Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden (Wilhelm Busch)

Ob der empfindliche Wilhelm Busch heutzutage seine Ruhe in Wiedensahl genießen könnte, ist fraglich. Im stillsten Winkel ist im Sommer Partyzeit angesagt, bis die Wände wackeln. Aber Lärm gehört nun einmal zum Leben. Selbst im friedlichen Wald herrschen bis zu 45 Dezibel bei all dem Zwitschern, Rätschen und Rauschen in den Baumkronen. Die Meeresbrandung bringt es auf bis zu 90 Dezibel, so laut wie ein vorbeifahrender Lastwagen, von einem heftigen Gewitter ganz zu schweigen. Gleichwohl stören uns diese natürlichen Laute nicht sonderlich, es sind vor allem die menschengemachten Geräusche wie Auto- oder Baustellenlärm, die den Stress erzeugen, der langfristig krank macht. Die WHO stuft Lärm nicht nur als Belästigung und Ruhestörung ein, sondern tatsächlich als Gefahr für die Gesundheit. Akustischer Stress zerrüttet nicht allein die Nerven und führt zu Schlafstörungen: Sogar Herzkrankheiten, Tinnitus, Lernstörungen bei Kindern und Gehörschäden können dadurch ausgelöst werden. Auch Schwangerschaften können in einem Maß beeinträchtigt werden, dass Fehlgeburten die Folge sind. Diese Auswirkungen auf die Lebensqualität, das allgemeine Wohlbefinden und die mentale Gesundheit nehmen wir indes schulterzuckend als den Preis hin, den wir für den technischen Lebenskomfort eben zu zahlen haben.
(Quelle: WHO)

Gelärmt wurde schon in alten Zeiten
In den Städten zumal herrscht eine ständige akustische Kulisse, oft nur als Hintergrundrauschen, aber auch in Form wuchtiger Dampframmen, die den Boden erzittern lassen. Das ist nun keineswegs neu. Schon in den frühen Hochkulturen ging es laut zu. Auch dort lebten Menschen in großer Zahl auf engstem Raum zusammen, und da herrschte ein entsprechender Lärmpegel. Das gefiel nicht jedem. Es gibt genügend Berichte über den Krach auf den nächtlichen Straßen Roms, so dass an Schlaf kaum zu denken war. Um den Verkehr am Tage in Grenzen zu halten, hatte Caesar nämlich im Jahre 45 v. Chr. ein Tagesfahrverbot für Fuhrwerke erlassen. Die Folge war eine ratternde Betriebsamkeit in der Nacht. Der Lärm der Räder auf dem holprigen Pflaster verursachten ein Spektakulum, das durch Mark und Bein ging. Die Bewohner der Insulae, der mehrstöckigen Mietskasernen der ewigen Stadt, wurden zusätzlich noch durch die Pöbeleien der Betrunkenen und laute Nachbarn ihres Schlafes beraubt. Auch der römische Philosoph Seneca verlor seine sprichwörtliche stoische Ruhe, als er sich im schicken Badeort Baiae (bei Neapel) in einer Herberge, direkt über einem öffentlichen Badehaus gelegen, über den Lärm beklagt, der ihn von allen Seiten umdröhnte („Ecce undique me varius clamor cirumsonat: supra ipsum balneum habito“ (Seneca, ep. 56, 1-2 u. 4)).
Die Art des Lärms änderte sich während des Mittelalters und der frühen Neuzeit kaum. Marktschreier, klappernde Pferdehufe und Wagenräder auf Pflastersteinen, derbe Flüche und Kindergeschrei bildeten ein Lautgemälde, das vom Hämmern und Klopfen der Handwerker zum Gesamtkunstwerk ergänzt wurde.

