Der Dicke aber – autsch! mein Bein! –
Hat wieder heut‘ das Zipperlein. (Wilhelm Busch, Der neidische Handwerksbursch)

Nun stehen die Festtage vor der Tür und so manche sehen dem opulenten Leben mit gemischten Gefühlen entgegen, erheben sich doch hinter all den Leckereien allenthalben die puritanischen Zeigefinger, die vor den bösen Folgen warnen. Das wusste schon Wilhelm Busch, der den reichen Prasser nach ausgiebigem Mahle einen Gichtanfall erleiden lässt. Der Versandhandel mit Wundermitteln und Tinkturen fährt Sonderschichten, um uns zur Neutralisierung das richtige Superfood ins Haus zu liefern. Wie gut hatten es da unsere Ahnfrauen und Urväter, die lustig und frei von unseren Zivilisationskrankheiten ein naturnahes Leben führten! Um die Gesundheit der nomadischen Jäger und Sammlerinnen sowie der frühen Bauern in der Steinzeit stand es indes trotz ihres ungebundenen Lebens im Einklang mit der Natur und viel Bewegung unter freiem Himmel nicht zum Besten. Unsere Altvorderen litten unter gut- und bösartigen Tumoren, Wachstumsstörungen, Bluterkrankungen, Entzündungen, Arthritis, Gelenkverformungen, um nur einige der an Knochenfunden medizinisch diagnostizierten Krankheitsbilder zu nennen. Auch die Gicht gehörte zu den häufigen Leiden jener Zeit. Der Fleischkonsum, der oft als Ursache für diese Gelenkentzündung angeführt wird, war unter den Jägern sicherlich beträchtlich, bei den Bauern lag er aber deutlich unter dem unserer Tagen. Alkohol, der auch in Verdacht steht, die Krankheit zu fördern, schied weitgehend aus, da er nur sehr beschränkt verfügbar war. So hat die Heilkunde früherer Zeiten keine physiologische Ursache für die Entstehung der Gicht ausmachen können.

Angehexte Krankheiten
Im Volksglauben indes war man fantasievoller, denn die Bezeichnung Gicht deutet auf Einflüsse der schwarzen Magie. Ähnlich wie beim Hexenschuss, der dem Opfer hinterrücks auflauert, steht hinter der Gicht das boshafte Verjehen, das Besprechen mit der Absicht des Schadenszaubers. Das alte Wort für sprechen, jehen, findet sich auch in der Bildung bejehen, was zu beichten geworden ist. Die Beobachtung von sehr starken Gelenkdeformationen an vor- und frühgeschichtlichen Knochenfunden deutet darauf hin, dass Gelenkentzündungen eine endemische, fast epidemische Massenerkrankung der Frühmenschheit waren, wobei die Gicht deutlich häufiger als heute vorkam. Außer Hexerei und dämonischen Einfluss wird in mittelalterlichen Vorstellungen die Gicht auf „schlechtes Blut“ zurückgeführt. Entsprechend wurde gemäß der antiken Heilkunde ein „Ungleichgewicht der Körpersäfte“ als Auslöser angenommen, ebenso Gemütsbewegungen, Unmäßigkeit beim Essen, Trunksucht sowie geschlechtliche Ausschweifungen. Hildegard von Bingen hielt den häufigen Genuss von Taubenfleisch für Ursache der Gicht, womöglich deshalb, weil die Taube als ein Symbol der Keuschheit galt. Zur Behandlung verordnete man Abführmittel, Aderlässe, Heilbäder sowie pflanzliche und tierische Medikamente. (Krankheiten im Mittelalter) Die Zahl der Gichtmittel ist entsprechend groß. So wird auch Wärme in der Form von Bädern, heißen Steine, Kirschkernen oder Sandsäcken verordnet.

