Sappho (Quelle: wikipedia)

Die berühmteste Dichterin der Antike ist ohne Zweifel Sappho von Mytilene auf der ostgriechischen Insel Lesbos nahe der heutigen türkischen Küste. Adlig von Geburt, lautete ihr Vatersname Skamandronymos, der Name ihrer Mutter war Klais, nach der sie auch ihre Tochter benannte. Sappho schuf hauptsächlich um das Jahr 610 v.Chr. ein neunbändiges Werk, von dem allerdings nur noch Fragmente erhalten sind. Gleichwohl wurde sie schon zu Lebzeiten verehrt und später als einzige Frau in den Kanon der neun maßgeblichen lyrischen Dichter der archaischen und klassischen Zeit aufgenommen.

Herkunft und Leben
Immer wieder scheint die Frage auf, ob sie tatsächlich von Mytilene gebürtig gewesen sei oder doch von Eresos. Viel spricht dafür, dass sie sich von der kleinen Stadt in der Blüte ihrer Kunst nach der größeren, Mytilene, begab, da sie sich dort besser entfalten konnte. Ihre Lebenszeit trifft im Ganzen mit der ihres Landsmannes Alkaios zusammen, jedoch so, daß Sappho die jüngere und noch über 568 hinaus lebte. Aus politischen Gründen musste sie gemeinsam mit ihrer Tochter Klais um 600 v. Chr. für einige Jahre nach Sizilien, eines der Zentren der griechischen Kolonisation im Mittelmeer, in die Verbannung gehen. Das war durchaus nichts Ungewöhnliches in einer Zeit interner Machtkämpfe der herrschenden Familien im archaischen Griechenland. Ihr Ehemann war den Quellen zufolge Kerkylas von der Kykladeninsel Andros. Sappho nennt sich in ihren Texten selbst Ψάπφω (Psapphō), in klassischer Aussprache [psápʰːɔː]. Alle anderen antiken Autoren und Inschriften benutzen hingegen die heute gebräuchliche Form Sápphō. Dies gilt auch für Alkaios. Die unterschiedlichen Schreibweisen lassen sich als dialektal bedingte Veränderungen erklären. Möglicherweise kann ihr Name auf eine der vorgriechischen Sprachen Griechenlands, also etwa das Pelasgische zurückgeführt werden, daher wurde die Aussprache unterschiedlich wiedergegeben, da das griechische Alphabet dessen Lautung nur annähernd abbilden konnte.

Verleumdungsversuche gegen die Dichterin
Neider und Denunzianten wollten ihr den Lebenswandel einer Hetäre (ἑταίρα) andichten, um sie in Misskredit zu bringen. Diese Ansicht wurde vor allem in späteren Einschätzungen weitergetragen, welche die Sappho geradezu als eine sittenlose Buhlerin darstellen. Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass eine Hetäre, ähnlich wie eine japanische Geisha, hochgebildet in Musik und Dichtung war und mitnichten eine Hure, ein Porne (πόρνη), trifft dies für Sappho keineswegs zu. Dazu passt ein von Herodot erwähntes Lied der Sappho, in welchem sie ihren Bruder Charaxos ausschalt, weil er die Hetäre Doricha von ihrem Herrn losgekauft und ihr aus Liebe die Freiheit gegeben hatte. Die Strenge, mit der Sappho ihren Bruder wegen seines Verhältnisses zu einer Hetäre schmähte, lässt zugleich auf ihre Grundsätze schließen, die sie in ihrem eigenen Leben befolgte, selbst wenn auch damals, als sie Charaxos dermaßen zurechtwies, das Feuer jugendlicher Leidenschaft bei ihr bereits etwas abgekühlt war. Indes hätte Sappho niemals ihrem Bruder seinen Umgang mit einer Hetäre vorwerfen können, wenn sie selbst in jungen Jahren das Leben einer gebildeten Kurtisane geführt hätte. Überdies hätte Charaxos in diesem Fall ihre Vorwürfe in sehr verstärktem Maße zurückgeben können.

