Aphrodite wehrt mit Eros‘ Hilfe den zudringlichen Pan ab. Insel Delos, etwa 100 v.Chr.

Der geschichtliche Hintergrund
Viele der Älteren aus der Generation 60 Plus erinnern sich noch an ihre Kindheit im NS-Schreckensregime. Künstler und Literaten versuchten auf ihre Art, das Unsagbare in Worte zu fassen. Franz Werfel, (1890 – 1945) war einer der bedeutendsten unter ihnen. Geboren in Prag, befreundet mit Franz Kafka und verheiratet mit Alma, der Witwe Gustav Mahlers, kehrte er als unerwünschter Jude nach der Einverleibung Österreichs ins „Dritte Reich“ nicht mehr nach Wien zurück, sondern floh über Umwege nach Kalifornien. Er war einer der erfolgreichsten Exilautoren deutscher Sprache.
Die Handlung beginnt im Wien des Jahres 1939, d.h. ein Jahr nach dem sogenannten „Anschluss“ an Nazideutschland. Leonidas Tachezy ist hoher Beamter im Kultusministerium. Er hat eine unglaubliche Kariere hingelegt, stammt er doch aus kleinen Verhältnissen. Durch Fleiß, Glück und „die richtigen Beziehungen“ gelangte er an seinen Vorzeigeposten im höheren Staatsdienst. Schon in jungen Jahren fiel er in der guten Gesellschaft durch geschliffene Umgangsformen, Charme und gutes Aussehen auf. Besonderen Eindruck machte er als Tänzer, wobei ein glücklicher Umstand ihm besonders zugutekam: ein jüdischer Freund beging Selbstmord und hinterließ Leonidas seinen Frack. Mit diesem Kleidungsstück als Eintrittskarte zu den Wiener Tanzbällen erregte er bald Aufsehen, unter anderem dadurch, dass er die Rechtsdrehung im Wiener Walzer traumhaft beherrschte und sich die charmanten Tanzpartnerinnen nur so aussuchen konnte. Unter ihnen war auch Amelie Paradini, die reichen Erbin eines gewaltigen Unternehmens. Gegen den Widerstand ihrer reichen Verwandtschaft heiraten die beiden, die Ehe indes bleibt kinderlos.

Ein ominöser Brief trifft ein
Mittlerweile ist Amelie 38 und Leonidas feiert einen ganz besonderen Anlass: seinen fünfzigsten Geburtstag. Eine große Menge von Glückwünschen trifft ein, darunter ein Kuvert, das Leonidas sofort erstarren lässt. Seine Adresse steht in einer feinziselierten Frauenschrift in blassblauer Tinte auf dem Umschlag. Leonidas steckt seine Post ein und nimmt sie mit ins Büro. Die Handschrift ist eindeutig die von Vera Wormser, die er in seiner Studienzeit kennenlernte. (Notabene: Worms war Sitz der ältesten jüdischen Gemeinde Deutschlands, womöglich Europas). Im Haus der wohlhabenden jüdischen Familie gab er Veras Bruder Nachhilfeunterricht und wurde auch zu den Mahlzeiten eingeladen. Auf seine plumpen Nettigkeiten reagiert die Fünfzehnjährige schroff und abweisend: „Immer, wenn mich bei Tisch ihre Augen streiften, erstarrte ich unter dem arktischen Kältegrad ihrer Gleichgültigkeit“.
Sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder, und zwar in einer Pension in Heidelberg. Vera, inzwischen 22 Jahre alt, studiert dort Philosophie. Leonidas ist seit einem Jahr mit Amelie verheiratet. Sie muss plötzlich zu ihrer kranken Großmutter reisen und Leonidas fährt nach Deutschland, um sich ein Bild vom Stand der Lehre an den dortigen Universitäten zu machen. Seine alte Verliebtheit flammt sofort wieder auf, und zu seinem freudigen Erstaunen steht ihm nun eine gänzlich veränderte Vera gegenüber. Nicht nur seelisch, auch körperlich kommt sie seinen Vorstellungen von weiblicher Schönheit näher als Amelie, die ständig hungert, um „schlank und schön“ für ihn zu bleiben. Veras elfenhaft zarte Figur schlägt ihn sofort in ihren Bann, er schwärmt für solche Frauen, „insbesondere dann, wenn sie mit einem besonnenen und unerschrockenen Geiste gepaart sind.“

