Zum ersten: ist es mal so schicklich,
Zum zweiten: ist es sehr erquicklich,
Zum dritten: ist man sehr bestaubt
Und viertens: soll man‘s überhaupt
Denn fünftens: ziert es das Gesicht
Und schließlich: schaden tut’s man nicht! (Die fromme Helene, 3.Kapitel)

In diese launigen Verse kleidet Wilhelm Busch die tägliche Körperpflege, wie sie im späten 19.Jahrhundert üblich war: am Waschzuber in der Ecke des Schlafgemachs. Es ist schon erstaunlich, dass diese Gepflogenheiten angesichts des Ukrainekriegs und dem Zwang zum Sparen plötzlich erneut auf der Agenda stehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Bürger bekanntlich dazu aufgerufen, künftig nicht mehr so viel zu duschen, denn auch der Waschlappen sei eine brauchbare Erfindung.
(Kretschmer: Waschlappen)
Was den einen als Zumutung erscheint, klingt für andere wie ein fernes Echo aus der Jugendzeit. Wer aus der Generation 60 Plus kann sich nicht an die Körperpflege von anno dazumal erinnern, zu der ein Waschzuber, Handtuch und Seife gehörten? Ein großer Fortschritt war fließend Wasser im Badezimmer, aber dort wurde der Kanonenofen nur am Samstagabend angeheizt und ein Wannenbad für die ganze Kinderschar war ausreichend, um alle abzuschrubben. Alltags griff man zu Waschlappen und Seife, wie Herr Kretschmer uns nun wieder nahelegt.

Duschen kam erst in den sechziger Jahren in Mode
Früher hielt man nämlich die tägliche Pflege mit Wasser und Kernseife für ausreichend, die Väter benutzten ihr Rasierwasser (Weihnachtsgeschenk!) nur sparsam, die Mütter griffen doch etwas öfters zu Kölnisch Wasser. Das Odeur aufdringlicher Deos, das uns von entgegenkommenden Passanten in Schwaden entgegenweht, war damals noch unbekannt. Auch die schnelle, heiße Dusche setzte sich erst langsam durch. Voraussetzung dafür waren Neuerungen in der Warmwasserbereitung zu Hause. In Deutschland war Stiebel Eltron Marktführer und viele werden sich noch an die für damalige Verhältnisse „erotische Werbung“ für warmes Wasser erinnern, die in den späten sechziger Jahren in die Wohnzimmer flutete. Kalt duschen war etwas für Pfadfinder und Naturapostel, doch im Nu verwandelten wir uns in einen Nation von Warmduschern. Wer es da gewagt hätte zuzugeben, bei dem täglichen feuchten Treiben nicht mitzumachen, wäre als Ferkel geächtet gewesen.
(Stiebel Eltron, heißes Wasser)

Wasser und Seife
Die schon in sumerischer Zeit bekannte Herstellung von seifenähnlichen Produkten diente Heilzwecken und nicht der Körperreinigung. Ägypter und Griechen (ca. 2.700 – 2.200 v. Chr.) dürften ähnliche Verfahren zur Herstellung von Seife gekannt haben, doch erst bei den Germanen und Galliern verwendeten alle Volksschichten die Seife zur Körperpflege. Die auf der Grundlage von Ziegen- Rinder- oder Hirschtalg hergestellte Seife diente ihnen als Bleichmittel für die Haare, daneben frisierten sie sich mit einer Art Seifen-Pomade; Bräuche, die von den Römern gerne übernommen wurden. Gleichwohl bildete das Olivenöl nach wie vor die Grundlage der römischen Körperpflege. Nach dem Bad rieb man die Haut mit Olivenöl ein, das anschließend mit Holzschabern abgezogen wurde. Seife verwendeten die Römer zur Körperreinigung erst ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. In der Seifensiederkunst erwiesen sich die Araber ab dem 7. Jahrhundert als sehr einfallsreich: Sie verkochten erstmals Öl und Lauge unter Einsatz von gebranntem Kalk miteinander und gewannen dadurch besonders feste Seifen, die mit den heutigen vergleichbar ist.
(Geschichte der Seife)

