Joseph Roth, 1926. (Quelle: wikipedia)

Zuweilen ist das Leben selbst wie ein Roman. Joseph Roth wurde am 2. September 1894 im Schtetl Brody geboren, das damals zu Galizien in Österreich-Ungarn gehörte und heute zur Westukraine. Beide Eltern kamen aus jüdischen Familien. Joseph verlor seinen Vater allerdings schon kurz nach seiner Geburt, als dieser unerwartet in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde. Der frühe Vaterverlust und in höherer Ebene der Niedergang des Vaterlandes, nämlich der österreichischen Monarchie, zieht sich als Leitmotiv durch sein Werk.

Kindheit und Jugend in Brody
Roth berief sich oft auf eine von Armut und Dürftigkeit geprägten Kindheit und Jugend. In Wahrheit erfuhren er und seine Mutter viel Unterstützung durch deren Brüder, die allesamt erfolgreiche Kaufleute waren. Die Mutter lebte zurückgezogen und versorgte den Haushalt des Großvaters bis zu dessen Tod im Jahre 1907. Sie ging auf in der Erziehung des Sohnes, der abgeschlossen und behütet aufwuchs, Musikunterricht erhielt und von der Mutter gefördert, aber von Gleichaltrigen ferngehalten wurde. Als herausragender Schüler und einziger Jude seines Jahrgangs legte er 1913 die Matura sub auspiciis Imperatoris ab. Unterrichtsprache war Deutsch, daneben auch Polnisch, das er fließend sprach. Allerdings lehnte er den polnischen Nationalismus bald ab und übertrug diese Aversion auch auf die Sprache. Dennoch schrieb er Gedichte auf Polnisch. Gleichwohl blieb er dem deutschen Bildungsideal verpflichtet. Die deutsche Kultur in Osteuropa und speziell in Galizien wurde vom jüdischen Bildungsbürgertum getragen und ging mit der Nazibarbarei unwiederbringlich unter. Auf seine Mitschüler wirkte er teils zurückhaltend, teils arrogant, ein Eindruck, den er auch später bei seinen Kommilitonen an der Wiener Universität hinterließ. Nach eigener Einschätzung war er „voll stiller Bosheit und gefüllt mit Gift, bescheiden aus Hochmut, erbittert gegen die Reichen, aber ohne Solidarität mit den Armen. Sie erschienen mir dumm und ungeschickt.“

Studium in Lemberg und Wien
Nach erstem Studienaufenthalt in Lemberg, das immer stärker von Volkskonflikten geprägt war (vor allem zwischen Polen und Weißrussen) ging Roth 1914 nach Wien, zumal Deutsch als Unterrichtssprache in Galizien deutlich an Bedeutung verloren hatte. Mit über 100.000 jüdischen Einwohnern war Wien die größte jüdische Gemeinde Mitteleuropas und das literarische Wien war ohne deren Beitrag nicht vorstellbar. Kurz nach Kriegsausbruch kam auch seine Mutter in die Donaumetropole. Sie lebten in schwierigen Verhältnissen, da auch die Zuwendungen der Familie kriegsbedingt nicht mehr flossen wie früher. Bald besserte sich die materielle Situation. Stipendien und Hauslehrerstellen erlaubten Roth die Anschaffung guter Anzüge. Mit Anzug, Stock und Monokel verkörperte er der Typus des Wiener „Gigerls“.

Erster Weltkrieg
Am 31. Mai 1916 meldete sich Roth, der zunächst pazifistisch eingestellt war, dann aber zum glühenden Verehrer der Monarchie wandelte, zum Militär. In die Zeit seiner Ausbildung fiel der Tod von Kaiser Franz Joseph I. am 21. November 1916. Der Tod des 86-jährigen Kaisers wird zu einem zentralen Symbol für den Untergang des Habsburgerreiches und den Verlust von Heimat und Vaterland in Roths Werken, unter anderem in den Romanen Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft. Roth begreift seine eigene Wanderschaft der nächsten Jahre als Suche nach dem verlorenen Vaterland. Von 1917 bis zum Kriegsende war er dem militärischen Pressedienst im Raum Lemberg zugeteilt. Im selben Jahr bereits fiel Freunden sein Hang zu starken Getränken auf, der sich im Laufe der Zeit zur notorischen Trunksucht auswuchs. Nach Kriegsende musste Joseph Roth sein Studium abbrechen und sich um seinen Broterwerb kümmern. Auf Besuch in Brody geriet er in die Scharmützel zwischen polnischen, tschechoslowakischen und ukrainischen Freischärlern und konnte sich nur mit Mühe zurück nach Wien durchschlagen.

