Wilhelm Genazino (Quelle: Literaturhaus München)

Vor fünf Jahren verstarb Wilhelm Genazino, der als 1943 Geborener die Nachkriegszeit und die Wirtschaftswunderjahre als prägend erlebte. Als stiller Einzelgänger und Beobachter beschrieb er schrullige Käuze und Ereignisse in seiner Wahlheimat Frankfurt/M, meist Verlierer in der Glamourwelt der Mainmetropole, die sich mit ihren prekären Verhältnissen irgendwie arrangieren. Seine leicht depressiven, oft in Selbstmitleid zerfließenden Randfiguren erinnern in vielem an die Stadtneurotiker, wie Woody Allen sie unnachahmlich verkörperte- leicht autistisch, aber hochsensibel. Der Autor weiß, wovon der schreibt, hat er doch selbst viele Jahre lang ein äußerst bescheidenes Leben fristen müssen, bis – er war bereits 60! – sich größere Erfolge einstellten. 2003 erhielt er den Berliner Fontane-Preis, ein Jahr später den Georg-Büchner-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, 2007 folgte der Kleist-Preis.

Ein gescheit(ert)er Antiheld
Stilistisch zeichnet er sich durch eine Sprache aus, die unauffällig, aber von hoher Genauigkeit in der Beobachtung von Details ist, was so weit geht, dass er eine Reihe von eigenen Wortschöpfungen geprägt hat, wie Eheverwehung oder Herumschmerzen. Auch in seinem letzten Roman Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze (2018) bleibt er sich als meisterhafter Beobachter des alltäglichen Wahnsinns treu. Er beschreibt eigentlich Belangloses in hintergründiger Weise, was man teils stillvergnügt, teils mit Schaudern liest. Die Handlung ist wie immer dieselbe. Nicht umsonst hat Genazino stets darauf hingewiesen, er habe ja nur zwei Bücher in seinem Leben geschrieben. Also auch hier: Ein nicht mehr ganz taufrischer Mann mogelt sich durchs Leben, taumelt von einer Improvisation in die andere und sinniert über sein Leben. Er stolpert umher wie ein Virtuose des Scheiterns und zieht seine Leser mit ihn den Strom seiner Erinnerungen, die oft die Grenzen exhibitionistischer Offenbarungen überschreiten. Nicht nur privat, auch beruflich ist er nach eigenem Bekunden dreimal gescheitert: als Bibliothekar, Wertpapierhändler und Redakteur einer Provinzzeitung. Jetzt ist er also sechzig und arbeitslos. Dieser namenlose Ich-Erzähler neigt ganz offenbar dazu, die unerträgliche Schwere seines Seins wie eine Monstranz vor sich herzutragen.

Aus dem Leben eines Außenseiters
Sicherlich wäre es übertrieben, wollte man hier dezidiert autobiographische Züge hineinlesen, aber ein gewisser Hang zur Selbstbespiegelung des Autors ist, wie in all seinen Werken, nicht zu übersehen. Dafür gebührt ihm Respekt, denn sympathisch ist der Erzähler mit Sicherheit nicht. Er ist ein weinerlicher Egoist, der die Schuld für sein Scheitern stets bei anderen sucht. Zuweilen zeigt er sich als echter Kotzbrocken, der die Welt mit bissigem Spott oder arroganter Überlegenheit betrachtet- doch die Schwermut seiner Seele vermag er nur selten farbig zu übertünchen. Der Grund dafür sieht er in den Beschwernissen seiner Jugend: „Heute dachte ich oft, dass aus der Kargheit des Nachkriegs mein Affekt gegen die Gier der Zeit hervorging. Mit heftiger Missbilligung betrachtete ich die sogenannten Neureichen, die sich neue Autos, neue Fernsehapparate, neue Kleidung, neue Armbanduhren, neue Möbel kauften. Seit Anfang der sechziger Jahre herrschte kein Mangel mehr, aber die Menschen deuteten ihre überraschende Sattheit in einen Mangel um, als drohe ihnen in Kürze wieder realer Hunger…“ Die Ödnis des Nachkriegslebens ist für den Erzähler Lebenswirklichkeit geblieben. Er besitzt wenig, auch Freunde sind nicht vorhanden, ausgenommen seine ehemaligen Kollegen, doch wirkliches Interesse brachte er kaum für sie auf. Gnadenlos lautet seine Analyse: Sie heirateten früh und „verschwanden dann in der Gruft ihrer Familie.“ Seiner Meinung nach wird jeder nicht nur früher oder später vergessen, sondern bereits im Voraus vergessen.

