Die Küche. Acrylbild von Anakreon

Im Mittelalter werden sowohl die Gula, das hemmungslose Prassen, als auch die Luxuria, die ungezügelte Sinnenlust, zu den sieben Todsünden gerechnet.
Heute wird die Esslust aus anderen Gründen unterdrückt. Die genussvolle Aufnahme von Nahrung wird mit Krankheit, Übergewicht und somit mangelnder erotischer Attraktivität in Verbindung gebracht wird. Hand in Hand damit geht das „erfüllte Sexualleben“, das zum alleinigen Lebenszweck vieler Menschen in der ersten Welt mutiert ist. Nicht mehr möglichst viele Kinder, sondern möglichst viele Affären mit möglichst vielen Bettgenossen sind das Ziel. Dazu muss der eigene Körper in Form bleiben, um dem Schlankheitsideal zu entsprechen. Gleichwohl verbergen sich den meisten gänzlich unbewusst hinter der Verteufelung des Essens, oder vielmehr: des genussvollen Tafelns, antike Traditionen, die im Christentum zum Regelwerk einer Verzichtsethik perfektioniert wurde.
In der monastischen Tradition wurden neben der Wollust und dem Essen auch der Schlaf unterdrückt. Das galt ab dem bürgerlichen Zeitalter ganz allgemein als Tugend und Nachweis eines gottgefälligen Lebens: genügsam essen, früh aufstehen und Beischlaf ohne Leidenschaft. Tatsächlich stehen bei heutigen Hochleistungsmenschen (die Arbeit hat die Religion ersetzt) genau diese Prinzipien der Leibabtötung in christlicher Tradition wieder hoch im Kurs. Selbst der Lebenszweck Wollust ist bei einigen geopfert worden, um „gesund und nüchtern“ den Geist zu immer höherer Leistung anzutreiben.

Antike Vorstellungen
Die klassische Antike kannte das Fasten, das aber bei weitem nicht die Bedeutung wie im späteren Christentum hatte. So wurde es zur Austreibung von Dämonen eingesetzt, die sich infolge übermäßigen Essen und Trinkens im Körper eingenistet hatten. Wie in vielen archaischen Kulturen war es auch ein Weg, sich den Göttern zu nähern und für göttliche Eingebungen empfänglich zu werden. So hielt die Pythia im Orakel von Delphi ihren Geist durch Nahrungsentzug wach. Auch von Sekten wie den Pythagoreern sind strenge Essensvorschriften bekannt, unter anderem spärliche, vegetarische Ernährung. Fasten wird daher als Teil einer asketischen Lebensweise angesehen, wodurch man eine spirituelle Vervollkommnung zu erreichen suchte, neben geistigen Übungen auch in Form von Verzicht und Enthaltsamkeit bei der Nahrungsaufnahme, der Geschlechtlichkeit sowie beim Schlaf. Das Fasten galt in diesem Sinne auch als eine Form der Buße und erlangte ethische Bedeutung. Pytha-goras selbst fastete 40 Tage vor seinen Prüfungen und verlangte ein Gleiches von seinen Schülern, um deren Verstand zu schärfen.
Die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter verweigerte alle Nahrung, bis der Gott Hades ihre Tochter Persephone aus der Unterwelt wieder entließ. Während des Thesmophorien- Festes in Athen und in anderen Orten Griechenlands wurde einen Tag lang gefastet, um an Demeters Trauer zu erinnern und die Göttin so zu ehren. Doch verglichen mit den Fastenregeln und dem Verzichtethos des Christentums muten die antiken Nahrungstabus geradezu spielerisch an. Allerdings wird hier bereits der theoretische Un-terbau für die späteren, wesentlich strengeren Vorschriften geliefert.
Hinter der Betonung des abgehungerten Körpers für das Seelenheil steht ein Leib-Seele-Dualismus, den man schon bei Platon findet und den das Christentum als tra-gende Säule seiner Lehre verinnerlicht: Körperliche (= irdische) Begierden sollen zugunsten einer geistigen (=göttlichen) Reinheit kontrolliert und gezügelt werden.

