November 29, 2022

»Warum soll ich nicht beim Gehen« –
Sprach er – »in die Ferne sehen?
Schön ist es auch anderswo,
Und hier bin ich sowieso.«

Soweit der englische Reisende Mister Pief aus Wilhelm Buschs „Plisch und Plum“. Vor 150 Jahren noch eine Ausnahmeerscheinung, gehörte das Reisen zum westlichen Lebensstil- bis Corona kam. Wie es scheint, geht die bleierne Zeit der Pandemie-Beschränkungen nun aber langsam zu Ende. Seit einiger Zeit ist die Tourismusbranche aus der Schockstarre erwacht und die Reisebranche boomt wie nie zuvor. Flugreisen, wie sie heute für Kinder und Jugendliche gang und gäbe sind, waren für die Generation 60 Plus in jungen Jahren Zukunftsmusik. Mit Zelt und Wohnwagen an die Costa Brava zu fahren hatte damals noch den Reiz des Exotischen.

Reisen schon in der Antike
Reisen, im Unterschied zu Migration und Flucht etwa, kannte man indes schon in der Antike. Eine Oberschicht mit den entsprechenden Mitteln unternahm Fahrten zu Kultstätten, etwa zur Konsultation des Orakels von Delphi und aus medizinischen Gründen, denken wir an den Heilort Epidauros in Griechenland. Tatsächlich aber kannte man auch in der klassischen Antike schon die Reise in unserem Sinne auf der Suche nach Abwechslung und neuen Eindrücken. Wohlhabende Römer schickten ihre Söhne zu Bildungszwecken nach Griechenland, denn profunde Griechischkenntnisse waren für eine Karriere im römischen Weltreich unerlässlich. In seinem berühmten Brief über das Reisen stellt der stoische Philosoph Seneca hingegen die ketzerische Frage, was es denn nütze, Meere zu überqueren und Städte zu erkunden, wenn man dem, das einen bedrängt, nicht entkommen könne. Man müsse sich nicht anderswo aufhalten, sondern ein anderer werden („… non alibi sis oportet, sed alius” (Sen.epist.104,7-10; 19-20)) Die Flucht vor sich selbst und der naive Glaube, anderswo sei alles besser, ist bis heute einer der Beweggründe für das Reisen- nur dass keine kleine Oberschicht, sondern dank Billigflügen und Pauschaltourismus fast alle am Vogelzug rund ums Jahr teilnehmen können, vorausgesetzt, man lebt in den übersättigten Wohlstandsländern des Westens.

Reisen waren ein riskantes Unternehmen
Als nach dem Untergang des römischen Reiches die alten Straßen verfielen und infolge fehlender Ordnungsmacht wurde das Reisen nicht nur beschwerlich, sondern auch weitaus gefährlicher. Auf den Handelsrouten des Mittelalters waren schwerbewaffnete Kaufleute, Soldaten und eine Vielzahl von Pilgern unterwegs, aber stets in größeren Gruppen. Für Frauen waren Reisen besonders gefährlich und die sogenannten „Keuschheitsgürtel“ waren weniger dazu da, der Versuchung eines Seitensprungs zu widerstehen, sondern dienten vielmehr als Schutz vor einer Vergewaltigung, wenn eine Reise für eine hochstehende Dame denn notwendig wurde. Wie wir in Geoffrey Chaucers Erzählungen der „Canterbury Tales“ nachlesen können, war es für Frauen in Begleitung größerer Pilgergruppen durchaus möglich, Reisen zu unternehmen. Herbergen boten eine gewisse Sicherheit auf dem Weg, da die Nachrichtenbörse dort gut funktionierte und die Mitreisenden ein Gemeinschaftsgefühl vermittelten. Auch war die Gastfreundschaft im Mittelalter sehr viel ausgeprägter als heute, wo wir uns in unseren Hausburgen verschanzen und die Zugbrücke hochziehen. Fremde nahm man bereitwillig auf und bewirtete sie, denn sie waren eine willkommene Abwechslung im Alltag und brachten Kunde von „weither“.