Frauen am Wegesrand
Ein tragischer Charakter. Auch sein Verhältnis zu Frauen ist problematisch. Für ihn sind sie notwendige Nebenfiguren, an denen er sich abarbeitet, denn im Hintergrund sieht er seine Mutter, wie sie ihn zu „beherrschen“ suchte. So spielt seine Exfrau Sibylle eine zentrale Rolle in dem Roman, denn trotz der Trennung verkehren sie regelmäßig miteinander, und zwar in jeder Hinsicht. Feste Beziehungen haben seiner Meinung nach keine Chance. Als Sibylle lange vor der Trennung von der „wankenden“ Ehe ihrer Schwester erzählt, die zwei Kinder hat, schießt es ihm durch den Kopf: „Es weiß doch jeder, dass es fast nur noch wankende Ehen gibt, deswegen muss man doch nicht extra heiraten!“ Der Gedanke, auch Sibylle könne schwanger werden, war ihm ein Graus, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie seiner Mutter in vielen Belangen ähnlich war. Obwohl sie mittlerweile getrennt sind, fühlt er sich von ihr gehetzt und bedrängt, so dass er insgeheim nach einer „sanfteren“ Frau Ausschau hält. Doch die Auswahl ist nicht sehr groß, die Wiese abgegrast, und er selbst ist alles andere als eine gepflegte, präsentable Erscheinung. Gleichwohl tut er sich viel darauf zugute, wenigstens auf diesem Gebiet erfolgreich zu sein (er habe ja Kraft für drei Frauen!), doch wenn man genauer hinschaut, sind seine Frauen allesamt tragische Gestalten, genauso gescheitert wie er selbst.

Tägliche Selbstbetrachtungen
„Ich war jetzt ein nicht mehr ganz junger Junggeselle, ich brachte regelmäßig meine verschwitzen Hemden in die Wäscherei, bezahlte meine niedrigen Telefonrechnungen, ich kaufte mir gelegentlich eine Krawatte oder Socken, die ich nicht brauchte. Manchmal, nachts, verließ ich das Bett, ging in der Wohnung umher und fand nichts, keine Trauben, keinen Brief, kein Brot, keine Frau, keinen Wein, kein Geld, keinen Apfel, noch nicht einmal Apfelsaft stand im Kühlschrank.“ In seiner Einsamkeit beginnt er zu grübeln, es ist totenstill um ihn herum, er hört nichts, nur das Tropfen des Wasserhahns. Längst hat er den Kampf gegen seine Macken aufgegeben, wie ein alter Mann geht er nun früh ins Bett und schläft sofort ein, um dann um Mitternacht wieder wach zu liegen und ins Leere zu starren. Er wünscht sich weibliche Gesellschaft, aber Frauen nach seinem Geschmack sind längst vergeben. „Viel deutlicher, als mir lieb war, merkte ich, dass ich keine neue feste Frau hatte. Sibylle war eine sozusagen übriggeblieben Frau, die mit dem Unbehagen nicht fertig wurde, dass auch ich für sie ein übriggebliebener Mann war.“ Er hat zwar durchaus Bekanntschaften und erotische Abenteuer, aber alles ist bereits geprägt von der Schrulligkeit des Alters und dem Gefangensein im Gespinst verzwickter Beziehungsmuster. Überdruss ist es, was sein Leben bestimmt. Immerhin ist dieser Zustand dem vorzuziehen, worin sich so viele seiner ehemaligen Kollegen befinden, denn „sie lebten ordnungsgemäß, sie heirateten ordnungsgemäß, sie starben ordnungsgemäß und wurden im Rahmen einer ordnungsgemäßen Beerdigung beseitigt.“