Der Lärmpegel steigt mit der Mechanisierung
Eine in der Antike noch unbekannte Geräuschquelle waren die dröhnenden Gocken, die nicht nur zur Messe riefen, sondern vor allem den Stundentakt in uhrenlosen Zeit angaben. Der Gestank in den Gassen schien für die meisten ohnehin weit schlimmer zu sein als der Lärm, der mit Einbruch der Dunkelheit zumeist schlagartig aufhörte. Wo es richtig krachte, war Leben. Daher war man auch überzeugt, dass dort, wo die Sonne am Rande der Erdscheibe aufgeht, die Menschen taub seien von dem Lärm, den das Gestirn beim Aufstieg verursachte. Noch in Goethes Faust heißt es über den Sonnenuntergang: „Und ihre vorgeschriebene Reise vollendet sie mit Donnergang.“ Heutzutage geht die Sonne lautlos im Osten auf und verschwindet ebenso diskret am Abend im Westen. Dafür kennen wir Lärm aus anderen Quellen, vor allem, seitdem wir Benzinmotoren und elektrischen Strom haben. Marcel Proust, der große Romancier der Moderne, dessen 100. Todestag wir uns dieses Jahr gedenken, floh vor Bauarbeiten in ein entlegenes Landhaus. Da beginnt schon die Diskussion, ob man alles mit nervendem Maschinenlärm erledigen muss, was auch manuell geht. Wer kennt nicht die röhrenden Laubsauger, mit denen man die herbstlichen Blätter elegant von einer Ecke in die andere pustet, statt einfach zu Rechen und Besen zu greifen. Doch in dem Getöse, das man erzeugt, steckt eine klare Botschaft: „Hört, ich bin klein und dreist und dumm, brauch deshalb Lärm um mich herum“.

Als die Musik noch stromlos war
Doch andere Geräusche sind nicht als Abfallprodukte menschlicher Arbeit anzusehen. Gesang, Musik und Tanz sind unserer Spezies so eigen wie das Kochen. Keine Stammeskultur ist ohne musikalische Tradition, und die ältesten Fundstücke, die Knochenflöten von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb, sind 35.000 Jahre alt. Mit Sicherheit liegt der Beginn des Musizierens wohl noch viel tiefer im Dunkel unserer Geschichte. Für den europäischen Kulturkreis ist Musik literarisch zuerst bei Homer belegt: In der Ilias (IX 182-194) spielt Achill die Phorminx, ein Saiteninstrument. Musik ist allgegenwärtig bei allen Festen und Banketten in der antiken Literatur. Heldenlieder ertönten auch beim Vortrag der altnordischen Edda. Die Liedtexte sind erhalten, die Noten nicht. Nach der Christianisierung lauschte die Oberschicht ab dem 8. Jahrhundert – in Anlehnung an antike Traditionen – dichterischen Vorträgen während des Essens, ein Brauch, der offenbar sogar im hohen Klerus beliebt war. Er geschah durch einen citharista, einen Harfenspieler, der offenbar beliebte epische Gedichte vortrug. Alkuin, dem bedeutenden Gelehrten am Hof Karls des Großen, ging das allerdings zu weit. Er selbst griff zwar gern zur Feder und schrieb Gedichte, gleichwohl tadelte er diesen Brauch beim Klerus aufs schärfste. Man hatte nämlich die lectio, die laute Lesung aus der Heiligen Schrift oder anderen religiösen Schriften durch einen Vorleser während der Mahlzeit durch einen Musiker ersetzt. Man solle aber einem lector und keinem citharista während des Essens schweigend zuhören, den Lehren der Kirchenväter lauschen und nicht weltlichen Liedern.

Bei Einbruch der Nacht: Aus die Maus
Die hatten damals noch Probleme, ist man fast versucht zu sagen. Denn ob Vortrag oder ob Lied, es ging sehr gedämpft und dezent zu, so dass man sich bei den zarten Lautenklängen mit seinem Gegenüber leise unterhalten konnte, sofern Gespräche im Kloster gestattet waren. Selbst an den Höfen des Spätmittelalters war der Geräuschpegel durch die menschliche Stimme und akustische Instrumente beschränkt. Gleiches gilt für die Volkskultur. Man braucht sich nur Pieter Breughels Bauernhochzeiten anzuschauen, um sich eine Vorstellung von der Musik der Landleute zu machen. Fideln, Pauken, Tröten und vor allem der Dudelsack können zwar einigen Radau machen, allein selbst den hartgesottensten Sackpfeifern geht irgendwann die Puste und das Licht aus, und Kerzen waren unerschwinglich. Diese handwerklich erzeugte Musik ist dem menschlichen Empfinden in Dauer und Lautstärke offenbar angemessen.

