Garten in der Villa Munthe/Capri

Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch…

Frühling lässt sein blaues Band
So heißt es in Goethes „Mailied“ von 1771, das noch ganz den Geist des Sturm und Drang atmet: mit entzückten Ausrufen begrüßt der Dichter die wiedererwachende Natur nach dem bitterkalten Winter – vergessen wir nicht, dass Goethe am Ende der „Kleinen Eiszeit“ lebte, erst Ende des 19.Jahrhunderts wurde es langsam wieder wärmer. Gleichwohl ist die Freude über die ersten Blüten und die „tausend Stimmen aus dem Gesträuch“, die ersten Bienen und Hummeln, auch heute noch dieselbe. Wer einen Garten sein Eigen nennt, und sei er noch so klein, für den ist er nicht nur Frühlingsbote: Der Garten beruhigt, lässt schwere Gedanken leichter werden und Gartenarbeit wird von den wenigsten als Mühsal empfunden, es sei denn, sie tun das beruflich.

Entspannung im Gemüsebeet
Neben Entenfüttern und Kaffeetrinken soll ja auch das Gärtnern ein bevorzugte Beschäftigung der Generation 60 Plus sein: Mit den Früchten des eigenen Gartens werden Freunde, Kinder und Enkel beglückt, und über den Gartenzaun tauscht man sich mit den Nachbarn darüber aus, wann die Zeit für Aussaat und Düngung reif ist- natürlich nur mit Kompost! Dabei ist Bewegung im Sonnenlicht und an der frischen Luft nicht nur Balsam für den erschlafften Körper nach dem düsteren Winter, auch die Seele kann man zwischen den Beeten leichtfüßig spazieren führen. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten an Wohlgeschmack kaum zu überbieten sind. Dafür kann man ab und zu etwas Rückenweh schon in Kauf nehmen. Dazu kommt, dass man auch als höheres Semester bei der Gartenarbeit seinen eigenen Rhythmus finden und kein Soll erfüllen muss. Man muss es ja mit den Tipps nicht so wörtlich nehmen wie in alten Berichten, wo es heißt, in England habe man sich früher mit nacktem Hintern auf das Beet gesetzt- war es angenehm und nicht mehr kalt, sei die rechte Zeit zum Pflanzen gekommen. Glaubt man den Berichten Plinius des Älteren, dann waren die Sitten im römischen Reich noch um einiges lockerer. Mitte Juni wurde Gemüse ausgepflanzt, und dies hatte nackt zu geschehen. Kein Wunder, dass mit dem Einfluss der Kirche diese Freikörperkultur ein schmähliches Ende fand.

Wandel der Gartenkultur im Laufe der Zeit
Damit gerieten auch viele Gemüse in Vergessenheit, bis auf Kohl und Rüben, die man zu den Feldfrüchten rechnete. Dem Gartenbau und der Obstkultur widmete man sich erst in der Renaissance wieder mit Hingabe, wie zahlreiche zeitgenössische Stiche und Gemälde bezeugen. Von jener Zeit datiert die Entwicklung der kultiviertesten aller Früchte, der Birne, die als die Königin des Obstgartens galt. Grund für die allgemeine Zurückhaltung den Gartenprodukten war eine Ernährung, die wir als äußerst fleischlastig bezeichnen würden. In den französischen Städten und ·selbst auf den Dörfern boten Garköche alle möglichen fertigen Gerichte feil, so wie das in Südostasien noch heute der Fall ist. Die übliche Ernährung für Arme bestand aus Schwarzbrot und Schweinefleisch – aber nur für die wirklich Armen! Jeder Handwerker, jeder kleine Händler wünschte an Fleischtagen Hammel, Reh, Rebhuhn zu essen wie die Reichen; und an Fastentagen Lachs, Kabeljau, gesalzene Heringe. Anders als Ernährungsexperten uns heute weismachen wollen, bestand das Essen in jener Zeit eben nicht fast ausschließlich aus Pflanzenkost. Die kam erst in den beiden letzten Jahrhunderten mit dem massiven Bevölkerungswachstum und der Verarmung der Massen. Von da an besann man sich wieder verstärkt auf die Gartenbautradition vergangener Zeiten. In England waren Erbsen daher noch im 18.Jahrhundert so ungewöhnlich, dass sie der Philosoph David Hume vornehm mit dem Messer aß. In Frankreich wurde Spinat tagelang gekocht, in Deutschland kam bis zum Siebenjährigen Krieg kein feineres Gemüse auf eine vornehme Tafel und in dem berühmten Internat von Schulpforta war es bis 1757 sogar verboten. Heute werden Obst und Gemüse zwar wieder täglich gegessen, kommen aber nur noch selten aus dem eigenen Garten, der immer mehr einem Ziergärtchen gleicht, wenn er nicht gleich in Frankensteins Ort des Schreckens aus Schotter und Kies verwandelt worden ist.

