Birgit Vanderbeke wurde 1956 im brandenburgischen Dahme geboren und siedelte 1961 mit ihrer Familie nach Westdeutschland um. In Frankfurt/Main studierte sie Jura und Romanistik. Für einen Auszug aus der Erzählung »Das Muschelessen« wurde ihr 1990 der Ingeborg-Bachmann-Preis zuerkannt. Die Geschichte des Zusammenbruchs eines scheinbar intakten Familienidylls und der Demontage des abwesenden autoritären Vaters ist bis heute das bekannteste Werk Birgit Vanderbekes. Seit 1993 lebte sie als freie Schriftstellerin in ihrer Wahlheimat Südfrankreich und veröffentlichte Romane und Erzählungen. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter 2007 die Brüder-Grimm-Professur der Universität Kassel. Mit nur 65 Jahren verstarb sie Ende 2021.
Birgit Vanderbeke bei einer Lesung. Quelle:wikipedia
Ein Lehrstück deutscher Geschichte
Birgit Vanderbekes Erzählung Das Muschelessen erschien im Jahre 1990, also zur Zeit der beginnenden Auflösung der ehemaligen DDR und schildert in einer gewissen Analogie den Zerfall einer autoritär geführten Familie. Es ist also mehr als nur ein Familiendrama, das sich im Laufe von nur wenigen Stunden abspielt und aus dem kritischen Blickwinkel der fast erwachsenen Tochter erzählt wird. Auffallend ist, dass die Erzählweise einer mündlichen Rede gleicht, wobei eine Sequenz an die andere gereiht wird, mit oft stakkatohaften Wiederholungen, als ob jemand ein Gerichtsprotokoll mitstenographiert hätte. Dabei lässt sich die Handlung nicht nur als psychologische und soziale Betrachtung einer deutschen Durchschnittsfamilie deuten, sondern auch als eine politische Momentaufnahme vor dem Mauerfall. Ganz so wie die staatlichen Organe des SED-Staates plötzlich verschwunden sind, warten die „Untertanen“ vergebens auf die Rückkehr ihres „Vorgesetzten“ von einer wichtigen Dienstreise, die ihm zur erhofften Beförderung verhelfen soll. Wie in der Biographie der Autorin vorgezeichnet, lebt die Familie nach ihrer Flucht aus der DDR in Westdeutschland. Auch wenn der Vater (keine der Personen trägt einen Namen, sie gleichen eher Typen als Individuen) sich von seinem alten Staatsgebilde losgesagt hat, hat er mit dessen Führung mehr gemein, als ihm bewusst ist: es gilt nur seine Meinung, Kritik ist subversiv und die wachsamen Augen der Stasi sind überall. Und doch beweist dieses Denkmuster nur die Richtigkeit eines Satzes von Epikur, den dieser bereits 2.500 Jahre zuvor ausgesprochen hat: „Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.“

Warten auf Godot
Die fast erwachsene Tochter, ihr jüngerer Bruder und ihre Mutter, von Beruf Lehrerin, bereiten in der Küche das Abendessen vor, einen Topf Muscheln, die Leibspeise des Vaters. Die ersten Szenen sind von einer gelassenen Heiterkeit geprägt, die alles andere erwarten lassen als die Abrechnung mit einem Despoten. So erinnert sich die Tochter an die lustigen Abende, wenn es Miesmuscheln gab und die Eltern beim Putzen der Schalentiere übermütig herumschäkerten und einander mit lasziven Anzüglichkeiten aufzogen und neckten. Doch mittlerweile herrscht auf diesem Kasernenhof ein anderer Ton. Der herrschsüchtige Vater taucht wider Erwarten nicht pünktlich wie angekündigt auf. Die Zeit vergeht und die Gespräche werden immer angeregter, nicht zuletzt, weil zwei Flaschen Wein geköpft werden. Als der Abend zu Ende geht und das Telefon endlich klingelt, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Während der Vater also weiterhin auf sich warten lässt, wird der Tochter plötzlich bewusst, wie sehr die Mutter ihren ganzen Tagesablauf auf ihn ausgerichtet hat, wenn sie ihn abends erwartet. Dann ist sie ausgesprochen streng und duldet keine gefühlshaften Äußerungen, weil der Vater „Gefühlsduseleien“ nicht ausstehen kann. Nur dann, wenn die Mutter mit ihren beiden Kindern allein ist, zerbröckelt die Fassade eines emotionslosen Lebensernstes und die drei genießen die Freiheit eines ehrlichen Gesprächs.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Punkt 18 Uhr soll das Essen auf dem Tisch stehen. Bereits drei Minuten nach 18 Uhr schwant der Tochter nichts Gutes, da der Vater nicht da ist. Ein Prinzipienreiter und Pedant wie er kommt grundsätzlich nicht zu spät. Die Tochter hegt darum den stillen Wunsch, dass der Vater überhaupt nicht nach Hause kommen möge, um die angenehme, lockere Atmosphäre nicht zu zerstören. Sie zögert, diese Hoffnung vor den anderen auszusprechen, weil sie befürchtet, jemand könnte sich beim Vater verplappern. Doch schließlich gibt sie ihre Gedanken freimütig zu, und zu ihrer Überraschung schließt sich ihr Bruder ihr an, und selbst die Mutter wird mutiger in ihrer Kritik an seinem Regiment. Je länger der Vater ausbleibt, desto offener werden die Gedanken, desto kritischer der Blick auf den Hausherrn und sein autoritäres Gehabe. Offensichtlich geht ein tiefer Riss durch diese vermeintliche heile Familienwelt. Vordergründig ist hier doch alles in Ordnung und geregelt. Warum hält er selbst sich nicht daran? Absprachen sind doch da, um eingehalten zu werden, und daher führt der Vater auch sonst ein sehr strenges Regiment, nach dessen Regeln die gesamte Familie gewohnt ist zu leben. Jeder muss sich dabei seinen Grundsätzen einer „richtigen“ Familie beugen, Widerspruch wird nicht geduldet.

