„Zusammen schweigen können, ist die höchste Blüte der Geselligkeit“ (Isolde Kurz)

An Selbstbewusstsein mangelte es Isolde Kurz nicht, und das, obgleich sie Mitte des 19.Jahrhunderts geboren war, mithin in einer Zeit, in der ein selbstbestimmtes Leben für die allermeisten Frauen unvorstellbar war. Ihre Herkunft aus einem unkonventionellen Elternhaus von Bildungsbürgern (so etwas gab es damals noch) stattete sie mit dem notwendigen Rüstzeug für ein unabhängiges Leben aus, in dem sie schon rein äußerlich durch extravagante Kleider und exzentrische Hüte auffiel. Sie blieb zeitlebens Junggesellin. Eine Heirat kam für sie schon allein deshalb nicht in Frage, weil sie in einer Rolle als Hausfrau den Verlust ihrer geistigen Freiheit sah. „Kein anderes modernes Kulturvolk“, so ihre Beobachtung, „hat ein so niedriges, nur auf Unterdrückung der Persönlichkeit beruhendes Frauenideal geschaffen wie das deutsche.“ Ihr Vater war Bibliothekar und Schriftsteller, ihre Mutter stammte aus altem Adelsgeschlecht und unterrichtete ihre Kinder selbst zu Hause, wobei das klassische Griechenland eine größere Rolle spielte als das Christentum. An ihre Kindheit im württembergischen Oberesslingen hatte sie schöne Erinnerungen, auch wenn die Familie mit ihrem freiheitlichen Lebensstil nicht recht in das bäuerlich geprägte Lebensbild der Einheimischen passen wollte. Später zog die Familie nach Tübingen, wo Isolde als junge Frau für Aufsehen sorgte, als sie sich auf Männerart aufs Pferd setzte: „Da sah man denn des Öfteren einen langen Reiterzug durch die Straßen stapfen mit einem blonden Mägdlein an der Spitze neben einem Stallmeister, ein in Tübingen nie dagewesener Anblick. Es tat mir leid meinen Mitbürgern, die ohnehin an dem Tone unseres Hauses so viel auszusetzen fanden, ein erneutes Ärgernis geben zu müssen, allein ich konnte doch unmöglich warten, bis ihre Anschauungen sich soweit gewandelt hatten, dass sie an einer Dame zu Pferd keinen Anstoß mehr nahmen, was noch Jahrzehnte dauern sollte.“

Verfall von Sitte und Moral
Auch ein Freibad für Frauen im Neckar forderte sie, wobei der städtische Sportlehrer und eine Professorengattin von auswärts die Mitschuldigen waren: „Den beiden schadete es in der öffentlichen Meinung weiter nichts, die ganze Entrüstung wandte sich gegen mich als die Anstifterin des unsittlichen Vorschlags […] Der Untergang aller guten Sitten stand vor der Tür, wenn mir gestattet wurde, dem Unwesen des Reitens, dem man nicht hatte steuern können, das noch ärgere des Schwimmens hinzuzufügen.“ Als sie 1873 ihrem Bruder Erwin nach München folgte, war sie endlich der provinziellen Enge entronnen und konnte sich- unterstützt von dem späteren Nobelpreisträger Paul Heyse, einem Freund ihres Vaters, den literarischen Neigungen widmen. Von Jugend an hatte sie Übersetzungen angefertigt und unterrichtet, denn ihr Vater legte Wert darauf, dass sie – wie er selbst- neben der Schriftstellerei einen handfesten Brotberuf ausüben sollte. Schon früh lernte sie Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch, später kamen Latein und Griechisch hinzu. 1877 erhielt sie ihr erstes großes Honorar für die Übersetzung von Ippolito Nievos „Erinnerungen eines Achtzigjährigen“ (Le Confessioni di un ottuagenario), mit dem sie ein Grabmal für ihren verehrten Vater finanzierte. Karl Marx hingegen, der bei ihr französische Arbeiten in Auftrag gab, war wenig angetan von der „holden Isolde“, was auf Gegenseitigkeit beruhte, denn der eigenwilligen jungen Frau war schon der linksliberale Ton im Elternhaus zuwider, und erst recht Marx‘ intolerante Einstellung Andersdenkenden gegenüber. Auch die beginnende Frauenbewegung konnte sie nicht begeistern, sie blieb zeitlebens eine eigenwillige Individualistin.