Badefreuden in alten Zeiten
In der Antike nutzte man mangels privater sanitärer Einrichtungen fast ausschließlich öffentliche Bäder, die natürlich nach Geschlechtern getrennt waren. Gleichwohl ging es auch dort äußerst züchtig zu und man bedeckte intime Körperstellen stets mit einem Tuch oder Badekleidung. Nördlich der Alpen war das Dampfbad sehr beliebt; wie in der finnischen Sauna wurden erhitzte Steine mit Wasser übergossen. Dies praktizierten die Nordgermanen, Balten und Slawen noch bis in die Neuzeit. Im deutschen Mittelalter stellten solche Schwitzhütten das Reinigungsbad des einfachen Volkes dar. Öffentliche „anständige“ Bäder waren stets nach Geschlechtern getrennt, und da man privat kaum Möglichkeiten zur Reinigung außer einem Waschzuber besaß, konnten sich nur die Wohlhabenden gelegentlich den Genuss eines Vollbades leisten. Auch wenn es in Geschichtsbüchern und am Stammtisch anders kolportiert wird (was sagt uns das über die schwüle Fantasie der Autoren?), waren einschlägige mittelalterliche Badestuben, wo man neben der Körperreinigung schmauste, zechte und hurte, nichts weiter als Bordelle, die erst mit der Syphilis verboten und geschlossen wurden.

Baden oder waschen?
Hinzu kam die Vermutung, auch die Pest sei aus den Badehäusern gekrochen, wodurch man von kirchlicher Seite ein willkommenen Grund zum Kampf gegen die Unmoral in die Hand bekam. Doch religiöse Bedenken reichten noch viel tiefer: da das Baden an sich als Vergnügen galt und somit lasterhaft war, schränkten es vielerlei religiöse Vorschriften ein: Büßende durften ebenso wenig baden wie Fastende, außerdem stieg man auch freitags und sonntags nicht in den Zuber. Hauptbadetag blieb bis in unsere Zeit der Samstag. Im Altnordischen bekam er sogar den Namen laugardagr, der „Laugentag“ (mit Fett und Asche wurde ja in der Tat eine Art Seifenlauge erzeugt), und noch heute heißt der Samstag in Schweden lördag. Womöglich stand in der ganz frühen Zeit noch die Vorstellung einer rituellen Reinigung vor dem Sonntag, dem Tag des Herrn, dahinter. Nicht baden heißt aber nicht, dass die Menschen des Mittelalters sich nicht gewaschen hätten. Nicht nur aus Gründen der Sauberkeit hielt man es für gefährlich, ungewaschen das Haus zu verlassen, da man so in die Gewalt von Hexen und Teufeln geraten konnte. Man wusste zwar noch wenig von Hygiene, Wasser und Waschen galten aber gleichwohl als Schutz vor Dämonen, die Schmutz liebten und Wasser verabscheuten. Für die Unholde bedeutete eine Körperreinigung, ihre magischen Kräfte, die an ihnen „klebten“, zu verlieren.

