Italo Svevo (1861-1928. Bildquelle: Wikipedia)

Zu den Schlüsselromanen der Moderne gehört der hierzulande eher wenig bekannte Titel „Das Gewissen des Zeno“ des Italieners Italo Svevo. Der Name ist ein Pseudonym, das sich Aron Hector Schmitz, genannt Ettore Schmitz, zugelegt hat, um die vielfältigen Wurzeln seiner Herkunft zu betonen, denn er vereinte in sich die italienische, deutsche, jüdische und slawische Lebensart. Diese Multiethnizität ermöglichte es ihm, sich in verschiedenen Kulturen zu Hause zu fühlen. Aber auch seine Heimatstadt Triest, wo er 1861 geboren wurde, trug dazu bei. Bis zum Ende des 1.Weltkriegs gehörte Triest zur österreichisch-ungarischen Monarchie, grenzte aber an Italien und Slowenien und war daher war ein Handels- und Kulturknotenpunkt verschiedener Völker. Die Stadt spielte eine prägende Rolle in Svevos Leben, seine Religion hingegen kaum. Italo war zwar Jude, aber sein Glaube taucht in seinen Werken nicht auf. Gleichwohl hat Svevo sein Judentum nicht bewusst versteckt, er war so sehr mit der Triester Kultur verschmolzen und fühlte sich in einem offenen kulturellen Klima vollkommen akzeptiert, dass er es für überflüssig hielt, diesen Aspekt seines Lebens eigens zu betonen.

Ein außergewöhnlicher Autor
Svevos Werke hatten zunächst keinen Erfolg, vielleicht, weil sie dem Zeitgeschmack zuwiderliefen und die Leser dazu anregten, sich selbst zu beobachten und sich mit eigenen Schwächen und unbequemen Charakterzügen auseinanderzusetzen. Als ihm mit seinen Büchern der Durchbruch gelang, sollte vor allem „Zenos Gewissen“, 1923 erschienen, die italienische Literatur der 1930er Jahre und der Nachkriegszeit beeinflussen. Anders als die meisten italienischen Schriftsteller konnte Svevo sich dank der kulturellen Besonderheiten der Stadt Triest eine mitteleuropäische Gesamtkultur aneignen, die ihm eine intellektuelle Tiefe ermöglichte, die bei italienischen Autoren jener Zeit selten war. Svevo verfügte nach einem jahrelangen Aufenthalt in einem Internat bei Würzburg über perfekte Deutschkenntnisse und war auch von der von der deutschen Philosophie entscheidend geprägt (insbesondere von Nietzsche und Schopenhauer) und von der Psychoanalyse Freuds, dessen Traumdeutung er später ins Italienische übersetzte. Stark beeinflusst war er auch vom französischen Roman, von Stendhal über Balzac bis zum Naturalismus Zolas und von russischen Erzählern wie Gogol‘, Turgenev, Tolstoi, Dostojewski und Tschechow.

Die Psychoanalyse im Spiegel der Literatur
Während des Ersten Weltkriegs begann Svevo mit der Niederschrift von La coscienza di Zeno (1923), das einhellig als sein Meisterwerk gilt. In diesem Roman entwickelt der Autor eine psychologische Analyse von außerordentlicher Tiefe und setzt sehr moderne Erzähltechniken ein. Svevos Neuerungen liegen aber auch in seiner entwaffnenden Ironie und seiner humorvollen Selbstdistanz, mithin in der Konstruktion eines radikal antitragischen und anti-heroischen Protagonisten. Die Einleitung des Romans, die angeblich von Zenos Psychoanalytiker verfasst wurde, stellt die Erzählung als Autobiographie des Patienten dar, eine Aufarbeitung der Vergangenheit, die der Psychiater als Vorstufe zur analytischen Therapie verlangt. So stellt er sich dem Leser selbst vor, als der Arzt, von dem in dieser Novelle manchmal mit wenig schmeichelhaften Worten gesprochen werde („Io sono il dottore di cui in questa novella si parla talvolta con parole poco lusinghiere“). Bereits 1911 begann Svevo, sich mit der Psychoanalyse zu beschäftigen. Dabei teilte er Freuds Theorien nicht in vollem Umfang und akzeptierte nur diejenigen, die seine eigenen Vorstellungen von der menschlichen Psyche bestätigten. Svevo betrachtete die psychoanalytische Theorie nicht so sehr als medizinische Therapieform, sondern als literarisches Medium. Die psychologische Analyse wurde zum Hauptthema seiner Romane, wobei er die Technik des „Bewusstseinsstroms“ einsetzte, wie sie sein Freund James Joyce bereits als „stream of consciousness“ allgemein bekannt gemacht hatte. Dabei werden die Gedanken der Figur so erzählt, wie sie spontan in ihrer Psyche auftauchen, ohne dass eine logische Verbindung zwischen den aufkommenden Ideen vorhanden sein muss, sondern vielmehr eine Kette spontaner „Assoziationen“ aneinandergereiht.