Journalist in Wien und Berlin
Preußen war für Roth der Inbegriff der Kulturlosigkeit und der plebejischen Technokratie. Aus seiner Abneigung wurde ein regelrechter Hass, den er auch auf den Protestantismus übertrug. „Diese Stadt liegt außerhalb Deutschlands, außerhalb Europas- sie ist die Hauptstadt ihrer selbst. Sie hat keine Kultur, keine Religion, keine Gesellschaft…“ Obwohl er das Preußentum und Berlin also zutiefst verachtete, zog er kurz darauf nach Berlin und schrieb für den Börsen-Courier- wieder einer der Widersprüche in seinem Leben – genau wie die Tatsache, als „Sozialist“ bei einem „Kapitalistenblatt“ zu arbeiten.
1925 erhielt er ein Angebot aus Paris, das er sofort annahm. Er war begeistert vom Leben in der Metropole und auch von Südfrankreich, das er intensiv bereiste. Roth zeichnete als „Der rote Joseph“ Beiträge für die sozialistische Zeitung Vorwärts- was ihn aber nicht daran hinderte, 1929 gegen gutes Geld für die nationalistischen Münchner Neuesten Nachrichten zu schreiben.

Joseph Roth und die Frauen
Obwohl nicht sonderlich attraktiv – unansehnlich, klein, unsportlich- übte sein Charme bezauberte er Frauen mit seinem Charme. 1922 heiratete er Friedl Reichler, die er im Herbst 1919 im Literatencafé «Herrenhof» kennengelernt hatte. Die junge Frau war wie er jüdisch-galizischer Herkunft. Aber ihre psychische Erkrankung, die 1926 zutage trat, stürzte Roth in eine tiefe Krise. Wahnsinn galt und gilt unter frommen Juden als Strafe Gottes. Während dieser Zeit begann er immer heftiger zu trinken. Auch seine finanzielle Situation verschlechterte sich. Erschwerend kam dazu, dass er grundsätzlich nicht mit Geld umgehen konnte; kaum verdient, war es ausgegeben, wobei er Freuden gegenüber stets spendabel war und jedem aushalf. Roth beantragte die Scheidung von seiner entmündigten Frau. 1940 wurde sie von den Nazis ermordet.
Im August 1929 begegnete er der Deutsch-Kubanerin Andrea Manga Bell. Roth war von der selbstbewussten und kreativen Frau sofort fasziniert. Bald bezog er zusammen mit ihr und ihren Kindern eine gemeinsame Wohnung. Doch wegen seiner krankhaften Eifersucht kam es zwischen den beiden oft zu Streitigkeiten. Als sie ihm in die Emigration folgte, verbot er ihr das Tanzen, das Tragen von Badeanzügen und den Besuch beim Friseur („Bordell“). Gleichzeitig war sie unentbehrlich bei der Niederschrift seiner bedeutendsten Romane, denn sie war es, die die Manuskripte abtippte. Eines davon verlor er volltrunken im Taxi.

