„Eine andere Sprache zu sprechen, bedeutet, eine zweite Seele zu besitzen.“ (Karl der Große)
Ob dieses Zitat tatsächlich vom großen Frankenkaiser stammt, ist umstritten. Gut ist es ohne Frage, denn jede Fremdsprache bedeutet, ein Fenster in eine neue Welt zu öffnen. Dabei setzt das Alter keine Grenzen. Auch jenseits der 60 ist das Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Wenn man in die Jahre kommt, gibt es ohnehin vielerlei Tipps, wie man im Oberstübchen aktiv bleiben kann. Bewegung steht an oberster Stelle, vor allem das Tanzen, das besonders vorbeugend gegen geistigen Abbau wirkt. [https://begeistert60plus.de/tanzen-gegen-demenz/]
Wer nicht mehr so beweglich ist, kann sich aber auf andere Weise betätigen. Eine der besten Methoden besteht darin, täglich anspruchsvolle Bücher zu lesen und sich insbesondere mit Fremdsprachen zu beschäftigen. Menschen, die (mehrere) Fremdsprachen beherrschen, reagieren schneller und kreativer auf Problemstellungen- ähnlich wie gute Mathematiker. Offenbar werden Hirnregionen aktiviert, deren ständiger Gebrauch degenerativen Erscheinungen entgegenwirkt. Nach Morris Freedman (American Academy of Neurology) gibt es keine medikamentösen Maßnahmen, die eine ähnlich starke Verzögerung von Demenzerkankungen bewirken, wie die Mehrsprachigkeit. Menschen, die sich nicht nur berufsbedingt, sondern auch im dritten Alter nach der Pensionierung mit Fremdsprachen beschäftigen, zeigen in aller Regel auch soziales Engagement, etwa ehrenamtlich in Vereinen und fordern sich auch in anderen Bereichen sowohl mental als auch körperlich. Diese Faktoren sollen eine kognitive Reserve aufbauen helfen, die die Herausbildung von Hirnpathologien ausgleicht. Insbesondere ist lebenslange Zweisprachigkeit ein Faktor, der zu ebendieser kognitiven Reserve beiträgt. („There is strong epidemiologic evidence to suggest that older adults who maintain an active lifestyle in terms of social, mental, and physical engagement are protected to some degree against the onset of dementia. Such factors are said to contribute to cognitive reserve, which acts to compensate for the accumulation of amyloid and other brain pathologies. We present evidence that lifelong bilingualism is a further factor contributing to cognitive reserve.“)
https://n.neurology.org/content/75/19/1726
Ist Talent eine Voraussetzung zum Spracherwerb?
Manche halten sich aber für überhaupt nicht „sprachbegabt“. Das ist ein nicht auszurottendes Gerücht, das leider allzu viele davon abhält, sich mit dem Erlernen neuer Sprachen zu beschäftigen. Spracherwerb ist ein Handwerk, das man im jedem Lebensalter betreiben kann. Ich kann zwar nur für mich selbst sprechen, wage aber zu behaupten, dass es mit jeder Sprache leichter wird. In der Schule musste ich Englisch, Latein und Französisch büffeln; im Studium kamen Spanisch, Italienisch und Japanisch hinzu, und auf meine alten Tage beschäftige ich mich mit Niederländisch und Schwedisch. Der Fremdsprachenerwerb kann, muss aber nicht unbedingt berufspraktische Gründe haben. Mir zumindest macht es einfach Spaß, in die Sprache und damit in Kultur, Geschichte und Literatur anderer Völker einzutauchen. Das bedeutet, dass wir als Sprecher mehrerer Sprachen unseren Horizont beträchtlich erweitern. Man wird überdies im Gastland um einiges herzlicher empfangen, weil die Einheimischen schon das Bemühen über die Maßen zu schätzen wissen- trotz oder gerade wegen all der kleinen Fehler. Zwar gibt es mittlerweile Dolmetscherprogramme, die sogar auf dem Smartphone funktionieren, aber die Kommunikation von Mensch zu Mensch hat eine ganz andere Qualität, wenn Körpersprache, Gestik und Mimik dazukommen. Gelegentliche Fehlgriffe sorgen für Heiterkeit auf beiden Seiten und ermöglichen eine Kommunikation auf einer Ebene, die mit einem Computerprogramm kaum möglich ist.
