Erich Mühsam (Zeichnung von Anakreon)

Heute jährt sich zum 90sten Mal ein Jahrestag, auf den man gerne verzichten möchte: der gewaltsame Tod von Erich Mühsam im KZ Oranienburg am 10. Juli 1934. Es geschah in einer Zeit, in der das Schreckensregime der Nazis zwar schon fest etabliert, aber doch noch auf seinen internationalen Ruf bedacht war und noch nicht wahllos Regimegegner totknüppeln ließ, zumal zwei Jahre später die Olympischen Spiele von Berlin eine Bühne bringen sollten, auf der man sich als moderner Staat zu präsentieren trachtete, in dem Ordnung und Sicherheit herrschten.
Als der Tod Mühsams (als Selbstmord deklariert) bekannt wurde, war die Reaktion im Ausland ein fassungsloses Entsetzen angesichts der Brutalität der neuen Machthaber. Erich Mühsam (1878-1934) stand als Anarchist für das Ideal einer freien, herrschaftslosen Gesellschaft und somit gleichermaßen zwischen der Intoleranz von Links und Rechts, zwischen Kommunisten und Nazis, unbeliebt bei den einen, gehasst von den anderen.
Deutsche Schriftsteller riefen im französischen Exil zu einer Gedenkfeier auf. Anna Seghers und Egon Erwin Kisch waren unter den Rednern. Ohnmächtige Protestbriefe deutscher und ausländischer Schriftsteller wurden verlesen, und George Grosz setzte dem Dichter mit einer Reihe von Zeichnungen ein Denkmal.

Ein unermüdlicher Schriftsteller
Mühsam gehörte nicht zufällig zu den frühen Opfern des Hitler-Regimes: als linksintellektueller Jude trat er 1919 kurzzeitig der KPD bei, die er jedoch 1920 bereits wieder verließ. Für seine maßbegliche Rolle in der Münchner Räterepublik wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt, von denen er fünf absaß. Noch aus dem Gefängnis in der Festung Ansbach heraus trat er für die Verständigung und ein einen Pakt zwischen Anarchisten und Kommunisten ein und hieß die russische Revolution gut. Mit der KPD kam es bald darauf zum Zerwürfnis, in der Folge wurde seine 1925 geplante Reise in die Sowjetunion von der KPD-Führung sabotiert.
Schon früh trat er auch literarisch in Erscheinung. In Lübeck wurde er 1896 nach Veröffentlichung eines kritischen Artikels über den Schuldirektor »wegen sozialistischer Umtriebe« des Gymnasiums verwiesen. Im mecklenburgischen Parchim setzte er die Schule fort und begann wenig später eine Apothekerlehre.
Mit 22 Jahren kehrte er in seine Geburtsstadt Berlin zurück und wurde dort als Redakteur der Zeitschrift »Der arme Teufel« unter Polizeiaufsicht gestellt. 1905 arbeitete er in der Redaktion des „Weckruf“. Zu dieser Zeit war er auch Mitglied des Friedrichshagener Kreises, einem Bund von naturalistisch orientierten Dichtern, die sich in Berlin trafen. Er pflegte intensive Freundschaften, u.a. mit Gustav Landauer. Zwischen 1904 und 1908 reiste er durch Europa und lebte in Städten wie Zürich, Ascona, München, Wien und Paris.

Die Münchner Bohème
Ab 1909 war München sein Wohnsitz, wo sich schon um die Jahrhundertwende eine blühende antibürgerliche Bohème zusammengefunden hatte, unter anderem geprägt von Karl Wolfskehl und Stefan George und einer Künstlerszene mit Alfred Kubin, Paul Klee, Wassily Kandinsky oder Franziska zu Reventlow, der „Skandalgräfin“, um nur einige wenige zu nennen. Im selben Jahr gründete Erich Mühsam dort die Gruppe „Tat“, die sich an Landauers Sozialistischem Bund orientierte. In erster Linie versuchte er hier seinem anarchistischen Bohème-Konzept folgend das „Lumpenproletariat“, „die Ausgestoßenen der Gesellschaft“, zu erreichen und zu politisch Handelnden zu bilden. Die erste offizielle Versammlung fand am 19. Mai 1909 im Wirtshaus Gambrinus statt. Die Polizei ging entschlossen gegen die Gruppe vor, bespitzelt die Zusammenkünfte und führte Hausdurchsuchungen bei den Mitgliedern durch. Die Verwirklichung des Anarchismus indes, der sich die Gruppe verschrieben hatte, erwies sich als schwieriges Unterfangen für Intellektuelle, die zwar von hehren Idealen beseelt, mit praktischen wirtschaftlichen Fragen hoffnungslos überfordert waren. Mühsam wurde aufgrund dieser Aktivitäten 1910 wegen des Verdachts der Verschwörung verhaftet, jedoch freigesprochen. Allerdings stieß er aufgrund des Presseboykotts gegen ihn und sein Werk auf Schwierigkeiten. Mühsam entwickelte sich zu einer zentralen Figur in der Schwabinger Bohème und freundete sich u.a. mit Heinrich Mann, Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger an. Literarisch tat er sich in dieser Zeit vor allem in Beiträgen für satirische Zeitschriften wie den Simplicissimus und für das lokale Kabarett hervor.