Allgemeine innere Verunsicherung
Die Zeit, in der Svevo schrieb, war von einer tiefen gesellschaftlichen und intellektuellen Krise gekennzeichnet, die auf den Bedeutungsverlust des Positivismus und die Verunsicherung des Bürgertums zurückzuführen war. Dies führte den Menschen zu der Erkenntnis, dass die Rationalität allein, der wissenschaftliche Determinismus und die Kausalität, die zur Erklärung der Realität notwendig erscheinen, nicht ausreichen. In seiner Ratlosigkeit sucht der Mensch der Moderne einen Ausweg in den Idealen imaginärer Fantasiewelten. Die Schriftsteller reagierten darauf auf unterschiedliche Weise: D’Annunzio mit seiner auf Nietzsche fußenden Theorie des Übermenschen, Pascoli mit seiner Beschwörung des „Fanciullino“ [Knabe]. Svevo, statt Mythen nachzujagen oder Helden zu erfinden, entschied sich dafür, den Menschen ungeschminkt in seinem absurden Verhalten und seiner Lächerlichkeit zu beschreiben und damit ein Bild zu zeichnen, worin man sich nur ungern wiedererkennt.

Der Charakter der Zeno Cosini
Der Protagonist dieser Geschichte ist typisch für diese Zeit. Zeno Cosini ist ein wohlhabender Händler aus Triest, schrullig und intelligent, aber nicht allzu begabt mit praktischen Fähigkeiten, willensschwach, schüchtern und unsicher, weiß gleichzeitig aber seine Misserfolge mit Humor zu nehmen. Zuweilen reagiert er aber ungehalten, wenn man ihm unterstellt, er sei ein reicher Nichtstuer. Er arbeite sehr wohl, nicht gerade viel, so sechs Stunden täglich, und zwar in windigen Geschäften, die er von seinen Eltern geerbt habe („Gli raccontai che lavoravo nel mio ufficio, non molto, ma giornalmente almeno per sei ore e che poi gli affari molto imbrogliati ereditati da mio padre e da mia madre“). Er glaubt nicht daran, sein Leben aktiv beeinflussen zu können, sondern ist überzeugt davon, das Leben gestalte ihn. Dieses Grundgefühl illustriert er anhand von sechs Episoden seines Lebens. Er ist überdies ein empfindsamer Mensch, der unter eingebildeten und echten körperlichen Schmerzen leidet und ein, wenn nicht ungesundes, so doch ungeordnetes Leben führt. Im Grunde seines Wesens ist Zeno unfähig, seine eigenen Wünsche umzusetzen, geht ständig Kompromisse ein und zeigt sich als Konformist. So hat er Augusta geheiratet, die zwar lieb, klug und geduldig, aber nicht sonderlich attraktiv ist. Er sucht Affären, hat aber bei seinen Schwägerinnen keinen Erfolg. Eine von ihnen, Ada, verkörpert zwar den Reiz der Schönheit, zeichnet sich sonst eher durch mangelnde Intelligenz und fehlende Empathie aus. Fündig wird er bei einer gewissen Carla, die er zynisch und ohne die geringste Zuneigung als Geliebte ausnutzt. Auf ihre Frage, warum er sie verlassen habe, gibt er die bezeichnende Antwort, er wisse es nicht mehr, genauso wie so viele andere Dinge in seinem Leben ihm rätselhaft seien („Non lo so più, ma ignoro anche tante altre cose della mia vita“). Wichtige Figuren sind für ihn als chronisch Krankem auch die Ärzte, die sich im Roman tummeln: keiner von ihnen wirkt menschlich oder sympathisch, sondern geradezu verachtenswert, wenn sie sich im Schutz ihrer Wissenschaft zum Richter über die Dinge des Lebens aufschwingen und dabei ihre eigenen kleinlichen Neigungen und ihren Egoismus offenbaren.