Ein Sammelsurium von Behandlungsformen
Als Pflanzenmedizin ist der schwarze Johannisbeerstrauch beliebt, daher heißen die schwarzen Beeren in Norddeutschland „Jichtbeeren“. Als Hausmittel wird die schwarze Johannisbeere noch heute verwandt. (Rheumaliga: Beeren) In den Bereich der Hexenkünste zählen Versuche einer magischen Übertragung der Krankheit auf andere Lebewesen, um sie loszuwerden. Mit Vorliebe mussten Tiere dafür herhalten, so etwa der Kreuzschnabel, dessen „deformierter“ Schnabel darauf hinzuweisen scheint, dass der Vogel für die Krankheit empfänglich sein könnte. Auch an den Hahn auf dem eigenen Hühnerhof und sogar an Wiesenfrösche, die damit weghüpfen sollten, versuchte man die Krankheit weiterzureichen. Für die rituelle Transplantation auf Pflanzen, vor allem Bäume, bietet sich des Reims wegen die Fichte besonders an. Auch kirchliche Hilfe wird in Anspruch genommen, daher rief man Gichtpatrone wie Kilian, Barbara und Andreas an; an der Mosel, wie in Weingegenden üblich, den heiligen Urban. Außer einer wärmenden, bluteinigenden und belebenden Wirkung haben die Gichtmittel nicht viel zu bieten, ein Anzeichen mehr, dass das Wissen über den Ursprung der Krankheit völlig im Dunkeln lag. Gichter werden im mittleren und südlichen Teil des deutschen Sprachgebiets plötzliche Krämpfe, zumeist bei Kindern, genannt. An ihnen ist die alte Bedeutung des Wortes Gicht als etwas Angehextes lebendig geblieben.
(Quelle: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. 10 Bände hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli unter Mitw. von Eduard Hoffmann-Krayer Unveränd. photomechnan. Nachdr. Band 3, Artikel „Gicht“)

Gicht als Krankheit der Reichen
Während diese volksmedizinischen und magischen Praktiken sowie Knochenfunde darauf hindeuten, dass die Gicht in der Vor- und Frühgeschichte weit verbreitet war und alle Volksschichten erfasste, galt sie in der Antike als typische Krankheit der männlichen Oberschicht. So wurde sie bereits 600 v. Chr. von dem griechischen Arzt Hippokrates beschrieben. Denn wie den Dicken in Wilhelm Busch Bildergeschichte traf sie vor allem Männer, denen man nachsagte, sie führten ein ausschweifendes Leben, insbesondere solche, die gerne und ausgiebig üppigen Festgelagen und dem Weine zusprachen. Etwa zehnmal so viele Männer wie Frauen sind von dem Leiden betroffen, was u.a. mit hormonellen Unterschieden (s.u.) zusammenhängt. Die Liste der Gichtkranken ist lang und umfasst auffallend viele berühmte Persönlichkeiten, etwa Alexander und Karl den Großen, Ludwig XIV., Friedrich II. und Wolfgang von Goethe. Die Tatsache, daß seit der Antike so viele bekannte und hochgebildete Männer an der Gicht erkrankten, verfestigte die Ansicht, daß Gicht und intellektuelle Kompetenz irgendwie zusammengehören. 1919 wies deshalb die Londoner Times darauf hin, eine Gichterkrankung sei geradezu ein Adelsprädikat für den sozialen Status des Patienten.

Wird die Gicht durch Fleischverzehr ausgelöst?
So galt die Gicht auch schon im mittelalterlichen England bereits als Krankheit der Oberschicht. Anders als im gemäßigten Südeuropa war bei germanischen und keltischen Völkern Fleischnahrung seit je sehr beliebt, und der Kriegsheld suchte seinen Ruhm auch als Vielfraß zu festigen, wie es die Heroen in zahlreichen Heldensagen vormachten. Daher sprach der englische Adel und der hohe Klerus mit Vorliebe riesigen, am Feuer gebratenen Fleischportionen zu. Die wenigen Gemüsesorten überließ man großzügig den armen Landleuten und schmalbrüstigen Mönchen. Auch Früchte wurden von den höheren Ständen nur selten genossen, da sie im Verdacht standen, Melancholie auszulösen. Der Dominikanermönch Randolphus von Bocking (Ralph Bocking), der Hauskaplan Biograph des hl. Richard, Bischof von Chichester (1197-1258), hat erstmals das Wort Gicht – englisch Gout benutzt, um das periodische, schmerzhafte Anschwellen der Großzehe zu bezeichnen. Das 18.Jahrhundert hat neben der Charakterisierung als Zeitalter der Vernunft auch den Beinamen „Das Goldene Zeitalter der Gicht“ erhalten, was sich am Beispiel von England besonders gut belegen lässt. Der preußische Hofarzt Professor Coste dachte mit Sicherheit an die Vorliebe der Briten für Beefsteak und Portwein , als er 1762 – wahrscheinlich mit einem Quentchen Neid- schrieb, die Engländer – er meinte die Gentlemen der Oberschicht– seien die Menschen mit der opulentesten Ernährung und hätten das beste Leben auf der Welt. Gichtige saßen sowohl auf dem englischen Thron wie in Downingstreet N°10.

