Hans Henny Jahnn (Quelle: wikipedia)

Am 2. Dezember 1959 wurde der Schriftsteller Hans Henny Jahnn zu Grabe getragen, und fast klang das Poltern seines überschweren Sarges wie in einer seiner nie ganz geheuren Geschichten. Als jüngster Sohn eines Schiffszimmermanns wurde er am 17. Dezember 1894 in Stellingen bei Hamburg geboren. Als Jahnn das Abitur ablegt, bricht der Erste Weltkrieg aus. Nur mit Mühe mogelt sich der junge Pazifist durch zwei Aushebungen und erreicht jedes Mal eine vorläufige Zurückstellung. Schließlich verwirklicht er 1915 einen lange gehegten Plan: Flucht nach Norwegen seinem Freund und Geliebten Gottlieb Harms, mit dem ihn die tiefste homoerotische Bindung seines Lebens verbindet. Harms ist der praktisch denkende Ratgeber, der geistige Blutsbruder, der schwule Freund und Vorbild für zwei seiner Romanfiguren. Er ist aber auch der tragische Wiedergänger des Enkidu, Gefährte des Gilgamesch in dem großen Epos, denn wie dieser stirbt er früher als sein Freund. Anspielungen auf das sumerische Gilgamesch-Epos durchziehen Jahnns Schaffen als Leitmotiv; besonders die Textstelle, in der Enkidus Schatten Gilgameschs Frage nach dem „Gesetz der Erde“ so beantwortet: „Ich kann es dir nicht sagen, Freund, ich kann es dir nicht sagen. Künde ich dir das Gesetz der Erde, die ich schaute, so wirst du dich hinsetzen und weinen.“ Mit Jahnns Bestattung finden die Freunde nebeneinander ihre letzte gemeinsame Ruhestätte auf dem Nienstedtener Friedhof in Hamburg.

Fern der christlichen und humanistischen Ethik
Jahnn ist dem Zauber des Nordens und seiner rauhen Einsamkeit verfallen. Sein Werk pflegt bewusst nicht die „mediterrane“ Tradition des Abendlandes, sondern schöpft zum überwiegenden Teil aus skandinavischen Quellen. Bereits seine ersten dichterischen Gehversuche führen ihn durch Nebelschwaden über steile Klippen und Horste grauser Vögel. Seien Werke sind sperrig und von einer archaischen, bewusst einfachen Sprache. Hier gelten die Maßstäbe einer christlichen oder humanistischen Ethik nicht mehr. Schon mit seinem Drama Pastor Ephraim Magnus löst der 20-Jährige einen wahren Sturm der Entrüstung seiner lutherischen Kirche aus, aber auch ernsthafte Kritiker sind empört und wünschen es in den „Giftschrank“. Hier bereits kristallisiert sich eine der Grundkonstanten in Jahnns Denken heraus: Die Aufhebung des christlichen Dualismus von Leib und Seele, denn für ihn bilden Leib und Seele eine Einheit. Daher sein Grauen vor dem Verwesen und sein Wunsch nach einem unzerstörbaren Grab: Er ist überzeugt davon, dass das Knochenmark die Erinnerung eines Menschen speichere.

Reichliche verquaste Jugendgedanken
Hans Henny Jahnn gehört zu einem Typus, der nach dem Zerfall der alten Ordnung Europas bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts weit verbreitet war, dem des „Gottsuchers“. Um die Jahrhundertwende wimmelt es von Propheten und Sehern jeder Couleur, von Theo- und Anthroposophen, Geistersehern – und Rassebeschwörern: Man darf nicht vergessen, dass auch die NS-Ideologie ihre geistigen Wurzeln in schillernden Esoterikzirkeln hat. Das Projekt, dem sich Jahnn und Harms 1921 verschrieben, heißt Ugrino, eine Schicksalsgemeinschaft mit dem Ziel, den neuen Menschen zu erschaffen. Damit befindet sich diese Ideologie in unseliger Nähe zu menschenverachtenden Lehren wie dem Sowjetkommunismus und dem deutschen Nationalsozialismus. Jahnns Vision beinhaltet nichts weniger als die Auslöschung großer Teile der Menschheit, um mithilfe einer „gesteuerten Evolution“ Platz für den neuen, „gesunden“ Menschen zu schaffen. Ugrino war ein einziger phantastischer Tagtraum, was sich schon daran zeigt, dass die erlösende Botschaft unklar und schwammig bleibt. Es geht dabei um neue, monumentale Sakralbauten, um Konzerte (vor allem Barockmusik), um mystisch verklärte Theateraufführungen (nach dem Vorbild der Wagner-Festspiele) und um Gräberkult. Dem Projekt Ugrino, dem Versuch, die destruktiven Neigungen des Menschen durch die Kunst zu sublimieren und zu veredeln, war nur ein kurzes Leben beschieden. Enttäuscht verlegt sich Jahnn wieder auf seinen Traum von einer Elite der Auserwählten.

