Foto: Avallon, Kleinstadt in Burgund

Die Autorin
Colette (eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette) wurde 1873 im burgundischen Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren und starb 1954 in Paris. Sie war eine schillernde Persönlichkeit und machte sich einen Namen als Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Journalistin.
Als jüngstes von vier Halbgeschwistern und Geschwistern wuchs sie einem verschlafenen Nest in der Bourgogne auf, wo ihr Vater als kriegsversehrter und ausgemusterter Offizier Steuereinnehmer war. Anders als die drei älteren Geschwister besuchte sie keine weiterführende Schule, wurde jedoch von ihrem literarisch interessierten Vater und vor allem von der belesenen und verständnisvollen Mutter gefördert, mit der sie später in engem Briefkontakt blieb.
Mit 20 Jahren heiratete sie den 14 Jahren älteren Schriftsteller Henry Gauthier-Villars, der ihr überragendes Talent erkannte und für sich nutzte. So verfasste sie eine Reihe sehr erfolgreicher Claudine-Romane, deren Rechte Henry sich nach der Scheidung sicherte. Den Abschluss dieser Reihe bildete 1922 La Maison de Claudine (dt. Mein Elternhaus, später Claudines Mädchenjahre), eine Reminiszenz in die burgundische Herkunft und Kindheit der Autorin.
Colette verstand es vor allem, in ihren Romanen Frauengestalten und Frauenschicksale psychologisch einfühlsam und lebensnah zu beschreiben. Ihr unkonventioneller Lebensstil schlug sich auch in ihren Werken nieder, insbesondere darin, dass sie sich dort kritisch mit der Ehe auseinandersetzt und den weiblichen Eros nicht tabuisiert.

Eine enge Beziehung zur Mutter
In den beiden Romanen La Maison de Claudine (1922) und Sido (1929) setzte sie ihrer unkonventionellen, naturverbundenen Mutter Sido ein Denkmal. Es handelt sich um eine Sammlung von Kindheitserinnerungen, die vor allem in der tiefen burgundischen Provinz spielen, wo das Leben im Vergleich zum hektischen Treiben in Paris in Zeitlupe hinzuschleichen scheint. Von einer Kurzgeschichte zur nächsten ändern sich die Charaktere, die Perspektive und die Themen.
Colette erzählt in locker verbundenen Erinnerungen und in Zeitsprüngen von ihrer eigenen Kindheit. Das Hauptthema ist jedoch stets die Familie. „Minet-Chéri“, wie sie von ihrer Mutter zärtlich genannt wird, ist die jüngste von vier Geschwistern. Sido zögert auch nicht, ihrem Kind Lebensereignisse wie die Geburt anschaulich zu erklären: „Als ich dich zur Welt gebracht habe, dich als mein letztes Kind, Minet-Chéri, habe ich drei Tage und zwei Nächte gelitten“, vertraute die Mutter ihr mit einer ungewöhnlichen Offenheit an. Schließlich war es ganz und gar nicht üblich, dass Kinder im vorigen Jahrhundert erfuhren, wie eine Geburt ablief. Französische Kinder bekamen von ihren Eltern etwa erzählt, dass die Babys in einem Kohlkopf wüchsen. „Aber ich habe meine Schmerzen nie schlimm empfunden“, raunte Colettes Mutter ihrer Jüngsten leise zu, „man sagt nämlich, daß Kinder, die so hoch liegen wie du und die nur langsam ans Licht kommen, immer besonders geliebte Kinder sind, weil sie ganz dicht am Herzen der Mutter gewohnt haben und nur ungern von dort weg wollten.“

Hochzeiten auf dem Land
Wenn es um wirkliche Not geht, stellt Sido moralische Bedenken hintenan. Auch wenn Nachbarinnen sich empören, beschäftigt sie weiterhin ihre Haushaltshilfe Henriette. Diese ist im siebten Monat, und trotz ihres runden Bauches ihre Arbeit unverdrossen. Warum soll sie eine werdende ledige Mutter, ein Skandalon in der französischen Provinz, „la France profonde“ im 19.Jahrhundert, entlassen? Sollen doch die anderen heiraten! Die kleine Claudine jedenfalls liebt die Hochzeiten auf dem Land und das vorzügliche Essen und fragt sich, wie sie bei der guten, aber doch genügsamen Küche ihrer Mutter ihr Appetit auf Hasenbraten, Hammelkeule mit Knoblauch oder pochierte Eier in Rotwein stammt. Das Ganze wird serviert vor der Kulisse von Scheunenwänden, die mit Bettüchern behängt sind, auf denen aufgesteckte rote Juni-Rosen prangen („servi entre des murs de grange nappés des draps écrus où à la rose rouge de juin, épinglée, resplendit“). Sie ist erst 13 Jahre alt, doch so ein Festschmaus kann sie trotz einer Länge von vier Stunden nicht schrecken. Wer die köstliche Küche Burgunds kennt, die beste Frankreichs, weiß, warum!