Die Affäre mit Vera
Nach einigen Tagen gemeinsamer Unternehmungen schlafen die beiden miteinander. Leonidas, der Vera nichts von seiner Ehe erzählt hat, wird zwar von Gewissensbissen geplagt, doch er bedauert nichts, denn der Rausch der Gefühle reißt ihn hinweg. Sein Lügengebäude hält stand, denn die „Wochen mit Vera bedeuten die wahre Ehe meines Lebens.“ Als attraktiver und erfolgreicher Mann hat er im Laufe seiner Ehe noch andere kleine Liebschaften, die aber an Leidenschaft mit der Affäre mit Vera überhaupt nicht zu vergleichen sind. Womöglich glaubt er selbst an seine Liebesschwüre und Zukunftspläne beim Abschied von ihr, als er verspricht, sie in zwei Wochen holen zu kommen. Aus den Augen, aus dem Sinn: In Wien ist alles wieder vergessen. Drei Jahre später erhält er einen Brief von Vera, den er aber vernichtet, da er nichts Gutes vermutet und einer etwaigen Entdeckung durch Amelie zuvorkommen will. Um sich selbst und sein schändliches Verhalten zu rechtfertigen, schiebt er diesen Brief auf die fehlende Diskretion der „Israeliten“, denen es am nötigen Taktgefühl fehlt, „… an dieser feinen Kunst, dem Nebenmenschen keine seelischen Scherereien zu bereiten.“
Hilfe für einen jungen Mann gesucht
Weitere 15 Jahre später, ausgerechnet an seinem 50.Geburtstag, erhält er also wiederum Post von Vera. Diesmal öffnet er den Brief in aller Heimlichkeit und ist zunächst über den sachlich- distanzierten Ton erleichtert, worin Vera eine Bitte an ihn Sektionschef im Kultusministerium richtet. Es gehe um einen „begabten jungen Mann“, schreibt sie, der im nationalsozialistischen Deutschland seine Schulausbildung nicht abschließen dürfe. Leonidas möge sich dafür einsetzen, dass er das Gymnasium in Österreich beenden könne. „Der junge Mann wird Ihnen dann zu gewünschter Zeit seine Aufwartung machen und die notwendige Auskunft geben.“ Einen Gefallen soll er ihr also tun! Dafür nun das innere Erdbeben! Doch dann stutzt er. Ein Jude also! Zählt nicht jedes Kind einer jüdischen Mutter als Jude? Könnte dieser junge Mann- das Alter passt ja genau! – nicht am Ende sein eigener Sohn sein, den er mit einer Jüdin gezeugt hat? Es muss so sein! Leonidas beschließt, sich für Veras Anliegen einzusetzen. Der Gedanke, ein Kind zu haben, erfüllt ihn plötzlich mit Stolz und Freude, auch wenn es „nur“ ein Sohn mit einer jüdischen Mutter ist. Seine große Sorge ist nun, wie er Amelie das ganze schonend beibringen kann. Er muss es ihr beichten, einen Sohn, noch dazu hier in Wien unter seinen väterlichen Blicken, kann er nicht verstecken. Wiederum versucht er sich selbst reinzuwaschen, indem dreht er den Spieß umdreht und Amelie selbst Untreue unterstellt. Seine Phantasiebilder wachsen sich zu wahren Horrorgemälden aus, in denen er sich selbst als bedauernswerter, gehörnter Ehemann sieht. Das Hohngelächter seiner Frau hört er als Echo von allen Seiten widerhallen. Rasend vor Eifersucht durchwühlt er ihre Notizen und Briefe, findet aber rein gar nichts, im Gegenteil: Beweise von Amelies tiefer Zuneigung und naiver Sorge um ihn. Als sie ihn in flagranti erwischt, wird sein Geständnis, das er soeben ablegen möchte, von der Essensglocke unterbrochen.

