Ein schräges Buch
Bücher, in denen 75jährige Frauen und ihr hundertjähriger Vater die Hauptrolle spielen, findet man nicht allzu häufig. Doch von einer Autorin, die sich den Feminismus auf die Fahnen geschrieben hat, kann man sicherlich Außergewöhnliches erwarten. Und nicht umsonst ist Angela Carter auch als Verfasserin von Märchen- und Kinderbüchern hervorgetreten, wo sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnte. So ist es auch bei „Wise Children“ (deutscher Titel: „Wie’s uns gefällt“, nicht zu verwechseln mit „Wie es uns gefällt“ von Peter Ackroyd!). Schon allein der Hintergrund, eine schräge Familie von Künstlern und Schauspielerinnen, lässt großes Kino jenseits von bürgerlicher Moral erahnen. Schrill und papageienbunt geht es zu, die Ereignisse scheinen sich planlos zu überschlagen und doch steckt vieles aus dem Bildungskanon darin. Shakespeare ist allgegenwärtig, und wenigstens grobe Kenntnisse seiner Stücke sind von Vorteil, will man die zahlreichen Wortspiele und Anleihen beim alten William richtig würdigen. Ein Füllhorn des prallen Leben ist die Geschichte voll von freizügigen Passagen, in denen oft Frauen die Initiative übernehmen, aber auch Opfer übergriffiger Männer werden. Man sollte dabei nicht übersehen, dass Angela Carter kurz nach der Vollendung dieses letzten Romans (1991) mit gerade einmal 51 Jahren an Krebs verstarb und hier noch einmal alle Register clownesker Lebenslust zog.
Good morning! Let me introduce myself. My name is Dora Chance. Welcome to the wrong side oft he tracks.“ Willkommen auf der verkehrten Seite der Schienen. Man weiß also von Anfang an, welche skurrile Geschichte einen nun erwartet. Am 75. Geburtstag der eineiigen Zwillinge Dora und Nora Chance erzählt Dora einiges aus ihrem langen Leben in der Theater- und Filmwelt. Dieser Tag, der 23. April, ist auch der 100.Geburtstag ihres leiblichen Vaters Melchior Hazard (= Risiko) und seines zweieiigen Zwillingsbruders Peregrine (= Pilger), von dem man lange Zeit glaubte, dass er tot sei. Das Datum ist auch der angebliche Geburtstag von Shakespeare. Die Schwestern haben es nie zu Showgrößen geschafft und ihr einziger Reichtum ist das Haus, das ihnen ihre Ziehmutter vererbte.

Ein langer Rückblick- vertrackte Familienverhältnisse
Während des Geburtstags erinnert Dora sich aller möglichen skurrilen Ereignisse und Begegnungen während ihres Lebens im Showgeschäft. Sie berichtet vom Leben ihres Vaters Melchior, der zu den berühmtesten Shakespeare-Darstellern zählt und schließlich geadelt wird, von der äußerlich weniger glamourösen Karriere ihres Onkels Perry als Varietékünstler und Alleinunterhalter, der sein Vermögen außerhalb des eigentlichen Showgeschäfts macht. Eines der Leitmotive des Romans sind Inzest und ungeklärte Elternschaften, gefühlskalte Väter und liebevolle Ersatzväter. Daher spielt die Geschichte ihres leiblichen Vaters, Melchior Hazard, ihres rechtlichen Vaters, Peregrine „Perry“ Hazard, und ihres Vormunds, Grandma Chance (=Zufall) eine wichtige Rolle in Doras Lebensbeschreibung. Als Melchior in den 1920er Jahren Bekanntheit als Shakespeare-Interpret erlangt, weigert er sich, seine Töchter anzuerkennen, die stets als die Töchter Perrys angesehen werden. Die Zwillinge fühlen sich durch Melchiors Ablehnung zutiefst verletzt. Dagegen steht die Zuneigung Perrys, der die Vaterfigur der Zwillinge wird. Das hält ihn aber nicht davon ab, später mit seinen Ziehtöchtern in die Kiste zu steigen.
Melchior Hazard, der sich um die beiden Mädchen nie gekümmert hat, ist froh, sie an seinen Bruder „abtreten“ zu können. Seine Vaterschaft steht zwar fest, aber ganz unklar ist- und das ist das wirklich Erstaunliche! – wer die Mutter der beiden ist. Melchior hat nämlich während des Ersten Weltkriegs mit dem Zimmermädchen „Pretty Kitty“ geschlafen, die dann angeblich bei der Geburt von Dora und Nora verstarb. Ihre Vermieterin, „Grandma“ Chance nahm die Mädchen großzügigerweise an Kindes statt an. Möglich ist aber auch, dass sie wirkliche Mutter ist und „Kitty“ nur eine Erfindung.

