Skulptur im Sint-Janshospitaal, Brügge

Spätestens seit Volker Elis Pilgrims umstrittenem Buch „Muttersöhne“ sind die oft irrationalen Gefühlswallungen zwischen Müttern und Söhnen Gegenstand hitziger Diskussionen geworden. Pilgrims negativer Einschätzung solch symbiotischer Beziehungen muss man sich indes nicht anschließen, gibt es doch eine Fülle von Fällen, die sich ganz anders entwickeln- wie Romain Garys Roman Frühes Versprechen („La promesse de l’aube“) zu zeigen versucht. 1960 erschienen, sollte er zuerst den Titel „Erste Liebe, letzte Liebe“ tragen, ein Hinweis auf die heimliche Hauptfigur der Geschichte, nämlich seine Mutter Mina Owczynska. Der Roman ist daher eine einzige Liebeserklärung an sie, deren unbekümmertem Optimismus er seine spätere Berühmtheit verdankt. Mina hat ihren Sohn zum Mann an ihrer Seite erkoren, ihn begluckt und all ihre Träume auf ihn projiziert. Gleichwohl steht der Autor ihrem maßlosen Ehrgeiz in keiner Zeile kritisch gegenüber, vielmehr setzt er seiner Mutter mit seiner Autobiographie ein beachtliches literarisches Denkmal. Roman Kacew wurde 1914 in Wilna, damals dem Zarenreich zugehörig, geboren und änderte später seinen vermeintlich „zu jüdisch-russisch klingenden Namen“ in Romain Gary um, angeblich aus Bewunderung für den Filmhelden Gary Cooper. Als einziger Schriftsteller erhielt er zweimal den renommierten Prix Concourt, der den Statuten nach nur einmal pro Person vergeben werden kann. Grund dafür war, dass er seinen Roman La vie devant soi unter dem Pseudonym Émile Ajar veröffentlichte, was erst posthum bekannt wurde. Nach einer Verkettung tragischer Ereignisse im engsten Familienkreis setzte er seinem Leben 1980 ein Ende.

Das Buch
Romain ist 44 Jahre alt und blickt über traumhaften Strand von Big Sur in Kalifornien. Inmitten einer idyllischen Naturszene mit Seehunden, Möwen uns Schwalben tauchen Bilder an seine Mobilmachung im Jahr 1940 wieder auf und insbesondere an den Abschied von seiner Mutter. Fünf Stunden war sie im Taxi unterwegs, um ihm Lebewohl zu sagen, bevor er in den Krieg zog. Die ungewöhnliche Mutter-Sohn-Beziehung erhält ihre besondere Note dadurch, dass Mina Owczynska ihren Sohn von Anfang an auf seine ihm zugedachte Rolle als Wunderkind vorbereitet. So ruft sie ihm vor der Abfahrt zu, er werde nichts weniger als ein neuer Gabriele d’Annunzio sein, Botschafter Frankreichs, all diese Taugenichtse um ihn herum wüssten einfach nicht, mit wem sie es zu tun hätten („Tu seras un héros, ti seras général, Gabriele d’Annunzio, Ambassadeur de France- tous ces voyous ne savent pas qui tu es!“).

Rückblende 1: Nizza. Der dreizehnjährige Romain lebt mit seiner Mutter im Hotel Négresco in Nizza. Sie bewundert ihren Sohn über alle Maßen und sagt ihm voraus, er werde eine großartige Karriere machen. Er jedoch wirft ein, er schaffe ja nicht einmal das Gymnasium mit seiner Null in Mathematik. Mina zeigt sich gänzlich unbeeindruckt: Dann werde er eben ein weltberühmter Geigenvirtuose, dem das Publikum zu Füßen liege. Doch auch seine Darbietungen als musikalischer Wunderknabe fallen eher bescheiden aus. Gleichwohl lässt sich Mina in ihrer Überzeugung nicht beirren. Dabei ist sie alles andere als eine Traumtänzerin. Als alleinerziehende Mutter meistert sie die Schwierigkeiten des Alltags, damit es Romain an nichts fehlt, etwa das tägliche Steak. Auch seinen geistigen Hunger versucht sie zu stillen: Tanzen, Zeichnen, Musik, Naturwissenschaften – es gibt so viele Dinge, an denen sich Romain versuchen muss. Nichts spricht ihn wirklich an. Schließlich entdeckt er die Schreibkunst. Eine Entscheidung, die seine Mutter begeistert.
Einige Zeit später hegt er tiefe Gefühle für die Haushaltshilfe Mariette, doch ein Vergleich mit der Liebe zu seiner Mutter ist unmöglich. Keine Frau wird er je so sehr lieben können wie Mina. Daher endet die Affäre mit Mariette auch höchst theatralisch in dem Moment, als Mina die beiden in flagranti erwischt und Mariette unter russischen Flüchen hinauswirft („avec le vieux mot russe kourva [Hure] résonnant de toute la puissance tragique de la voix de ma mère”).