Amelies Eifersucht rettet die Lage
Die Atmosphäre bei Tisch steht weiter unter Hochspannung, wobei Amelie einräumt, der Grund ihrer Reizbarkeit liege in jenem Brief „mit einer verstellten, verlogenen Weiberschrift“, den sie am Morgen sehr wohl registriert habe. Welch glückliche Fügung! Er gibt ihr den Brief mit der Geste der verfolgten Unschuld und sie gesteht unter Tränen, was sie sich alles ausgemalt habe, sein Doppelleben mit Vera, ihre Intrigen gegen sie- und nun das: eine alte Bekannte bittet ihren Mann im Kultusministerium um einen Gefallen für einen verfolgten jüdischen Schüler! So nimmt Amelie alle Schuld an diesem Ehestreit auf sich und bestürmt ihn regelrecht, dieser „unschuldigen Dame“ die erbetene Hilfe zukommen zu lassen, nachdem er ihr erklärt hat, dass er sie aus seinen Tagen als Hauslehrer bei Familie Wormser kennt. Mit seinem sprichwörtlichen Glück hat er sich also auch aus dieser Schlinge befreit, für ein Geständnis seiner Verfehlungen sieht er nun keinerlei Anlass.

Begegnung mit Vera nach langer Zeit
Daher macht er sich auf in Veras Hotel, wo er ihr einen Strauß Teerosen überreicht, die sie kühl beiseite stellt. Der sonst so wortgewandte und weltmännische Leonidas beginnt von seiner Pflicht zu stammeln, der „Gnädigsten“ (beide siezen einander wie Fremde) helfen zu wollen.
Vera nimmt sein Angebot ohne Gefühlsregung an. Zu seiner freudigen Überraschung teilt sie ihm mit, dass sie in wenigen Tagen Europa in Richtung Uruguay verlassen werde, da man ihr in Montevideo einen Dozentenstelle angeboten habe. Sie ist also vollkommen aus dem Schussfeld, und es können sich keine peinlichen Begegnungen mit Amelie ergeben! Plump merkt er an, das Leben in Deutschland sei in der Tat nicht sehr erfreulich, worauf sie erwidert, für die meisten Deutschen sei es schon recht angenehm, nur eben für Juden nicht. Leonidas bietet ihr daraufhin an, dass sich der junge Emmanuel am nächsten Tag bei ihm im Ministerium melden solle. Er verspricht ihr feierlich, „die Sache“ werde geregelt. Da plötzlich stellt sich heraus, dass Emmanuel überhaupt nicht ihr gemeinsames Kind, sondern der Sohn von Veras bester besten Freundin ist, die kürzlich verstarb. Für Leonidas hätte es nicht besser kommen können! All seine Befürchtungen lösen sich in Luft auf. In dieser Gewissheit tönt er vollmundig, „…der Sohn Ihrer armen Freundin wird von mir gehalten werden wie Ihr eigener Sohn, wie mein eigener Sohn. Danken Sie mir nicht. Ich habe Ihnen zu danken. Sie machen mir das großmütigste Geschenk …“