Familiengeschichten
Als Claudine 14 Jahre alt ist, beschreibt sie sich selbst unter anderem so: lange Arme, flacher Rücken, das Kinn zu klein, „persische“ Augen, die sich beim Lächeln schräg stellten. Bei ihrem Anblick ruft Sido ihr zu, sie erinnere sie an die Tochter ihres Vaters. Das müsse Sido selbst sein, ruft Claudine, oder sei sie etwa nicht die Tochter ihres Vaters? Die Tochter ihres Vaters war ein Mädchen, das aus einer außerehelichen Liaison stammte und bei der Familie aufwuchs. Unfassbar, wenn man bedenkt, wie unansehnlich der Großvater war, dieser Gorilla, wie ihn Sido nennt, und dennoch wurden die Frauen bei ihm schwach („Tu vois comme il était laid, Minet-Chéri? Eh bien, les femmes se penchaient toues à lui…“).
Während ihre Brüder Achille und Léo kaum in Erscheinung treten, widmet sie ein Kapitel ihrer Schwester Juliette, die sie „meine Schwester mit den langen Haaren“ nennt. In einer Epoche, in der man gerade auf dem Land noch Zeit hatte, war die Haarpflege für die meisten Frauen noch von kultischer Bedeutung. Eine Frau, die sich beim Frisieren überrascht sah, fühlte sich wie nackt. Juliettes dunkle Haarpracht ist außergewöhnlich. Wenn die Zöpfe entflochten und gelöst sind, ist ihr ganzer Körper von ihrem Haarkleid bedeckt. Sie ist eine noch eifrigere Leseratte als Claudine, isst und spricht kaum noch und widmet sich ganz der Lektüre großer Literatur, lebt und webt nur noch in der Welt der Bücher bis hin zu Wahnvorstellungen. Nach ihrer Heirat rückt sie auf Betreiben ihrer Schwiegerfamilie von der eigenen Sippe ab. Claudines Eltern sind erbost, doch für die kleine Schwester ist es eigentlich egal, ob sich die Schwester mit den langen Haaren in ihrem Zimmer hinter Büchern verbunkert oder irgendwo in einem anderen Haus wohnt. Die Distanz ist dieselbe.

Die Welt der Bücher
Ob Aberglaube oder nicht – tatsächlich pflegte die Frau, die später als »Colette« weltbekannt wurde, einen sehr intensiven Kontakt zu ihrer Mutter und zu ihrer Heimatlandschaft. Zu den Büchern, die ihren Erfolg als Schriftstellerin begründen, gehören nicht zuletzt die Claudine-Romane. Das Thema Erziehung spielt in diesen Kurzgeschichten eine wichtige Rolle. Vor allem lässt sich Colette viel über die Bedeutung des Lesens aus und spricht ausführlich über die Familienbibliothek. Die meisten Mütter raten ihren Kindern zum Lesen- zumindest in jener Zeit. Doch im Unterschied zu anderen Eltern rät Sido ihrer Tochter von der Lektüre reiner Kinderbücher ab. Schon als kleines Mädchen lernt sie unter der Ägide ihrer Mutter die Welt der großen Literatur kennen. Dabei wird sie gewarnt, nicht wahllos alles zu lesen, weder romantische Liebesromane noch naturalistische Dichter wie Zola seien das richtige Lesefutter. Zwar gebe es Herzflimmern und große Gefühle in den Mädchenbüchern, doch im Leben habe man andere Sorgen. So fragt sie ihre Tochter, ob denn die Heldinnen in den Romanen jemals Kinder großzuziehen oder ihre Gärten zu versorgen haben („Tous ces amoureux que tu vois dans les livres, ils n’ont donc jamais ni enfants à élever, ni jardin à soigner?“). Vor den drastischen Milieuschilderungen Emile Zolas möchte sie ihre Tochter bewahren, gesteht ihr aber einige ausgewählte Werke zu („Elle me donna La Faute de l’Abbé Mouret et le Docteur Pascal, et Germinal“).