Eine echte Herausforderung ist es, Bücher und Filme in der Originalfassung zu erleben. Natürlich gibt es hervorragende Übersetzungen. Aber es ist doch ein besonderer Reiz, sich durch ein Buch in der Fremdsprache zu arbeiten oder einen Film, zunächst mit Untertiteln, mit seinen sprachlichen Nuancen zu verstehen. Wie etwa könnte man Andrea Camilleris Kriminalromane mit Kommissar Montalbano und seinem sizilianischen Dialekt, wie ihn der Autor zusammenbastelt, übersetzen? Das funktioniert nur im Original!
Wie kann man seine sprachliche Kompetenz einstufen?
In der EU hat man Standards entwickelt, mit deren Hilfe sprachliche Kompetenzen unterteilt werden können. Lehrwerke und Text- oder Hörbücher werden ebenfalls nach diesen Kriterien klassifiziert.
A1: Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden.
A2: Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen.
B1: Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
B2: Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern gut möglich ist.
C1: Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen.
C2: Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.
A1 und A2 sind in unseren europäischen Schwestersprachen relativ schnell zu erreichen. Das eigentliche Ziel des Spracherwerbs sollte B2 sein. Auf diesem Niveau ist auch anspruchsvollere Literatur bereits zu bewältigen. Die beiden C-Stufen sind für diejenigen interessant, die für Berufs- und Studienzwecke ins Ausland gehen, sollten also kein hochgestecktes Ziel für den Spracherwerb aus reinem Interesse sein.

Vier Themenbereiche kennt der Spracherwerb
Die Phonetik befasst sich mit den Eigentümlichkeiten der Aussprache, etwa das berüchtigte englische [th] oder das einfach und doppelt gerollte [r] im Spanischen. Allerdings ist es völlig unnötig, die eigene Zunge zu verdrehen und zu versuchen, akzentfrei zu sprechen. Wir müssen die Muttersprachler verstehen- uns verstehen sie mühelos, auch wenn wir mit einem starken deutschen Akzent sprechen. Arnold Schwarzenegger wurde mit seinem steirischen Singsang immerhin Gouverneur von Kalifornien. Wer Deutsch als Muttersprache hat, ist ohnehin in einer glücklichen Lage, da wir die meisten phonetischen Tücken einigermaßen umschiffen können. Wer erlebt hat, wie sich Spanier oder Franzosen schwertun, andere Sprache einigermaßen verständlich auszusprechen, kann ermessen, wie gut man mit dem deutschen Hintergrund gestellt ist.
Berüchtigt ist die Grammatik für ihre Anforderungen, wobei bei vielen aus der Generation 60 Plus noch das Trauma des Latein- und Griechischunterrichts mit seinem sturen Auswendiglernen in den Knochen steckt. Doch ohne ein Minimum an Grammatik geht es nicht, wobei man auch hier keine übertriebenen Ambitionen am den Tag legen sollte. Man versteht uns, auch wenn wir daneben tappen. Gleichwohl sollte man bemüht sein, die wichtigsten unregelmäßigen Verben anwenden zu können, Plural- und Verneinungsformen zu bilden und die Zeitformen zu beherrschen. Das wäre es fast schon. Finessen wie etwa die Subjunktivformen in den romanischen Sprachen sollte man passiv beherrschen, also verstehen. Deren korrekte Anwendung kommt in einem späteren Leben…
Ins Eingemachte geht der Bereich der Idiomatik, d.h. die Redewendungen und bildhaften Ausdrücke. Die wichtigsten davon sollte man in der Fremdsprache zumindest passiv kennen. Wenn man z.B. im Französischen in die Äpfel fällt („tomber dans les pommes“), dann klappt man zusammen oder kippt aus den Latschen.
