auch im Ausland, ihm sagte man in Italien lange Zeit nach, der heimliche Verfasser der Romane von Elena Ferrante zu sein, der großen Unbekannten. Inzwischen wird die Übersetzerin Anita Raja für diese Rolle heiß gehandelt, und mit ihr ist Starnone zufälligerweise verheiratet. Noch immer ist rätselhaft, wer sich nun hinter dem weltberühmten Pseudonym verbirgt. Als Starnone von der italienischen Presse auf die stilistische und inhaltliche Nähe zu Ferrante angesprochen wurde, antwortete er nur knapp, die Dame sei ihm nicht bekannt. Und eigentlich ist dies auch zweitrangig. Interessant hingegen ist, dass dieser Roman auf den ersten Blick wie eine Ergänzung zu einem Buch Ferrantes wirkt: I giorni dell`abbandono („Tage des Verlassenwerdens“) aus dem Jahre 2002.

Domenico Starnone und Elena Ferrante
Auch hier wird von einer Frau und Mutter zweier kleiner Kinder erzählt, die fast durchdreht, weil ihr Mann sie für eine Jüngere verlässt. Wie bei Starnone stammt auch sie aus Neapel, neigt ebenfalls zu Gefühlswallungen (wem wollte man diese in solch einer Lage nicht nachsehen?) und schreibt Briefe an ihren abwesenden Mann. Doch hiermit erschöpfen sich Parallelen weitgehend. Während Ferrantes Roman eine verunsicherte Frau beschreibt, die ihren Alltag erst mühevoll organisieren lernt, erscheint Vanda in Starnones Erzählung von Anfang an als willensstark und entschlossen. So warnt sie ihren Mann davor, sie zu unterschätzen und zu vergessen, dass er für alles bezahlen werde („Non mi fa perdere la pazienza, Aldo, sta‘ attento. Se mi ci metto, ti la faccio pagare.“) Und ganz anders als bei Ferrante kommt auch der Ehemann zu Wort, der die Geschichte aus seiner Perspektive darstellt.

Im Stich gelassen
Der Beginn der Handlung besteht aus einer Reihe von bösen Briefen, die die verlassene Vanda an ihren Mann schreibt, der sich mit einer anderen, jüngeren Frau nun Tisch und Bett teilt. Das Bild, das der Leser von Aldo erhält, lässt diesen als einen egoistischen Lebemann erscheinen, der seine eigenen Kinder offenbar vergessen hat. Tatsächlich stehen die Schnürsenkel für sehr viel mehr als nur das Schuhebinden. Verwoben in einer vertrackten Gemengelage sehen sich die vier Protagonisten dieses Ehe- und Familiendramas als wechselseitige Gefangene und Kerkermeister. Der deutsche Titel klingt deshalb auch nur auf den ersten Blick nach seichter Belletristik. „Auf immer verbunden“ kann nämlich auch wie eine Drohung klingen. Hier entkommt keiner seinem Schicksal, sosehr er es auch versucht. Wie es scheint, hat Aldo den bequemen Weg gewählt: die Erziehung der Kinder überlässt er seiner Frau, die ihn daran erinnert, dass diese ein Recht auf Eltern haben, die sich um sie kümmern, Tag und Nacht, die mit ihnen frühstücken, sie zur Schule bringen und dort auch wieder abholen („Hanno il diritto di avere genitori che si occupino di loro durante il giorno e durante la notte, un padre e una madre con cui fare colazione la mattina, che li accompagnino a scuola e poi li vadano a prendere all’uscita“).

Kinder der Nachkriegszeit
Vergessen sind die Anfangsjahre, in denen die entschlossene Vanda dem schüchternen Also zur Seite stand, bis er langsam als Fernsehmoderator Bekanntheit erlangt und es der Familie finanziell besser geht. Als sie heiraten, ist Aldo gerade einmal 20 Jahre alt, Vanda 22. Bald danach kommt Sohn Sandro zur Welt, Tochter Anna folgt vier Jahre später. In ihren Briefen erinnert Vanda ihren Mann daran, dass seine Kinder 13 und 9 Jahre alt sind, nur für den Fall, dass er es vergessen haben sollte („Ti ricordo, nel caso che tu ne fossi dimenticato, che Sandro ha tredici anni e Anna nove“). Unbeholfen unternimmt Aldo Versuche, sich der Kinder in den Ferien anzunehmen. Doch zu viel Engagement von seiner Seite ist Vanda auch nicht recht, vermutet sie schnell seinen Versuch, ihr die Kinder entfremden zu wollen. In einer Schlüsselszene sitzt er mit seinen Kindern in einem Lokal, als Sandro ihn bittet, ihm noch einmal seine bestimmte Bindetechnik für die Schuhe zu erklären, die einzigartig ist. Diese ungewollte Rückblende in Zeiten naiven Familienglücks lässt Aldo in Tränen ausbrechen: die Schnüre („Lacci“), die sie alle umschlingen, sind fester als geglaubt.