Der Zirkel um Sappho
Geschrieben hat sie in ihrem heimischen äolischen Dialekt. Sie verfasste zahlreiche Gedichte über die Liebe und die Hochzeit, dem zentralen Moment im Leben frühgriechischer Mädchen. Diese gingen in der Regel im Alter von 14 bis 18 Jahren mehr oder weniger freiwillig die Ehe ein. Sapphos Gedichte nehmen oft Bezug auf Themen wie Abschied und Abwesenheit, verweisen aber auch auf sinnliches Begehren. So spricht Sappho vom „bittersüßen“ Eros, vom Leid des gegenwärtigen Augenblicks, über das die Liebesgöttin Aphrodite oder die Erinnerung hinwegtrösten. Es waren die Töchter des lokalen und ionischen Adels, die Sappho um sich scharte und in einem literarisch-musischen Zirkel unterrichtete. In der antiken Literatur werden die Teilnehmerinnen als „Gefährtinnen“ und „Freundinnen“ bezeichnet. Die meisten schienen vor der Eheschließung bei Sappho gewesen und auch bei ihr gewohnt zu haben. Sappho selbst spricht von ihrem „Haus derjenigen, die den Musen dienen“. Die Dichterin muss eine kultische ebenso wie erzieherische Rolle ausgeübt haben. Zu ihren Lebzeiten schien dies nichts Außergewöhnliches gewesen zu sein. Allein auf Lesbos gab es zwei weitere solcher Kreise, deren Leiterinnen namens Gorgo und Andromeda Sappho als Rivalinnen empfand, denn sie reagierte ungehalten, wenn Mädchen ihres Kreises zur „Konkurrenz“ wechselten. Schließlich galt es als eine besondere Ehre, gerade zu Sapphos Bund Zugang zu erlangen, denn sie nahm nur die Begabtesten der Bewerberinnen an. Die Mädchen blieben bis zur Hochzeit bei Sappho und wurden auf das spätere Leben und ihre Rolle darin vorbereitet. Auch die Hochzeit selbst oblag der Meisterin, denn sie arbeitete die Hochzeitschöre aus und geleitete die Braut ins Hochzeitszimmer.

Gleichgeschlechtliche Liebe unter Männern
Es ist verlockend, literarische und künstlerische Darstellungen homoerotischer Beziehungen in der Antike mit den heutigen gleichzusetzen. Unstrittig gab es im antiken Griechenland gleichgeschlechtliche Paare. Gleichwohl galt eine dauerhafte Beziehung zwischen erwachsenen Männern als unehrenhaft, auch wenn sie nicht unter Strafe stand. Immer wieder werden Paare bemüht, die entweder in der Dichtung Berühmtheit erlangten (wie Achill und Patroklos bei Homer) oder historisch belegt sind (Alexander der Große und Hephaistion). Schon allein die Bezeichnungen sind verwirrend. Freund (philos/ φιλος) kann mit Partner (etairos/ εταίρος) gleichgesetzt oder aber unterschiedlich verwendet werden. Daher können nur Vermutungen angestellt werden, da es keine klaren Hinweise auf eine Beziehung der beiden genannten Paare gibt, die über eine tiefe Freundschaft hinausgehen. Hingegen kannte man militärische Elitetruppen, etwa die Heilige Schar von Gorgidas aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., die ausschließlich aus 150 Liebhabern und deren 150 Geliebten bestand. Die entscheidende Frage ist, wie alt Liebhaber und Geliebte waren. Wenn es sich auch hier um das Verhältnis eines Mannes zu einem Heranwachsenden handelte, war es allgemein akzeptiert. Diese Beziehung war nicht auf Dauer angelegt und Bestandteil der Mannbarkeitsriten vor allem der wohlhabenden Schicht. In diesem Sinne ist Homoerotik für viele Regionen im alten Griechenland in der Bildung pubertärer Knaben überliefert, bevor sie durch Eheschließung ihre eigene Familie gründeten. Durch die enge Beziehung wurden gesellschaftliche Werte überliefert und soziale Beziehungen zwischen den führenden Familien gefestigt. Zahlreiche Vasenbilder bilden erotische Begegnungen zwischen Männern und Knaben an der Schwelle zum Erwachsenendasein ab. Sie sind meist verbunden mit Liebesgeschenken wie einem Hahn oder einem Hasen. Dabei ist die Grenze zwischen ‚Erziehung‘ und körperlichem Begehren als fließend anzunehmen. Grundsätzlich aber hat die gleichgeschlechtliche Beziehung in der Antike einen anderen Stellenwert als in der sexuell und kommerziell aufgeheizten Atmosphäre unserer Zeit.

