Juli 18, 2022

Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin! (John Ruskin)

Lesen ist Leben
Gehören Sie auch zu denen, die noch mit Büchern aufgewachsen sind und heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lasen, weil das Buch viel interessanter war als der langweilige Unterricht am nächsten Morgen? Auch ohne Multimedia und Smartphone herrschte Hochspannung, wenn man sich mit dem Buch ins Versteck verkroch und Welt ringsumher vergessen war. Zur Kommunion wurde der Grundstock zu meiner ersten kleinen Bibliothek gelegt: Karl May, Mark Twain und der Lederstrumpf waren meine ganzer Stolz, nicht zu vergessen: Robinson. Sie kennen vielleicht die Frage: welche zehn Bücher würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen? Meine Favoriten haben im Lauf der Jahre immer wieder gewechselt.

Warum Bücher spannend sind
Heute sind eBooks sehr beliebt. Natürlich haben auch sie ihre Vorteile: klein, handlich und von enormer Speicherkapazität. Doch Bücher sind real und lebendig. Jedes trägt Spuren seines Lesers in sich und auch umgekehrt. Deshalb kaufe ich mit Vorliebe gebrauchte Bücher, etwa aus praktischen Gründen, weil sie nicht mehr im Handel sind oder preisgünstig zu haben. Gleichzeitig bin ich neugierig darauf, wie die Vorbesitzer damit umgingen: Eselsohren, Fettflecken? Das war mit am Strand! Oder eher Anstreichungen, Kommentare, Fragezeichen: hier fand ein ausführliches Zwiegespräch statt. Waren Frauen mit fein ziselierter Schrift hier am Werke (wahrscheinlich) oder hat etwa ein Mann einen Roman gelesen? Wohl kaum. Wie sagt doch Siri Hustvedt in ihrem großartigen „Der Sommer ohne Männer“: „Mein Mann liest keine Romane, ich mach das“. Besonders schön sind Lesezeichen, manche mit Notizen, Telefonnummern, Adressen oder Namen der Vorbesitzer- eine Sekundenaufnahme aus einem anderen Leben.

Kinder und Bücher
Wir werden nicht als Leser geboren. Anders als beim Sehen und Sprechen gibt es kein genetisches Programm dafür, sondern Kinder, die Lesen lernen, müssen erst die neurologischen Voraussetzungen dafür schaffen. Der Prozess vom mühsamen Entziffern einzelner Buchstaben oder Schriftzeichen bis zum schnellen Erfassen großer Sinnabschnitte scheint wie von selbst abzulaufen, doch verlangt er eine gründliche Vernetzung unterschiedlicher Areale des Gehirns. Studien haben ergeben, das geübte Leser Probleme weitaus schneller erfassen und lösen können als Analphabeten. Daher ist die Lesefähigkeit, die in der Kindheit in einer Phase neuronaler Neuprägung entsteht, maßgeblich für die weitere geistige Entwicklung. Fast alle Eltern kennen die Ruhe, die plötzlich im häuslichen Tollhaus einkehrt, wenn die Fortsetzungsgeschichte am nächsten Abend weitergeht. Psychologen sind der Ansicht, dass Kinder, die schon früh gelesen haben oder denen Geschichten erzählt wurden, sich leichter und sicherer im Leben orientieren können. Sie können sich schneller in andere Menschen und deren Lebenswelten einzufühlen und ihren eigenen Standpunkt finden und wieder in Frage zu stellen. Im Vergleich zu früher hat sich aber eines maßgeblich verändert: Eine Generation, die mit Smartphones aufwächst, hat oft Schwierigkeiten, sich auf Bücher einzulassen, wo man nicht wischen kann und aus denen sich keine Bilderflut ergießt, sondern deren Bilder erst durch einen hochkreativen Prozess selbst erzeugt werden müssen. Manche Neurowissenschaftler sind überzeugt davon, dass sich neuronale Verschaltungen verändern, wenn das vertiefte Lesen, das selbstvergessene Eintauchen in eine literarische Geschichte durch kurze, aber beständige Stoßwellen aus der digitalen Welt verdrängt wird.