Ein überzeugter Kriegsgegner
1915 wurde Mühsam wegen Kriegsdienstverweigerung zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt. In dieser Zeit versuchte er, einen internationalen Verband von Kriegsdienstverweigerern zu organisieren, so unterstützte er von 1916 bis 1918 maßgeblich die Durchführung mehrerer Proteste und Streiks gegen den Krieg. 1915 heiratete er Kreszentia Elfinger, die später als Zenzl Mühsam bekannt wurde. Es gelang ihr, den Nachlass ihres Mannes vor dem Zugriff durch die Nationalsozialisten zu bewahren. Am Tag seiner Beerdigung reiste sie in die Tschechoslowakei und ein Jahr später weiter in die Sowjetunion, wo sie am eigenen Leib erfuhr, was Freiheit im Paradies der Werktätigen bedeutete: Sie kam in den Gulag und wurde erst nach dem Tod Stalins in die DDR abgeschoben, wo sie 1962 verstarb.
Von 1911 bis 1919, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, gab er das anarchistische Blatt Kain heraus, eine Zeitschrift für Menschlichkeit, von 1926 bis 1931 folgte Fanal, die Anarchistische Monatsschrift. Obwohl sie als Organ der Anarchistischen Vereinigung auftrat, wurde sie von Mühsam fast vollständig allein gestaltet, wobei der junge Herbert Wehner eine Zeitlang als Mitarbeiter tätig war.
Bereits in der Münchner Räterepublik beschimpfte ihn die extreme Rechte als »Novemberverbrecher«. Seit langem war er als Gegner des Nationalsozialismus bekannt und rief bis zuletzt zum Kampf gegen den Faschismus auf.

Nach der Machtergreifung der Nazis
Als die Nationalsozialisten die Macht an sich gerissen hatten, spottete Mühsam immer noch über Hitler. Er machte sich gleichwohl keine Illusionen über seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus. Doch an Aufgeben dachte er nie. Am 28. Februar wollte er nach Prag reisen, wo sich eine ganze Reihe deutscher Exilanten der ersten Stunde zusammengefunden hatte, um von dort den Widerstand fortzusetzen. Alles war vorbereitet, die Koffer gepackt. Aber in dieser letzten Nacht, die er in Berlin verbrachte, brannte der Reichstag. Gegen fünf Uhr früh wurde er verhaftet, denn er stand ganz oben auf der Liste derer, die mithilfe des inszenierten Anschlags ausgeschaltet werden sollten. Klaus Mann schrieb in seinem Buch „Der Wendepunkt“ (zuerst 1942 auf Englisch unter dem Titel „The Turning Point“ in den USA erschienen) über jenen Tag, der ihm nicht mehr aus dem Gedächtnis gehen sollte: „Wir tanzten im Regina-Palast-Hotel, während in der Hauptstadt das Reichstagsgebäude in Flammen stand. Wir tanzten im Hotel Vier Jahreszeiten, während die Brandstifter Unschuldige des Verbrechens bezichtigten, das sie begangen hatten. Das war am 28. Februar – Faschingsdienstag –, und tags darauf war Aschermittwoch. Als der Anarchist Erich Mühsam, der Pazifist Carl von Ossietzky und der Kommunist Ernst Thälmann von der Gestapo verhaftet wurden, kehrte man in München Luftschlangen und Konfetti von den Straßen. Man war verkatert. Der Fasching war vorüber.“