Heut dudelt es von früh bis spät
Diese Probleme haben wir heute nicht mehr. Instrumente lernen war einmal, und dank Verstärkern und Turboboxen können wir unseren Nachbarn zu jeder Tages- und Nachtstunde mit unserer eigenen Hitparade den Nerv töten. Wer kennt sie nicht, die mutwillige Dauerbeschallung aus der Konserve, meist in Form von Popmusik. Man könnte fast meinen, wir bräuchten die Berieselung wie eine Art Pfeifen im Wald gegen die eigene innere Leere. In vielen Städten dudelt aus Lautsprechern in der Fußgängerzonen Schlagermusik. Beim Einkaufen tönt es aus allen Ecken, im Frühherbst die ersten Weihnachtslieder, so dass uns ab Oktober die Tannenzweige aus dem Hirn wachsen. Joggern fehlt etwas bei der täglichen Ertüchtigung, wenn sie nicht aus ihrem Smartphone beschallt werden. Wer kennt nicht die kaum zu ertragenden Radiosender, die in den Wartezimmern von Arztpraxen laut genug dudeln und brabbeln, damit man sich seine stundenlange Wartezeit – trotz Termin- gar nicht erst durch Lesen verkürzen kann. Getoppt wird dieses Getöse noch von wummernden Ghettoblastern in aufgemotzten Autos, mit denen offensichtlich ertaubte Zeitgenossen ihre Mitmenschen am Geplärr aus der Retorte teilnehmen lassen: Gestank im Ohr, gegen den man sich kaum wehren kann.

Immer Sommer wird gerockt
Denn gegen üble Gerüche kann man sich immerhin die Nase zuklemmen, aber wenn auf dem Altstadtfest der Bär steppt, dann helfen auch Ohrstöpsel nichts mehr. Wehe den Armen, die in der Innenstadt wohnen und dem Höllenlärm hilflos ausgeliefert sind. Zwar ist gesetzlich in einem filigranen Bußgeldkatalog vieles geregelt, was den nachbarlichen Lärmterror durch laute Musikanlagen einschränkt, doch für Großveranstaltungen gilt das offenbar nicht. Offenbar teilt man in der Stadtverwaltung die irrige Meinung der Rüpel in der Nachbarwohnung: einmal im Monat dürfe man Party machen, solange man wolle. Die Verantwortlichen hören in ihren Villenvororten ja nichts von dem Radau in der Innenstadt. (Quelle: Bußgeldkatalog) Die Anwohner hingegen müssen die regelmäßige Belästigung hinnehmen, denn ihre Klagen werden gerne mit dem Hinweis auf das „höhere Interesse der Stadt und ihrer Besucher“ abgebügelt. Und da die Musikgruppen stets politisch korrekt ausgewählt sind, wachen die Veranstalter streng darüber, dass jede Kritik, und wenn es nur an der Lautstärke ist, umgehend in die homophobe, sexistische oder ausländerfeindliche Ecke gestellt wird.

Laute Musik mehr als nur nervtötend
Nicht allein, dass einem dieser mutwillige Eingriff in die persönliche Unversehrtheit einfach nur auf den Senkel geht. Dieser selbstgemachte Freizeitlärm ist nicht nur lästig, sondern gefährdet die Gesundheit, vor allem die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, so die Bundesärztekammer. Ein Fünftel der hiesigen Bevölkerung ist bereits schwerhörig. Man fragt sich, warum unsere besorgten Politiker einem Virus mit äußerst rabiaten, teils fragwürdigen Maßnahmen zu Leib rückten, während der Schutz vor Lärm durch laute Musikveranstaltungen keinen zu interessieren scheint. Es ist zu befürchten, daß innerhalb von wenigen Jahren durch den ständigen Musikkonsum von mobilen Tonträgern, Diskotheken und Musikgroßveranstaltungen bei etwa zehn Prozent der Jugendlichen irreversible Hörschäden eintreten. Bei Rockkonzerten werden mühelos Mittelwerte über 100 dB erreicht. Während Berufs- und Umweltlärm auch von Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen als störend empfunden wird, empfinden sie das freiwillig konsumierte Spiele- und Musikgetöse als anregend und zum Teil als geradezu berauschend.
(Quelle: Ärzteblatt)

