Der 1949 in London geborene Autor Graham Swift erregte 1983 mit seinem Roman „Waterland“ (deutscher Titel Wasserland) internationales Aufsehen. 1992 wurde das Buch unter dem gleichen Titel auch verfilmt, in Deutschland kam er als Das Geheimnis seiner Liebe in die Kinos. Swift hielt sich bei all dem Trubel lieber bedeckt. Er ist ein zurückgezogen lebender Mensch, der schon immer etwas von einem Sonderling hatte. „Als wir in den 1950er Jahren aufwuchsen, fanden sich noch allenthalben die Spuren des Krieges“, erinnert sich Swift. „Der Zweite Weltkrieg, den ich nie erlebt habe, war meine große Geschichtsstunde.“ So ähnlich könnte ein Waschzettel für seinen Roman „Waterland“ lauten. Nicht nur, dass die Handlung zu großen Teilen in den 1940er Jahren spielt, der Zweite Weltkrieg ist auch als historisches Ereignis im Leben des Tom Crick 30 Jahre später noch genauso präsent, da er als Geschichtslehrer die Vergangenheit mit der Gegenwart des Wettrüstens zusammenzuführen versucht.

Ein stiller Zeitgenosse
Obwohl er es heute verschämt abtut, war Graham Swift ein hervorragender Akademiker und erhielt 1960 ein Stipendium für das Dulwich College, die Alma Mater von PG Wodehouse, Raymond Chandler und Michael Ondaatje. Swift hatte allerdings wenig Interesse an Sport und war sehr schüchtern. Dagegen las er schon mit 13 Jahren Klassiker der englischen Literatur. Mit 19 hatte er sich, ganz Kind seiner Zeit, in einen echten Hippie verwandelt: „Ich ließ mir die Haare lang wachsen und ging auf den Hippie-Pfad“, sagt er mit einem schiefen Lächeln, „aber ich kam nicht bis nach Katmandu“. Während seine Zeitgenossen gegen den amerikanischen Imperialismus und den Vietnamkrieg demonstrierten, dachte Swift über einen viel frühere, fast vergessene Momente nach, wie ein Studienfreund sagte: „Er beschäftigte sich intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg. Er schien ein wenig aus seiner Zeit gefallen.“
(Quelle: The Guardian)

Wasser, Schleusen und Schlick
Gleiches gilt für die Atmosphäre seines Romans „Waterland“. Sind wir hier im England des 20.Jahrhunderts? Eher könnte man meinen, die Handlung spiele in einer abgelegenen Gegend in den Sümpfen Louisianas, wenn nicht die Kälte und der Schlick der Nordsee fast sinnlich spürbar wären. Flüsse, die über die Ufer treten und wieder versanden, Einsamkeit zwischen Schilf und Ziegelbauten, wo Schleusenwärter mit ihren Familien ein ärmliches Leben fristen und Fische und Wasservögel die einzige Abwechslung auf dem kargen Speisezettel bilden. Das Leben ist bestimmt von Riten und Volksglauben. Bei Neumond drehe man sein Geld in der Tasche; jemandem das Salz zu reichen bringt Unglück; nie darf man neue Schuhe auf einen Tisch stellen oder Nägel an einem Sonntag schneiden. Eine Aalhaut heilt Rheuma; eine gebratene Maus Keuchhusten und ein lebender Fisch im Schoß einer Frau macht sie unfruchtbar. („When you see the new moon, turn your money in your pocket; help someone to salt and help them to sorrow; never put new shoes on a table or cut your nails on a Sunday. An eel-skin cures rheumatism; a roast mouse cures whooping cough and a live fish in a woman’s lap will make her barren.”)

