»Ich« – so spricht er – »heiße Krökel
Und die Welt ist mir zum Ekel.
Alles ist mir einerlei.
Mit Verlaub! Ich bin so frei. (Wilhelm Busch, Tobias Knopp)

Seit Aschermittwoch ist Fastenzeit. Diäten sind nicht erst seit Beginn der Diätwelle in der 1970er Jahren ein Dauerbrenner auf allen Kanälen. Während aber gläubige Menschen, die das Aschekreuz als Zeichen der Buße und der Einkehr auf der Stirn tragen, als arme Naivlinge belächelt werden, ist das Fasten im Dienste der Gesundheit zu einem neuen Glaubensbekenntnis geworden. Die quasi-religiösen Züge des Nahrungsentzugs bzw. der Reduktion auf ein Minimum scheinen vielen nicht bewusst zu sein, zumal man sich vom Glauben längst losgesagt hat bzw. vergessen hat, dass es so etwas je gab. Und doch sind die Parallelen augenfällig: in beiden Fällen folgt man Heilsversprechen: eine spirituelle Läuterung auf der einen, diesseitige Vorteile auf der anderen Seite. Der Sinn und Zweck von Diäten kann und soll an dieser Stelle nicht erörtert werden. Gleichwohl lohnt es sich, liebe Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. In anderen Kulturkreisen etwa kommt man mit einem ganz frugalen Frühstück aus, so in Spanien, wo fast zwei Drittel der Frauen und knapp die Hälfte der Männer entweder gar nichts oder nur einen Kaffee oder ein Glas Milch zu sich nehmen. Dort ist das Abendessen freilich viel reichhaltiger als das karge deutsche Abendbrot.
(Quelle: infoalimentacion)
Auch das Frühstück in Italien kommt dem Intervallfasten nahe, besteht es doch meist nur aus einer großen Tasse Cappuccino, wenn es luxuriös ist, kommt ein Hörnchen dazu. Kein Vergleich mit den Futterbergen, die sich deutsche Touristen in den dortigen Hotels beim Frühstücksbuffet auf die Teller schaufeln- und das nach einem opulenten Abendessen.

Zweck der heutigen Diäten und Fastenzeiten
Das spartanische Frühstück stellt den ersten Einstieg in die Wunderwelt der Diäten dar. Für regelmäßiges Fasten sprechen bei manchen gewiss auch medizinische Gründe. Doch wie selbst das Ärzteblatt schreibt: „Menschen, die einmal adipös waren, bleiben es, auch wenn sie ihren BMI deutlich gesenkt oder sogar normalisiert haben. Auch unter medizinischer Begleitung sind Diäten langfristig schwierig.“ (Quelle: Ärzteblatt) Man darf bezweifeln, dass sich Menschen, die sich in die „richtige“ Kategorie des BMI heruntergehungert haben, tatsächlich „gesünder“ geworden sind. Studiendaten deuten indes darauf hin, dass ein leichtes Übergewicht sich überhaupt nicht nachteilig auswirkt, vor allem für diejenigen aus der Altersgruppe 60 Plus: „Nach einer großen US-Analyse leben ältere Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 30 am längsten (JAMA 293, 2005, 1861) […] Allerdings: In Studien galt das meist nur für einen BMI zwischen 25 und 30 und für ältere Menschen. Adipöse oder junge Menschen haben vom Übergewicht kaum einen Vorteil, dafür viele Nachteile: etwa ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko oder ein erhöhtes Tumorrisiko.“ (Quelle: Ärztezeitung)
Wem es einfach gut tut, ab und zu Wasser-und-Obsttage einzulegen oder wer regelmäßig interfallfastet, weil zu einer Mahlzeit schlicht der Appetit fehlt, macht bestimmt nichts falsch. Doch was steckt eigentlich hinter einer Diät- und Fastenindustrie, die im großen Stil Milliarden umsetzt, wenn der freiwillige Verzicht gar nicht zwingend nötig ist?