Gastfreundschaft als heiliges Gesetz
Reisende zu beherbergen zählte überdies zu den sieben Werken der Gerechtigkeit, die beim Weltgericht am Ende der Zeiten über Verdammnis oder Seligkeit entscheiden konnten. In Matthäus 25 heißt es dazu: „Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.“ Überhaupt ist in den meisten Kulturen die Gastfreundschaft den Reisenden gegenüber ein heiliges Gesetz. Tacitus beschreibt in seiner „Germania“ dieses großzügige Verhalten, ähnliche Worte findet Caesar in „De Bello Gallico“, wo es über die Germanen heißt, sie schützten den Gast und hielten ihn für unantastbar, jedes Haus stehe ihm offen und jeder reiche ihm den nötigen Unterhalt („hospitem violare fas non putant; qui quacumque de causa ad eos venerunt, ab iniuria prohibent sanctosque habent, hisque omnium domus patent victusque communicatur“ De Bello Gallico 6, 23). Nach der Lex Burgundionum aus dem 9. Jh. (dem Burgunderrecht) und den fränkischen Weistümern durfte keinem Fremden Obdach, Herd und Wasser vorenthalten werden.

Über Stock und Stein
Aufzeichnungen von Kaufleuten zeigen, dass das Wissen über „Weg und Steg“, also welche Wege gangbar waren und wo es zuverlässige Herbergen gab , zu den wichtigsten Schätzen der Kaufleute zählte. Dazu gehörte auch die Kenntnisse, an welcher Stelle Flüsse überquert werden konnten, da Brücken vielerorts verfallen waren, wenn es überhaupt je welche gegeben hatte. Das größte Hindernis bei einer Reise war also der Weg an sich, denn selbst das kultivierte Land des ehemaligen römischen Imperiums an Rhein und Mosel war wieder von dichten Wäldern bedeckt, wo eine Orientierung für Fremde schwierig war. Vor allem in unbekannten, abgelegenen Gegenden, wo es keine Wegweiser und nur schlechte Trassen gab, war man ohne ortskundige Führer schnell verloren. Wegelagerer und Räuber hielten viele vom Ortswechsel ab, wobei die Bauern ohnehin „an die Scholle gebunden“ waren und die eigenen Gemarkungen grundsätzlich nicht verlassen durften.

Vorzeichen und Amulette
So ist es kein Wunder, dass sich im Mittelalter eine ganze Reihe von Gebräuchen um das Reisen, die zumeist Wallfahrten zum Wohle der Großfamilie waren, rankten. Damit sollte die Sicherheit für unterwegs und eine gute Rückkehr garantieren werden. Das Minnetrinken auf die heilige Gertrud, Schutzpatronin der Reisenden, gehörte ebenso dazu wie Talismane zur Abwehr böser Mächte, die wir heute noch als kleine Anhänger am Rückspiegel kennen oder Amulette des Christophorus, der als besonderer Schutzheiliger der Autofahrer gilt. Der Abreisende musste rückwärts aus der Tür gehen, um sich vor dämonischen Mächten zu schützen, die Zurückbleibenden mussten ihm „nachsehen“, d.h. die geschlossene Haustür wieder öffnen und ihm ein Stück Geleit geben. In den Weistümern war festgelegt, dass Reisende sich mit Feldfrüchten und Obst nicht nur versorgen, sondern diese geradezu einfordern durften. Dazu kam eine Vielzahl von Tabuvorschriften und Vorzeichen: der Freitag kam als Abreisetag nicht in Frage (bei Seeleuten noch bis in die jüngste Vergangenheit Brauch); blieb man mit dem Mantel in der Tür hängen, war dies ein gutes Zeichen, Wasser verschütten hingegen brachte Unglück. Niesende Pferde deuteten auf eine gute Ankunft hin, nach der man sich einer rituellen Reinigung zu unterziehen hatte. Diese wenigen Beispiele mögen erläutern, welche Bedeutung ein Ortswechsel in früheren Zeiten hatte.

