Villa Armerina, Sizilien. Foto: Anakreon

Eine andere Sprache ist eine andere Lebenseinstellung (Un linguaggio diverso è una diversa visione della vita) Frederico Fellini

Sprachen lernen trainiert das Gehirn, beugt Demenz vor und stärkt die Gedächtnisleistung im Alter. Erklärt wird dies damit, dass Neuronenfelder aktiviert werden, die für Fähigkeiten wie logisches Denken, Planung und Organisation von Informationen verantwortlich sind. (siehe früheren Artikel zum Thema) Doch nicht nur aus Gesundheitsgründen beschäftigen sich auch manche aus der Generation 60 Plus mit dem Erlernen von Fremdsprachen: Sie erweitern den Horizont und öffnen Fenster in fremde Kulturen. Doch allzu viele lassen sich abschrecken: das sei doch nichts für höhere Semester. Eine der bekannten Mythen behauptet, nur Kinder könnten problemlos Sprachen erlernen, für Erwachsene sei der Zug weitgehend abgefahren. Richtig ist, dass Kinder anders lernen. Keineswegs ist es aber so, dass ihnen der Spracherwerb einfach so zufliegt. Wenn man bedankt, wie lange ein Kleinkind braucht, bis es halbwegs verständlich und verständig mit der Muttersprache umgeht, dann liegt der Erwachsene in seinen Bemühungen gar nicht so schlecht. Ein wichtiger Faktor, der Erwachsene beim Erlernen von Fremdsprachen bremst, ist die Angst vor Fehlern, wie schon 1975 der heute emeritierte Professor für angewandte Linguistik John Schumann von der Harvard University beobachtete. Laut Schumann fürchten Erwachsene eher, sie könnten sich blamieren, (Quelle: Onlinelibrary) während Kinder weniger gehemmt sind und drauflosplappern – es kümmert sie nicht so sehr, ob die Grammatik stimmt oder sie die Wörter richtig anwenden. Daraus erwachse der Eindruck, Kinder seien einfach besser oder schneller beim Erlernen von Fremdsprachen. Sie sprechen zwar sehr schnell flüssig und akzentfrei, grammatisch aber oft verdreht und ihr Wortschatz ist noch sehr reduziert.

Können nur Kinder Sprachen lernen?
Lange Zeit ging die Linguistik von einer „kritischen Altersschwelle“ aus, wonach Kinder, die den Erwerb einer Zweitsprache bis zu diesem Punkt beginnen, ein muttersprachliches Niveau erreichen könnten. Ein späterer Einstieg würde dies erschweren. Der Fachbegriff: „critical period hypothesis“, den Sprachwissenschaftler bereits 1959 prägten, besagte, dass man eine Zweitsprache nur bis zu einem gewissen Alter in der Weise lernen könne, dass sie von der Erstsprache nicht beeinflusst werde. Dieser Zeitraum sei mit der Pubertät überschritten. Begründet wurde diese These damit, dass die Plastizität, also Wandelbarkeit des Gehirns mit der Zeit abnimmt, besonders nach den Entwicklungsjahren, wenn die neurologische Entwicklung abgeschlossen ist. Für die Lernforscherin Thi Tuyet Tran von der RMIT-University in Melbourne wird dieses Konzept einer kritischen Altersschwelle sehr überschätzt und die Bedeutung des Alters überbewertet.
(Quelle: Researchgate) „Je früher, desto besser“ – ist in ihren Augen übertrieben. Entscheidend hingegen sei die Lehrmethode, sagt Tran: Man müsse sie individuell an den Lernenden anpassen. Dem Alter kommt offenbar ein weit geringere Bedeutung für die Fähigkeit zu, eine neue Sprache zu erlernen. Ganz zu Unrecht lassen sich also viele Erwachsene, und schon gar Senioren davon abhalten, sich mit einer neuen Sprache zu beschäftigen!