Die Macht der Gefühle
Sie sind zugleich Sinnbild jener familiären Fesseln, denen Aldo, und nicht nur er, zu entkommen sucht. Gleichzeitig leidet er unter seinem Handeln und den Folgen für die ganze Familie. Aldo ist hin- und hergerissen zwischen dem Netz familiärer Bindungen und dem reinen Glück, das er bei der jungen Lidia gefunden zu haben glaubt. Wohlgemerkt: wir sind in den siebziger Jahren. Vanda ist Jahrgang 1940, Aldo zwei Jahre jünger. Jetzt ist Aldo gerade einmal Mitte 30, seine Geliebte Anfang 20. Ein Dilemma zwischen Bleiben und Gehen. Der Ehemann erweist sich als zerbrechlich, unsicher, entkräftet und unfähig, seiner Rolle als Ehemann und Vater gerecht zu werden. Als Aldo Lidia kennenlernt, stellt er alles in Frage, woran er immer geglaubt hat: Ehe und Vaterschaft kommen ihm wie ein Gefängnis vor. Aldo flieht, löst die Fesseln, die Schnürsenkel, eines Lebens, das ihm nicht mehr zu gehören scheint, leugnet seine Verantwortung und beschließt, nicht der Mann zu sein, der er mit einer Frau und zwei Kindern in bürgerlicher Normalität leben kann.

Ein Zeitsprung durch die Jahrzehnte
Da plötzlich wechselt die Perspektive: 40 Jahre sind vergangen, zu unserer Überraschung scheinen Vanda und Aldo eine harmonische Ehe zu führen, lieben ihre Katze „Labes“ („la bestia“) und fahren zusammen in Urlaub. Während Vanda am Anfang die Sympathien des Lesers auf ihrer Seite hatte, als die Frau, die sich gegen den egoistischen Aldo und seine kleine Hure mit allen Mitteln zur Wehr setzte, wächst das Verständnis für Also, den gutmütigen Sack, der von seiner Frau den lieben langen Tag geschurigelt wird. Nichts kann er ihr recht machen, wird als schwach und unfähig kritisiert- und wehrt sich nicht. Geduldig lässt er alles über sich ergehen. Vanda ist eine energiegeladene sechsundsiebzigjährige Dame, Aldo ein scheinbar wenig enthusiastischer, schlapper, vierundsiebzigjähriger Herr. Sie habe sein Leben immer für alle offen sichtbar organisiert, so räsoniert er, und er habe ihre Anweisungen immer befolgt, ohne zu protestieren. („Lei mi organizza la vita da sempre senza nasconderlo, io da sempre seguo le sue instruzioni senza protestare“). Offenbar hat sich Aldo in sein Schicksal ergeben, nachdem die Eskapade mit Lidia nach Jahren zu Ende ging. Der erfolgreiche Fernsehautor Aldo ist also seit langer Zeit bei seiner Familie zurück, fühlt sich für diese Entscheidung aber nicht gewürdigt. Dabei hatte ihn in Wahrheit seine Freundin mit sanftem Druck zum Gehen ermuntert, weil auch sie das ständige Hin- und Her nicht mehr ertragen konnte und erkannte, dass ein Leben mit Aldo bedeutet hätte, gleichfalls in die „Lacci“, die Schnürsenkel, verstrickt zu werden. Obwohl vordergründig Frieden herrscht, kommt Vanda kommt über den Fehltritt ihres Mannes nie hinweg und rächt sich nach seiner Rückkehr auf ihre eigene Weise.


In dieser Familie sind alle traumatisiert

Auch die Kinder sind von ihren Erfahrungen beschädigt und alles andere als souverän. Sandro hat vier Kinder von verschiedenen Frauen, die auf sein gutes Aussehen und seinen Charme hereingefallen sind. Seine Schwester Anna wiederum ist eine Getriebene ihrer chronischen Geldnot und fliegt von einer tragischen Beziehung zur nächsten. Eigenen Kinder lehnte sie ab, was nach dieser Familienkonstellation nicht weiter erstaunt und beneidet den Bruder, der mittlerweile die Fünfzig überschritten hat, um seine erotische Ausstrahlung. Es sind geschönte Erinnerungen, hasserfüllte Projektionen und falsche Unterstellungen, die in dieser Familie auf fatale Weise zusammenkommen. Den verhängnisvollen Knoten kann niemand entwirren. Alle hier sind in gewisser Weise Täter, aber jeder sieht sich als Opfer: Vater, Mutter, Tochter, Sohn. Niemand wird vom Autor wirklich sympathisch dargestellt, denn es wird zu viel gelogen und für sich selbst schöngeredet. Und die meisten Gespräche kreisen um Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen. In ihrer Opferrolle glauben alle, das Recht auf ihrer Seite zu haben.