Der Traum vom Süden
1877 siedelte sie gemeinsam mit der Mutter und dem jüngsten Bruder nach Italien über. 35 Jahre lang war Florenz, wo ihr älterer Bruder Edgar schon geraume Zeit als Arzt praktizierte, Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt. Bereits zuvor hatte sie Übersetzungen vom und ins Italienische angefertigt. In Florenz hatte sie engen Kontakt u.a. mit dem großartigen Kunstgeschichtler Aby Warburg („Hamburger im Herzen, Jude von Geburt, im Geiste Florentiner“) und zwei Schweizern, dem symbolistischen Maler Arnold Böcklin und Jacob Burckhardt, dem großen Kulturhistoriker und Verfasser der Kultur der Renaissance in Italien. Mit den „Florentiner Novellen“ gelang ihr 1890 endlich der Durchbruch, ein weiterer Erfolgstitel waren die „Italienischen Erzählungen“ 1895. Das darin enthaltene „Mittagsgespenst“ könnte durchaus von Böcklins berühmtem Bild „Pan erschreckt einen Hirten“ inspiriert sein. Der Mittagsdämon hatte in der magischen Welt der alten Mittelmeerkulturen seinen festen Platz. Den Menschen aus den Wäldern des Nordens indes erschien der Süden zu hell und gleißend, als dass Gespenster dort ihren Platz hätten. Doch das erweist sich zuweilen als Trugschluss:
„Doch man zeige mir das verschwommene nordische Spukbild, das sich an Grauen mit dem weißen Phantom des Südens messen kann. Wie rette ich mich vor dem Mittagsgespenst, wenn es mich allein in der sonnverbrannten schattenlosen Campagna findet, wenn es mich anstiert mit seinen kalten, wie von der Helle abgeblaßten Seemannsaugen, die die ungeheuren Weiten von Wüste und Ozean in sich getrunken haben. Um die Sommersonnwend, zur Mittagszeit, beim betäubenden Geschmetter der Zikaden, auf weiten glühenden Ebenen, unter goldgelben Weizenfeldern, wo die Luft vor Hitze flimmert und sogar die Lerche schweigt, am flachen Meergestad, wo der brennende Sand zu spiegeln anfängt, da ist es zu Hause.“

Über Arnold Böcklin
Mit den „Florentinischen Erinnerungen“, 1910 erschienen, wurde sie zur Chronistin der Künstlerkolonie. So beschreibt sie den protestantischen Friedhof in der Nähe von Florenz, wo einer der Menschen lag, der sie am tiefsten beeindruckt hatte: „Noch auf ebenem Grund, links von der großen Kapelle, liegt einer, den wir am liebsten in tiefer Waldeinsamkeit oder auf stiller, meerumfluteter Insel gesucht hätten: Arnold Böcklin! Die Geister der Toten weilen nicht gerne an ihrer Gruft, am wenigsten dieser; das zeigte sich schon bei der Leichenfeier. Seit Jahren war der Künstler, der nur noch im engsten Familienkreis lebte, für die Welt so gut wie ein Abgeschiedener gewesen, aber als an jenem 16. Januar die Nachricht von seinem in der Nacht erfolgten Tode durch die Kolonie flog, war es doch, als ob die Natur plötzlich erkaltet wäre, und durch die fröstelnden Lüfte meinte man den Klageruf zu hören: ‚Der große Pan ist tot!‘“ Höchst lebendig schildet sie Böcklins Schnurren und Eigenheiten: „Böcklin gab sich in der Unterhaltung nicht aus, sondern wirkte nur durch die Naturmacht seiner Gegenwart. Halbe Nächte lang habe ich ihn sitzen sehen, schweigend, voll augenscheinlichen Behagens beim Weinglas, während um ihn her das Gespräch der anderen schwirrte, in das er nur ab und zu ein Wort oder eine humoristische Anekdote warf. Er liebte solch ein schweigsames Sitzenbleiben, eine Art geselliger Einsamkeit. […] Erörterungen waren ihm gründlich zuwider, überhaupt alles ‚Beschreien‘ der Dinge, auch alles Auf-den-Begriff-bringen und Schrankenziehen. […] Alle Zeit war ihm ewige Gegenwart […] Für seine ganz nach innen gewandte Natur war es bezeichnend, dass er sich so viel lieber mit Kindern als mit Erwachsenen unterhielt.“
Arnold Böcklin 1897.(Quelle: Wikipedia)