Eine Marschlandschaft zwischen Lincoln und Cambridge
Waterland, besser bekannt als The Fens, liegt an der flachen Küste von East Anglia, wo das Land zum Meer und das Meer zum Land wird und alles mit Schlick und dessen Geruch bedeckt ist. Die Cricks – Henry und Helen, die früh verstirbt, und die Söhne Dick und Tom – gehören zu den alteingesessenen Familien im Marschland. Der Roman wird nicht linear oder chronologisch erzählt. Es gibt eine Vielzahl von Rückblenden und Perspektivwechseln, die den Leser herausfordern, die Lektüre aber umso spannender machen. Viele der Ereignisse sind Teil der persönlichen Geschichte Tom Cricks, seiner Kindheit in den Sümpfen während des Zweiten Weltkriegs, als die Ödnis durch die Anwesenheit der amerikanischen Soldaten etwas aufgelockert wird. Mit ihnen entspinnt sich ein reger Schwarzhandel: Fisch und Wasservögel im Tausch gegen Whisky. Mit den Bombern, die über die windgepeitschte Landschaft Richtung Deutschland hinwegdröhnen, tritt Geschichte auch ins Bewusstsein der abseits lebenden Bewohner des Wasserlandes.

Hat Geschichte heute noch eine Bedeutung?
Als Geschichtslehrer mittleren Alters an einer Londoner Schule verquickt Tom Crick im Unterricht verschiedene Arten historischer Wahrnehmung miteinander: geschichtliche Fakten mit der Lebenswelt seiner Vorfahren und seinen eigenen persönlichen Erlebnissen. Für ihn ist Geschichte also viel mehr als nur eine Aneinanderreihung von Daten und Dokumenten. So erfahren die Schüler, dass es die Atkinsons waren, die die Sümpfe trockenlegten, und die Cricks, die dafür sorgten, dass die Flüsse das Land nicht wieder zurückeroberten. Diese Geschichte seiner Ahnen reichen bis ins siebzehnte Jahrhundert zurück, als mithilfe niederländischer Polderingenieure das Land mit Deichen und Gräben urbar gemacht wurde. Tom Crick beschäftigt sich leidenschaftlich mit dem Thema Geschichte, aber in seinem Umfeld gibt es nicht viele, die seine Begeisterung teilen. Vor allem Lewis Scott, der Schulleiter und selbst Physiklehrer, ist der Meinung, dass Geschichte als Fach irrelevant geworden ist und keine Bedeutung mehr hat. Stattdessen verlangt er, die Schüler sollten mit nützlichem und praktischem Wissen ausgestattet in die Welt hinaus geschickt werden und nicht mit einem Sammelsurium an sinnlosem Lernstoff („Send just one of these kids out into the world with a sense of his or her usefulness, with an ability to apply, with practical knowledge and not a rag-bag of pointless information“).
Lewis, versucht, Tom davon zu überzeugen, in den Vorruhestand zu gehen, doch der weigert sich zunächst. Er sieht sich indes zu diesem Schritt gezwungen, als seine Frau Mary in einem Supermarkt ein Baby entführt. Dies ist auf die zunehmende psychische Instabilität zurückzuführen, die ihr Leben seit einem traumatischen Ereignis in ihrer Jugend beherrscht. Aufgrund des Aufsehens, das diese Tat auslöst, ist Crick an der Schule nicht länger haltbar. Während Tom in seinen letzten Arbeitstagen seinen Unterricht hält, steigen seine Erinnerungen als Schatten der Vergangenheit auf.