Die Zwillinge zieht es auch zur Bühne
An Doras und Noras siebtem Geburtstag nimmt die Großmutter die beiden mit in eine Musikveranstaltung. Die Vorstellung hinterlässt bei den Mädchen „Sterne in den Augen“, und sie beschließen auf der Stelle, dass dies ihre Bestimmung sein soll. Im Theater entdeckt die Großmutter ihren Vater Melchior und macht die Zwillinge auf ihn aufmerksam. Sie sind sofort hingerissen von ihm und eine außergewöhnliche Beziehung der drei nimmt ihren Anfang.
Jahre später, die Mädchen sind dreizehn, begleitet Perry sie nach Brighton. Dort lässt sich Dora von Perry verführen, was sehr bedenklich ist, da sie noch ein Kind und er ihr Onkel ist. Während der Reise lernen sie Gorgeous George kennen, eine Persiflage auf das British Empire -der heilige Georg ist der Schutzpatron Englands. Seine Auftritte sind bekannt für ihren unflätigen Humor. So stellt George seinen Körper als eine tätowierte Weltkarte des Empire zur Schau, wobei ein Tanga in den Farben des Union Jack seine letzte Blöße bedeckt. Das Zentrum des Weltreiches liegt also hier…Perry bringt sie schließlich in die Garderobe ihres Vaters, der dort gerade ein Gastspiel gibt.

Börsenkrach und Ausflug nach Hollywood
Die Zwillinge werden erwachsen, Perry verliert sein Vermögen im Wall Street Crash von 1929 und die Mädchen sind gezwungen, ihr Geld durch Tanzen in den Music Halls zu verdienen. Auch Nora möchte alle kleinen Geheimnisse des Lebens kennen lernen und findet die passende Gelegenheit mit einem Schauspieler in einer dunklen Gasse. Am ihrem 17. Geburtstag bittet Dora Nora ihrerseits um einen „Kerl als Geburtstagsgeschenk“.
In den 1930er Jahren geht Melchior nach Hollywood und arbeitet an einer Verfilmung von Shakespeares Sommernachtstraum, in der Dora und Nora die Elfenfiguren Erbsenblüte und Senfkorn (Peaseblossom and Mustardseed) spielen. Die Produktion endet in einer Katastrophe, als Melchior seine erste Frau verlässt, um mit Daisy Duck, der Frau des Filmproduzenten Ghengis Khan (Dschingis), eine Liebschaft zu beginnen, die im Film die Titania mit ihm als Oberon spielt. Der Inhalt von Shakespeares „Sommernachtstraum“ wird also Realität mit Melchior als Elfenkönig und den Mädchen als Feen. Das Bäumchen-wechsle-dich Spiel der einzelnen Personen nimmt richtig Fahrt auf und gipfelt in der „Dreifachhochzeit“ wie in Shakespeares Vorlage: Nora mit dem jungen Tony, Dora mit Dschingis und Melchior mit Daisy Duck.

Die vierziger Jahre
Im Zweiten Weltkrieg kommt Oma Chance im Blitz über London ums Leben. Sie musste nämlich ausgerechnet bei einem Bombenangriff entgegen jeder Vorschrift zu ihrem Schnapsladen gehen, um Nachschub zu holen („She was taken out by a flying bomb on her way to the off-license“). Dora und Nora sind untröstlich, denn Grandma Chance war die einzige Person in ihrem Leben, für die sie echte Liebe empfanden. Jahre später findet die Party anlässlich des 21.Geburtstages der Zwillinge Saskia und Imogen statt, Melchiors vermeintlichen Töchtern mit Lady Atalanta aus seiner ersten Ehe. Melchior verkündet zum Verdruss von Saskia und Imogen seine Absicht , nun Lady Margarine, deren beste Freundin zu heiraten, die in seinem König Lear die Cordelia spielt. Das ist im Drama die Lieblingstochter des alternden Königs Lears (= Melchior), die ihn als einzige nicht enttäuscht. Die Ankündigung löst einen Familienstreit aus, in dessen Verlauf Perry auf Nimmerwiedersehen verschwindet. In derselben Nacht stürzt Lady Atalanta, Melchiors erste Frau, eine Treppe hinunter (Unfall? Fremdeinwirkung?) und ist für den Rest ihres Lebens an den Rollstuhl gefesselt; sie zieht bei Dora und Nora ein. Melchior bekommt mit Lady Margarine zwei weitere Zwillinge, Tristram und Gareth. Aus Rache lässt sich Saskia später auf eine inzestuöse Beziehung mit ihrem Halbbruder Tristram ein. Gareth wird hingegen Priester und verschwindet zunächst.