Rückblende 2: Wilna. Warum spricht sie überhaupt Russisch? Die folgenden Kapitel geben in einer weiteren Rückschau Aufschluss. Wir befinden uns in Wilna/Russisch-Polen oder vielmehr Vilnius/Litauen. Romain ist acht Jahre alt und begleitet seine Mutter beim Verkauf von nachgeschneiderten Haute-Couture-Hüten. Da der Vater die Familie verlassen hat, ist Mina gezwungen, selbst Geld zu verdienen, um sich und ihren Sohn durchzubringen. Sie ist in ihren Methoden nicht zimperlich und legt andere hinein, genau wie auch sie als Jüdin daran gewohnt ist, von den Nachbarn und vor allem den Behörden schikaniert zu werden. Doch ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Überzeugung von der Mission ihres Sohnes tut dies keinen Abbruch. Als Antwort auf eine öffentliche Demütigung verkündet sie unter allgemeinem Hohngelächter lautstark, dass ihr Sohn eines Tages Botschafter von Frankreich sein werde.
In der Tat zeigt sich bald ein feiner Silberstreifen am Horizont. Ihre Mutter eröffnet ein Geschäft, das sich stolz Maison Nouvelle, grand salon de Haute Couture parisienne nennt. Die Ehefrauen und Kurtisanen der Notablen der Stadt stehen als Kundinnen Schlange und Romain macht Werbung für das Geschäft, indem er den angeblichen Besuch des großen Pariser Modeschöpfers Monsieur Paul Poiret organisiert. Mithilfe eines Freundes, eines dem Trunke ergebenen Schauspielers, gelingt ihm diese grandiose Schauveranstaltung.

Umzug nach Warschau
Minas Boutique läuft hervorragend. Dennoch steht ihr Entschluss fest, nach Frankreich zu emigrieren. Anscheinend ist ihr klar, dass sie trotz wirtschaftlicher Erfolge keine Zukunft in Osteuropa hat, wo jederzeit Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung losgetreten werden können. Daher bekommt Romain eine französische Gouvernante und wird fein eingekleidet, damit er sich bereits jetzt an sein späteres, elegantes Leben gewöhne ( „Les fruits de notre prospérité se mirent à pleuvoir sur moi. J’eus une gouvernante française et je fus vêtu d’élégants costumes de velours spécialement coupés pour moi“). So führt ihn seine Ausbildung in die höchsten Kreise der Stadt.
Als Romain neun Jahre alt ist, ist er von der engelgleichen Erscheinung einer gewissen Valentine völlig hingerissen und ins Mark erschüttert („Je fus tout entier aspiré par une passion violente, totale, qui m’empoissona complètement l’existence“). Da sich noch andere Verehrer einfinden, nutzt die Angebetete ihre Macht weidlich aus, indem sie von ihren Bewunderern verlangt, überzeugende Liebesbeweise zu liefern. „Janek a mangé pour moi toute sa collection de timbre-postes”, ruft sie Romain zu, Janek habe für sie seine gesamte Briefmarkensammlung aufgegessen. Der kindliche Liebesreigen dauert indes nicht lange an. Die Umstände zwingen Mina und ihren Sohn, nach Warschau zu ziehen. Dort geht Romain auf eine polnische Schule und begeistert sich immer mehr für die Welt der Literatur. Er liest, was immer er in die Finger bekommt bzw. was er bei den Buchhändlern mitgehen lässt, darunter mit Vorliebe die Abenteuerromane von Walter Scott, Karl May und Mayn Reed.

Der zweite Teil
Mina und Romain finden sich im mediterranen Flair der Stadt Nizza wieder – ein krasserer Gegensatz zum Leben in Osteuropa ist kaum denkbar. Mina arbeitet als Verkäuferin und Romain beginnt eine leidenschaftliche, aber erfolglose Karriere als Tennisspieler. Seine ersten literarischen Gehversuche sind auch nicht eben von Erfolg gekrönt. So flüchtet er sich in Traumwelten, in denen er als gefeierter Held in glänzenden Spiegelsälen rauschende Feste feiert. Bei all diesen Phantasien wird ihm aber eines bewusst: nur der Humor allein kann uns die nötige innere Freiheit verschaffen, um im Leben zu bestehen. Humor ist ein Ausdruck der Würde, die Bestätigung der Überlegenheit des Menschen über das, was ihm widerfährt („L’humour est une déclaration de dignité, une affirmation de la supériorité de l’homme sur ce qui lui arrive“).
Minas Gesundheitszustand verschlechtert sich, nicht zuletzt, weil sie seit Jahrzehnten Kettenraucherin ist, darüber hinaus leidet sie an Diabetes. Immerhin registriert sie mit Genugtuung, dass die Entscheidung, nach Frankreich auszuwandern, goldrichtig war. In der Sowjetunion herrscht Stalin mir eiserner Faust, in Italien Mussolinis Schwarzhemden und in Deutschland die Nazis. Juden wäre in keinem dieser Länder eine rosige Zukunft beschieden.