Wieder Flucht nach Skandinavien
Jahnn, inzwischen verheiratet und Vater einer Tochter, war 1931 zum amtlichen Orgelsachverständigen Hamburgs gewählt worden. Das ist sein zweites Standbein und Spezialgebiet: Er hat sich gemeinsam mit Gottlieb Harms zu einem anerkannten Experten auf dem Gebiet des Orgelbaus weitergebildet. 1933 muss er indes erneut ins Exil. Er wählt die dänische Insel Bornholm, wo er zurückgezogen mit seiner Frau Ellinor, seiner Tochter und dem Sohn des frühverstorbenen Harms auf einem Hof lebt. Anders als Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger in ihrer kalifornischen Glitzerwelt führt der praktisch begabte Jahnn einen Bauernhof mit Pferdezucht- und eine offenen Ehe mit Ellinor, die davon nicht immer erbaut ist. Jahnn pflegt eine mystische Verehrung der Natur, allerdings ohne jede sentimentale Schwärmerei. Damit ist er seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Er setzt sich für die Rechte der Tiere ein und prangert beispielsweise bereits in den 1930er-Jahren den Walfang an; nach dem Krieg ist er ein entschiedener Gegner der Atomkraft und der Nuklearwaffen.

Ein altertümlicher Sprachstil
Auf Bornholm entsteht während zehn Jahren die Trilogie Fluss ohne Ufer, ein Torso von rund 2000 Druckseiten, der mit Fug zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts gezählt werden darf. In deutlichem Gegensatz zu Thomas Manns hypotaktisch feinverästeltem Stil etwa erweist sich dieser Autor als deutscher Meister der Parataxe: er wuchtet einfach gebaute Sätze aneinander, die somit eine archaische Tiefe erreichen; blockhaft, erratisch, rätselhaft. In seinem Stil spiegelt sich das Leben fern der lärmenden Städte. So schwärmt er von der Kraft der Stille:
„Wenn der Mond voll am Himmel steht – die Wiesen dampfen – in allen Gräsern nistet Tau, die Kronen der Laubbäume stehen dunkel glänzend in einem Meer aus dünngesponnenem Licht und plötzlich schweigt die Erde – sie schweigt, so dass die Stille dröhnt – dann spüre ich, dass ich mit allem einverstanden bin.“

Heute fast vergessen
Wenn das Andenken an Hans Henny Jahnn nicht von einer kleinen Anhängerschar am Leben erhalten worden wäre, schon lange hätte es wohl längst der Staub der Zeit bedeckt. Peter Huchel bescheinigt ihm, in Schichten vorgestoßen zu sein, wie sie niemals zuvor in deutscher Sprache freigelegt worden seien und in seiner mythischen Erfassung der Natur erreiche er die Tiefe der alten Griechen und Ägypter. Als Einstieg in die Lektüre dieses sperrigen Autors kann man die Erzählsammlung „13 nicht geheure Geschichten“ sehr empfehlen. Diese kurzen Erzählungen sind gleichwohl keine leichte Kost. Exemplarisch seinen hier drei von ihnen kurz vorgestellt.
„Es war ein junger Fischer Nils. Er besaß ein schuldenfreies schönes Schiff. Es war ein starkes Schiff aus gutem Eichenholz.“ So beginnt die Erzählung Ragna und Nils wie eine altnordische Saga. Nils, der vom Glück gesegnete Fischer, kehrt stets mit zum Bersten vollen Netzen zurück. Schließlich segelt er gen Island, nachdem er Ragna versprochen hat, was auch geschehe, er werde wiederkommen.

Hoffen und Harren
Ragnas erhoffte Schwangerschaft bleibt aus: „Nachdem das Schiff drei Tage fort war, fühlte Ragna, daß ihr Schoß blühte. Sie erachtete sich sehr erniedert und begann zu weinen. Sie wartete einen Monat. Als das Bluten sich wiederholte, wurde ihr schwer ums Herz.“ Ragna ahnt, dass das unerbittliche Schicksal sich nicht abwenden lässt. Das Schiff kehrt nicht wieder. Die Frauen von Nils‘ Begleitern sind schwanger und werden von der Dorfgemeinschaft in ihrem Unglück getragen. Doch da kommt Björn, Nils‘ Bruder, sie zu trösten. „Sie zog ihn in die dunkle Stube. Mit ihrem ganzen Leib umfing sie ihn. Er hatte dergleichen nie erlebt, wiewohl er Weib und Kind besaß.“ Ragna fleht ihn an, er möge bei ihr bleiben, bis „ihr Schoß gesegnet“ sei. So geschieht es. Ragna bekommt ihr erstes Kind, wird als Hure gebrandmarkt. Doch sie besteht darauf: Nils sei über das Meer zu ihr gekommen. Für Ragna ist Nils Björn und Björn ist Nils. Man hält sie für irre, zerbrochen an ihrem Schicksal. Manche halten sie nun für eine Heilige, eine Erwählte. Zwei weitere Kinder kommen, und dann die Tragödie: Björns Frau stürzt auf die Straße und schreit, Ragna sei von ihrem Mann geschwängert worden. Da geschieht des Unfassbare.