Das A und O im Fremdsprachenerwerb ist die Lexik, also der Wortschatz. Ohne ein Mindestvokabular gestaltet sich eine Kommunikation äußerst schwierig. Dabei sind viele überrascht, wie wenige Wörter man tatsächlich kennen muss. Auf den ersten Blick haut es einen ja fast um: Das Englische als germanisch-romanische Mischsprache benutzt weit über 50.000 Wörter, das Französische deutlich weniger. Ist das nicht zum Verzweifeln? Nein. Jede Sprache verfügt über einen sogenannten Strukturwortschatz, der etwa 120 Wörter umfasst („Mutter, Vater, essen, trinken, oben, unten etc.“). Der Grundwortschatz besteht aus etwa 2000 Wörtern. Damit ist man auf dem Niveau B 2 und kann 85% eines Artikels von durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad erfassen. Darüber steht noch der Aufbauwortschatz mit weiteren 2500 Wörtern, womit wir 95 % eines Normaltexts verstehen.
Tipps für den Spracherwerb
Besonders hilfreich ist, wenn man Sprachen aus einer Familie lernt, von der man eine bereits beherrscht. Kann man sich auf Polnisch verständigen, dann sind andere slawische Sprachen relativ leicht zu erlernen. Ist man mit den Grundlagen des Schwedischen vertraut, kann man ohne große Mühe eine norwegische Zeitung lesen. Wer sich als Schüler mit Caesar und Tacitus herumschlagen musste, profitiert ungemein, wenn er sich mit modernen romanischen Sprachen beschäftigt. Deren Bildungswortschatz ist so gut wie identisch, und wenn man die Lautgesetze kennt, kann man viele Vokabeln selbst herleiten. So ist das anlautende [pl-] im Lateinischen im Spanischen zu [ll-] und im Portugiesischen zu [ch-] mutiert, also wird plegare („ankommen“, eigentlich „die Segel streichen“) zu llegar bzw. chegar. Im Italienischen wird es zu [pi-], also piegare, bewahrt aber die ursprüngliche Bedeutung „zusammenfalten“. Mithilfe der Lautgesetze kann man sich das Vokabellernen daher ungemein erleichtern.
Lernen kann man auch in Eigenregie
Es werden eine Vielzahl von Sprachkursen angeboten, etwa von der VHS oder privaten Bildungsträgern. Das Lernen in einer Gruppe von Erwachsenen kann sehr amüsant für die Teilnehmer und auch für die Dozenten sein. Was aber, wenn man so einen Kurs zeitlich einfach nicht schafft? Heutzutage ist das kein großes Problem mehr. Wer die alten Lehrwerke aus den 60er Jahren kennt, weiß den Quantensprung erst recht zu schätzen, der durch die modernen Medien ermöglicht wurde. Selbst auf dem Smartphone kann man sich Programme wie Duolingo oder Mondly installieren, mit denen man die ersten Strukturen in der neuen Sprache festigen kann. Was braucht man sonst an Grundausstattung, Neugier und Begeisterung vorausgesetzt? Ein Anfänger- und Textbuch mit CDs und Lösungen. Wichtig ist ein kleines Wörterbuch, kein schwerer Wälzer, der alle Finessen enthält. Was in einem simplen Reisewörterbuch nicht zu finden ist, kann nicht wichtig sein. Ein Bildwörterbuch ist ebenfalls eine sinnvolle Anschaffung und für Leute, die sehr visuell geprägt sind, geradezu unverzichtbar. In den Lehrwerken wird das Wichtigste gut erklärt. Gleichwohl ist eine kleine, kurzgefasste Grammatik zweckmäßig. Der Pferdefuß ist das Vokabellernen. Auch wenn einige Anbieter mit großen Versprechungen daherkommen: ein Mindestmaß an Lernbereitschaft und Zeit muss man investieren, und dazu gehört es auch, sich neue Vokabeln einzuprägen. Die klassische Methode mit dem Vokabelheft gilt immer noch als wichtiges Rüstzeug. Besser, wenn auch aufwendiger, sind Karteikarten.