Das endgültige Exil
Am 30. Januar 1933, dem Tag von Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, verließ Roth Deutschland. In einem Brief an Stefan Zweig urteilte er:
Inzwischen wird es Ihnen klar sein, daß wir großen Katastrophen zutreiben. Abgesehen von den privaten – unsere literarische und materielle Existenz ist ja vernichtet – führt das Ganze zum neuen Krieg. Ich gebe keinen Heller mehr für unser Leben. Es ist gelungen, die Barbarei regieren zu lassen. Machen Sie sich keine Illusionen. Die Hölle regiert.“
Roths Bücher wurden landeten bei den Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten auf dem Scheiterhaufen. Mittlerweile lebte er wieder in Paris und unternahm teils mehrmonatige Reisen, unter anderem in die Niederlande, nach Österreich und nach Polen.
Anfang Juli 1936 begegnete er in Ostende der in der Emigration lebenden Schriftstellerin Irmgard Keun. Beide interessierten sich sofort füreinander. Egon Erwin Kisch bescheinigte dem Paar einen Hang zum Alkoholexzess: „Die beiden saufen wie die Löcher“. Auch diese Beziehung zerbrach schließlich. Roths Eifersucht war auch hier die Ursache. Trotz Trunksucht und anders als vielen emigrierten Schriftstellern gelang es Roth indes, nicht nur produktiv zu bleiben, sondern auch Publikationsmöglichkeiten zu finden.

Letzte Lebensjahre
In den letzten Jahren verschlechterte sich Roths finanzielle und gesundheitliche Situation zusehends. Er bezog schließlich ein kleines Zimmer gegenüber seinem Stammlokal, dem Café Tournon. Am 27. Mai 1939 wurde Roth in das Armenspital Hôpital Necker eingeliefert, wo er kurz darauf im Alter von nicht einmal 45 Jahren verstarb.
Bei seiner Beisetzung kam es fast zu Handgreiflichkeiten in der Trauergesellschaft: österreichische Monarchisten, Kommunisten und Juden reklamierten den Toten jeweils für sich. Das Grab liegt in der katholischen Sektion des Friedhofs, denn Roth sah sich mal als Juden, mal als Katholiken.

Die Kapuzinergruft
Roth sah zwar die Fehler und Versäumnisse des nicht mehr existierenden österreichischen Kaiserreichs, malte aber gleichzeitig in romantischer Verklärung die Utopie eines Österreich, wie es hätte sein können oder sein sollen. Diese Glorifizierung betrieb er wie auch andere Vertreter dieser spezifischen k. u. k.-Nostalgie, etwa Fritz von Herzmanovsky-Orlando („Tarockanien“) und Robert Musil („Kakanien“). Unterstützung fand diese positive Bewertung der Habsburger Monarchie auch von anderen Schriftstellern und Künstlern seiner Zeit wie Stefan Zweig oder Hugo von Hofmannsthal. In der Kapuzinergruft (1938) etwa heißt es: „Aber dich, mein Kaiser Franz Joseph, suche ich auf, weil du meine Kindheit und meine Jugend bist…Österreich ist kein Staat, keine Heimat, keine Nation. Es ist eine Religion.“ Im selben Buch wettert gegen die Sudetendeutschen, die seiner Meinung nach den Nationalitätenkonflikt durch ihren Starrsinn erst richtig befeuert haben: „Alpentrottel und Sudetenböhmen, diese kretinischen Nibelungen haben unsere Nationalitäten so lange beleidigt und geschändet, bis sie anfingen, die Monarchie zu hassen und zu verraten.“
Die Hauptfiguren sind Angehörige der Trotta-Familie, die mit dem Zusammenbruch der alten Ordnung 1918 entwurzelt und verarmt waren. Immer wieder klingt das Thema der Trauer um eine dahingegangene Lebensordnung an, die gebunden war an Tradition und die monarchische Staatsidee. Erotische Eskapaden abseits der Norm, Kriegsgewinnler, als maskulin auftretende Frauen und verweichlichte Männer werden als Vorboten einer Welt verstanden, die aus den Fugen ist. Der alte Adel und die Anhänger der k.u.k. Monarchie verfolgen deren Untergang mit einer Mischung aus Trauer, Verzweiflung und Resignation.
Wie in Roths gesamtem erzählerischem Werk spiegelt sich auch in diesem Roman das Leben von Menschen, die durch den Untergang der österreichischen Monarchie nicht nur materiell, sondern auch seelisch zutiefst aus dem Gleichgewicht gebracht wurden.