Der heilende Garten
Hingegen nutzte man bereits im alten Ägypten den Garten auch als Therapiestätte, kranke Mitglieder der Königsfamilie bekamen Gartenspaziergänge regelrecht verschrieben. Wer mit 60 Plus die nötige Zeit hat, endlich einmal Thomas Manns Monumentalwerk „Joseph und seine Brüder“ zu lesen, wird diese Vorstellungen darin beschrieben finden. Joseph lernt sein Handwerk als Gehilfe des Palastgärtners und dazu die Geheimnisse der Gartentherapie für die Seele. In der griechischen und römischen Antike waren Ärzte ebenfalls der Überzeugung, dass sich der Aufenthalt in der Natur positiv auf das Wohlergehen ihrer Patienten auswirkt. Schon Hippokrates behandelte seine Patienten mit einem Dreiklang aus Heilpflanzen, Bewegung an der frischen Luft und gesunder Ernährung. Nicht unsonst war die körperliche Ertüchtigung als Weg geistiger und körperlicher Gesundheit das Idealbild der griechischen Antike. Und auch der römische Arzt Galen von Pergamon (129-199 n. Chr.) erkannte den Wert der Arbeit mit den Händen für die Heilung von Körper und Seele. Er beschrieb unter anderem die Linderung von psychischen Störungen durch Tätigkeit in Garten und Landwirtschaft und sagte: „Arbeit ist die beste Medizin, die uns die Natur gegeben hat.“ Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde Gartenarbeit vor allem bei Störungen des seelischen Gleichgewichts mit gutem Erfolg eingesetzt, und nach dem Ersten Weltkrieg erhielt die Gartentherapie einen festen Platz in der Behandlung von Veteranen, die an den Folgen von Kriegstraumata litten. (Quelle: Wurzelglück)

Der Garten der Philosophie
Einer der ersten, der den schmalen Grat zwischen „Gartenarbeit als Therapie“ und „Garten als Ort philosophischer Betrachtung“ überschritt, war der Philosoph Platon. Er erwarb den heiligen Hain des Schutzpatrons der Stadt Athen, Akademos, erwarb, um dort einen stillen Ort geistiger Betrachtung einzurichten. In diesem Olivenhain fanden sich Schüler des Gelehrten ein, erst später entstand ein Gebäude, die platonische Schule oder „Akademie“. Jahrhunderte später zog sich der Gartenfreund Cicero gerne auf sein Landgut in den Albaner Bergen unweit von Rom zurück. Dort schrieb er die berühmten „Gespräche in Tusculum“, einen Meilenstein klassischer Literatur. Im vierten Brief an Varro heißt es: „Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen“ – geistige und körperliche Nahrung, eines in das andere hineinfließend.

Der Garten als Refugium während der Pandemie
Als das Leben infolge der Corona-Pandemie ab März 2020 weitgehend zum Stillstand kam, hatten es diejenigen, die sich in den eigenen Garten zurückziehen konnten, weitaus besser als viele andere, die von „Experten“ verurteilt worden waren, in ihren Betonfestungen auszuharren. Glücklich war und ist derjenige, der sich draußen sinnvoll beschäftigen kann-nicht nur dann, wenn das Leben weitgehend lahmgelegt ist. Selbst wenn das Schreckensszenario einer Quarantäne dräut, kann das die Gartenfee und den Wurzelsepp nicht schrecken: schönes Wetter, frische Luft, Vorräte im Haus und Wein im Keller: wen kann da so ein Virus schon schrecken? So kam eine Studie der Hochschule Geisenheim zu dem Ergebnis, dass dem eigenen Garten im Jahr 2020 deutlich mehr Bedeutung zugemessen wurde als in den Jahren zuvor und die Zufriedenheit trotz der misslichen Lage höher lag als die der Nicht-Gartenbesitzer. Auch öffentlichen Parks und Grünanlagen schrieben beide Gruppen 2020 eine höhere Wichtigkeit zu als zuvor. Gartenbesitzer waren in der Studiengruppe etwas älter, verfügten über ein höheres Einkommen und lebten eher im ländlichen Raum als in der Großstadt. Lärm, Schmutz und Stress sind auf dem Land deutlich geringer, ein friedlicher Umgang miteinander spürbar größer als in den Städten.
(Quelle: HGU_Studie_Garten_und_oeffentliches_Gruen_in_Zeiten_des_Corona-Lockdowns.pdf)