Der Inhalt des ersten Briefes
Vera hat nicht die Absicht, ihm zu danken, sondern steht wortlos in dem langsam ins Abenddunkel gleitenden Saal. Sie scheint darauf bedacht, das Gespräch nun beenden und den Raum stumm zu verlassen. „Die Ungeheuer der Möbel zerschmolzen zu formlosen Massen. …. Nur die Teerosen strahlten noch immer ein stetiges Licht aus. Leonidas fühlte, es wäre am geschicktesten, sich jetzt davon zumachen. Alles Sagbare war ja gesagt. Jeder weitere Schritt musste auf moralisches Rutschgebiet führen. Veras steife fremde Haltung verbot die geringste sentimentale Anspielung. Der einfachste “Takt” erforderte es, sich unverzüglich loszulösen und ohne jeden schweren Ton zu empfehlen. Da die Frau jene Episode aus ihrem Leben gestrichen hatte, warum sollte er selbst auf sie zurückkommen? Er sollte sich im Gegenteil freuen, dass die gefürchtete Stunde so glimpflich verlaufen war, und rasch einen würdigen Abschluss suchen.” Wie ein unausgesprochener Vorwurf steht Vera immer noch im Raum, als Leonidas in törichter Manier seine Ehre zu retten versucht und ihre heilige Schwüre ablegt, wie sehr er sein Verhalten bereut habe und jeden Tag an sie denke – und dann gesteht er, fast habe er ihren heutigen Brief ebenso zerrissen wie den von 15 Jahren. Als das Wort dem Mund entflohen, ist ihm bewusst, wie sehr er sich selbst bis ins Mark in all seiner Schäbigkeit entlarvt hat. So spricht Vera nun die Worte, deren sie ihn eigentlich für nicht würdig hält: „‘Das war sehr praktisch von Ihnen, damals‘, sagte sie, ‚meinen Brief nicht zu lesen. Ich hätte ihn gar nicht schreiben dürfen. Aber ich war ganz allein und ohne Hilfe in den Tagen, als das Kind starb …‘“ Sie hatte also doch ein Kind von ihm, das aber nur zweieinhalb Jahre alt wurde. Sie war in tiefster Not. Er zerriss ihren Brief ungelesen.

Leonidas in seiner Schändlichkeit selbst entlarvt
Leonidas‘ schäbige Hülle, der Erfolg, der an ihm zu kleben scheint, seine Stellung in der guten Wiener Gesellschaft: alles fällt wie alter Putz von ihm. Er steht nur mit geschlossenen Augen da, und als er sie wieder öffnet ist Vera verschwunden. Abends in der Oper bemerkt Amelie, dass ihr Mann um Jahre gealtert erscheint. Sie befürchtet, ihre Eifersuchtsszene beim Essen habe ihm so zugesetzt. Kaum erkennt er die Damen und Herren der feinen Gesellschaft, die ihn von allen Seiten ehrerbietig grüßen. Er ist zerknirscht und gleichzeitig erleichtert, dass er wieder einmal die Gelegenheit, vor anderen mit sich und seinem Gewissen ins Reine zu kommen, hat verstreichen lassen. Einmal im Leben zu seiner Verantwortung zu stehen, einmal Demut üben und sich selbst die Maske seiner Lebenslügen vom Gesicht reißen- dazu fehlt ihm die innere Größe. Sein Vater, Gymnasiallehrer und sehr belesen, vermachte ihm neben der Gesamtausgabe der griechisch-römischen Klassiker den Namen Leonidas in Anlehnung an den unerschrockenen Heerführer der Spartaner bei den Thermopylen. Dazu passt so gar nicht der Nachname Tachezy- oder etwa doch: tschechisch „tacest“ bedeutet taktlos… Verantwortung für andere, sein eigenes Ego hintanzustellen wie der große Spartanerkönig, sind aber nicht die Sache dieses Helden. Er schläft während der Oper ein im Bewusstsein, „… dass heute ein Angebot zur Rettung an ihn ergangen ist, dunkel, halblaut, unbestimmt, wie alle Angebote dieser Art. Er weiß, dass er daran gescheitert ist. Er weiß, daß ein neues Angebot nicht wieder erfolgen wird.“

Gebundene Ausgabe

Verfilmung von 1984

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Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

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Buchtipp: Romain Gary, Frühes Versprechen. La promesse de l’aube.

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Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

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Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen

Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

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Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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