Das Alter spielt eine Rolle für die Aussprachefähigkeit
Für die Fähigkeit zur korrekten Artikulation ist das Alter allerdings schon von Bedeutung. Schon Babys können die Laute der Muttersprache von denen anderer Sprachen unterscheiden. Die große Frage lautet jedoch: muss man denn eine Sprache „akzentfrei“ beherrschen? Hier scheint die deutsche Zwangsneurose der Perfektion durchzuschlagen. Doch genau wie im deutschen Sprachraum gibt es überall dialektale Varianten, die als überaus bereichernd angesehen werden. So kennt selbst das kleine Luxemburg lokale Mundarten, etwa die Sprechweise im nördlichen Ösling. Ein Akzent steht in der Regel einer Kommunikation nicht im Weg, sondern weist auf die eigene Geschichte und Herkunft zurück. Wer etwa das spanische gerollte R nicht aussprechen kann, stattdessen das kehlige deutsche Zäpfchen-R verwendet, erntet vielleicht eine stille Heiterkeit bei seiner mediterranen Zuhörerschaft, wird aber problemlos verstanden- und obendrein noch für seine Fähigkeiten bewundert. Ein kolossales Missverständnis besteht darin zu meinen, man müsse die Fremdsprache so beherrschen, dass man nicht mehr als „Fremder“ erkannt wird. Das Ziel heißt vielmehr: nicht perfekt artikulieren, sondern sich möglichst perfekt verständlich machen können. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger war auf allen Bühnen der Weltpolitik gefragt, und sein Deutsch gefärbtes Englisch störte dabei keinen Menschen. Im Ausland ruft allein die Bemühung, sich der Landessprache zu bedienen, beifälliges Kopfnicken hervor, und ist die Aussprache noch so holprig. „Wenn jemand einen Akzent hat, heißt das, er spricht eine Sprache mehr als du“, sagte der argentinische Schauspieler Fernando Lamas sehr treffend.

Motivation ist alles, in jedem Alter
Viel wichtiger als das Lebensalter ist die Motivation für den Lernerfolg. Die Älteren der Generation 60 Plus erinnern sich vielleicht noch mit Schaudern an einen Lateinunterricht, der vor allem im sturen Auswendiglernen völlig unlogischer Sprachstrukturen bestand- und damit wird uns bis heute Latein als „Schule des logischen Denkens“ verkauft. Nichts liegt der Wahrheit ferner. Was allerdings zutrifft, ist die enorme Bedeutung des Lateinischen als Kultur- und Bildungssprache. Kinder finden das zwar nicht allzu prickelnd, doch viele Senioren beschäftigen sich aus diesem Grund mit Caesars Schriften. Wer mit Begeisterung lateinische Satzstrukturen knackt, empfindet das als Vergnügen, nicht als Strafe wie einst im Teilzeitgefängnis Schule.
Eine hohe Motivation ist also förderlich, wenn nicht sogar Voraussetzung für einen gelungenen Spracherwerb. Erwartet man, am Arbeitsplatz oder im Alltag von einer Sprache zu profitieren, ist man entsprechend motiviert, diese zu erlernen. Das muss nicht unbedingt aus praktischen Gründen der Karriereplanung geschehen. Es gibt Leute, die sich aus reinem Interesse mit den unglaublichsten Sprachen herumschlagen, etwa mit dem äußerst schwer erlernbaren Baskischen, das gleichwohl für viele Spanier im Norden des Landes die Sprache ihrer Altvorderen ist, auch wenn man in Navarra und Aragon seit Jahrhunderten romanische Dialekte und Kastilisch spricht.