Im Dienste der Gesundheit als neuer Religion
Zunächst einmal ist das Fasten Voraussetzung für eine Gewichtsreduktion, und die ist meist die eigentliche Triebfeder hinter den Hungerkuren. Man kann noch so viel auf Laufbändern hecheln und sich am Heimtrainer abstrampeln: ohne Einschränkung der Energiezufuhr nimmt man kaum ab. Wer möchte nicht der Modelfigur entsprechen, die von der Werbung und gesellschaftlichen Normen zum Ideal erhoben wird? Diese Vorstellungen können sich im Laufe der Zeiten stark verändern. Im Barock etwa war der Reiche wohlbeleibt und damit gesund, der Arme ausgemergelt und eher kränklich. Solange in Europa immer wieder Hunger herrschte, also bis ins 20.Jahrhundert, blieb dieses Schema erhalten. Durch den Fortschritt in der Landwirtschaft und im Sozialsystem war gutes Essen nun auch für breite Bevölkerungsschichten verfügbar. Was für alle erschwinglich ist, kann nichts sein. Wenn alle an die Costa Brava fahren können, so müssen es für die Schickeria fortan die Malediven sein, und wenn sich jeder Schweinshaxe mit Knödeln leisten kann, dann ist in der Szene vegane Kost angesagt. Es lässt sich also kaum bestreiten, dass sich auf kultureller Ebene das Verhältnis zur Nahrung umgekehrt hat. Vor allem bei den Eliten hat die Gefahr und die Angst vor dem übermäßigen Essen das Schreckgespenst des Hungers abgelöst. Ganz anders als in früheren Zeiten gehen die Tafelfreuden heute mit Schuldgefühlen einher, weil ihnen das Stigma ungesund anhängt. Anscheinend hat die Gesundheit Positionen eingenommen hat, für die früher der Glauben zuständig war.

Die Angst vor dem Übergewicht
Dazu kommt ein medizinische Tatsache: In den wohlhabenden Ländern haben die durch Überernährung bedingten Krankheiten nach und nach die durch Mangel verursachten abgelöst. Eine ungekannte Form der Angst macht sich breit (die Amerikaner haben sie fear of obesity getauft), die unsere angeborene Furcht vor dem Hunger verdrängt hat. Umfragen zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Personen, die sich einer Diät unterziehen, überhaupt nicht übergewichtig ist, sich aber dafür hält. Ein Exzess ersetzt so den anderen. Früher musste man notgedrungen fasten, weil die Nahrung oft knapp war, heute fastet man aus Angst vor den Folgen des guten Lebens. Dahinter verbirgt sich die Kasteiung des Mönches, der mit ständigem Hunger seinen Körper straft. Wer strenge Diäten hält, kann sich indes des Beifalls seiner Umgebung sicher sein und erhält seinen Lohn durch öffentliches Lob – nicht für die Diät an sich, sondern für ihr Resultat, die schlanke Silhouette. Damit zeigt man nicht nur den Willen zur Gesundheit, sondern streichelt sein Ego und verbessert überdies seine Chancen auf neue Partnerschaften beträchtlich.

Verzicht und Buße als Triebfedern
Doch hinter all diesen profanen Gründen scheint hinter dem Fasten- und Diätgebaren viel Tieferes zu stecken. Seit dem Mittelalter sind körperliche Genüsse mit Vorstellungen von Schuld und Sünde behaftet. Dieser zentrale Begriff des Christentums war der heidnischen Welt der nördlichen Barbaren gänzlich fremd. In der keltisch-germanischen Kultur ist der Herrscher vom Diener durch sein Essverhalten unterschieden: der Führer ist ein Vielfraß, nur dann wird er respektiert. Fleisch ist dabei das wichtigste Nahrungsmittel, denn es bedeutet Kraft und Macht, vor allem, wenn es sich um wehrhafte Wildtiere handelt, die mit Kriegswaffen erlegt werden, wie der Keiler oder der Bär. Die Jagd weist also Parallelen zum Krieg auf. Für einen Herrscher war Karl der Große zwar insgesamt maßvoll beim Essen und Trinken, „mäßiger jedoch noch im Trank. (…) Im Essen jedoch konnte er nicht so enthaltsam sein, vielmehr klagte er häufig, das Fasten schade seinem Körper.“ Er schätzte dagegen am Spieß gebratene Wildgerichte und konnte dem Nahrungsverzicht ebenso wenig abgewinnen wie der übrige fränkische Adel. Hinter solchen Bußübungen des täglichen Verzichts auf leibliche Genüsse standen noch weitere Motive, die mit der Geißelung „heidnischer“ Vorstellungen vom Fleischverzehr einher gingen, ebenso mit der durch medizinische Schriften bestärkten Auffassung, dass Fleischkonsum sexuelle Ausschweifungen fördere. Außerdem spielten noch die Traditionen des „vegetarischen Pazifismus“ eine Rolle, ein Erbe der griechischen und hellenistischen Philosophie.