Bücher sollen faszinieren
Mit den Themen, die in Romanen behandelt werden, beschäftigen sich auch die Psychologen: das Individuum und die Gesellschaft, Liebe und Hass, Gewalt, Leben und Tod etc. Sie gehen dabei wissenschaftlich an diese Fragen heran. Bücher nutzen die narrative Schiene.
Die Literatur redet also in Gleichnissen, anders als im logischen Denken der Wissenschaft begeben wir uns hier auf die unsicheren Bretter der emotionalen Ebene, Gefühle werden an- und ausgesprochen, und wer erinnert sich nicht an einen Roman, bei dem man so richtig mitgelacht und -gelitten hat. Wie oft liest man Zeilen oder ganze Seiten mehrmals, weil sie einen derart in den Bann geschlagen haben? Und welche Freude macht es, kurz vor Ende des Buches angelangt zu sein und sich die restlichen Seiten als besonderen Leckerbissen für den nächsten Tag aufzusparen! Die Frage, warum Lesen geradezu Suchtpotential entwickelt, wird mit dem Begriff des Fließens (engl. flow) verbunden. Manche Menschen gehen in einer Tätigkeit dermaßen auf, dass sie wie in Trance genau das Richtige tun, sein es beim Bergsteigen, Tanzen, Schachspiel oder bei Problemlösungen im Beruf. Lesen ist eines der einfachsten Mittel, solch ein Fließen zu erzeugen, wobei man alles um sich herum vergisst und sich beglückt dem Augenblick hingibt. Auch wer in einem mathematischen Problem versunken ist, kennt dieses Fließen, für Kinder ist hingegen das abstrakte Denken noch nicht genügend ausgeprägt. Daher verstehen Kinder Märchen, bevor sie die Geometrie des Euklid beherrschen, da symbolische und narrative Strukturen eingängiger sind und das Gefühl ansprechen. Wohlmeinende Versuche von Erziehern, Kindern Märchen rational zu erklären, zerstören deren Zauber. Noch schlimmer, wenn Märchen politisch korrekt umgeschrieben werden, oder die böse Hexe am Ende gut wird und mit Hänsel und Gretel Plätzchen bäckt. Kinder wollen indes Klarheit: Bestrafung der Bösen und Belohnung der Guten.

Lesen soll uns auch herausfordern

Doch Bücher sollen uns nicht in eine Art behäbiger Selbstzufriedenheit einlullen, sie sollen uns auch provozieren. Kafka schreibt 1904 in einem Brief an einem Freund: „Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir auch eben, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt…“ Entscheidend ist das Vergnügen, das in der Lektüre liegt, die Lust an der Sprache, an den Kapriolen, die der Autor mit ihr vollführt, die wollüstige Zustimmung: „Genau so habe ich es auch immer gesehen, aber nie ausdrücken können!“ oder die empörte Zurückweisung: „So ein hanebüchener Blödsinn!“. Genau das ist es aber, was Kafka meinte: ein Stachel im Fleisch hält wach und mit jeder neuen Lesereise begleitet man ein Leben als stiller Beobachter.

Lesen in jedem Lebensalter
Aber noch eines ist ganz wichtig: Lesen ist eine Tätigkeit, die wir in der frühen Kindheit erlernen und die wir bis zum letzten Atemzug ausüben können. Lesen ist nicht an körperliche Fitness gebunden, kein Sport (obwohl mein Professor immer sagte: „Das Gehirn ist ein Muskel, man muss ihn trainieren!“). Lesen kann man immer, solange die Möbel im Oberstübchen noch richtig stehen. Lesen stärkt nicht nur das Gedächtnis, es vermag sogar vor Demenz zu schützen. So schreibt die Ärztezeitung im März 2012: „Viel lesen, schreiben und vermutlich jegliche Form geistiger Auseinandersetzung könnte also Alzheimer vorbeugen, und umgekehrt scheint geistige Trägheit Alzheimer zu begünstigen.“
(Ärztezeitung; Lesen gegen Demenz)
Das wäre also der rein „medizinische“ Grund, hin und wieder zum Buch zu greifen statt auf dem Smartphone rumzudaddeln.