Askese der Wüstenväter
Dem Kirchenschriftsteller Tertullian (2./3.Jahrhundert) sagt man den Ausspruch nach, dass derjenige ein gottgefälliges Werk tue, der den Leib kasteie: »Ein abgemagerter Körper wird das schmale Himmelstor leichter durchschreiten, ein ausgezehrter Körper bleibt im Grab am längsten erhalten.«
Im Jahre 313 erließen Konstantin und Licinius das Toleranzedikt von Mailand und setzten der Zeit der Christenverfolgung und damit auch dem- oftmals angestrebten-Tod als Blutzeuge Christi ein Ende. Die Askese erlangte für strenggläubige Christen daher neue Bedeutung, da sie ihnen als Ersatz für Märtyrertum und als Form der Züchtigung des eigenen Körpers galt. Diesen Weg hatten schon die Wüstenväter im späten 3. Jahrhundert vorgezeichnet: Sie zogen sich als Eremiten fastend den Weg zum inneren Frieden. Vom heiligen Antonius heißt es etwa: „Nahrung nahm er einmal täglich nach Sonnenuntergang zu sich; bisweilen aß er nur alle zwei, oft aber auch nur alle vier Tage; er lebte von Brot und Salz, als Getränk diente ihm Wasser.“
Je weiter die Überlieferung zurücklag, desto aufsehenerregender erschienen die Leistungen: Der Einsiedler Hero aß angeblich nur alle vier Monate. Makarius von Alexandrien begnügte sich mit wenigen Stücken von Brot, die er aus einem schmalen Flaschenhals herausnehmen konnte. Als er von einem Asketen hörte, der noch strikteren Verzicht übte, nahm er nur noch sonntags einige Kohlblätter zu sich.
(Quelle: Kirchenzeitung Eichstätt)

Die verbotene Frucht und die Folgen
Wenn es darum ging, das Fastengebot durchzusetzen, war man nicht gerade zimperlich. Wer beim heimlichen Essen erwischt wurde, dem konnten von den christlichen Glaubensbrüdern die Zähne ausgeschlagen werden, selbst Mordfälle soll es gegeben haben. Allerdings gab es auch Ausnahmen von der Fastenpflicht. Vermögenden erlaubte die Kirche, sich mit einer großzügigen Spende freizukaufen. Rituelles Fasten ist freilich nichts, was man nur in der Antike und deren Fortsetzung, dem Christentum, findet. In vielen Kulturen ist asketischer Nahrungsverzicht verbreitet. Meist ist deren Zweck, den Körper zu reinigen und den Geist auf die Begegnung mit dem Numinosen vorzubereiten. Für spitzfindige Theologen lag es auf der Hand, dass am Anfang der Ursünde offensichtlich das Essen einer verbotenen Frucht stand. Der Kirchenvater Hieronymus konstatierte: «Der erste Mensch wurde aus dem Paradies gejagt, weil er mehr seinem Bauch als Gott diente.» Ein anderer Ausspruch lautet: „Ein fetter Bauch bringt keine zarten Empfindungen hervor.“
Die theologische Folgerung dieser Art von Auslegung war, die Esslust (ähnlich wie den Geschlechtstrieb) zwar weitgehend zu unterdrücken, aber da ein Minimum an Nahrungsaufnahme nun einmal nötig war, dies möglichst genussfrei vonstattengehen zu lassen. Das Prinzip des Fastens prägt die frühe Kirche demnach ganz entscheidend. Vorbilder sind Christus in der Wüste («Was Adam fressend verlor, gewann Christus fastend») und Johannes der Täufer, der sich der Legende nach von «wildem Brot», dem Johannisbrot, der Frucht des Karobbaums ernährte. In den Kreisen dieser religiösen Eiferer wird der Bannfluch über die Freude am Essen ausgestoßen.