Gründe für das traditionelle Fasten
Doch schon lange vor und parallel zum Christentum ist eine vollständige oder teilweise Enthaltung von Speisen vor magischen und religiösen Handlungen allgemein verbreitet. Wichtig ist dabei, dass der Zustand des Fastens eigene, verborgene Kräfte wecken soll bzw. zu einer spirituellen Reinheit vor bedeutsamen Riten führt. Fasten stellt stets ein Opfer dar. Bei Initiationsfeiern war es in Stammeskulturen bis in die jüngste Zeit Brauch, den Körper durch Nahrungsentzug und Schmerzen (Wundnarben oder Tätowierungen) auf die Aufnahme in die Welt der Erwachsenen vorzubereiten. Das Fasten soll also wie der Schmerz die Gottheit oder die Geister dem eigenen Anliegen gewogen stimmen. Im christlichen Sinne hofft man, durch die Entsagung, die man durch das Fasten auf sich nimmt, etwas Gutes herbeizuführen. Fasten an sich gilt daher schon als Verdienst. Man legte sich diese Entsagung freiwillig auf, um Gott wohlgefällig zu sein oder sich ihm dankbar zu erweisen. Von diesen christlichen Anschauungen aus ist wieder der Volksglaube beeinflusst. Man kann hierbei „Gott“ getrost durch das Wort „Gesundheit“ ersetzen, um zur heutigen Bedeutung des Fastens als quasi-religiöser Bußübung zu gelangen.

Fasten in der christlichen Tradition
Bei den häufigen Hungerzeiten glich das Fasten in Form einer echten Entsagung oft genug einer Völlerei, denn wenn man aus Glaubensgründen 40 Tage lang keine Milch, Käse, Eier und Fleisch zu sich nahm, dann HATTE man ja das, worauf man verzichten sollte. Fasten ist freiwillig, Hungern überhaupt nicht. Das ist auch heute nicht anders. Im späten 15.Jahrhundert wurde das strenge Fastengebot nach altem Brauch (bloß Wasser und Mehl) gelockert und man durfte auch Milchprodukte verzehren. Das nach dem Vorbilde Jesu vierzigtägige Fasten vor Ostern, die sogenannte Quadragese, kennt die römische Kirche seit dem 4. Jh. Für die Gläubigen sollte dies vom Aschermittwoch an eine Zeit der inneren Reinigung und Heiligung als Vorbereitung auf das zentrale Mysterium des Christentums, des Osterfests, sein. Für das Fasten genügt nicht nur die völlige Enthaltung von Speise und Trank während einer bestimmten Zeit, sondern es gehört auch noch dazu, dass die Speisen, die in den erlaubten Zwischenzeiten zum Lebenserhalt genossen werden, von geringer und einfacher Beschaffenheit seien. Fisch, Mehlspeisen und Gemüse sind die typischen Bestandteile der Fastenküche, die in der katholischen Tradition durchaus schmackhafte Gerichte kennt. So sind die Wiener Krautfleckerl eine vegetarische Köstlichkeit, die ganz den Fastenvorschriften gemäß zubereitet wird, wie überhaupt die österreichische Mehlspeisküche aus wenigen frugalen Zutaten kulinarische Meisterwerke zaubert. (Rezept Krautfleckerl)