Aus dem Leben eines Saubermanns
Zum Alltag gehören regelmäßige, meist sterbenslangweilige Sonntagsausflüge: „er hat schon beim Frühstück mit der Entfaltung seiner Vorstellungen angefangen und gesagt, heute fahren wir da und da hin, mein Bruder hat manchmal gemault, nicht schon wieder, aber dann ist der Sonntag für ihn schon sehr früh zu Ende gewesen.“ Gediegene Tischwäsche und klassische Musik vom Plattenspieler, wobei absolute Ruhe zu herrschen hat, gehören gleichfalls zu den Ritualen am Tage des Herrn. Vor allem Verdi hat es ihm angetan, doch die Mutter ist da ganz anderer Meinung, denn „wenn dieser Verdi im Wohnzimmer alle war, und dann hat sie gleich gelüftet, um die Reste vom Troubadour rauszulassen, sie hat es sehr unauffällig gemacht, Verdi ist doch das einzige, was man hören kann, hat mein Vater zum Schluss immer sehr befriedigt gesagt, während meine Mutter alles getan hat, um diesem abscheulichen Gefangenenchor zu entgehen.“ Dieser Chor besteht aus den drei Untertanen dieses gernegroßen Herrschers. Während er sich selbst mit seinen Kenntnissen in klassischer Musik brüstet, hat er für die musikalischen Ambitionen seiner Kinder nur Verachtung übrig. Was für ihn zählt, ist Mathematik und Ingenieurskunst. Dabei stellt er sich seinen Kindern als leuchtendes Beispiel selbst aufs Siegerpodest. Heutige Schulnoten seien ja gar nichts mehr wert, „und dann hat er seine Zeugnisse aus dem Schreibtisch geholt und verglichen, und wenn meins besser gewesen ist als seins, hat er es immer besonders gemerkt, diesen Leistungsverfall, und es ist ihm klargeworden, was er in meinem Alter schon alles gewusst und gekonnt hat, während ich von all dem in demselben Alter noch fast nichts oder nur sehr wenig gekonnt habe, weil ich Klavier gespielt und gelesen habe…“ Wer es nötig hat, die eigene Frau und Kinder zu erniedrigen, um sich selbst zu erhöhen, kann kaum das erreicht haben, wovon er stets träumte.

Die Plebejer proben den Aufstand
Verstößt ein Familienmitglied gegen die Hausordnung oder muckt gar dagegen auf, reagiert der Vater äußerst verstimmt und setzt seine Anordnungen durch, wenn nötig auch mit körperlicher Gewalt. Selbst Kleinigkeiten regelt er mit der Genauigkeit eines Zeremonienmeisters. Der Bruder empfindet das Schließen des obersten Knopfes am Hemdenkragen als besondere Schikane, doch da gibt es kein Pardon:“…mein Vater hat gesagt, so fängt es an mit den Sonderlichkeiten, es ist gar nicht in Frage gekommen, den obersten Hemdknopf offen zu lassen, weil mein Vater keinen Zweifel hatte, dass es so anfängt…“
Während seiner Dienstreise hat sich allerdings einiges in seinem Staat getan. Der festgefahrene Tagesablauf ist aufgehoben: Mutter, Tochter und Sohn essen, wie und wann sie wollen, die Mutter frönt nach Herzenslust ihrer Leidenschaft des Blumensammelns, was ihr Mann sonst mit Verachtung straft. Die Tochter liest offen und ohne Heimlichkeiten, der Sohn widmet sich ganz seinen musischen Interessen. Außerdem helfen beide Kinder der Mutter bei den Hausarbeiten, was sie normalerweise nicht wagen, da der Vater solche „minderwertigen“ Hausarbeiten als Tätigkeit für Dienstboten abtut. Da weiß seine Frau doch, welchen Stellenwert sie hat.