Tom Crick vor seiner Klasse
Tom versucht also, seinen Schülern Geschichte in einer Form zu vermitteln, die über den üblichen Lehrplan hinausgeht. Doch seine Schüler scheinen diesen Einsatz nicht wirklich zu schätzen, zumindest auf den ersten Blick nicht. Zwischen Tom und einem widerspenstigen, aber scharfsinnigen Schüler namens Price indes entspinnen sich Diskussionen, die bis in ein Pub weitergeführt werden. Er sieht in Price den Funken, der den anderen fehlt. Gleichzeitig leistet der Schüler Widerstand: für Price ist Geschichte entbehrlich, sie dient nicht dazu, die Probleme der Gegenwart zu lösen. Wir sind in den frühen 1980er Jahren, die Ära Reagan hat begonnen und in Großbritannien bringt die CND, Campaign for Nuclear Disarmament (Kampagne für nukleare Abrüstung), Hundertausende gegen den NATO-Doppelbeschluss auf die Straße. Leidenschaftlich verteidigt Tom seinen Schülern gegenüber das Fach Geschichte und dessen wichtige Rolle für das Verständnis der Welt. Nur Tiere, so Tom Crick, lebten ganz im Hier und Jetzt. Nur die Natur kenne weder Erinnerung noch Geschichte. Allein der Mensch – so lautet seine Definition sei etwas anderes: das erzählende Tier. Wohin sein Weg ihn auch führe: er wolle keine chaotischen Spuren des Chaos hinterlassen, keinen leeren Raum, sondern die tröstlichen Markierungsbojen und Wegweiser in Form von Geschichten („Only animals live entirely in the Here and Now. Only nature knows neither memory nor history. But man – let me offer you a definition – is the story-telling animal. Wherever he goes he wants to leave behind not a chaotic wake, not an empty space, but the comforting marker-buoys and trail-signs of stories”).

Tragische Ereignisse in seiner Jugend
Tom erzählt seine Familiengeschichte, beginnend mit dem Tod eines Freundes namens Freddie Parr. Dem kleinen Freundeskreis gehören Tom, sein älterer Bruder Dick und Mary Metcalf an. Tom und Mary entdecken die Freuden der ersten Liebe und treffen sich heimlich in den Sümpfen. Mary ist zudem auch fasziniert von Dick, der körperlich beeindruckend ist, aber geistig zurückgeblieben. Gerne möchte er etwas über die Liebe erfahren. Sie verspricht ihm zu zeigen, wie „Babys gemacht“ werden und tatsächlich wird sie schwanger – aber von Tom. Dick glaubt, dass das Baby von ihm stammt, aber um Tom zu schützen, redet Mary ihm ein, dass Freddie der Vater sei. Daraufhin tötet Dick Freddie in einem Wutanfall, und sein Körper wird am Ufer des Grundstücks der Cricks angespült. Henry fischt die Leiche aus dem Wasser und Tom bemerkt einen verdächtigen Bluterguss auf Freddies Kopf. Obwohl der Arzt seinen Tod als Unfall deklariert, stellt Tom gegen Ende des Romans klar, dass Dick die Tat begangen hat. In dieser Zeit entdecken die Jungs Dicks wahre Abstammung.

Inzest und Abtreibung
Toms Mutter stammt aus dem Clan der Atkinsons, der über lange Zeit eine führende Rolle in den Fens gespielt hat. Doch die Familie befindet sich in einem langsamen Niedergang.
Wie die Briefe seines Großvaters enthüllen, ist der Vater von Tom und Dick eigentlich nur Dicks Stiefvater, denn der ist in Wirklichkeit das Kind aus einer inzestuösen Beziehung zwischen seiner Mutter Helen und seinem Großvater. Das erklärt, warum Tom ein begabter Schüler ist, Dick zwar praktisch veranlagt, aber kaum lesen und schreiben kann und auch in seinem Denken schwerfällig und einfältig ist. Potato head, „Kartoffelkopf“ lautet sein Spitzname. Ihr Vater wundert sich schon lange, warum der eine über Büchern brütet und der andere über seinem Moped, wie es sein kann, dass der eine ein Trottel ist und der andere Grips hat und ein kluger Mann sein wird. Er ahnt nicht, wie sehr der Kluge sich vor dem Schwachkopf in Acht nehmen muss. („How one pores over books, one over motor-bikes; how one is a moron, and one has brains, will be a clever man. He doesn’t guess how the brainy one is hiding from the brainless one”). Tom erklärt seinem Bruder, dass er keine Kinder haben könne, auch wenn er die Zusammenhänge nicht versteht. Tragisch ist, dass auch Tom und Mary kinderlos bleiben werden, nachdem sie ihr eigenes Kind voller Verzweiflung töten lassen.