Parfümieren statt waschen
Das alles sollte sich zumindest in den höheren Kreisen bald radikal ändern. Nach den Schreckensjahren durch Pest und Syphilis, die man mit den Badehäusern in Verbindung brachte, zogen es die Reicheren in der Barockzeit und danach vor, sich zu parfümieren. Der Königin Elisabeth I. von England wurde vermutlich ein Waschzwang unterstellt, da sie einmal im Monat ein Vollbad nahm. Das war leicht zu toppen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. hat nach den Aufzeichnungen seiner Leibärzte in 64 Jahren ein einziges Mal gebadet. Ansonsten hielt er es für ausreichend, das königliche Antlitz alle zwei Tage mit einem mit Weingeist benetzten Tüchlein zu reinigen. Eine Anekdote berichtet, dass die Frau des berühmten Tagebuchschreibers Samuel Pepys in den Genuss ungekannter Körperpflege in einem Londoner Badehaus kam und von ihrem Gemahl von Stund an verlangte, es ihr vor jedem innigen Zusammensein gleichzutun. Pepys habe sich lange gewunden, dann aber den Lockrufen der Venus nachgegeben und sich gewaschen. Bis ins 19.Jahrhundert findet man skurrile Beispiele für eine Körperpflege, bei denen uns die Haare zu Berge stehen. Für Bauersfrauen in der Oberpfalz etwa war das Waschen des Genitalbereichs Sünde, während sie dem Rest des Körpers mit Waschlappen und Seife zu Leibe rückten. Da auch die Männer in diesen Dingen zurückhaltender waren als heute, ist es nicht erstaunlich, dass in jenen Zeiten orale Freuden nicht gerade im Schwange waren. Aber selbst bei heutigen Hygienemethoden wären solche Praktiken aus Gründen der ausgeprägten Schamgrenzen ohnehin auf empörte Ablehnung gestoßen.

Baden im 19.Jahrhundert mit Seltenheitswert
Dies sind sicherlich extreme Beispiele. Die Gründe sind weniger ein Hang zum Schmutz, sondern liegen vielmehr in religiösen Tabuvorschriften. Schon in den Regeln der Thora ist es unverheirateten jüdischen Männern aus Keuschheitsgründen untersagt, ihr membrum virile beim Urinieren in die Hand zu nehmen. Hinzu kommt ganz einfach die Tatsache, dass fließendes Wasser kaum verfügbar war. Bis ins 20.Jahrhundert war das letzte Bad als Kind für viele das letzte Bad im Leben überhaupt Noch bis ins Ende des vorigen Jahrhunderts war es auf dem Land in alten deutschen Bauernhäusern nicht üblich, im Haus ein Badezimmer zu bereitzustellen, denn bei der hohen Kinderzahl wurde jeder Raum gebraucht. Oft befand sich das Bad in einer Kammer im Hof und wurde im Winter entsprechend selten genutzt.
Das soll aber nicht heißen, dass gerade Mägde, Knechte und Arbeiter den Staub von Stall, Feld und Werkstatt einfach so an sich kleben ließen. Es war recht unkompliziert, an der Waschschüssel die nötige Reinigung zu vollziehen. Auch mit dem Waschlappen kann man sich von Kopf bis Fuß säubern, und wenn man bedenkt, dass die Bettwäsche viel seltener gewaschen wurde, war das Interesse groß, sie sauber zu halten.

Duschen als tägliches Vergnügen?
Mit der Erfindung der Dusche im 19.Jahrhundert und fließendem Wasser in fast jedem Haus haben sich die Möglichkeiten der täglichen Reinigung deutlich vereinfacht. Die Frage ist nur, ob es sinnvoll ist, jeden Tag mit einer warmen Dusche zu beginnen. Ganz abgesehen von der Energiefrage (die Herr Kretschmer als Grüner wohl im Blick hat) für die Warmwasserbereitung bzw. die Verschwendung des Rohstoffes Wasser ist von dermatologischer Seite die Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Wer den Tag im Büro verbringt, braucht nicht täglich unter der Dusche stehen, schon gar nicht über längere Zeit, und ganz absurd ist es, zweimal am Tag zu duschen. Wer glaubt, mit dem Abschrubben der Haut tue man ihr etwas Gutes und reinige sie, sollte sich belehren lassen, dass die Haut durchaus in der Lage ist, für ihren eigenen Schutz zu sorgen. Dazu verfügt sie über Talgdrüsen, mit denen sie sich selbst pflegen kann. Mit ihrer Hilfe baut gesunde Haut eine Barriere gegen potenzielle Erreger auf. Dieser sogenannte Säureschutzmantel – ein Film aus Wasser und Fett, der vor allem aus Talg, Schweiß und Bestandteilen der Hornzellen zusammengesetzt ist, bildet ein ideales Substrat für all jene Bakterien, die Teil einer gesunden Hautflora sind. Aggressive Bakterien oder Pilze können sich unter diesen Bedingungen nicht vermehren. Deswegen kommt dem Säureschutzmantel eine wichtige Funktion für die Abwehr von Krankheiten zu.