Tränenreicher Abschied von der Mutter
1933: Romain beginnt ein Jurastudium in Aix-en-Provence. Von Nizza aus braucht der Bus fünf Stunden, und der Abschied von seiner Mutter ist herzzerreißend. In ihrem Schmerz kleben ihre Augen regelrecht auf seinem Gesicht und ihr Mund ist geöffnet in einem Ausdruck schmerzlichen Unverständnisses („… les yeux rivés á mon visage, la bouche ouverte dans une expression de douloureuse incomprehension“).
Einige Jahre später bietet Romain der Pariser Wochenzeitung Gringoire eine Kurzgeschichte mit dem Titel „L’Orage“ (Der Sturm) an. Gringoire ist ein erfolgreiches, aber umstrittenes Blatt, das offen antisemitische Tendenzen pflegt, andererseits jüdische Autoren publiziert. Romains Geschichte wird ein voller Erfolg. Auch sein emotionales Leben kommt nicht zu kurz. Er lernt eine bezaubernde Schwedin namens Brigitte kennen und taumelt in eine Liaison mit ihr, bis er am Ende ernüchtert feststellt, dass sie nicht nur verheiratet ist, sondern auch einen kleinen Sohn hat.

Freiwillig zur Luftwaffe
Währenddessen überschlagen sich die politischen Ereignisse in Europa. Hitler und Stalin teilen sich Polen, und es beginnt das, was man in Frankreich la drôle de guerre nennt, der Sitzkrieg im Westen vor dem großen Sturm. Als Freiwilliger meldet sich Romain zur Luftwaffe und wird Offiziersanwärter. Mina sieht ihn schon im Range des Oberkommandierenden, als ihn ein herber Schicksalsschlag ereilt. Die Namen der jungen Männer, die die Pilotenprüfung geschafft haben, werden verlesen. Da hat Romain schon eine Vorahnung („Un atroce pressentiment glaça soudain mon coeur“): von fast 300 Kadetten ist er der einzige, der durchgefallen ist. Seine Einheit wird nach Bordeaux-Mérignac verlegt und er versieht nun seinen Dienst als Ausbilder für Bordnavigatoren. In diesen Tagen naht der endgültige Abschied von seiner Mutter. Mina versucht, ihre schwere Krankheit vor ihm zu vertuschen und scherzt, sie sei ein alter Gaul, der noch lange durchhalte. Ihre Abschiedswort spricht sie auf Russisch: я благословляю тебя (ya blagoslovlyayu tebya) „Ich segne dich“.

Der dritte Teil
Im Juni 1940 versucht Romain, die unausweichliche französischen Niederlage gegen die Wehrmacht innerlich zu verarbeiten. Unvorstellbar, dass Frankreich diesen Krieg verlieren konnte, noch dazu so schmählich in nur sechs Wochen („L’idée que la France pouvait perdre la guerre ne m’était jamais venue“). Noch hat Frankreich Truppen in den Kolonien stationiert, und er wird mit dem Geschwader nach Nordafrika verlegt. Von diesem neuen Standort aus versucht er, nach England zu fliegen, um von dort aus den Kampf weiterzuführen, weil von Marokko aus kaum ein Eingreifen möglich ist. Auf der Piste wird er von der Militärpolizei bemerkt. Er ergreift die Flucht und taucht in Bousbir unter, dem europäischen Rotlichtviertel von Meknès. Von dort führt ihn eine abenteuerliche Reise bis nach Glasgow, wo er sich den Freien Französischen Streitkräften unter der Führung von Charles De Gaulle anschließt. Über die Feldpost erhält er regelmäßig Briefe von seiner Mutter, die ihm Mut machen. Ihr selbst kann er seine Enttäuschung darüber nicht verhehlen, dass er nur selten zu Einsätzen abkommandiert wird. Dann heißt es wieder Nordafrika für ihn, wo sich die Alliierten Rommels Afrikakorps entgegenstemmen.
Von einer Typhuserkrankung genesen, nimmt er seinen Platz in der Staffel wieder ein und kehrt 1943 nach England zurück. Freudig erfährt er, dass sein Roman ins Englische übersetzt und veröffentlicht werden soll. Noch ganz andere Lorbeeren werden ihm für seinen Einsatz für Frankreich zuteil: Charles De Gaulle zeichnet ihn mit dem Croix de la Libération aus, dem zweithöchsten französischen Militärorden.
Der Krieg geht zu Ende und Romain wird zum Botschaftssekretär befördert. Somit haben sich die Prophezeiungen seiner Mutter erfüllt: er ist zum Helden Frankreichs geworden und nun im diplomatischen Corps angekommen. Verzweifelt versucht er, in den Wirren der Zeit seine Mutter wiederzusehen, doch vergebens. Da stellt sich heraus, dass Mina in Wirklichkeit seit drei Jahren tot ist. Im Bewusstsein ihrer unheilbaren Krankheit hat sie die 250 Briefe an ihn im Voraus geschrieben und dafür gesorgt, dass sie ihm an seine Einsatzorte zugestellt wurden.
Genauso empfehlenswert wie das Buch ist die Verfilmung des Romans aus dem Jahr 2017 mit Charlotte Gainsbourg in einer Glanzrolle als Mina Owczynska.

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