Ein mulmiges Gefühl macht sich breit
Je näher die Rückkehr des Vaters naht, desto unsicherer werden die drei und verfallen wieder in altgewohnte Muster. Vor allem die Mutter, die sich selbst als sehr gefühlsbetont sieht, blickt mit Furcht und großer Bewunderung zu ihrem Mann auf und würde es niemals wagen, gegen ihn aufzubegehren. Ihre Treue indes dankt er ihr nicht, ganz im Gegenteil, er schämt sich ihrer, da sie in „Gesellschaft“ linkisch und unsicher wirkt. Für ihn ist sie „alt, hässlich und unscheinbar, eine graue Maus, und dass mein Vater keinen Staat mit ihr machen kann, was er aber dringend hat machen müssen, alle Herren haben immer ihre Damen mitgebracht, wenn die Firma Betriebsfeste gemacht hatte, nur mein Vater hat meine Mutter nicht mitbringen können, weil mit ihr kein Staat zu machen war, und wegen der Sonderangebote und Ladenhüter, in denen sie gesteckt hat, sie hat auch die Umgangsformen nicht gut gekannt“, so dass er sich schon bis auf die Knochen blamiert fühlte. Aufgrund dieser hündischen Unterwürfigkeit verlieren beide Kinder immer mehr den Respekt vor ihr, zumal sie annehmen, dass sie ihre Rechtfertigungen für sein Verhalten nicht wirklich glaubt, denn zuweilen sagt sie, „ihr müsst auch das Gute sehen, er hat doch so viele gute Seiten, und dann hat sie gesagt, man muss doch auch Verständnis haben, uns aber ist an dem Abend das Verständnis ausgegangen und weggeblieben und nicht mehr wiedergekommen, wir haben gesagt, immer wir, wer hat denn Verständnis für uns, richtig kindisch und böse haben wir das gefragt.“

Die Macht verliert ihren Schrecken
Der Abend schreitet fort und der Familie kommt diese Warterei auf den Hausherrn immer alberner und sinnloser vor. Dieses selbstherrliche Verhalten eines Familientyrannen, der andere rund um die Uhr überwacht, es selbst aber nicht einmal für nötig hält, auch nur anzurufen und seine Verspätung zu entschuldigen, löst bei allen Beteiligten wachsende Ablehnung und inneren Widerstand aus. Zunächst unterhalten sie sich noch in gedämpfter Tonlage, aus Angst, der Vater könne unvermittelt den Raum betreten.
Doch dann öffnen die drei den Wein und tun sich daran gütlich. Je weiter die Stunde vorrückt, desto gelöster und aufsässiger werden sie gegenüber dem nicht anwesenden Oberhaupt der Familie. Immer stärker wird ihnen bewusst, dass sie sich dem Vater nicht mehr länger unterwerfen und sich von ihm schikanieren lassen wollen. Da er seine Familie sowieso nicht akzeptiert, wie sie ist und keiner es ihm recht machen kann, soll er sich doch eine andere suchen. Tochter und Sohn sprechen sogar offen aus, dass es ihre größte Freude wäre, wenn ihr Vater gar nicht mehr nach Hause käme. Es ist ihnen mittlerweile völlig gleichgültig, ob ihm etwas passiert sein könnte. Hauptsache, sie sind ihn endlich los.

Die Vergangenheit in die Tonne kloppen
Auch die nach Harmonie strebende Mutter schließt sich am Ende der Meinung ihrer Kinder an und ignoriert nach einem gewissen Zögern das Telefon, das kurz vor 22 Uhr plötzlich und penetrant klingelt. Kurz entschlossen wirft die Mutter die längst erkalteten Muscheln, die eigentlich keiner gern essen mochte, in den Müll: „und dann hat sie die Schüssel genommen, die den ganzen Abend mitsamt diesen ekligen Muscheln vor uns gestanden hatte, mit den Muscheln ist sie hinaus in die Küche gegangen, und wir haben nur noch gehört, wie die Schalen geklappert haben, das Telefon haben wir gar nicht gehört, nur noch, wie die Schalen geklappert haben, als meine Mutter die Muscheln in den Müll geworfen hat, dann ist sie wieder hereingekommen und hat zu meinem Bruder gesagt, würdest du bitte den Müll runtertragen?“
Alles ändert sich in dieser Familie an diesem Abend mit der Abwesenheit des Machthabers. Tröstlich ist es, dass Diktaturen irgendwann an ihr Ende kommen, und wenn es nur zufällige Ereignisse sind, die sie einläuten. So wie Günther Schabowskis versehentlich die Reisefreiheit für DDR-Bürger verkündet und dadurch eine Entwicklung ins Rollen bringt, die zur Auflösung des SED-Staates führt, ist die unerwartete Verspätung des Hausherrn der Auslöser für eine Familienrevolte mit offenem Schluss.

Weitere Buchempfehlungen:

Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben (De ridder is gestorven)

Buchtipp: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen

Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Buchtipp: Colette, Claudines Mädchenjahre. La Maison de Claudine

Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca.

Buchtipp: Helga Schubert, Vom Aufstehen

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

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Buchtipp: Markus Werner, Am Hang

Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr

Buchtipp: Margaret Mazzantini,Geh nicht fort

Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. (Wise Children)

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. Das kleine große Buch der Lebenskunst

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand.

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen


https://begeistert60plus.de/der-gaulschreck-im-rosennetz/

Buchtipp; Friedrich Nietzsche, Gesammelte Schriften

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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