Radetzkymarsch
In diesem Roman steht gleichfalls der Untergang Österreichs als Metapher für den Verlust von Heimat schlechthin. Im Vorwort schreibt Roth:
Ein grausamer Wille der Geschichte hat mein altes Vaterland, die österreichisch-ungarische Monarchie, zertrümmert. Ich habe es geliebt, dieses Vaterland, das mir erlaubte, ein Patriot und Weltbürger zugleich zu sein, ein Österreicher und ein Deutscher unter allen österreichischen Völkern. Ich habe die Tugenden und Vorzüge dieses Vaterlands geliebt, und ich liebe heute, da es verstorben und verloren ist, auch noch seine Fehler und Schwächen. Deren hatte es viele. Es hat sie durch seinen Tod gebüßt. Es ist fast unmittelbar aus der Operettenvorstellung in das schaurige Theater des Weltkriegs gegangen.“
Auch im Radetzkymarsch erzählt er die Geschichte der dem Kaiserhaus der Habsburger schicksalhaft verbundenen Familie Trotta und deren Niedergang. Die zwei Generationen zuvor unerwartet in den Adelsstand aufgestiegenen Familie wird mit der krisenhaften Entwicklung und dem Abstieg der Habsburger Monarchie gleichgesetzt und verknüpft. Der feinfühlige Offizier Carl Joseph Trotta ist mit Leib und Seele ein Kind Österreich-Ungarns. Sein Großvater, der als Soldat dem damals noch jungen Franz Joseph I. das Leben rettete, ziert als Held von Solferino die Geschichtsbücher und die Familienehre, der Vater stellt sich als Beamter mit ganzer Kraft in den Dienst des Vaterlands. Während die einst mächtige Donaumonarchie ihren schleichenden Niedergang entgegentaumelt, wachsen in dem Sohn Zweifel und Schuldgefühle. Joseph Roths kunstvoll-melancholischer Roman von 1932 zählt allein schon wegen seiner stilistischen Finesse zu den Meisterwerken der europäischen Literatur.

Die letzte Erzählung
Roth transformierte in seinen letzten Lebensjahren die Sehnsucht nach religiöser Geborgenheit ins Katholische, etwa in der Legende vom Heiligen Trinker, wo der von Wundern und Gottesgnade geradezu verfolgte obdachlose Trinker Andreas Kartak im Tod Erlösung und Heimkehr findet. Ein Fremder steckt ihm eine Geldsumme zu mit der Maßgabe, diese der Heiligen Therese als Spende zu übergeben. Danach erlebt Andreas Kartak Tage voller Wunder und glücklichen Fügungen und meint, geradezu ein Recht darauf zu haben.: „Denn an nichts gewöhnen sich die Menschen so leicht wie an Wunder, wenn sie ihnen ein-, zwei-, dreimal widerfahren sind. Ja! Die Natur der Menschen ist derart, daß sie sogar böse werden, wenn ihnen nicht unaufhörlich alles jenes zuteil wird, was ihnen ein zufälliges und vorübergehendes Geschick versprochen zu haben scheint.“ Am Ende lernt er eine junge Frau kennen, die gleichfalls Therese heißt. Phantasie und Wirklichkeit durchdringen einander. An der Theke fällt er plötzlich um wie ein Sack und „man schleppt ihn, weil in der Nähe kein Arzt und keine Apotheke ist, in die Kapelle, und zwar in die Sakristei, weil Priester doch etwas vom Sterben und vom Tod verstehen, wie die ungläubigen Kellner trotzdem glauben; und das Fräulein, das Therese heißt, kann nicht umhin und geht mit. Man bringt also unseren armen Andreas im die Sakristei, und er kann leider nichts mehr reden, er macht nur eine Bewegung, als wollte er in die linke innere Rocktasche greifen, wo das Geld, das er der keinen Gläubigerin schuldig ist, liegt, und er sagt: “Fräulein Therese!“ – und tut seinen letzten Seufzer und stirbt. Gott gebe uns allen, uns Trinkern, einen so leichten un schönen Tod.

Weitere Buchempfehlungen:

Joseph Roth, Romane und Erzählungen

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Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

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