Lesbische Liebe
Es ist anzunehmen, dass eine subtile erotische Atmosphäre auch die Ausbildung der aristokratischen jungen Frauen begleitete. Dabei ging es vermutlich ebenfalls eher um Eros als um Sexus, denn da das Verhältnis nicht auf Augenhöhe war, sondern zwischen einer älteren Frau und einer deutlich jüngeren, nahm auch hier der erzieherische Aspekt von vornherein den höheren Stellenwert ein. Inwieweit die lesbische Liebe in jenen Frauen- und Mädchenzirkeln mit heutigen Vorstellungen übereinstimmt, lässt sich aus der historischen Distanz kaum sagen. Für Sparta sind Fälle belegt, wo intime Beziehungen zwischen Mädchen und erwachsenen Frauen eine Rolle gespielt haben könnten. In Athen wurde dieses Phänomen totgeschwiegen, möglicherweise sogar tabuisiert, zumindest ist hier die Quellenlage äußerst dürftig. Daher ragt die Dichtung von Sappho mit zahlreichen Belegen für leidenschaftliche Gefühle zwischen Frauen besonders heraus, wobei es auch hier stets um die Zuneigung einer älteren Frau zu einer jüngeren ging. Diese Beziehungen wurden offensichtlich akzeptiert. Für dauerhafte, gleichgeschlechtliche Beziehungen auf Augenhöhe unter erwachsenen Frauen, so wie wir sie heute unter lesbischer Liebe verstehen, fehlen indes die Belege.
Überliefert ist hingegen ein Scholion, eine Erläuterung zu einer sprachlich oder inhaltlich schwierigen Textstelle, zu Martials Epigramm 7,67. In der Renaissance und ihrer Wiederentdeckung der antiken Kultur stellte man auf dieser Grundlage die Neigung Sapphos zu Frauen besonders heraus; seither kennen wir die Bezeichnung „lesbische“ oder „sapphische“ Liebe für weibliche Homosexualität. Allerdings darf man auch hier nicht unerwähnt lassen, dass Martial sein Verdikt aus einer Distanz von etwa 400 Jahren fällte und daher selbst auf Quellen angewiesen war.

Sappho als Dichterin
Sappho wurde bereits in der Antik besonders für ihre klare und ausdrucksstarke Sprache gerühmt, weswegen auch römische Dichter wie Horaz sie zum Vorbild nahmen. Auch wenn Griechenland eine römische Provinz war, stand es kulturell weit über den Römern. Von Horaz stammt die Sentenz, die diesen Umstand bildhaft beschreibt: „Graecia capta ferum victorem cepit et artes intulit agresti Latio“ (das bezwungene Griechenland überwältigte den wilden Sieger und brachte die Künste ins bäurische Latium [Epistulae 2,1]). Auch Catull beeindruckten Sapphos Werke, so dass er sie sogar in seinen Gedichten zitierte (z. B. Carmen 51, 62, wo er in Anlehnung an Sapphos Gedichte von einer Lesbia schwärmt: „dulce ridentem, misero quod omnis eripit sensus mihi: nam simul te, Lesbia, aspexi, nihil est super mi, Lesbia, vocis“ [wie du süß lachst, was mir Elendem allen Verstand raubt: denn sobald ich dein erblicke, Lesbia, ist nichts mehr übrig, Lesbia, von meiner Stimme]). Zwei Jahrhunderte nach ihrem Tod schätzte Platon ihre Lyrik so sehr, dass er Sappho als zehnte Muse bezeichnete- laut Hesiod gibt es deren neun, die allesamt als weibliche Genien gedacht werden. Die Verehrung ging so weit, dass man sie schon in der Antike als das weibliche Gegenstück zu Homer empfand. Bedauerlicherweise sind nur sehr wenige ihrer Gedichte als Ganzes überliefert. In seinen Jugendschriften schwärmt Friedrich Schlegel über sie: „Hätten wir noch die sämtlichen sapphischen Gedichte: vielleicht würden wir nirgends an Homer erinnert.“ Besonderen Ruhm erwarb sie sich durch ihre Lieder, in denen sie Anmut und Schönheit ihrer Freundinnen, Schülerinnen und vor allem auch ihrer Tochter Klais besingt. Die vierzeilige sapphische Strophe geht auf sie zurück, mit einem Metrum, das Lang- und Kurzsilben zählt, wie es auch heute noch verwendet wird. Sie erfand mit ihr eine neue lyrische Form einer Monodie, ein Gesang, der meist elegisch getragen in Form einer Totenklage daherkommt.