Lesen als Therapie in der Antike

Am Eingang der Bibliothek von Alexandria prangte die Aufschrift: ψυχῆς ἰατρείον (psychés iatreíon), Heilstätte der Seele. Der griechische Gott Apollo war nicht nur der Patron der Heilkunst, sondern auch der der Dichtkunst. Sein Vater war Asklepios oder Äskulap, dem der große Kult- und Kurort Epidauros in Griechenland geweiht war. Wer diesen Ort besucht hat, wird den Zauber, der von den Anlagen noch heute ausgeht, nie vergessen. Die Heilmethode der damaligen Ärzte, die gleichzeitig Traumdeuter und Seelenkundige waren, bestand aus Bädern, Heilschlaf unter Verwendung von Schlafmohn und Hypnose, Gesprächen vor operativen Eingriffen und ein umfangreiches kulturelles Angebot: Theater und eine Bibliothek, denn, so war man überzeugt, Lesen trage zur Heilung bei. Durch die Lektüre sollten die Patienten zweitweise von ihren Sorgen befreit werden und in eine Sphäre eintauchen, die Glücksgefühle bei ihnen auslöse. Lesen kann aber nicht nur Ängste vermindern, entspannen und beruhigen, es kann im Gegenteil auch anregen und ermuntern, neue Wege zu entdecken.

Neue Formen der Lesetherapie
Dieses Wissen nutzte man auch im 18.Jahrhundert in psychiatrischen Kliniken des USA. Dort wurden Patientenbibliotheken eingerichtet, denen für die Behandlung der Erkrankten eine wichtige Rolle zukam. Gleiches trifft auf verwundete Soldaten zu. In den Weltkriegen wurden die Programme der Bibliotheken für die geistige Versorgung der Verwundeten in Großbritannien, den USA und auch in Deutschland als überaus erfolgreich betrachtet. In Michael Ondaatjes Roman „Der englische Patient“ gewinnt ein schwerverletzter Pilot durch die wochenlangen Lesungen einer Krankenschwester das verlorene Gedächtnis zurück. Auch wenn er seinen schweren Verletzungen schließlich erliegt, hat die Schwester Hana ihm sein Selbst zurückgegeben, indem sie ihm aus den Werken Stendhals, Kiplings und Herodots vorlas. Heute hat man diese alten Erfahrungen aufgegriffen und zur narrativen Medizin erweitert. Nicht nur die beruhigende Wirkung des Lesens und Erzählens auf die Seele im Allgemeinen wird hier thematisiert, sondern auch bei Medizinern die Sensibilität für Leidensgeschichten von Patienten gestärkt. Das nötige Rüstzeug wird durch Vermittlung von Literaturkenntnissen und bewusstes Zuhören aufgebaut. Neu ist die Poesietherapie, wie sie vor allem in den USA und Großbritannien angewandt wird. Gedichte gehören zu den stärksten Ausdrucksformen und sind nicht ohne Grund direkte Nachfahren der Zaubersprüche, denn sie setzen tiefe, geradezu magische Empfindungen frei. Die Bibliotherapie hat sich in diesen Ländern mittlerweile einen festen Platz neben Tanz-, Musik- und Kunsttherapie erworben.