Die ersten Bildungsreisen
In der Barockzeit kam die Sitte der Kavalierstour für Söhne aus wohlhabendem Hause auf. Ziel der Reise war zumeist Italien, das im Zuge der Renaissance Frankreich als kulturell führendes Land in Europa abgelöst hatte. Shakespeares intensive Verarbeitung italienischer Schauplätze in seinen Stücken legt die Vermutung nah, auch er sei irgendwann zwischen Mitte der 1580er und Anfang der 1590er Jahre nach Italien gereist. Es sind dies Jahre, für die wir in seiner Biographie keine zuverlässigen Hinweise über seinen Aufenthaltsort haben. Dazu sind seine Beschreibungen italienischer Städte und Verhältnisse äußerste präzise.
Diese Tradition wurde im 18.Jahrgundert als Bildungsreise fortgesetzt, deren Ziel weiterhin in erster Linie Italien hieß. Vor allem betuchte Engländer machten sich auf, die Kultur und Kunst des europäischen Festlandes kennenzulernen. Häufig schickten sie auch ihre Söhne auf eine Bildungsreise auf den Kontinent. Zu den Orten, die man unbedingt gesehen haben musste, gehörten Florenz, Rom, Venedig, Wien, Nizza und Paris.

Goethes italienische Reise
Einer der bekanntesten Bildungsreisenden war Johann Wolfgang von Goethe, der sich 1786 nach Italien aufmachte. Ursprünglich sollte die Reise einige Monate dauern, am Ende waren es fast zwei Jahre. Goethe nahm nicht nur Zeit und Muße, sondern auch sein eigenes Bett und einen Koffer mit einem Hutfach für seinen Zylinder mit. Das alles ließ er mit einer eigenen Kutsche transportieren, die gegenüber der einfachen Postkutsche Vorfahrt hatte. Unterwegs war Goethe rastlos tätig, er malte und schrieb. Seine Erlebnisse und Eindrücke fasste er in seinem Buch „Italienische Reise“ zusammen. Weniger glücklich endete die Reise für Johann Joachim Winckelmann, den Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und Kunstgeschichte. Zwanzig Jahre vor Goethe wurde er in Triest Opfer eines Raubmordes. Nicht jeden zog es indes in die Ferne. Im Zuge der Besinnung auf die Schönheiten des eigenen Landes und von Sehnsucht mach nationaler Einheit getrieben unternahmen junge Männer schwärmerische Rheinreisen auf Schusters Rappen. Das wenige Reisegepäck verstaute man in einem einfachen Tornister, in dem sich ein Hemd, etwas Wäsche zum Wechseln sowie eine Reiseapotheke befanden. In seiner „Harzreise“ gibt Heinrich Heine eine lebendige Beschreibung solch wildromantischer Bergtouren, die der inneren Befreiung dienten: „Auf die Berge will ich steigen, lachend auf euch niederschauen.“

Der Lockruf des Orients
Im Zuge der kolonialen Expansion Europas kam es im 19.Jahrhundert verstärkt zu Reisen außerhalb der klassischen Ziele am Mittelmeer. Auch hier machten sich auf der Suche nach exotischen Geheimnissen vornehmlich Söhne der reichen Oberschicht auf den nicht ungefährlichen Weg. Aber überraschenderweise waren auch Frauen mit von der Partie. So reiste die Russin Lydie Paschkoff 1872 nach Palmyra, begleitet von einer Karawane mit Bediensteten und knapp hundert Maultieren, Kamelen, Eseln und Pferden. Die reiche Holländerin Alexine Tinne unternahm bereits zehn Jahre zuvor mit ihrer Mutter eine Nilexpedition, die aufgrund ihrer monumentalen Ausstattung für Menschenaufläufe am Ufer sorgte. Die beiden Frauen reisten mit einer so zahlreichen Dienerschaft, dass männliche „Afrikaforscher“ sich über diese Art von „Wochenendausflügen“ öffentlich beklagten. Man kann sich ausmalen, dass eine Reise unter den damaligen Umständen von einer ganz anderen Qualität war als der heutige grillvergnügte 2-Wochen-Urlaub mit Billigflieger in der all-inclusive-Touristenfalle.