Oder ist der Weingenuss die Ursache?
Die antike Einschätzung, dass nicht Fleisch, sondern Alkohol Gichtattacken auslöst, wurde auch im 18.Jahrhundert als Ursache für die Gicht diskutiert. Sir William Temple wies darauf hin, daß die Gicht in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts deshalb ein so großes Problem geworden war, weil sich in England der Brauch eingebürgert hatte, die französischen Weine mit Brandy zu verstärken. Warum aber war die Gicht unter dem Lumpenproletariat der englischen Städte so wenig verbreitet? In England kam es bereits im 18.Jahrhundert zu einer Verelendung breiter Massen. Zu dieser Zeit war bei einem Großteil der Londoner Bevölkerung der Gin das am weitesten verbreitete alkoholische Getränk, wobei der Name Gin häufig aber auch synonym für Branntwein gebraucht wird. Der Gin wütete wie eine Pest unter dem einfachen Volk, denkt man an Hogarth’ Radierung „Gin Lane“. Gin war meist billiger Fusel, ein Saft, der eilig trunken machen sollte. In der Tat hatte die Gicht in jener Zeit etwas mit dem Wein zu tun – aber weniger mit dem darin enthaltenen Alkohol, denn der war deutlich höherprozentig im Branntwein oder Gin enthalten. In der Oberschicht war das Modegetränk Wein, vor allem der teure Port oder Sherry. Ihm wurde in Unkenntnis seiner verheerenden Wirkung von der Antike bis ins 19. Jahrhundert Blei zugesetzt, das auch bei schlechten Jahrgängen für einen angenehm süßen Geschmack sorgt. Man fügte sogenannten Bleizucker entweder direkt zu, oder es gelangte durch die Bleiapparaturen in den Wein und schädigte bei jahrelangem Konsum die Nieren. Wer Zeit seines Lebens dem Port kräftig zusprach, litt später fast unweigerlich an Gicht. Man spricht deshalb auch von der »Bleigicht«. So entstand die Vorstellung einer Wohlstandskrankheit, von der die Armen verschont blieben. Endlich einmal ein Lohn des schlechten Lebens!
(Quelle: Irmgard Bitsch/Trude Ehlert/Xenja von Ertzdorff, Essen und Trinken in Mittelalter und Neuzeit)

Die Erbanlagen sind offenbar entscheidend
Heute geht man davon aus, dass nicht der Schweinebraten oder die Schnapsflasche, sondern Erbanlagen die wichtigste Ursache für eine Gichterkrankung ist. Kommen Belastungen wie Blei, Abführmittel oder häufige Einnahme von Aspirin hinzu, dann steigt das Risiko einer Gicht deutlich. Die genauen Abläufe sind jedoch noch immer nicht eindeutig geklärt, von der Bleigicht einmal abgesehen. Merkwürdigerweise gibt es nämlich Gichtpatienten mit völlig normalem Harnsäurespiegel, während andere mit Höchstwerten keinerlei Symptome zeigen. Tatsache ist, dass die Gicht die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung ist. Betroffen sind wie früher schon überwiegend Männer, Frauen erst nach der Menopause, wenn der bremsende Einfluss der Östrogene zurückgeht. Mit Beginn der ersten, häufig beschwerdefreien Harnsäureerhöhungen im Blut (Hyperurikämie) beginnt der langsame Prozess zerstörerischer Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Geweben und Organen. Obwohl etwa 30 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen erhöhte Harnsäurewerte aufweisen, entwickelt nur jeder zehnte betroffene Patient auch eine Gicht. Der Grund dafür scheint eben darin zu liegen, dass diese Krankheit zu 99 Prozent genetisch bedingt ist und auf eine Ausscheidungsschwäche der Nieren zurückzuführen ist, in Einzelfällen auf eine Enzymstörung. Für die eher seltene sekundär erworbene Gicht kommen als Ursache Niereninsuffizienz, Tumorerkrankungen oder medikamentös bedingte Prozesse in Frage. Deshalb kann man davon auszugehen, daß äußere Faktoren – also falsche Ernährung und Alkohol – keine ursächliche, sondern eine krankheitsfördernde Wirkung haben und in erster Linie Patienten betrifft, die für diese Krankheit prädestiniert und bereits erkrankt sind.
(Ärzteblatt: Gichtdiagnose)
(Ärzteblatt: Hyperurikämie)