Textproben: Sapphische Strophe und Monodie

ποικιλόθρον‘ ἀθανάτ‘ Ἀφρόδιτα,
παῖ Δίος δολόπλοκε, λίσσομαί σε,
μή μ‘ ἄσαισι μηδ‘ ὀνίαισι δάμνα,
πότνια, θῦμον,

[Poikilothron‘ athanat‘ Aphrodita,
pai Dios doloploke, lissomai se,
mē m‘ asaisi mēd‘ oniaisi damna,
potnia, thymon.]

Aphrodite, schwebend auf bunten Wolken
ewig, spinnst du, Zeuskind, die Fäden, wolle,
ich bitt dich, den Stein nicht der Trübsal legen,
Herrin, aufs Herz mir.

So könnte man den Anfang dieses Klagegedichts im Deutschen wiedergeben. Sappho aufs neue und neu zu übersetzen, ist gewiss ein Wagnis. Immerhin hat sich seit einem Jahrhundert wohl eine Hundertschaft an ihr versucht. Das wohl berühmteste Sappho-Fragment [94D] übersetzte Ernst Morwitz, Mitglied des homoerotischen George-Kreises so:
Δέδυκε μὲν ἀ σέλαννα,
καὶ Πληΐαδες, μέσαι δὲ
νύκτες, παρὰ δ’ ἔρχετ’ ὦρα,
ἔγω δὲ μόνα κατεύδω.

Es tauchte der Mond schon unter ­
Das Siebengestirn – nun Mitte
der Nacht – es verstreicht die Stunde­
Ich selbst aber schlafe allein.

Heute ist die Meinung verbreitet, in den meisten Sprachen entziehe sich Sappho der Übersetzung; so könnten weder das Englische noch das Französische etwa die wechselnden Klangfolgen und lebhaften Versmaße nachbilden. Anders verhält es sich im Deutschen: unsere Sprache eignet sich – infolge ihrer nachdrücklichen Silbenbetonung, reichen Biegsamkeit und Wortbildung – Sapphos dichterische Eleganz neu erstehen zu lassen. Das gilt auch für die großen Epen, denen deutsche Übertragungen in Anmut und Feinheit des Ausdrucks besonders nahekommen.
Eine Monodie beklagt die Vergänglichkeit derjenigen, deren Seele nicht nach dem Unsterblichen strebte, um dessen Sinnbild, die Rosen Pieriens, zu berühren. Damit ist die Landschaft nahe Thessaloniki gemeint, die schon in Urzeiten als Wohnstatt der Musen gedacht wurde. Johann Gottfried Herder übersetzte es vor 200 Jahren so:

Lied
Erstorben wirst du liegen,
Und niemand wird dein denken,
Niemand zu allen Zeiten:
Denn nie hast du die Rosen
Pieriens berühret.
Unscheinbar wirst du müssen
In Todes Wohnung gehen,
Und niemand wird dich ansehn
Im Heer der dunkeln Schatten.

Und kaum ein Vers trägt den ungestümen Geist Sapphos über die Jahrtausende bis zu uns Heutigen wie das Fragment 23:

…doch Eros zerwühlte mir
das Gemüt, wie ein Wind vom Gebirg in die Eiche fällt.

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