Schwere Sprache, leichte Sprache
Es gibt keine schweren Sprachen, sondern nur solche, die schwerer zu erlernen sind als andere. Ein Mythos besagt, dass Deutsch eine besonders harte Kost sei. Die Frage ist nur: für wen? Wer Dänisch, Schwedisch oder Niederländisch als Muttersprache spricht, hat mit dem westgermanischen Deutschen keine besondere Mühe. Allein was den Wortschatz betrifft, steht das Deutsche seinen nordgermanischen Schwestern näher als allen anderen Sprachen. Die Grammatik ist zwar in einigen Bereichen merklich vertrackter, aber vieles in der Struktur bekannt, die Aussprache weniger kompliziert. Das gilt umgekehrt genauso für Deutschsprachige: nach Schweden ist der Weg auch linguistisch nicht weit.
Obwohl auch das Englische zur germanischen Familie zählt, haben deren Muttersprachler deutlich mehr Mühe mit dem Deutschen. Löffel, Gabel und Messer haben plötzlich ein Geschlecht, und jedes Wort ein anderes. Dieses indogermanische Erbe ist im Deutschen noch putzmunter, während die anderen Schwestersprachen es vereinfacht haben und im Englischen nur noch Reste vorhanden sind „Gewiss gibt es keine andere Sprache, die derart schlampig und unsystematisch ist“, schimpfte der amerikanische Schriftsteller Mark Twain 1880 in seinem humoristischen Essay über die deutsche Sprache „The Awful German Language“, Die Schrecken der deutschen Sprache. (Quelle: Reclam)
Der Verzicht des Englischen auf das grammatische Geschlecht ist sicherlich ein Vorteil, denn die drei Formen männlich, weiblich, sächlich erschweren die Kommunikation unnötig. Auch wir lernen leichter eine Sprache, die kein Genus kennt, etwa das Finnische. Gibt es hingegen solche Finessen, tendieren wir dazu, unsere gewohnten Artikel auf die Fremdsprache zu übertragen. Ein typisch deutscher Fehler im Spanischen ist dann eben, la puente statt el puente zu sagen, da die Brücke im Deutschen eben weiblich ist. Ein Engländer hat diese Probleme nicht, er lernt das Wort ohne Interferenz der Muttersprache.

Tücken und Fallstricke hat jede Sprache
Vor allem die Deklination der Nomen und Adjektive fand Mark Twain geradezu haarsträubend: „So schlimm wie im Lateinischen“, stellte er entnervt fest. Oft wird gesagt, er hätte es erst mal mit Finnisch und dessen 15 Fällen versuchen sollen. Doch das greift zu kurz. Finnisch ist eine agglutinierende Sprache wie das weitläufig verwandte Ungarisch. Dieser Sprachtypus zeichnet sich durch große Regelmäßigkeit und innere Logik aus. Da gibt es eben nur eine Pluralform. Daneben nehmen sich die deutschen Möglichkeiten wie Lehrbeispiele aus der Chaostheorie aus:
Allein 10 verschiedene Arten der Mehrzahlbildung muss man sich merken! Latein zeigt den nämlichen Wildwuchs. Welch Balsam, dann auf eine Sprache wie das Japanische zu treffen: einfache Aussprache, keine Artikel oder Geschlecht, kaum unregelmäßige Formen und nur zwei Zeiten. hito bedeutet Mensch. Wenn es wichtig ist, ob dieser Mensch männlich oder weiblich ist, wird präzisiert: otoko no hito (Mann) oder onna no hito (Frau). Hört sich gut an. Nur stützt sich das Japanische auf das komplizierteste Schriftsystem aller Sprachen und einem Kuddelmuddel aus -je nach Fall- japanischer und chinesischer Aussprache. Überdies teilt es die Unart vieler agglutinierender Sprachen, kolossale Wortungetüme zu bilden, die für den Anfänger nur mit äußerster Mühe zu entwirren sind. Selbst das ach so einfache Englisch, das wir so sicher zu beherrschen glauben, hat seine Tücken: eine sehr schwierige und gleichzeitig unberechenbare Aussprache, ein filigran gesponnenes Zeitensystem und eine geradezu überwältigende Wörtervielfalt. Die germanischen Angelsachsen bekamen 1066 Besuch von ihren normannischen Vettern, die aber Französisch parlierten, so dass das Englische einen überreichen Wortschatz besitzt. Womit wir uns im Ausland so gerne brüsten, ist ein verzwergtes „Basic English“ von etwa 850 Wörtern- wenn’s hochkommt.