An der toskanischen Küste
Seit 1905 pendelte Isolde mit ihrer Mutter zwischen dem Seebad Forte die Marmi und München hin und her. Dort kaufte die Familie ein Ferienhäuschen:
Mein Haus! Mein Haus am Meer! […]
Glückseliger Strand, Gestade der Entrückten,
Schon wie der Ort, wo frei von irdischer Schwere
Helden und die Liebenden sich finden,
Wo fern der Zeit Achill und Helena
Schein versäumten Erdenglücks sich sonnen.

Der Badeort übte einen magischen Zauber aus: „Es war kein Dichtermärchen, in Forte die Marmi alterte man nicht. Die langen, glühenden Sommer brannten alle kranken und wehen Stellen aus und gaben eine immer heile und heitere Jugend. Auch unsere Mutter, die nun ja schon in die Jahre trat, die bei den Alltagsmenschen Greisenalter heißen, blieb in ihrer geistigen und körperlichen Beweglichkeit unverändert die gleiche.
Die heißen Sommer und die flirrende Luft des Südens übten auf Isolde eine tiefe Faszination aus: „Jede Menschenseele scheint für eine bestimmte Jahreszeit· vorzugsweise geschaffen, wo sie sich in den atmosphärischen Bedingungen am wohlsten fühlt. Die meine war an den Sommer gebunden, an seine höchsten mittäglichen Gluten. Da kamen sie zu mir, meine Mittagsgespenster, um die Stunde, wo drinnen im Lande der Große Pan auf den glühenden Feldern schläft und alles Unsichtbare mächtiger wird.“ Das kleine Feriendomizil wird einfach, aber geschmackvoll über die Jahre gestaltet: „Das Einrichten eines neuen Hauses gehört gewiss zu den reinsten und erlesensten Freuden des Lebens. Es ist die Rückkehr in die glückliche Seele des Kindes, das seine Puppenstube nicht schön genug ausstatten kann. Und wenn die Mittel nicht von Anfang an da sind, um all es auf einmal auszuführen, sondern erst durch geistige Arbeit nach und nach erschwungen werden müssen, so dauert die unschuldige, sich immer erneuernde Freude umso länger.“ Dort im Süden entstehen Gedichte von zerfließender Musikalität und einer Zartheit der Empfindung, die das romantische Erbe der Autorin klar zutage treten lassen:

Wie im Gebüsch das junge Mondlicht webt,
Und alles wir so fremd und heimlich eigen.
Hoch überm Lande steht ein Gott, das Schweigen,
Indes die Flur geheimer Sang durchwebt.

Das ist die Nacht, die mit sich selber spricht!
Sie tönt von leisen, unbekannten Zungen.
Ihr fremdes Lied, für wen ist es gesungen,
Da sie der Seele nie ihr Schweigen bricht.
[Aus: Südliche Nacht. Gesammelte Werke, Erster Band. München 1925, S. 156 f.]