Lustvolles Essen als Todsünde
Daher ist es nicht weiter überraschend, dass die asketischen Wüstenväter Evagrius (346-399/400) und Johannes Cassianus (ca. 360-435) als erste die Völlerei als Todsünde brandmarken und so den Weg für Papst Gregor den Großen ebnen, der sie in seinen Moralia den geistigen Todsünden Hochmut, Habsucht, Zorn, Trägheit und Ruhmsucht zur Seite stellt. Die zweite der körperlichen Todsünden ist die Wollust. Dies erklärt die zentrale Rolle des Fastens: «Wie einer belagerten Stadt das Essen abgeschnitten wird, so den Lastern durch Fasten», bringt es Hieronymus sehr bildhaft auf den Punkt. Der Historiker Massimo Montanari spricht von einer demonizzazione del cibo – das Essen wird Teufelswerk!
Dahinter verbergen sich antike Vorstellungen, wonach deftiges Essen, vor allem Fleischkonsum, die Wollust und als angenehmen Nebeneffekt auch gleich die Potenz steigert.
In logischem Umkehrschluss fordert eine radikale Mönchsdiät daher den Verzicht auf gerade diese Produkte zugunsten kalten, rohen Gemüses mit Gerstenbrot, dazu viel Salz, um den Körper „auszutrocknen“. Auch aus Tierliebe plädieren viele Heilige für Fleischverzicht. So bekehrt der Hl. Franziskus den Wolf von Gubbio zum Vegetarismus, predigt der Hl. Antonius den Fischen und erweckt der Schutzpatron Kalabriens, der HI. Franziskus von Paula, ein gebratenes Lamm wieder zum Leben.

Das Verzichtsethos der Neuzeit
In der Reformationszeit feiert die alte christliche Askese in Form von Nahrungsverzicht und Selbstkasteiung fröhliche Urständ. Anders aber als in den Klöstern liegt die Motivation weniger in einer geistigen Vollendung in der Annäherung an Gott als vielmehr in der Abkehr von katholischer Sinnenfreude und „Pomp“, wozu auch die leiblichen Genüsse des guten Essens zählen. In der Gegenreformation betont auch die katholische Kirche die Fastengebote wieder stärker, gleichzeitig legt sie Wert auf schmackhafte Mahlzeiten. So bildet sich in Süddeutschland und Österreich mit viel Erfindungsreichtum die „Mehlspeisküche“ mit einer großen Zahl köstlicher Fastengerichte heraus. Und wer dennoch der Versuchung nicht widerstehen konnte und Gaumensünden begangen hat, kann als Katholik auf die Absolution nach der Beichte hoffen. Außerdem lockt nach den Fastentagen die neuerliche Aussicht auf herzhaftes Prassen. Ganz anders die von Verzichtsethos geprägte protestantische Mentalität. Nach einem Ausspruch des Übervaters Luthers ist der Protestant gehalten, „täglich und immerdar mäßig, nüchtern und züchtig zu leben“. Hinzu kommt, dass die protestantischen Pastoren mit ihren kinderreichen Familien oftmals aus der Not eine Tugend machten und ihre karge, fade Kohlsuppe als die einzig angemessene Speise im irdischen Jammertal anpriesen.

Schlankheit als Zeichen von Leistung und Produktivität
Die Herausbildung des modernen Kapitalismus ist ohne den protestantisch-asketischen Unterbau schwer vorstellbar. Monastische Traditionen werden darin mit dem calvinistischen Arbeitsethos zum Zwecke der Leistungsoptimierung verschmolzen. Dieser neue Puritanismus des 19. Jahrhunderts, dessen charakteristische Züge mit bestimmten Aspekten der christlichen Bußpraktiken einhergeht, beschwört das Bild eines mageren, schlanken, aber produktiven Körpers, das Bild des bürgerlichen Körpers, der sich für die Erzeugung von Gütern und das Anhäufung von Reichtümern selbst verzehrt. Der wirtschaftliche Erfolg wird dabei als göttlicher Gnadenerweis für moralisch richtiges Handeln und als Belohnung für den geleisteten Verzicht aufgefasst. In einer Welt, in der die christlichen Konfessionen oft mit Ländergrenzen übereinstimmten- etwa: hier das katholische Österreich, da das protestantische Preußen- boten sich dem Besucher aus der „anderen“ Welt überraschende, oft bedrückende Eindrücke. Einer Wiener Schnurre gleicht der Reisebericht des Berliners Friedrich Nicolai aus dem Jahr 1781. Der brave Buchhändler und Schriftsteller von der Spree, in der Wolle des protestantischen Verzichtsgedankens der Aufklärung gefärbt, vermerkte kopfschüttelnd: „Die Einwohner Wiens sind in allen Dingen, welche zur Gemächlichkeit und zur Wollust des Lebens gehören, sehr viel weiter als die Einwohner einer anderen deutschen Stadt … Sie sitzen da, als ob sie von Gott bloß zum Essen geschaffen wären.» Friedrich Schiller schreibt entsprechend 1797 in den Xenien sein berühmtes Flüsse-Epigramm über die Donau:

Mich umwohnet mit glänzendem Aug das Volk der Phäaken;
Immer ist’s Sonntag, es dreht immer am Herd sich der Spieß.

Neue Schönheitsideale
Unterschieden sich im Mittelalter und früher Neuzeit die wohlgenährten Adligen durch ihre Leibesfülle von den ausgemergelten Bauern, so verschiebt sich dieses Kriterium in Richtung Magerkeit, je breiter und fetter das Nehrungsangebot auch für das einfache Volk wird. Bereits im Laufe des 18. Jahrhunderts scheint sich das Ideal der Schlankheit, verbunden mit Schnelligkeit, Produktivität und Effizienz als neues ästhetisches und kulturelles Ideal der aufstrebenden bürgerlichen Schichten durchzusetzen. Damit einher geht der schwärmerisch-missionarische Eifer, mit dem der Kaffee als ein Getränk der Intelligenz und Nüchternheit gepriesen wird, womit man sich vom Müßiggang, der Weinseligkeit und der Lethargie des alten Adels deutlich unterschieden wissen will. Nach dem Rückschlag durch die beiden Weltkriege und die Hungerjahre hat sich das Ideal der Magerkeit in unseren Tagen fest etabliert, und eine ganze Industrie lebt gut von ihrer Vermarktung.
Genussvolles Essen wird allerdings nicht mehr als unmoralisch, sondern entsprechend der Rolle der Gesundheit als neuer Glaubenslehre als schädlich abgelehnt: nicht mehr sündhaft, sondern ungesund. Die freiwillige Enthaltsamkeit beim Essen bleibt die gleiche, neu indes ist, dass der Nahrungsverzicht nicht mehr unabdingbar für das Seelenheil, sondern für die Gesundheit angesehen wird. Offensichtlich hat sich also auf kultureller Ebene das Verhältnis zur Nahrung umgekehrt. Jahrtausende lang drohte der Hunger als Begleiter von Kriegen, Seuchen und Missernten ganze Landstriche auszulöschen. Heutzutage haben die Gefahr und die Angst vor dem übermäßigen Essen die Gefahr und die Angst vor dem Mangel abgelöst. Da Nahrungsmittel preisgünstig wie noch nie in der Geschichte und für alle verfügbar sind, hat sich das Erscheinungsbild der Eliten verändert. Hier scheint ein Prinzip zu wirken, dass wir auch von anderer Stelle her kennen: Vergnügungen, die wir mit allzu vielen Menschen teilen, verlieren bald an Attraktivität. Wer üppige Mahlzeiten, gar von Wein begleitet, genießt, lebt ungesund. Das ehemals sichtbarste Zeichen von existenzieller Not, die Magerkeit, ist heute zum Idealbild der westlichen Gesellschaft aufgestiegen. Dort macht sich neue, unerhörte Form der Angst breit (die Amerikaner nennen sie fear of obesity): die Furcht, zu dick zu sein. Umfragen zeigen, daß als die Hälfte aller Personen, die sich einer Diät unterziehen, überhaupt nicht übergewichtig sind, sich aber dafür halten. Das Ziel heißt Schlankheit, gleichbedeutend mit Schönheit, Erfolg und Sex-Appeal. Ein Exzess ersetzt den anderen.

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