Bei der Engelmacherin
In dieser Zeit nämlich ringt Mary mit sich, wie sie mit ihrer Schwangerschaft umgehen soll. Ihr Vater ist verwitwet, sie die einzige Tochter. Die enge Moral jener Zeit und die Angst vor Strafe verbieten ihr, offen mit ihrem Vater zu reden. Sie entscheidet sich für eine Abtreibung. Tom hilft ihr dabei, den verbotenen Eingriff durchführen zu lassen. Sie suchen eine Frau in den Sümpfen auf, die nicht im besten Ruf steht, Martha Clay. Etwas Unheimliches geht von ihr aus, man wird an alte Hexenerzählungen erinnert, auch wenn sie keinen spitzen Hut oder Besenstiel hat, auch keine grinsende schwarze Katze auf ihrer Schulter sitzt. Stattdessen ist da nur ein kläffender, geifernder Hund, der an seiner Leine zerrt, was ihre Ankunft kundtut und Martha mit einer Öllampe in der Hand vor die Tür treten lässt („No pointed hat, no broomstick, no grinning black cat on her shoulder, only a yapping, slavering, grizzled brute of a dog, straining at a rope tether, which signals our arrival brings Martha out of doors, oil lamp in hand“). Mary bleibt nach der Pfuscherei für den Rest ihres Lebens unfruchtbar. Diese Wendung der Ereignisse erklärt, warum sie als Frau mittleren Alters in einen religiösen Wahn fällt und ein Baby entführt, das sie für ihr eigenes hält.

Der Roman ist ein eine Geschichte von Verlusten

Nicht nur Tom Crick verliert viel in Waterland, am Ende seine Arbeit aufgrund der Sachzwänge und auch wegen Marys Handeln. Als Junge verliert er seinen Freund Freddie und seinen Bruder Dick, als diesem klar wird, dass er das Ergebnis eines Inzests ist. Auch sein Kind verliert er. Das trifft auch auf Mary zu, und mehr noch: nach der verpfuschten Abtreibung kann sie nie wieder schwanger werden. Sie verliert nicht nur diese Fähigkeit, sondern im Laufe der Zeit auch ihren Verstand, als der Kinderwunsch übermächtig wird. Die Ereignisse in Toms Jugend, der Zweite Weltkrieg, wecken nicht nur sein geschichtliches Bewusstsein, sondern auch sein Empfinden dafür, welche ungeheuren Verluste damit verbunden sind. Die jungen Piloten, die ihr Leben lassen ebenso wie die Zivilisten in den deutschen Städten, die den Bombenangriffen zum Opfer fallen. Dem Unerträglichen kann man nur die Hoffnung entgegensetzen.

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Murasaki, Die Geschichte vom Prinzen Genji. Genji Monogatari

Buchtipp: Julian Fellowes, Snobs.

Buchtipp: Andrea Camilleri, Der Dieb der süßen Dinge. Il ladro di merendine

Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben (De ridder is gestorven)

Buchtipp: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen

Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Buchtipp: Colette, Claudines Mädchenjahre. La Maison de Claudine

Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit.The Invention of Solitude

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca. En Ausencia de Blanca

Buchtipp: Helga Schubert, Vom Aufstehen

Buchtipp: Romain Gary, Frühes Versprechen. La promesse de l’aube.

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci


https://begeistert60plus.de/markus-werner-am-hang/

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas. Glass Castle

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr. Padre Padrone


https://begeistert60plus.de/margaret-mazzantini-geh-nicht-fort/

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer. Summer without Men

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. Wise Children

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. La Première gorgée de bière

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand. On Chesil Beach

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía


https://begeistert60plus.de/der-gaulschreck-im-rosennetz/

Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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