Helfen Diäten bei Gicht?
Bei Risikopatienten werden als typische Auslöser für einen Gichtanfall Schlemmereien während der Feiertage mit verstärktem Konsum von Alkohol, Fleisch und Räucherfisch angesehen – alles purinhaltige Lebensmittel, durch die dem Körper das Ausgangssubstrat für die Harnsäure in großen Mengen zugeführt wird. Da die sogenannten Purine im Körper zu Harnsäure abgebaut werden, wird Gichtpatienten in der Regel eine purinarme Kost verordnet: kaum Fleisch, Fisch, Geflügel und Wurst, keine Innereien, wenig Hülsenfrüchte, kaum Alkohol. Das bedeutet für viele Betroffene eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität, die allerdings nicht immer durch entsprechende Erfolge belohnt wird, denn die Gleichung wenig Purin = keine Beschwerden scheint nicht so einfach aufzugehen. Auch Fachpublikationen sehen das Problem, dass die diätischen Maßnahmen nicht sonderlich nutzbringend zu sein scheinen. Auf der anderen Seite lässt sich die Gicht doch recht gut mit Medikamenten behandeln. „Warum sind Gichtdiäten dennoch so populär? Ein einschlägiges medizinisches Lehrbuch gibt darauf die Antwort: ‚Auf Diätvorschriften könnte theoretisch völlig verzichtet werden, was therapeutisch aber sicher nicht klug ist!‘ Das klingt doch sehr danach, als sei Gicht keine vorwiegend erblich bedingte Stoffwechselstörung, sondern eine Sünde, für die der Patient ‚aus erzieherischen Gründen‘ mit einer ziemlich faden Diät bestraft werden muss.“ (Pollmer/Niehaus, S. 70)

Kampf dem Lebensgenuss
Verbergen sich dahinter vielleicht noch ganz andere Vorstellungen? Während in früheren Zeiten oft Mangel herrschte und man den Zeiten entgegenfieberte, da man zumindest während der Festtage einmal wie die Fürsten tafeln konnte, ist in der heutigen Überflussgesellschaft der Lebensgenuss in Verruf geraten: er ist entweder unmoralisch, ungesund oder macht dick- im Zweifelsfall alles zusammen. Was sich alle leisten können, kann nichts sein. Unsere Kultur bzw. die Eliten, die in den Medien die Ziele vorgeben, stellen den Essensgenuss, solange er nicht mit dem Prädikat „gesundheitsfördernd“ geadelt ist, unter Generalverdacht. Essen als Aufnahme abgezählter Kalorien und angesagter Nährstoffe ist gesund, lukullische Tafelfreuden sind ungesund. Folglich ist Krankheit die Folge des Genusses, ein Leitmotiv, das unser ganzes Denken durchzieht. Es soll hier keineswegs einer zügellosen Völlerei das Wort geredet werden. Es geht um das Genießen zu Tisch, und das gestaltet sich zunehmend schwierig. Das Verschwinden der sexuellen und religiösen Tabus hat nämlich ein Vakuum erzeugt, das mit Genussverboten an anderer Stelle gefüllt wurde, die ebenso arglistig wie verstörend sind. Von strengen, schmallippigen Ernährungswissenschaftlern werden wir im Namen der Gesundheit mit täglich neuen Vorschriften durcheinandergescheucht. Wir sollten gut darüber nachdenken, bevor wir die Errungenschaften unser kulinarischen Kultur im Namen der Gesundheit grundsätzlich verdammen. Siehe auch Artikel: Fastenzeit und Schlankheitswahn

Literatur:
Udo Pollmer/Monika Niehaus, Wer gesund isst, stirbt früher. BLV-Buchverlag 2008,
Krüll J: Gichtdiät: Sinn und Unsinn purinarmer Kost. EU.L.E.nSpiegel 6/2006 S.7-10

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel basiert auf allgemein zugänglichen Informationen. Er kann eine ärztliche Konsultation keineswegs ersetzen.

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