Luther und die protestantische Genussfeindlichkeit
Anders als im katholischen Kulturkreis als Erbe der Antike glich in den protestantisch geprägten Ländern das Fasten tatsächlich einer Strafe. Die Lehren Luthers, des Übervaters der Deutschen, wirken nach Jahrhunderten unterschwellig immer noch fort. Auch wenn er sich später durch seine Frau Katharina milder gestimmt zu einem bieder-hausväterlichen, weltlichen Leben kehrte, blieb die protestantische Orthodoxie gnadenlos: Man sollte hart arbeiten, aber nicht, um es sich damit auf Erden bequem einzurichten, sondern um sich selbst zu züchtigen, die eigenen Wünsche zu unterdrücken und gottgefällig zu leben. Leibesfülle zeugt von Faulheit und Luxus, Schlankheit beweist Arbeit und Verzicht. Von Stund an sollte es mit jeder Form von religiöser Kultur vorbei sein, welche Festlichkeit, Erhebung und Erholung in den Alltag brachte. Stattdessen sollten alle arbeiten, um den Leib zu kasteien und die asketische Einheit mit Gott zu suchen. Wallfahrten, Kirchenfeste und Feiertage sollten gestrichen oder auf einen Sonntag verlegt werden. So erfand Luther den deutschen Geizhals und Sparertyp, der in klösterlicher Kargheit und Zucht Verzicht üben sollte, auch wenn ein lustvolles Leben möglich wäre. Luther stülpte dem Land mit seiner rigorosen Moral etwas unsäglich Trostloses über: einen geradezu kulturellen Masochismus, Enge und Strenge, ganz so, als sollten die Deutschen laisierte Mönche und Nonnen werden, glaubenseifrig und entsagungsfreudig.

Fasten als Lebenseinstellung
Die heutige Askese in Form der Dämonisierung der Tafelfreuden ist zum großen in dieser traditionellen Verzichtskultur verhaftet. Genuss wird nicht nur als überflüssig, sondern als sündhaft angesehen. Unsere Kultur des Überflusses erlebt Essensfreuden paradoxerweise ganz intensiv als Strafe. So predigen es bestimmte Gruppen der gesellschaftlichen Elite der tumben Masse, um sie von ihrer ungesunden Lebensweise abzubringen. Die Überzeugung, Krankheit sei die Folge des Genusses, ist ein Leitmotiv, das unser aller Denken durchzieht. Die Verteufelung des Essens ist der früheren Geißelung unserer Sexualität gefolgt. Die Syphilis war die Strafe der Venus, die Fettleibigkeit und Krankheit die des guten Essens. Die Auflösung der sexuellen und religiösen Verbote mit dem Zerfall des Glaubens in der Moderne hat ein Vakuum erzeugt, das umgehend durch Essverbote gestopft wurde, die ebenso hinterhältig wie angsterzeugend sind. Mit erhobenem Zeigefinger warnen strenge, trocken-puritanische Ernährungswissenschaftler vor stets neuen Gefahren, denen man nur durch Verzicht, Rohkost und Obst entgehen könne. Das Grauen vor ernährungsbedingten Krankheiten verleitet immer mehr Menschen dazu, immer weniger zu verzehren. Vor allem das genussvolle Essen wird dämonisiert, da leibliches Behagen mit Sünde und Strafe assoziiert wird. Dagegen hilft nur fade Kost, Buße und Umkehr. Man denke nur an die Fünf-am-Tag Regel, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung wie eine Monstranz vor sich herträgt, obwohl es keinen Beweis für deren Richtigkeit gibt. Wem es Genuss verschafft, den ganzen Tag Obst und Gemüse zu verzehren, dem kann niemand die gute Laune verderben. Wer dies nur aus Angst vor Krankheiten tut und überdies den Körper mit Diäten plagt, dessen Lebensfreude wir sich in Grenzen halten. Ein freudloser Mensch aber ist selten zufrieden und kreist beständig um sich selbst, seine Sinnkrisen und seine von Krankheit bedrohte Existenz. Reich an Angst, an Freuden arm. ein Leben, dass sich Gott erbarm‘.

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