Zu viel Reinlichkeit kann schädlich sein
Rubbeln wir aber mit Duschgel oder Seife unsere natürliche Schutzschicht Tag für Tag wieder ab, ist das Gleichgewicht der Haut gestört. Sie beginnt zu spannen, zu jucken, sich eventuell zu röten und zu schuppen. Daher sollte man, wenn man meint, täglich duschen zu müssen, auf rückfettende, pH-neutrale und hautfreundliche Produkte achten, denn Wasser schwemmt die hauteigenen Fette aus der obersten Hautschicht heraus. Seife verstärkt diesen Effekt noch deutlich. Das gesunde Milieu wird zwar innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt, bei zu häufigem Waschen mit Seife schafft das der Körper jedoch nicht mehr – und Erreger haben leichteres Spiel.
Wer morgens und abends duscht oder badet, tut seiner Gesundheit also keinen guten Dienst. Das haben Forscher schon in den 1960er-Jahren gezeigt. Sie haben die Mikroflora der Haut mehrerer Probanden über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht und dabei festgestellt: Sie war individuell unterschiedlich zusammengesetzt und blieb überraschend stabil. Mediziner raten daher dazu, nicht täglich zu duschen. Mehrmals pro Woche reiche völlig aus. Gleichwohl spreche nichts gegen eine tägliche Dusche, wenn jemand beispielsweise viel schwitze oder starkem Schmutz ausgesetzt sei.

Der Waschlappen ist eine brauchbare Erfindung
Dabei sollte man nicht vergessen: Je länger das Duschen dauert, desto stärker belastet das Wasser die Haut. Viele Experten empfehlen daher, die Zeit auf drei bis vier Minuten zu begrenzen. Wem das nicht ausreicht, weil er beispielsweise währenddessen noch seine Haare waschen möchten, der sollte zumindest versuchen, nicht länger als 10 bis 15 Minuten zu duschen. Für die Fraktion der Warmduscher sei noch angemerkt: sich möglichst heiß abzubrausen ist nicht nur schlechter für die Umwelt, sondern schadet auch der Haut. Die hohen Temperaturen lassen sie nämlich noch schneller austrocknen. Mit der kalten Dusche hingegen kommt ein schlapper Kreislauf in Schwung.
Außerdem sollte man beim Duschen nur Körperbereiche einseifen, an denen man stark schwitzt, vor allem unter den Achseln, gegebenenfalls in der Leistengegend. Auf keinen Fall jedoch ist es ratsam, den Intimbereich, d.h. die Schleimhäute, mit scharfen Seifen zu traktieren.
Aus Gesundheitsgründen ist es jedenfalls im Normalfall nicht notwendig, täglich zu duschen. Und wenn, dann abends. Was hat es für einen Sinn, sich nach einer Nacht im sauberen Bett komplett zu reinigen, bevor der Tag überhaupt begonnen hat? Da reicht die morgendliche Katzenwäsche vollkommen aus. In diesem Sinne kann man Herrn Kretschmer nur beipflichten: Der Waschlappen ist eine sehr brauchbare Erfindung.
Quellen
(AOK Magazin)
(Besser gesund leben)
(Vogue)

Empfehlenswerte Literatur:
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens.
Eine Fundgrube zur Volkskultur. 10 Bände!
Hans Peter Duerr, Nacktheit und Scham.
Der Mythos vom Zivilisationsprozeß.

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Über den Autor ANAKREON

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