Musik machen ist etwas ganz anderes als sie konsumieren
Keineswegs soll hier das Musizieren an sich angeprangert werden. Wer jemals dem Zauber eines Instruments verfallen ist, weiß, von welch unschätzbarem Wert die Musik für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ist. Kinder, die das Glück haben, etwa das Klavierspiel zu erlernen, haben in der Lotterie des Lebens schon einen der Hauptpreise gezogen. Auch wenn die Fingerübungen anfangs lästig sind, gibt es kaum etwas, das so kreativ und anregend ist wie eigenes Musizieren. Sogar zu therapeutischen Zwecken wird die Tonkunst herangezogen. Zwar gibt es Patienten, die nicht darauf ansprechen, weil sie unter einer Dysmusie leiden, einer angeborenen neurologischen Störung, von der aber nur weniger als fünf Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Sie sind nicht in der Lage, den Takt mitzuschlagen oder zwei verschiedene Melodien voneinander zu unterscheiden. Bekannte Unmusikalische waren beispielsweise Ché Guevara, Milton Friedman und Sigmund Freud.
(Quelle: Ärzteblatt)
Wäre unsere Spezies als Ganzes amusisch, wäre die Welt wohl stiller. Fast alle erkennen wir aber auf Anhieb Musikstücke, selbst wenn sie sie schon viele Jahre nicht mehr gehört haben. Auch in der Stresstherapie spielt die Musik eine große Rolle. Ruhige, meditative Melodien tragen zur Entspannung bei wie kaum ein anderes Medium. Da kann man klassische Stücke auflegen oder die Klavierimprovisationen von Ludovico Einaudi.

Geht es gar nicht mehr ohne Verstärker ?
Im ländlichen Bereich sind Musikvereine alter Prägung immer noch verbreitet, doch Vorsicht: Volksmusik gerät leicht in den Verdacht, „völkisches Brauchtum“ weiterzutragen, und dem wollen unsere Tugendwächter der politischen Korrektheit doch entschieden entgegentreten. So wie man sich in den 1960ern im Rahmen einer bis heute nachwirkenden „kulinarischen Entnazifizierung“ mit Grausen von der „altbackenen“ deutschen Küche abwandte, als ob sie für die Schandtaten der braunen Brut mitverantwortlich gewesen wäre, wurde auch die Volksmusik in Sippenhaft genommen, weil bodenständig mit „Blut und Boden“ gleichgesetzt wurde. Daher werden auch auf dem kleinsten Dorffest Gespräche unmöglich gemacht, da englische Popmusik (zum Glück versteht keiner die Texte) aus den riesigen Boxen einem die Gedärme durchknetet. Da kommen Geräte zum Einsatz, neben denen sich Woodstock wie ein Kurkonzert beim Seniorentanztee anhörte. Bei diesem ohrenbetäubenden Dauerstakkato von wummernden Bässen fragt man sich, ob unsere Livebands tatsächlich so schlecht spielen, dass sie ihr Talent hinter Verstärkern und Megaboxen verstecken müssen. Ein Blick über die Alpen zeigt, dass man Großveranstaltungen auch ohne gesprächstötendes Gestampfe aus dem Lautsprecher mit Erfolg durchführen kann: Beim Gailtaler Speckfest in Kärnten, wo ausschließlich Schinkenspezialitäten von Bauernhöfen der Region verkostet werden, dürfen nur Melodien ohne elektrische Verstärker gespielt werden. Felix Austria!

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