Erste Klagen über den „Massentourismus“
Einige Reiseziele im Orient waren im Laufe des 19. Jahrhunderts derart en vogue, dass es manchen regelrecht zu bunt wurde. Emily Beaufort, die 1858 Ägypten bereiste, spottete über den „in Mode gekommenen, überfüllten Nil“. Wenige Jahre später mokierte sich der Afrika-Reisende Sir Samuel Baker über die Folgen von Alexine Tinnes Expedition: diese Exkursion komme allmählich in Mode, so dass es angebracht scheine, ein Lokal am Äqua-tor zu eröffnen, wo Reisende gemütlich beim Bier zusammensitzen könnten. Der auf-kommende „Massentourismus“ war auch dem zunehmend bequemeren und sichereren Reisemöglichkeiten mit der Eisenbahn geschuldet.
(Quelle: Reiseberichte von Frauen)

Reisen für alle
Im 20. Jahrhundert mutierte das Reisen zu einem wahren Massenphänomen. Jugendliche fanden sich in der Wandervogelbewegung zusammen, um auf ihren Zeltlagern eine Gegenwelt zur restriktiven Langeweile des Alltags zelebrieren. Das wohlhabende Bürgertum genoss bereits ein bis zwei Wochen in der Sommerfrische, meist an den Badeorten der Nord- und Ostsee oder in den Mittelgebirgen. In Walter Kempowskis Romanverfilmung „Tadellöser und Wolff“ ist solch eine Reise einer Familie des gehobenen Mittelstandes kurz vor Beginn des zweiten Weltkriegs lebendig dargestellt. Arbeiter und Kleinbürger konnten sich allerdings – abgesehen von den „Kraft durch Freude“-Touren, die von den Nazis nicht ohne Hintergedanken organisiert wurden – erst nach dem Zweiten Weltkrieg eine Reise leisten, als ihnen bezahlter Urlaub gewährt und somit die Möglichkeit einer Ferienreise geschaffen wurde. Die Ziele lagen, wie schon im „Dritten Reich“ meist im Binnenland, da deutschen Touristen unmittelbar nach dem Krieg im Ausland wenig Sympathien entgegenschlugen.

Böse Folgen des Massenansturms
1958 reisten schon 3,5 Millionen Bundesbürger nach Italien, dem „Sehnsuchtsland“ der Deutschen im Süden. Sonderzüge brachten die Urlauber nach Südtirol und an den Gardasee. Danach ging es Schlag auf Schlag. Pauschaltourismus und Billigflüge verwandelten Mallorca geradezu zu einer deutschen Insel im Mittelmeer, wo die Touristen in Scharen einfielen sich bis heute auf dem Ballermann die Kanne geben. Während die Reisen der Oberschicht in früheren Zeiten der persönlichen Bildung dienten, genossen die unteren Chargen das Sonnenbaden und Amüsement als Ausgleich für den öden Alltag. Was sich alle leisten können, verliert bekanntlich an Reiz. Leute mit dem dickeren Portemonnaie zieht es daher in exklusive Ferienorte im indischen Ozean. Auch wer sich für Extremtouren mit Freiklettern oder Überlebenstraining erwärmen kann, sucht neben Nervenkitzel und Grenzerfahrungen auch die Gewissheit, zu einer Elite zu gehören. Selbst für die Normalbürger hat sich das Reisen verändert. Der dreiwöchige Sommerurlaub in den Bergen oder am Meer ist passé. Dafür gibt es hier einen Städtetrip, da ein Wellness-Wochenende, im Winter ein paar Tage Skifahren und im Sommer ein wenig Strand. Vielleicht noch eine Kreuzfahrt von ALDI. Wen kümmern schon die Folgen: Wohnraum für die Einheimischen wird knapp, weil man mit Airbnb die schnelle Mark machen kann, überfüllte Städte, ökologische Katastrophen, Stress und blanke Nerven. Vielleicht sollten wir die Corona-Erfahrungen nutzen und einfach wieder entspannt durch Wälder und Weinberge streifen- getreu dem Goethewort: Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen…

Lesenswert:
Geschichte des Reisens
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Über den Autor ANAKREON

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