Tipps für den Lernerfolg
Meine besten Erfahrungen habe ich mit der „Methode Heinrich Schliemann“ gemacht: der Autodidakt, der ein Dutzend Sprachen beherrschte, gab die Losung aus, niemals Vokabeln zu lernen, sondern in der Fremdsprache Tagebuch zu führen, bis man sie fließend beherrschte. In der Tat hat diese Methode viel für sich: man übt das Wort im Satzzusammenhang, und selbst wenn man es vergessen hat, kommt die Bedeutung beim neuerlichen Lesen sofort zurück. Außerdem trainiert man die Grammatik und den Wortschatz. Auch die Rückübersetzungsmethode ist sehr hilfreich: ein Text wird in die Muttersprache übertragen und das Ergebnis später wieder in die Fremdsprache übersetzt. Die Korrektur hat man direkt vorliegen. Auch Sprachkalender sind eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Lernprogramm. Jeden Tag ein Kalenderblatt in der Fremdsprache bedeutet nicht nur eine lockere, kleine Übung, sondern fungiert auch als Erinnerung daran, das tägliche Pensum nicht zu vernachlässigen. Man sollte dieses zu einer bestimmten Uhrzeit durcharbeiten, 25-30 Minuten täglich sind vollkommen ausreichend. Voraussetzung ist allerdings, dass man regelmäßig ans Werk geht. Zwei Wochen bummeln und dann wieder stundenlang Übungen durcharbeiten bringt rein gar nichts.
Die neuen Medien sind sehr hilfreich
Mithilfe der CDs, die heute in jedem Lehrwerk und in guter Qualität verfügbar sind, kann man vor allem auch die Zeit im Auto trefflich nutzen. Der tägliche Stau wird dann zwar immer noch nicht zum Vergnügen, aber mit einer überaus sinnvollen Beschäftigung ausgefüllt. So kann man auch Vokabeltrainer abspielen. Rechnet man eine halbe Stunde morgens und abends, so kommt man allein auf diesem Wege (!) zu einem ordentlichen Lernpensum an Hörverständnis. Leerzeiten werden durch Wiederholung des Lernstoffs sinnvoll ausgefüllt: Repetitio est mater studiorum.
Beim Lesen erster Lektüre sollte man klein anfangen. Warum gleich Shakespeares Königsdramen aus dem Regal ziehen, wenn man auch mit Asterix‘ Bildergeschichten mit Vergnügen üben kann? Hier lernt man die Umgangssprache und erfreut sich an Wortspielen und Sprachwitz. Die „hohe Literatur“ ist zwar ein ehrgeiziges Ziel, versetzt dem Lerneifer wegen der komplexen Sprache aber oft einen gehörigen Dämpfer. Die Zeit dazu ist gekommen, wenn man sich sicher auf Niveau B2 bewegt. Bis dahin helfen eine Vielzahl von Publikationen, etwa die Serie „Spotlight“, „Écoute“ (Französisch), „Adesso“ (Italienisch) und „Ecos“ (Spanisch). In so einem Heft findet sich eine bunte Sammlung von Texten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Vokabeln werden erklärt, so dass das umständliche Suchen entfällt und es gibt Grammatikübungen mit Lösungen. Dazu kommt, dass man viele Artikel auch als Audioversion erhalten und somit das eigene Hörverstehen trainieren kann. Die Themen sind gleichfalls breit gestreut: Man findet Artikel zur Landeskunde, Lebensart. Küche, Kultur, Literatur, Geschichte und Politik. Kurz gesagt also zu all dem, was uns dazu anspornt, eine neue Sprache zu lernen: Neugier und Begeisterung für andere Menschen und Kulturen. In diesem Sinne kann man mit Frederico Fellini nur sagen:
„Una lingua diversa rappresenta una diversa visione della vita“ – eine andere Sprache bedeutet einen anderen Blick auf das Leben.

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