Der Traum vom Süden
Eine längere Erzählung, die einmal nicht im Norden, sondern in den vermeintlich heiteren Gestaden des Mittelmeeres spielt, ist „Der Taucher“. Eine Traumwelt öffnet sich für Touristen aus den Wohlstandsländern, die hier die Erfüllung ihrer Sehnsüchte suchen. Unten im Hafen kommen die Schiffe an, beladen mit Fremden. Die jungen einheimischen Burschen sitzen und warten auf Gelegenheiten, für ein paar Münzen oder Zigaretten ins Wasser zu springen. In Umkehrung der üblichen Verhältnisse sind es Frauen und Mädchen, die sich an der Schönheit der makellosen Körper berauschen, denn für ihre Augen „gab es, in aller Ehrbarkeit, ein paar schöne Stücke männlichen Fleisches […] Es kam darauf an, daß man sie nackt und feucht, mit glänzender, beperlter Haut, mit dem aufgeweichten, fast durchsichtigen Lendentuch wieder am Kai oder auf dem Gitter einer Reling sah […] Sie saßen zumeist auf dem Glutsteinen des Kais. Ich sah bleiche Männer, die ihnen mit flacher Hand auf die Schenkel klatschten. Ich sah Weiber auf das Lendentuch starren.“ Was heute als selbstverständlich gilt, die Ausbeutung wirtschaftlich unterlegener Kulturen und ihrer Menschen im Namen unserer westlichen Freiheit, hier erscheint es noch unerträglich in seiner Überheblichkeit. Der Erzähler freundet sich mit einem der Schwimmer an, der zunächst einen schwulen Freier in ihm vermutet. Doch der Fremde scheint einzig und allein von seiner perfekten Schönheit fasziniert: „‘Was für ein Tier, was für ein herrliches Menschentier!‘- dachte ich“. Der Reiche aus dem Norden blickt mit der Jovialität eines kolonialen Herrenmenschen auf den naiven Analphabeten, der nichts als seinen perfekten Körper zur Schau stellen kann. Der Fremde indes begnügt sich mit diesem göttlichen Anblick: „Hätte ich schlimme Gedanken gehabt, vor ihm würde ich mich geschämt haben. Ich war nicht auf der Suche nach wohlfeilen Gelegenheiten.“ Doch Augustus – ein Name, den ihm eine reiche Touristin verzückt zugeraunt haben musste- wird übermütig.

Sirenengesang des Todes
Von der Plattform eines Schiffes setzt er zu einem gewagten Sprung ins Meer an und wird von der Schiffsschraube zerfetzt. „Ich wiederholte mir, dieser Tod sei meine Sache. Dieser Leichnam sei mein Leichnam. Nichts des lebenden Menschen hatte mir gehört, nun gehörten mir die Trümmer.“ Hier offenbart sich Jahnns Besessenheit von Tod und Zerfall. Oberhalb der Hafenstadt liegt das Krankenhaus des „Alten“, eines Professors, zu dem er die sterblichen Überreste des Jungen bringt. Die einsetzende Verwesung in der sommerlichen Wärme lässt sich auch durch Kühlung nur schwer aufhalten. Der alte Arzt raubt ihm die letzten Illusionen: „‘Merken Sie sich eines: so oder so, wir alle gelangen, jeder zu seiner Stunde, in den Zustand dieses Toten. Meistens legt man ein Tuch oder dunkle Erde über die sichtbare Auflösung…Es gibt nur ein Lebensalter, in dem wir appetitlich sind, die Jugend, sofern uns in diesen guten Jahren Krankheit nicht rachsüchtig aufstöbert. Vom Samenerguß der Väter bis zur Fäulnis, das ist unser Weg.“ Spiegelt sich hier die blanke Kaltschnäuzigkeit wider, ohne die kaum ein Arzt seinen Beruf ohne seelischen Schaden ausüben könnte? Das Unabänderliche von sich wegschieben, weil die eigene Existenz sonst unerträglich würde? Media vita in morte sumus, mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen, wie es schon in einem Choral aus dem 8.Jahrhundert lautet. Das Geheimnis des Alten reicht aber noch tiefer…