Aus der Kindheit eines Gescheiterten
Mit den Anforderungen des Lebens hatte er schon immer seine Mühe. Früh hat ihm seine Mutter attestiert, dass nicht viel aus ihm werden könne. Als er es immerhin auf die höhere Schule geschafft hat, sind seine Zeugnisse eher bescheiden zu nennen. „Meine tapfere Mutter erschien in der Sprechstunde meiner Lehrer, aber sie erfuhr von ihnen nur, dass auch sie mein Versagen nicht erklären konnten. Meine spätere Erklärung war: Ich musste ein Versager werden, weil den Fächern der Oberstufe…jegliche Anschaulichkeit fehlte.“ Auch hier wieder sind andere schuld an seinen Unzulänglichkeiten. Die Schule ist für ihn ein Teilzeitgefängnis, ein Ort des Schreckens: „Bis heute konnte ich nicht vergessen, wie sehr ich mich in der Schule deplatziert fühlte. Ich war wie gelähmt, als ich begriff, dass ich mit dreißig schrecklichen Kindern in einem Raum (genannt das Klassenzimmer) zusammen sein musste, und zwar täglich. Das hatte mir bei der Einschulung niemand gesagt.“ Sein Vater war Mechaniker, „hatte eine Frau und drei Kinder und immer zu wenig Geld. Als ich in der Schule gescheitert war, hoffte er, dass ich jetzt schnell Geld verdiente und ihn entlastete.“ Seine Eltern waren, wie er selbst sagt, bei ihrer Hochzeit unbedarfte junge Leute, „die ihre Ahnungslosigkeit schon für Glück hielten.“ Immerhin haben sie es geschafft, drei Kinder großzuziehen, aber um welchen Preis: Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle, die im Sohn fortleben.

Mit Verlustängsten leben
Entschlossen versucht er, seine eigene Kinderlosigkeit vor sich zu rechtfertigen: er habe ja alle Voraussetzungen für eine Elternschaft mitgebracht, die Umstände aber hätten dagegen gesprochen. Das klingt nach der wohlfeilen Rhetorik bewusst Kinderloser, die bedeutungsschwer erklären, es sei geradezu eine Tugend, in diese schreckliche Welt keine Kinder zu setzen- was niemanden von ihnen davon abhält, die Freuden dieser Welt in vollen Zügen zu genießen. Doch hier stieße er an seine Grenzen. Schillernde Partys, schicke Reisen und schnittige Autos sind für ihn nicht drin. Er ist schon froh, wenn sich eine seine Damenbekanntschaften seiner fadenscheinigen Hosen erbarmt und sie flickt. Seiner Kleidung beginnt er langsam selbst zu ähneln, und mit Schrecken entdeckt er erste Altersflecken auf seiner linken Hand. Er ist doch erst sechzig. Da bricht das Bewusstsein der Endlichkeit des Daseins mit voller Wucht über ihn ein, als er erfährt, dass Sibylle plötzlich ums Leben gekommen ist. Eine Welt voller Verluste. Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze– die Liste ließe sich noch fortführen, etwa: keine Arbeit. „Ich hatte zwar eine große, aber nur halb eingerichtete Wohnung. Ein Auto hatte ich immer noch nicht, so dass wir in einem Taxi fast eine halbe Stunde unterwegs waren.“ Nach Sibylles Tod sind seine langjährige Bekannte Christa und die jüngere Frederike seine Favoritinnen, doch er gibt sich keinerlei Illusionen hin: „Wenn ich mit Christa und/oder Frederike endgültig scheiterte, würde ich mit Frauen nichts mehr zu tun haben wollen; so viel war klar.“ Den Umgang mit beiden Frauen schildert Genazino derb und drastisch und ergeht sich in einer regelrechten Ästhetik des Widerwärtigen. Hier ist nichts von romantischen Schmetterlingen zu spüren, es geht direkt zur Sache, sofern noch möglich. Hinter dem pausbäckigen Wir-sind-ja-noch-so-jung-Geplänkel steht die Angst vor Krankheit, Hässlich- und Vergänglichkeit. Die geilen Nummern dieser jungen Alten sind eigentlich schiere Akte der Verzweiflung. “Wir wussten beide nicht, ob aus unserem Auftritt ein betulicher Kurschattenversuch oder eine leicht ordinäre Rummelplatznummer wurde. In solchen Stimmungsschwankungen kam es manchmal zu einem Beischlaf, manchmal nicht.“