D’Annunzio und die Duse
An einem der Sommer von Forte erschien auch der heutzutage umstrittene Gabriele D‘ Annunzio unter den Badegästen. Seine Geliebte, die grandiose Schauspielerin Eleonora Duse indes hielt sich den Blicken fern. „Vor allen andern Dichtern jener Tage war er der wahre Exponent und zugleich der großartigste Auswuchs des Zeitgeistes. Sein bacchantischer Ruf: Gioire! Gioire! (Genießen!) schlug in der Jugend aller Völker ein, die Maßlosigkeit seiner Genusssucht wirkte wie Seuche. Ich hörte von Fällen, wo […] junge Töchter von ihren Müttern dem neuen Naturgott vorgestellt wurden, damit sie ihn anbeteten und seinen Segen empfingen. Ein solches Singen, Quellen, Sprudeln, Schillern, Schäumen, Sichkräuseln und Wirbeln der Sprache, in die alle Zauber des Meeres und der Walder gebannt sind, gab es in der italienischen Dichtung nie zuvor; er hat sie aus der starren Statik erlöst […]“. Für die Duse, fünf Jahre älter als ihr Galan, empfindet Isolde Bewunderung, aber auch Entsetzen angesichts ihrer bedingungslosen Hingabe an den Geliebten: „Arme, arme Duse! Williges Opfer letzter furchtbarster Hörigkeit! […] Ich hatte nur einmal die Freude, einige Worte mit Eleonora Duse zu wechseln, und zwar in Florenz bei einer Begegnung auf der Straße, wo meine Fili uns rasch bekannt machte. Sie klagte über den Ungeist ihrer Italiener, der aber der Ungeist der Zeit war. Ich antwortete zum Trost, jeder habe es mit seinen Landsleuten. O ich hab es schrecklich mit den meinigen, war die Antwort; sie fühlte sich trotz ihres Weltruhms um das Beste ihres Könnens verkürzt. Man musste sie sogleich lieben; es um ihre wundervolle Persönlichkeit gar keine Thea¬terluft, nur die Ausströmung einer edlen, innerlich echten Frauennatur.“

Zurück in Deutschland
Marie Kurz, ihre Mutter, verstarb 1911 und Isolde nahm mit einer hellenischen Totenfeier im Garten ihres Häuschens von in Forte die Marmi noch einmal Abschied:

Das Fest der Toten war’s. Auch wir entfachten
Die Lohe hell. Und was das Haus verbarg
An Heiligtümern, Hüllen der Verblassten,
Noch wie belebt von ihres Lebens Spur,
Das gaben wir der heiligen Natur
Zum Opfer, dass die Zeit es nicht versehre.

Nach dem Tod ihrer Mutter lebte Isolde Kurz, mittlerweile fast 60 Jahre alt, wieder in Deutschland, zumeist in München. Im selben Jahr kehrte ihr Jugendfreund, der nun verwitwete Ernst von Mohl aus Russland zurück, wo er über 20 Jahre lang Professor in Sankt Petersburg gewesen war. Mit ihm verband sie eine tiefe, wenngleich platonische Freundschaft und gemeinsam unternahmen sie viele Reise, etwa nach Griechenland. Bis zu seinem Tod 1929 bewohnte er zusammen mit ihr ein Haus im Schwabinger Künstlerviertel. Bald darauf überschlugen sich die Ereignisse in Deutschland. Den Anbiederungen der neuen, braunen Machthaber vermochte sie sich nicht ganz zu entziehen. Sie wurde in die Preußische Akademie der Künste berufen und lieferte auf Druck von oben einige Werke ab. Immerhin kann man ihr zugutehalten, dass sie 1933 bereits 80 Jahre alt war und noch kurz zuvor pazifistische Flugblätter und Aufrufe gegen den Antisemitismus unterstützt hatte. Ihre Asche und die ihrer Mutter wurde 1944 auf dem Tübinger Hauptfriedhof beigesetzt, wenige Schritte vom Grabmal ihres Vaters entfernt.

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Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben.De ridder is gestorven

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Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

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