Das literarische Vermächtnis
Was Erich Mühsam bevorstand, war ein 17 Monate andauerndes Martyrium mit schweren Misshandlungen in Gefängnissen und Konzentrationslagern, bis er schließlich im KZ Oranienburg ermordet wurde.
Mühsam wurde am 16. Juli 1934 auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem beigesetzt. »Wollt ihr denen Gutes tun, die der Tod getroffen«, schrieb er in einem seiner Gedichte über das Ende des Lebens, »Menschen, lasst die Toten ruhn und erfüllt ihr Hoffen.« Das Grab des Anarchisten ist heute ein Ehrengrab des Landes Berlin.
Als Kämpfer für die »Unterdrückten, Leidenden, Enterbten« wurde er von seinen Mitstreitern beschrieben, als »der typische fortschrittliche jüdische Intellektuelle«, als »Repräsentant des modernen Kulturmenschen«, als Feind kleinbürgerlicher Enge, humorvoll, aber in seinen Anliegen von schneidender Schärfe und als Anwalt der Menschlichkeit voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft, wie in diesem Gedicht:
Sei’s in Jahren, sei’s schon morgen,
dass das Glück sich wende,
einmal nehmen Leid und Sorgen
sicherlich ein Ende.
Mensch, vertraue deinem Wollen,
wirk es aus zu Taten!
Ströme fließen, Wolken rollen,
Frucht entkeimt den Saaten.
Über Nöten und Gefahren
wird die Freude thronen.
Sei’s schon morgen, sei’s in Jahren
oder in Äonen.

Kein Freund der Kirche(n)
Nicht verwunderlich ist es, dass Erich Mühsam wenig Sympathien für Religionen (die seiner Vorfahren eingeschlossen) und ihre Vertreter aufbrachte. In einer Zeit, als Übergriffe von Geistlichen meist rasch unter den Teppich gekehrt wurden, scheute er sich nicht, Klartext zu sprechen:
Wieder zieh man einen Pfaffen
mangelhafter Sittlichkeit.
Denn er machte sich zu schaffen
mit der jungen Weiblichkeit.

Ja, es ist das Los der Frommen,
daß im Dienst der Liebe meist
sie vom rechten Wege kommen,
den ihr Amt sie wandeln heißt.

Liebe, sagen sie, sei Tugend –
doch sei Lieb auch Unmoral –
und liebt einer dann die Jugend,
gibt es vor Gericht Skandal.

Schwer fürwahr ist zu entwirren
dieses Zwiespalts Labyrinth;
und wenn schon die Hirten irren,
bleibt die Herde vollends blind.

Seltsam! Doch lehrt die Erfahrung,
daß das Volk es stets erkennt
ohne Pfaffenoffenbarung
wann man Liebe – Liebe nennt.

Die Lust am Spiel mit der Sprache
Mühsam ist heute vor allem durch seine politische Lyrik bekannt. Seine andere Seite, die Lust am Spiel mit der Sprache und sein Sinn für den skurrilen Wortwitz, kennt man kaum mehr, obwohl sich diese Gedichte durchaus mit seinen bekannten Stücken wie den „Revoluzzer, im Zivilstand Lampenputzer“ messen lassen. So schrieb er Schüttelreime wie
Wer dichten will, der täte gut,
er macht‘ es so, wie Goethe tut!
Auch wenn er durchaus ernsthafte Liebesgedichte schrieb, sah er oft das Tragikomische in Liebesbeziehungen und goss es in Verse so wie hier:
Es stand ein Mann am Siegestor,
der an ein Weib sein Herz verlor.
Schaut sich nach ihr die Augen aus,
in Händen einen Blumenstrauß.
Zwar ist dies nichts Besunderes.
Ich aber, ¬ ich bewunder es.
Geradezu von einer seherischen Schau zukünftiger Ereignisse und den Untergang ist das Gedicht „Die Ahnung“, dessen grandioses Sprachspiel mit dem Begriff „nichts Böses ahnen“ beim Leser zwar anfangs große Heiterkeit auslöst, bei mehrmaliger Lektüre indes ein ungutes Gefühl zurücklässt:
Die Ahnung
Ich trank meinen Morgenkaffee und ahnte nichts Böses.
Es klingelte. Ich ahnte noch immer nichts Böses.
Der Briefträger brachte mir ein Schreiben.
Nichts Böses ahnend, öffnete ich es.
Es stand nichts Böses darin.
Ha! rief ich aus. Meine Ahnung hat mich nicht betrogen.

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Buchtipp: Epiktet, Das Handbüchlein der Moral

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Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

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Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit.The Invention of Solitude

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Über den Autor ANAKREON

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