Männer und Frauen
Lesen Frauen anders als Männer? Zunächst einmal weisen Studien darauf hin, dass Literatur eher Frauen als Männer anspricht. Nachdem über Jahrhunderte in den unteren Gesellschaftsschichten- sofern sie überhaupt Lesen gelernt hatten- die Bibel die einzige Lektüre darstellte, die wieder und wieder vorgelesen wurde, entwickelt sich ab dem 18.Jahrhundert eine ganz neue Lesekultur durch den Roman. Lesegesellschaften und Leihbibliotheken entstanden überall, und vor allem die weibliche Leserschaft verschlang die populären Werke. Darin konnten sie sich auf Geistreisen begeben, um dem tristen Alltag für einige Stunden zu entfliehen. Schnell standen die Tugendwächter mit dem erhobenen Zeigefinger da und warnten mit näselnder Stimme vor der „Sucht- und Seuchengefahr“ der Romane. Frauen würden zur Pflichtvergessenheit animiert. Ganz abenteuerlich mutet die Befürchtung besorgter Ärzte an, das gekrümmte Sitzen über Büchern schädige die Gebärmutter der Leserinnen. Doch die ließen sich nicht abhalten.
Männer hingegen lesen zwar gerne Fachbücher und Zeitungen, aber Romane erscheinen vielen von ihnen als vertane Zeit. Siri Hustvedt erzählt, dass auf ihren Lesereisen immer wieder Männer an sie heranträten und um Signierung des Buches für ihre Frauen bäten, denn sie selbst läsen ja keine Romane. Was dahinter stecken könnte, ist, dass es in literarischen Werken oft um Gefühle und den Umgang mit ihnen geht. Das ängstigt viele Männer, die im Laufe ihrer Entwicklung die emotionalen Seite aus ihrem Innenleben verdrängen und sich vornehmlich der materiellen Welt zuwenden, sofern sie mathematisch-naturwissenschaftlich erfassbar und somit beherrschbar ist. In seinem 2001 erschienen Buch „Männer“ schreibt Dietrich Schwanitz hierzu: „Fortan liebt der Mann klare Verhältnisse. Die verschwommenen Konturen der Innenzustände irritieren ihn. Sie sind flüssig und unfest. Gegen sie muss er einen Damm errichten. Der Damm begrenzt fortan seine Welt. Der Mann vergisst, daß es dahinter noch eine Innenwelt gibt. Würde er sich einen Blick auf sie leisten, bestünde die Gefahr, daß der Damm bricht und die Gefühle ihn überfluten.“

Lesen und Leben
Der türkische Dichter Orhan Pamuk sieht es so: „Man kann das Leben, diese einmalige Kutschfahrt, nicht neu beginnen, wenn es vorüber ist. Aber wenn man ein Buch in der Hand hält, ganz gleich, wie schwierig es zu verstehen ist, kann man am Schluss zum Anfang zurückkehren, von vorn beginnen, um das Schwierige und damit das ganze Leben zu begreifen.“ Lesen schützt uns nicht zuletzt vor unserer zudringlichen Umgebung, vor ihrem Lärm und ihrer Überdrehtheit. Wer ein Buch vor sich hält, ob in Bus, Bahn oder privat, signalisiert seiner Umgebung: ich möchte ungestört bleiben. Gleichzeitig öffnen wir ein Fenster nach innen und vergessen die Beschränkungen des Alltags. Wir vergessen die Enge -räumlich und seelisch- unserer Lebenswelt und wir entrinnen für kurze Zeit dem Leben gegen die Stoppuhr. Die überzeugendste Antwort auf die Frage, ob Lesen heilsam sein kann, stammt von einer älteren Dame: „Ohne meine Bücher wäre ich doch schon längst gestorben!“ Lesen entführt uns in eine zeitlose Sphäre, in der nicht mehr das Diktat des Augenblicks gilt, sondern ein seliges Sich-Zurücklehnen, Umblättern, Anstreichen, Zurückblättern, Lesezeichen, Schluss für heute…

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Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

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Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

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Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. La Première gorgée de bière

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand. On Chesil Beach

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía

Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room

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Über den Autor ANAKREON

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