Lidia ist noch immer präsent
Erzählt wird dieser Kurzroman in drei Teilen mit mehreren Zeitebenen und Perspektivwechseln. Und mit jeder neuen Facette verändert sich das Bild dieser Familienaufstellung. Während der erste Teil Vanda gewidmet ist, bekommt im zweiten Teil auch Aldo eine Stimme. Im dritten Teil stehen die Kinder im Mittelpunkt. Zuvor aber hat sich etwas Dramatisches ereignet: während des Urlaubs wurde in die elterliche Wohnung eingebrochen und die Zimmer verwüstet, und das Schlimmste für Vanda: die Katze ist verschwunden, die von den Kindern während der Zeit versorgt worden ist. In dem Durcheinander versucht Aldo Ordnung zu schaffen, indem er zerschlagenes Porzellan und zerstreuten Kleinkram aussortiert. Wie auf einer Zeitreise fallen ihm plötzlich Vandas Briefe in die Hände, deren Existenz er längt vergessen hatte. Nun aber stehen die Ereignisse von vor 40 Jahren wieder in aller Lebendigkeit vor ihm. Da durchzuckt ihn ein anderer, schrecklicher Gedanke: wo sind seine Fotos von Lidia, die er all die Jahre in einem großen Würfel versteckt hatte, der sich mit einem geheimen Schloss öffnen lässt? Er findet ihn leer, die Fotos verschwunden. Seine große Sorge ist nun, dass Vanda die Bilder in die Finger bekommt, denn ihr wäre sofort klar, dass Aldo seit Jahrzehnten in seinen Gedanken nicht bei ihr, sondern stets bei der anderen war. Er hat sich körperlich von Lidia entfernt, aber nicht seelisch. Der Kontakt ist nie abgerissen. 10 Jahre nach ihrer Affäre hat Lidia einen bekannten Schriftsteller geheiratet, mit dem sie drei Söhne hat. Offensichtlich sind glückliche Ehen möglich, ihre Söhne sind nun erwachsen und haben Karriere im Ausland gemacht („È un matrimonio riuscito. Ha tre figli maschi, tutti grandi ormai, tutti che lavorano all’estero molto ben remunerati, in settori di relievo“). Aldo indes stolpert an Vandas Seite durch sein Leben, lässt sich von ihr lenken und leiten und empfindet es daher als Glück und Trost, das zumindest Lidia ein erfülltes Leben gefunden hat („Sono contento per lei, è bello che abbia avuto un’esistenza felice“).

Gespräche zwischen den Geschwistern
Während der Abwesenheit der Eltern kümmern sich Sandro und Anna um die Wohnung und kehren in ihren Gedanken immer wieder in die Kindheit zurück, in die traumatische Erfahrung des Verlassenwerdens durch den Vater und Sandros Erinnerung an die Schnürsenkel, in die alle verstrickt waren und sind. Die einzigen Schnüre, die ihre Eltern verbänden, seien das Leid, das sie einander ihr Leben lang zufügten, so lautet hingegen Annas ungeschönte Analyse. Die Fotos, die Aldo später so verzweifelt sucht, hat Sandro vor Jahrzehnten schon in ihrem Versteck aufgestöbert. Auch den Kindern ist klar: Nie hat sich ihr Vater wirklich von Lidia getrennt, in seinem Inneren trägt er sie all die Jahre bei sich, hier, in seiner häuslichen Gemeinschaft mit Vanda. Schließlich erfährt man, wer die Wohnung tatsächlich verwüstet hat- eine Überraschung, die keine ist…

Vertrackte Strukturen einfach erzählt

Dieser kurze Roman des neapolitanischen Autors ist sehr intensiv. Es ist auch im Original nicht allzu schwer zu lesen- auch dies etwas, was er mit Elena Ferrantes Erzählstil einer flüssigen Umgangssprache gemeinsam hat. Man kann darin Gefühle und Stimmungen wiederfinden, die man erlebt hat oder die zumindest für jemanden verständlich sind, der seit vielen Jahren in einer festen Beziehung lebt. Das Paar wird von einem Autor beleuchtet, der es meisterlich versteht, die Schwächen der beiden auf sublime Weise zu analysieren, und der Leser ertappt sich dabei, wie er Aldo einmal für seine Eskapaden verurteilt, dann aber auch wieder Verständnis für ihn aufbringt, während der ehrfürchtige Respekt für Vanda und ihrer Lebensleistung zuweilen von einem tiefen Schauder abgelöst wird, der einen angesichts dieser herrschsüchtigen Frau packt. Komplexität unter dem Deckmantel der Einfachheit, kein Aspekt entgeht Starnone, kein Gesichtspunkt fehlt in der Analyse des Familiendramas, auch nicht die seelischen Verletzungen der Kinder, Schattenfiguren in diesem Alptraum und die wahrlich Leidtragenden in dieser Tragödie.

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

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Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca.

Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

Buchtipp: Margaret Mazzantini,Geh nicht fort

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau


https://begeistert60plus.de/elena-ferrante-die-geniale-freundin/

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen


https://begeistert60plus.de/der-gaulschreck-im-rosennetz/

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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