Wie lange braucht man für…
Diese Erkenntnisse macht sich auch der Auswärtige Dienst der USA zu eigen. In einem eigenen Trainingszentrum, dem Foreign Service Institute (FSI), (Quelle: FSI)bereiten sich jedes Jahr rund 100 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Regierungsbehörden auf ihre Auslandseinsätze vor und können zu diesem Zweck Intensivkurse in mehr als 70 Sprachen belegen. Das FSI hat diese Sprachen nach ihrem Schwierigkeitsgrad für Muttersprachler des Englischen eingestuft. Für Deutsch und Französisch waren ursprünglich 24 Wochen veranschlagt, wie für die übrigen germanischen und romanischen Sprachen. Doch das genügte nicht: Weit mehr als die Hälfte der Aspiranten scheiterte an den Lernzielen. Die Dauer wurde zunächst für beide auf 30 Wochen verlängert, für Deutsch schließlich auf 36 Wochen. Nun steht es auf einer Stufe mit Suaheli und Malaiisch. (Quelle: FSI Foreign Langiage Training) Beides sind zwar exotische Sprachen (Wortschatz), aber sehr regelmäßig gebaut. Für Englischsprachige ist im Deutschen einiges an Vokabular bekannt, doch die Crux ist die Grammatik. Doch immerhin gibt es für Amerikaner weitaus schwierigere Sprachen. Für die slawischen Sprachen werden zwei Monate mehr angesetzt, und fast zwei Jahre Intensivunterricht für Japanisch, Chinesisch und Koreanisch. Fairerweise muss man dazusagen, dass die Schrift ein Haupthindernis ist. Rein sprachtypologisch gesehen ist das Chinesische dem Englischen in vielerlei Hinsicht sogar ähnlich.

Nicht entmutigen lassen
Doch sollte man sich keinesfalls von vermeintlichen Schwierigkeiten den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Das Wichtigste im Spracherwerb im Erwachsenenalter ist die Motivation. Das Alter spielt eine nebengeordnete Rolle, wenn der feste Wille da ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Zweifellos spielt die Verwandtschaft von Sprachen eine sehr große Rolle für den Lernerfolg. Deutschsprachige können sich in kürzester Zeit ins Jiddische, das stark vom mittelalterlichen Deutsch geprägt ist, einarbeiten, wenn sie das hebräische Alphabet gelernt haben. Auch können viele Deutsche das niederländische Sprachexamen schon nach wenigen Wochen Unterricht schaffen, da der Wortschatz der beiden Sprachen aus derselben Wurzel stammt. Wenn man überdies noch die Lautgesetze zwischen Nieder- und Hochdeutsch beherrscht, verkürzt dies den Lernprozess noch einmal. Wenn Deutsche Niederländisch lernen, spielt das daher Alter kaum eine Rolle. Ist die Fremdsprache mit der Muttersprache nicht oder wenig verwandt, kann das den Lernprozess etwas verlangsamen, aber keineswegs verhindern.

Kann man Sprachen empfehlen?
Ein ganz wichtiger Faktor für ältere Lernende sind Vorkenntnisse in anderen Fremdsprachen, vor allem dann, wenn diese der Zielsprache ähnlicher sind als die Muttersprache. Wenn wir schon Spanisch gelernt haben, fällt uns Italienisch wesentlich leichter als ohne diese Vorkenntnisse. Auch Lateinkenntnisse aus der Schulzeit sind von Nutzen. Aber auch Sprachen, die keinerlei Verwandtschaft mit der Muttersprache aufweisen, können Vorteile haben. Störende Einflüsse beim Spracherwerb fallen weniger ins Gewicht. Während einem Europäer die meisten Sprachen der alten Welt (Ausnahmen: Baskisch, Finnisch, Ungarisch) „irgendwie bekannt“ vorkommen, gleicht es einer Expedition in den Regenwald, wenn man sich in eine völlig fremde Sprache und somit Denkweise einarbeitet. Ganz abgesehen vom Schriftsystem hat etwa das Japanische einen besonderen, exotischen Reiz. Man lernt die Welt anders zu denken als in den europäischen Sprachen. So zumindest ging es mir in Studienzeiten, und dem Schriftsteller Martin Kessel kann ich nur beipflichten: Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.
Auch wenn es zuweilen ein wenig dauert: jede Sprache kann man lernen, und das in jedem Alter!

Siehe auch:

Spektrum: Nie zu alt zum Sprachen lernen
Spektrum: welche Fremdsprachen sind leicht zu lernen?

Weitere Beiträge:

https://begeistert60plus.de/wie-fremde-sprachen-freude-machen/

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Über den Autor ANAKREON

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