Hortus sanitatis- Der Garten der Gesundheit
So lautet der Titel eines der ersten gedruckten Kräuterbücher deutscher Sprache aus dem Jahre 1485. Es gibt eine Reihe von Gründen, weswegen das Gärtnern solche positiven Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit hat. Zugegeben, die Mehrheit der Gartenbesitzer zählt zum wohlhabenden Teil der Bevölkerung, der ohnehin gesundheitsbewusster lebt, sich gute Nahrungsmittel leisten kann und weniger zu Fertigfutter und Zuckerbomben neigt. Nicht zu unterschätzen aber ist die tägliche Bewegung: Gartenfreunde verbringen doppelt so viel Zeit an der frischen Luft wie Menschen ohne Garten. Gerade in Mittel- und Nordeuropa ist das ein wichtiger Aspekt, regt doch das Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D an, denn dieses muss unser Körper zum großen Teil selbst herstellen, und zwar mithilfe von UV- Strahlung aus dem Sonnenlicht. Um ausreichend Vitamin D bereitzustellen, sollten wir uns täglich im Freien aufhalten. Eine Alternative, an die sich die meisten aus der Generation 60 nur mit Schaudern erinnern, ist Lebertran, den wir als Kinder von unseren besorgten Müttern eingeflößt bekamen. Sogar der Serotoninspiegel soll erhöht werden können, indem man mit der Atemluft das Mycobacterium vaccae einatmet. (Quelle: Garten ist Therapie) (Quelle: gardens of refuge)

Bewegung in Licht und Luft
Sicher ist jedoch, dass gerade in der Generation 60 Plus der Vitamin D- Mangel eine weitverbreitete Erscheinung ist und von ärztlicher Seite mit Präparaten behandelt wird, um ernsthaften Konsequenzen vorzubeugen. Bewegung ist gleichfalls ein wichtiger Faktor für körperliches und mentales Wohlbefinden. Die Gartenarbeit als schweigend vollzogene Übung für Körper und Geist kennt man schon in den Klöstern des Mittelalters. Die langsame, wiederholt-bedächtige Gartenarbeit in der Sonne kann so einen regelrecht meditativen Charakter annehmen. Die Gedanken schweifen ab, Entschleunigung und Stressabbau geht auch ohne teure Kurse und Seminare. Wer jede Tätigkeit mit ganzer Seele ausübt, der wird innerlich frei von gedanklichen Schlacken und er-lebt seine Umgebung: Töne, Farben und Gerüche. Mit der Gartenarbeit, auch oder gerade, weil der Erfolg sich nicht unmittelbar einstellt, ist eine tiefe innere Befriedigung verbunden, etwas nicht nur geschafft, sondern geschaffen zu haben, daher ist sie genauso kreativ wie Kunst und Musik.

Auch mit wenig Platz viel erreichen
Schließlich sind Gartenerlebnisse auch auf kleinstem Raum möglich, selbst Terrasse und Balkon kann man schöpferisch gestalten, der Möglichkeiten sind unendlich viele, mit Gemüsen und Blumen in Ampeln kann man auch vertikal gestalten und den Raum optimal nutzen und sich selbst in der Großstadt eine grüne Oase in der Betonwüste schaffen, die von Bienen und Schmetterlingen gerne angesteuert wird. Der Garten zeigt sich demnach in zweierlei Gestalt: da ist zum einen der Nutzgarten, dessen Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, versorgt er uns doch mit selbst angebautem, frischem Obst und Gemüse. Daneben schätzte man ihn schon in den Klostergärten des Mittelalters nicht nur als Ort der Ruhe und Kontemplation, als Gleichnis für eine Seele auf der Suche nach dem Göttlichen, sondern auch als Apotheke Gottes, die all die Kräuter hervorbrachte, die schon seit frühesten Zeiten zum Schatz der Heilkundigen zählte.

Garten und Kunst
Hier liegt auch der Übergang von Garten in die Kunst (abgesehen von der Gartenkunst, ein weiteres interessantes Kapitel): wer einmal auf der Insel Reichenau im Bodensee war, kann sich womöglich in die Aura einfühlen, die Walahfrid Strabo umgab, als im Jahre 840 sein Kräuterbuch, den Hortulus (Gärtlein), in Verse kleidete. 24 Heilpflanzen werden hier beschrieben, vom Andorn bis zum Wermut. Auch die im Klostergarten vorhandenen Pflanzen fanden später Eingang in die Kunst der mittelalterlichen Handschriften und der Kathedralplastik, da jede Pflanze nicht nur einen sensus litteralis, also die konkrete (Heil)Wirkung, sondern noch einen sensus metaphoricus, eine übertragene, spirituelle Bedeutung im Rahmen der christlichen Heilslehre hatte. So kann man mit Recht sagen: Garten ist Medizin für Körper und Seele. Daher kann man dem indischen Philosophen und Nobelpreisträger für Literatur Rabindranath Tagore nur zustimmen: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.“

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Über den Autor ANAKREON

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