In Norwegens Fjorden
„Gestohlene Pferde“ lautet der Titel der letzten Erzählung, die hier kurz angerissen werden soll. Der Pferdenarr Jahnn zeichnet vor dem Hintergrund der nordischen Landschaft das Bild eines Gesetzlosen, des Pferdediebes Anker Oyje: „Im Antlitz stand nichts geschrieben. Eine unsagbare Ausdruckslosigkeit. Nur das beginnende Alter hatte ein paar Beilhiebe angebracht […] Da er keinen Aberglauben besaß, gab er sich nicht mit den Sternen ab und nicht mit den Trollen in der Erde. Er las nicht eine Zeile Gedrucktes. Er ging nicht in die Kirche. Er hörte niemand bis ans Ende an. Er kannte keine Reue.“ Wie ein Friedloser in einer Skaldensaga hält er sich mit Gaunereien und Wildfrevel über Wasser. Geld, wenn es einmal da ist, geht schnell für Schnaps drauf, denn wieder und wieder wird er trotz aller Versprechungen rückfällig: „Er begann aufs neue, sich voll Schnaps zu gießen. In der Trunkenheit war er milde, willenlos, ein weiches Gerät“. Der Knecht verlässt den Hof, der vom Onkel seiner Frau gepachtet ist. Sie bereut inzwischen, die Heirat mit dem Unhold durchgesetzt zu haben, der Onkel hatte sie gewarnt. Oyje prügelt sie um Geld für Schnaps. Er betrügt und steht vor Gericht, geschickt kommt er immer wieder frei. Warum nur bleibt seine Frau bei ihm? „Es ging von dem Manne etwas aus was sie erregte und befriedigte“- und da ist noch der Sohn, den sie abgöttisch liebt- bis zur Tragödie.

Weitere Buchtipps:

Buchtipp: Italo Svevo, Zenos Gewissen. La coscienza di Zeno.

Joseph Roth, Romane und Erzählungen

Buchtipp: Ramón J. Sender, Requiem für einen spanischen Landmann. Réquiem por un campesino español

Buchtipp: Isolde Kurz, Erzählungen und Erinnerungen

Buchtipp: Wilhelm Genazino, Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze

Buchtipp: Ignazio Silone, Das Geheimnis des Luca. Il segreto di Luca

Buchtipp: Epiktet, Das Handbüchlein der Moral

Buchtipp: Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil

Buchtipp: Sappho, Strophen und Verse

Buchtipp: Graham Swift, Wasserland. Waterland

Buchtipp: Murasaki, Die Geschichte vom Prinzen Genji. Genji Monogatari

Buchtipp: Julian Fellowes, Snobs.

Buchtipp: Andrea Camilleri, Der Dieb der süßen Dinge. Il ladro di merendine

Buchtipp: Cees Noteboom, Der Ritter ist gestorben.De ridder is gestorven

Buchtipp: Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen

Buchtipp: Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Buchtipp: Colette, Claudines Mädchenjahre. La Maison de Claudine

Buchtipp: Paul Auster, Die Erfindung der Einsamkeit.The Invention of Solitude

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci

Buchtipp: Aarto Paasilinna, Der Sommer der lachenden Kühe

Buchtipp: Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst

Buchtipp: Eduardo Mendoza, Pomponius Flatus

Buchtipp: Antonio Muñoz Molina, Siesta mit Blanca. En Ausencia de Blanca

Buchtipp: Helga Schubert, Vom Aufstehen

Buchtipp: Romain Gary, Frühes Versprechen. La promesse de l’aube.

Buchtipp: Domenico Starnone, Auf immer verbunden. Lacci


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Buchtipp: Jeannette Walls, Schloss aus Glas. Glass Castle

Buchtipp: Gavino Ledda, Mein Vater, mein Herr. Padre Padrone


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Buchtipp: Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer. Summer without Men

Buchtipp: Anna Wimschneider, Herbstmilch.

Buchtipp: Theodor Fontane, Unterm Birnbaum

Buchtipp: Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns

Buchtipp: Epikur, Die Philosophie der Freude

Buchtipp: Eine blassblaue Frauenschrift

Buchtipp: Angela Carter, Wie’s uns gefällt. Wise Children

Buchtipp: Alfred Andersch, Der Vater eines Mörders

Buchtipp: Julian Barnes, Metroland

Buchtipp: Dimitri Verhulst, Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Buchtipp: Elena Ferrante, Die geniale Freundin. L’amica geniale

Buchtipp: Pilippe Delerm, Ein Croissant am Morgen. La Première gorgée de bière

Buchtipp: Ian McEwan, Am Strand. On Chesil Beach

Buchtipp: Isabel Allende, Was wir Frauen wollen. Mujeres del alma mía


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Buchtipp: Der Gaulschreck im Rosennetz

Buchtipp: Jan Koneffke, Die Tsantsa-Memoiren

Buchtipp: Grazia Deledda, Cosima.

Buchtipp: P.D. James, Im Saal der Mörder. The Murder Room


Über den Autor ANAKREON

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