Zurück auf der Geburtstagsfeier
Nach all den Rückblenden sind wir wieder am Abend des Geburtstagsfeier. Der Tag endet mit dem Fest anlässlich des 100. Geburtstag von Melchior Hazard (der ja wundersamerweise am selben Tag wie seine Töchter Geburtstag hat). Nun endlich bekennt sich Melchior dazu, der leibliche Vater von Dora und Nora Chance zu sein. Gleichwohl sind Dora und Nora sich zunächst nicht ganz sicher, ob er es ernst meint, da überall Kameras und Nachrichtenteams zu sehen sind. Dann aber nehmen sie Melchiors spätes Eingeständnis seiner Vaterschaft mit großer Freude auf. Auch hier erscheinen einige Personen unerwartet mit extravaganten, clownesken Auftritten. Melchiors Ex-Frau Daisy Duck ist die erste, die mit einem Bataillon von Trompetern und gambischen Tänzern auftritt. Bevor Melchior seine Geburtstagstorte anschneiden kann, klopft es an der Tür. Magier Perry taucht plötzlich auf wundersame Weise wieder auf – man darf nicht vergessen, dass er für tot gehalten wurde – und versetzt der Gefühlsduselei um Melchiors Vaterschaft einen herben Dämpfer, denn er ist der wirkliche Vater der beiden: „They’re mine, Melchior, little monsters that they are. Forgive me, Melchior.“ Dann lässt Perry Schmetterlinge fliegen, einen Schmetterling für jede Person auf der Party, und wuchtet eine lange Kiste heran. Als er sie öffnet, tritt die schöne Tiffany heraus. Auch sie war seit dem ersten Kapitel totgesagt, und ihr Erscheinen führt zu Tränen der Rührung bei den Gästen.

Ein Feuer, das niemanden schrecken kann
Durch eine brennende Zigarre fängt ein Tischtuch langsam Feuer. Da kein Kellner den Brand bemerkt, geht das Haus schließlich in Flammen auf und die Gäste retten sich nach draußen. Dora und ein junger Mann springen nackt aus dem Fenster und setzen ihr Liebesspiel draußen fort, während wenn das Haus vor aller Augen abbrennt. Man darf nicht vergessen, dass Dora 75 Jahre alt ist… Dies ist nur ein Beispiel für die vielen karnevalesken Episoden in dem Buch, die sehr an den magischen Realismus lateinamerikanischer Autoren erinnern. So auch die Szene Jahre zuvor, als Perry die beiden Mädchen hochhebt und mit ihnen einen Salto rückwärts durchs Fenster dreht. Die Festgäste, die sich alle ins Freie retten konnten, feiern weiter, als ob nichts passiert wäre.
Nach der Katastrophe, bei der allerlei Wertgegenstände zerstört werden, beklagt Melchior lediglich den Verlust einer Papierkrone, die einst seinem berühmten Vater Ranulph gehörte. Perry rettet daraufhin sowohl Nora als auch die Papierkrone aus der brennenden Ruine. Die Tatsache, dass Nora kaum bekleidet ist, deutet darauf hin, dass auch die beiden sich gerade eben noch vergnügt haben. Die ganze absurde Szenerie, die Vermischung von Katastrophe (die niemanden wirklich erschreckt) und Erotik (in den groteskesten Formen und Situationen) unterstreicht erneut den burlesken Charakter des ganzen Buches.

Auch Nora und Dora bekommen nun Nachwuchs
Nach neuen Turbulenzen stellen Nora und Dora Fragen nach den Familienverhältnissen und wer eigentlich die Eltern von wem sind. Lady A offenbart, dass Peregrine auch der Vater von Saskia und Imogen ist. Perry, der ja auch 100 wird, hat sich blendend gehalten es ist jedem klar, wieso er stets ein Geheimtipp unter Frauen war: „Even in old age, it was easy to see why Peregrine had always had such a success with women.“ Glücklicherweise ist Melchior durch seine Pappkrone mit dem Leben versöhnt und keiner denkt mehr an die familiären Turbulenzen, die das Ganze als eine märchenhafte Fortsetzung des Sommernachttraums erscheinen lassen.
Um noch eins draufzusetzen, zieht Perry plötzlich zwei Zwillingsbabys aus seiner Manteltasche und übergibt sie Dora und Nora. Es sind die Kinder des verschwundenen Sohnes Gareth aus Melchiors dritter Ehe. Somit sind Nora und Dora am Ende dieses Tages also selbst zu Ziehmüttern eines jungen Zwillingspaares geworden, was die beiden in ihrer Absicht bestärkt, weitere 20 Jahre leben zu wollen. In einem fröhlichen Lied rufen sie ihren Patenkindern zu, dass sie ihnen nichts als Liebe geben können:
We can’t give you anything but love, babies,
That’s the only thing we’ve plenty of, babies

Dora und Nora gehen mit den beiden Babys nach Hause zurück und fangen mitten auf der Straße wiederum an zu singen und zu tanzen.
Der Roman endet mit dem Satz: „Was für eine Freude ist es zu tanzen und zu singen!“ What a joy it is to dance and sing!

https://www.medimops.de/angela-carter-wie-s-uns-gefaellt-taschenbuch-M03404920627.html
https://www.amazon.de/Wise-Children-Angela-Carter/dp/0099981106

Weitere Buchtipps:

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Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. Wise Children

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

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Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

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Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand. On Chesil Beach

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía

Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

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Über den Autor ANAKREON

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