Auch Tiere gehören zur Familie
Mit sechs Jahren ist Claudine zum ersten Mal in Paris und entsetzt vom Lärm der Stadt, den Zügen, Fiakern und Bussen. Auch später, als die Metropole ihr sympathischer erscheint mit den Geschäften, Museen und Theatern, hegt sie eine Aversion gegen die Häuser dort, denn ihnen fehlt etwas ganz Entscheidendes: sie sind seelenlos, da es keine Tiere in diesem Häuserblocks ohne Gärten gibt. Auf dem Weg nach Hause sehnt sie sich danach, lebendige Wesen zu berühren, Felle, Blätter, körperwarmes Gefieder, die erfrischende Feuchtigkeit der Blumen…Bei der Ankunft zu Hause begrüßt sie die Unzertrennlichen: ihre Mutter, den Garten und die Runde der Tiere. („Comme si je les découvrais ensemble, je saluai, inséparables, ma mère, le jardin et la ronde des bêtes“). Tiere werden als Familienmitglieder betrachtet, und Colette hielt ein Leben lang an diesem Gedanken fest. Vor allem Hunde und Katzen sind ein echter Teil dieser Welt. Die Mutterschaft von Tieren wird erwähnt, wie in der Beschreibung einer Hündin und ihrer Welpen, genauso wie die auch die Liebeleien der Tiere. Geradezu gespenstisch mutet die Episode „Le Vielleur“ an. Claudine meint, es gehe auf dem leeren Dachboden des Hauses nicht mit rechten Dingen zu. Von Mitternacht an hört man klopfende Geräusche und ihr Bruder pflichtet ihr bei: das könne nur der Geist eines Ritters sein, der schon seit langer Zeit dort oben als Wiedergänger seine einsamen Gänge durch die Nacht vollzieht. Des Rätsels Lösung ist ein Uhu, ein Prachtkerl, größer als ein Jagdhund, der dort majestätisch herumstolziert („Un grand-duc plus haut qu‘un chien de chasse“). Er hat die Manieren eines Herren, eines echten Zauberers, der das Haus mit seinen nächtlichen Eskapaden in seinen Bann schlägt.

Der Vater der Erzählerin
Aber auch Claudines Vater Jules-Joseph, den Sido mit seinem Nachnamen „Colette“ anspricht, wenn sie verärgert ist, ist zuweilen selbst ein störrischer und einsamer Uhu. Als seine Tochter acht, neun Jahre alt ist, ist er von der fixen Idee besessen, sich in der Politik zu versuchen. Mit seinem Charme, der Frauen betört und seiner Fabulierkunst hätte er womöglich Erfolg gehabt, sinniert Claudine, allein sein Hang zur Leichtgläubigkeit und Blindheit Intrigen gegenüber steht dem entgegen. Dazu kommt seine Behinderung infolge der Kriegsverletzung, die den Hauptmann eines Zuave-Regiments (leichte Infanterie) ein Bein gekostet hat. Wenn er auf seinen politischen Touren auftaucht, rufen die Kinder schon aufgeregt durch die Gassen, gleich komme der „Monsieur, der nur ein Bein hat!“. Er ist zwar volksnah, aber seine Bekehrungen enden oft in grandios erzählten Geschichten, bei denen er und sein Publikum sich dem Genuss von Wein und Cognac hingeben und die kleine Claudine, die ihn stets begleitet, auch ein Schlückchen abbekommt und am Tisch einschläft. So läuft seine politische Karriere ins Leere, und niemand weiß, wie ernst es ihm bei der ganzen Geschichte eigentlich war. Auch seine Flirts betreibt er stets mit einem Augenzwinkern, wie bei Madame Bruneau, die ihr Leid beklagt, mit einem alten Mann zusammenzuleben. Da macht er einen gleißenden Vorschlag: gar nicht teuer, für nur 40 Sous und ein Päckchen Tabak (weil sie es sei!) würde er ihr die Freuden der Liebe nahebringen („Quarante sous et un paquet de tabac pour vous faire connaître l’amour, vous trouvez que c’est trop cher?“) und Sido ruft nur kopfschüttelnd: „Oh! Colette…Colette…“

Heimliche Leidenschaft
Mit 13 Jahren hegt Claudine tiefere Gefühle für einen Freund ihres Bruders, Maurice, der zwei Monate im Haus der Familie verbringt. Ihre mädchenhafte Verliebtheit bekommt einen argen Dämpfer, als sie erfährt, Maurice werde in absehbarer Zeit heiraten. Auf ihre Bitte hin zeigt er ihr ein Foto seiner Zukünftigen, und sie ist voller Bewunderung für ihr schönes Kleid. Als sie naiv fragt, was seine Frau denn so tun werde, wenn sie erst einmal verheiratet seien, antwortet er: „Na, sie wird eben meine Frau sein. Sie kümmert sich um das Haus, sie empfängt…-sag, machst du dich über mich lustig? Du weißt doch genau, wie man lebt, wenn man verheiratet ist!“ („Tu sais très bien comment on vit quand on est marié“). Dann wird es also vorbei damit sein, die Ferien im Haus der Familie Colette zu verbringen. Die Autorin spielt so auf ihr eigenes, unkonventionelles Leben an, worin sie Beziehungen zu Männern und Frauen pflegte, gleichwohl vom Erfolg gekrönt die erste Frau Frankreichs war, die man mit einem großen Staatsbegräbnis aus dieser Welt verabschiedete. Ein sehr lesenswertes Buch über die kleinen Dinge des Lebens und eine Zeitreise in die Welt unserer Großeltern.

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