Verschachtelte Handlungsstränge
Als Zeno Cosini fünfzig Jahre alt wird, beschließt er, mithilfe der Psychoanalyse Heilung von Süchten und Krankheiten zu suchen. Um die Therapie in Gang zu setzen, drängt ihn sein Psychiater dazu, seine Lebenserinnerungen zu Papier zu bringen. Seine Gedanken kann er nicht in chronologischer Reihenfolge abrufen und so entstehen Geschichten über seine Ehe, den Tod seines Vaters, das Rauchen etc., die sich teils zeitlich überschneiden.
Das erste Kapitel hat das Rauchen als Thema. Dem Beispiel seines Vaters folgend ist Zeno schon sehr jung dem Tabakkonsum verfallen. Er kommt schließlich zu der Überzeugung, dass das Rauchen seiner Gesundheit ernsthaft schaden könne und beschließt, damit aufzuhören. Leider kann ihn kein Arzt von seiner Gewohnheit heilen, und so sucht er Hilfe in einer Spezialklinik. Wie sein Charakter erwarten lässt, wird es nichts mit dem Entzug. Da ihm die Tabaksucht so sehr schade, werde er nie mehr rauchen, lautet sein Entschluss, aber zuvor müsse er sich noch eine letzte Zigarette anzünden. Diese befreit ihn sofort von aller inneren Unruhe. („-Giacché mi fa male non fumerò mai piu, ma prima voglio farlo per l’ultima volta-. Accesi una sigaretta e mi sentii subito liberato dall’inquietudine“). So wird er den Rest seines Lebens damit zubringen, wieder und wieder seine „letzte Zigarette“ zu rauchen.
Kapitel 2 gilt dem Tod des Vaters: Es beginnt mit der Erinnerung an seine Eltern, gefolgt von der Schilderung des letzten Gesprächs mit seinem Vater bis zu dessen Tod. Mit dem Vater verschwindet der konkrete Gegenspieler, mit dem er sich messen konnte, um die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Der Verlust des Vaters wird von Zeno überdies als ein weiteres Indiz für Verschlimmerung seines Zustands angesehen. Der Vater hingegen charakterisiert Zeno kurz vor seinem Tod als einen Menschen, mit dem man sich nicht ernsthaft unterhalten könne, da er die Unart habe, sich über alles lustig zu machen („Ho paura che non saprò dire a te quello che penso, solo perché tu hai l’abitudine di ridere di tutto“).
Kapitel 3 ist „Die Geschichte meiner Ehe“. Zeno kommt geschäftlich Herrn Malfenti in Kontakt, mit dem er sich blendend versteht, und wird in dessen Haus eingeladen, wo er seine vier Töchter kennenlernt. Der schönen Ada ist er vom ersten Moment an verfallen, doch da er sich jedoch ziemlich tölpelhaft verhält, wird er abgewiesen. Als er nach einigen Tagen zurückkehrt, trifft er Ada in Gesellschaft eines begabten Nebenbuhlers, Guido Speier, der gerade virtuos Geige spielt. Zeno lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen, auch hier wieder einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Seine eigenen Musikkünste, mit denen er sich schon zuvor blamiert hatte, lösten bereits einige Heiterkeit aus. Aber Zeno entlarvt Guidos Fähigkeiten als Geisterbeschwörer während einer spiritistischen Sitzung, die im Bürgertum der Zeit sehr beliebt waren, indem er selbst heimlich den Tisch bewegt, um den „Geist“ den Buchstaben G nennen zu lassen („Dopo una lieve esitazione feci alzare il tavolino per sette volte cosi che la lettera G era acquisita“). Am Ende seiner Brautschau heiratet er Augusta, eine der Schwestern Adas, die er nicht liebt, aber von der er geliebt wird. Er schlägt ihr ein Zweckbündnis vor, da man doch leicht mit ihm leben könne, auch ohne die große Liebe („credo che con me si possa viver facilmente anche senza che ci sia un grande amore“).
Kapitel 5 beschreibt die Höhen und Tiefen des Geschäftslebens. Als Guido, inzwischen Adas Ehemann, beschließt, ein Handelshaus zu eröffnen, nimmt er Zeno als Compagnon dazu und stellt eine Sekretärin namens Carmen, ein. Guido erwirbt auf Anraten einiger englischer Geschäftsleute große Mengen von Kupfersulfat, das er losschlagen soll, wenn der Preis steigt, aber entgegen deren Rat handelt er eigenmächtig und verkauft das Produkt sofort und mit herbem Verlust. Das ist nur der erste Schritt in Richtung Ruin. In der Zwischenzeit bringt Ada Zwillinge zur Welt und wird von einer mysteriösen Krankheit befallen, die sie immer unansehnlicher macht. Guido wird unterdessen Carmens Geliebter. Der „Geschäftsmann“ nimmt den Ratschlag, Konkurs anzumelden, nicht an, und sowohl Ada als auch Augusta machen sich große Sorgen über die Situation der Firma. Um Mitleid zu erregen, beschließt Guido, seinen Tod theatralisch zu inszenieren. Dazu nimmt ein starkes Schlafmittel- versehentlich viel zu viel davon und segnet ungewollt das Zeitliche. Zeno beginnt daraufhin Guidos Stelle einzunehmen und für zwei zu arbeiten und vergisst aus diesem Grund die Beerdigung seines Freundes völlig.