Das Alter fordert immer mehr Tribute
Wie man es auch anstellt, mit 60 ist das Alter nicht mehr aufzuhalten. „Ich betrachtete die leeren Flaschen, die leeren Waschmittelkartons und die vollen Mülltüten in meiner Küche. Es ging auf Mittag zu, und ich litt an Antriebsschwäche, die mir seit langem vertraut war. Immer mal wieder kam mir der Gedanke, dass sich in der Schlaffheit eine Art Wollust verbarg. War das möglich: Wollust in der Schwäche? Natürlich konnte ich die Frage nicht beantworten. Die Flaschen, Kartons und Mülltüten irritierten mich, weil ich ihren Anblick sonst nur aus Küchen alter Leute kannte. War ich alt geworden, ohne es bemerkt zu haben, sozusagen heimlich alt?“ Bei Christa wird unterdessen Brustkrebs festgestellt, gegen den sie sich tapfer wehrt. Dem Erzähler kommt der Gedanke, dass ihr die Krankheit gar nicht so ungelegen komme, da sie nun einen Grund habe, sich von der Sexualität zu verabschieden. Mit ihrem Mann schläft sie ja seit vielen Jahren nicht mehr. Eine zweite Brust-OP bedeutet wahrscheinlich auch das Ende ihres Intimlebens mit ihm, vermutet er verdrossen. Das ist seine einzige Sorge. Eine Frau, die so ein Schicksal erleidet, braucht sicherlich eine andere Art von Zuwendung als die Zudringlichkeiten eines vorgeblichen Schwerenöters, dem alle Frauen zu Füßen liegen. Verständnis und Geborgenheit findet sie hingegen bei einem anderen: “Christa lernte einen Mann kennen, der an Diabetes litt und ihr nach einer Weile gestand, dass Diabetiker impotent sind und dass er deshalb nicht mit ihr schlafen könne. Was für ein Glück sie wieder hatte! Zum richtigen Zeitpunkt lernte sie einen Mann kennen, der ihr nicht zu nahe kommen würde.“

Eine Allegorie der Moderne
Dies ist an Zynismus kaum zu überbieten und doch nur ein Spiegel unserer Zeit, in der das „erfüllte Sexualleben“ zum alleinigen Sinn des Daseins mutiert ist, von der Vergötzung der Arbeit einmal abgesehen. Meisterlich schildert Genazino, dass der schöne Schein des erfolgreichen Lebens oft genug nur dünner Firnis ist, hinter dem unser Zerrbild zum Vorschein kommt, wird nur daran gekratzt. Erfolgsmenschen entpuppen sich dann als labile, über das Smartphone gebeugte Verhaltensgestörte. Unser vermeintlich freies Leben ist alles andere als selbstbestimmt, sondern gleicht fertig gestanzten Abziehbildern, auch wenn wir uns noch so grenzenlos einzigartig und unangepasst vorkommen. Hinter der glänzenden Fassade lauern die Versagensängste von verunsicherten Kleinkindern und es laufen nichts als erbärmliche Würstchen herum, die ihre ganze Kraft darauf verwenden, ihre Makel zu verbrämen. Genazinos Erzähler ist da einen Schritt weiter. Er hat alle Masken und Verkleidungen abgestreift und ist damit erfrischend ehrlich.

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Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

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Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

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Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía


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Über den Autor ANAKREON

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