Ein beklemmendes Ende
Das sechste und letzte Kapitel seiner Memoiren („Psychoanalyse“) schreibt Zeno aus einem ganz anderen Blickwinkel: Er erkennt, dass Doktor S. ihn überhaupt nicht heilen kann und bricht die Psychotherapie ab. Inzwischen sind wir im Jahr 1915 angekommen, als Italien in den Ersten Weltkrieg eintritt. Zenos Villa liegt direkt an der Grenze zwischen Österreich und Italien, so dass er daran gehindert wird, sie zu betreten, und mit seiner Familie nach Triest verlegt wird. In diesem letzten Kapitel wird Svevos pessimistische Lebensauffassung deutlich, die zuvor von der humoristischen Beschreibung von Zenos Schrullen und seinen eingebildeten Krankheiten verschleiert wurde. Da die moderne Gesellschaft bis ins Mark verdorben sei, beschwört der letzte Eintrag eine Endzeitstimmung, die weniger in den politischen Verwerfungen des Ersten Weltkriegs wurzelt als im inneren Verfall des modernen Menschen. Svevo interessiert sich demnach weniger für die sozialen Beziehungen, sondern vielmehr für die Widersprüche in unserem Denkens und Handeln. In seinen Romanen wird deutlich, dass die Einsamkeit und die Entfremdung der Protagonisten Ausdruck einer „tödlichen Krankheit“ sind, die nicht nur den Einzelnen, sondern die gesamte bürgerliche Gesellschaft zersetzt. Kurzum, es herrscht eine unüberbrückbare Kluft zwischen dem Bewusstsein, mit dem diese Tragödie empfunden wird, und der Möglichkeit, konstruktiv zu handeln: Je stärker das Gefühl der Ohnmacht, desto stärker die Unfähigkeit, angemessen zu reagieren.

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Über den Autor ANAKREON

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